Beiträge von Ditte

    Hallo Ditte,

    das Buch habe ich nun auch bestellt, es war schon seit wenigen Wochen auf meiner Liste. Von seinem anderen Buch "Heilende Pilze" bin ich aber restlos begeistert. Das man überhaupt so viel Wissen sammeln kann und dann noch so gut geordnet in ein Buch in bester Qualität zusammenfasst, beindruckt mich sehr. Ich bin überzeugt, dass es bei diesem Buch auch der Fall sein wird.


    Gruß

    Stefan

    Grüß dich, Stefan, danke für den Tipp!:thumbup: Das Buch kenn und hab ich noch nicht...

    Herzliche Grüße, Ditte

    Das wäre ist eine gute Wirkung meines Posts, Nobi:) - und das Buch hat es wirklich verdient. Hier ein Fallbeispiel, der Schopftintling:

    Ich lebte immer noch unter dem Eindruck, dass der Schopftintling als "Notnahrung" einzustufen ist, wegen der Wirkung mit Alkohol einerseits (oh-oh!) und der Tatsache, dass er oft auf Hundewiesen wächst (oh-oh!) andererseits und dann noch das eklige tintig werden (oh-oh!). Kann ja eigentlich alles nicht gesund sein.... Also hab ich ihn seit sicher 20 Jahren nicht mehr gesammelt und gegessen. Jetzt aber lese ich zu meiner großen Verwunderung auf - ich hab sie eben gezählt! - 82 enggedruckten Zeilen ein Loblied auf den Schopftintling, in allen Details. Über die Weise, wie die Tinte produziert wird, das Coprin, das Verhalten gegenüber Nematoden, Züchtung, wie man ihn am besten zubereitet, die vielen guten Inhaltsstoffe und die Verwendung. Nutzung in China und anderswo in der Medizin etc.

    Das ist ein richtiger Artikel für sich! Wenn man diese kleingedruckten Kommentare, die prall voll von aktuellem Wissen stecken, in größerer Schrift gedruckt hätte, wäre das Buch doppelt so dick geworden.

    Ja, das wollte ich noch ergänzen. Ich hab das Buch jetzt zum Geburtstag bekommen, und nun weiß ich, was ich den Leuten, die bei mir an der Tür klingeln und wissen wollen, wie es sich bei dem oder dem Pilz mit der Giftigkeit oder Inhaltsstoffen verhält, nach aktuellem Stand antworten kann. Ich hol dann einfach das Buch runter...:)

    Liebe Abendgrüße Ditte

    Tricholomopsis: Ich könnte dir das auch privat schreiben, lieber Christoph, aber ich möchte es doch im Forum sagen. Ich habe euer Pilzbuch jetzt bekommen, und ich bin von der Fülle an Informationen wirklich sehr beeindruckt! Ich lese jeden Tag die Infos zu einem oder zwei Arten und lerne jede Menge! Das geht weit über ein normales Pilzbestimmungsbuch hinaus, was ihr da an Wissen zusammengetragen habt. Und ich fühle mich aufgehoben, was die neusten Angaben zu Giftigkeit und Wirkungen etc. betrifft.

    Also: ganz großes Lob von meiner Seite euch beiden und Hut ab!

    Liebe Grüße Ditte

    Grüß dich, Harald, ja das kommt noch als Problem hinzu: Weiße und violette wachsen zuweilen so eng durcheinander, dass man sich fragen muss, ob das wirklich jeweils verschiedene Arten sind....! Um das herauszukriegen, werden wir also von mehreren solcher weiß-lila-Gruppen jeweils einen Fk sequenzieren lassen und ich sie jeweils morphologisch untersuchen und dann sehen, was dabei herauskommt. Und ggf. muss man dann noch weitere Untersuchungen anstellen...

    Herzlich, Ditte

    Hallo Emil, also den Verweis geophylla var. lilacina und die lilacina habe ich jetzt gelöscht, ich hatte bei allem, was ich um die Ohren habe, noch keine Zeit, mich darum zu kümmern. Ob das, was im von dir zitierten Artikel steht, so bestehen bleibt, wird sich zeigen. Aber es stimmt auf jeden Fall, dass es viele Arten in der Gruppe gibt. Und die neue Typusuntersuchung der lilacina macht deutlich, dass das, was allgemein für lilacina gehalten wurde, nicht lilacina IST. Klar war bis dahin lediglich, dass die Varietät "var. lilacina" eine eigene Art ist. Mehr nicht. Lilacina ist aber durch Bodenproben "vermutlich" auch in Europa nachgewiesen. Bei uns gibt es u.a. die sublilacina und die lilacinomaculata und die pallidicremea und noch ein paar weitere Arten. Allerdings ist die Forschung da - wie bei den meisten Gruppen - noch längst nicht abgeschlossen, und gerade wurde beispielsweise wieder eine Art aus der Gruppe neu beschrieben (die ich auch gut kenne ), und zwar gänzlich ohne morphologische Abgrenzung! Die Arten sind tatsächlich extrem schwer voneinander zu unterscheiden, da sie eben auch teilweise sehr variabel in der Färbung sind und die Mikromerkmale überlappen. Das ist nichts Neues bei Inocybe, aber hier, bei den lilafarbigen, ist die Gefahr besonders groß, die Arten aufgrund der Färbung zu unterscheiden, und das führt aber leider oft in die Irre. Wichtige Kriterien sind also auch der Standort, die Begleitbäume und der Boden. Inocybe sublilacina beispielsweise hab ich bislang stets bei Kiefer auf Sandböden und auf niedriger Meereshöhe gefunden. Die Sporenmaße meiner Kollektionen stimmen aber zum Beispiel nicht mit dem Schlüssel von Matheny überein. Damit kann ich also nicht schlüsseln....Ob das an den unterschiedlichen Kontinenten liegt, weiß ich nicht.

    Jedenfalls so, wie ich das für die sublilacina gemacht habe und weiterhin mache, also alle Details zusammen überprüfen und daraus die Essenz eruieren, die für die Art maßgeblich ist, müssen die entsprechenden Daten für die anderen lila-Arten mit Hilfe von mehreren Kollektionen zusammengesammelt und überprüft werden - das hat natürlich noch niemand gemacht. Beispielsweise basiert ja die lilacinomaculata-Beschreibung auf einer einzigen Kollektion. Ich habe aber etliche Kollektionen der Art und weiß also, wie variabel sie tatsächlich ist. Das ist mit das Schwierigste überhaupt, bei solchen derart ähnlichen Arten den roten Faden zu finden, mit dem man sie zuverlässig unterscheiden kann. Die Autoren der jetzt gerade publizierten neuen Art haben das leider nicht gemacht...

    Und: So wie bei meiner Website der Fall, hängt auch der Index Fungorum aus Zeitgründen hinter diesen ganzen rasanten Entwicklungen hinterher.

    Soweit dazu, ich hoffe, das wirft ein wenig Licht in die Sache,

    herzliche Grüße aus meiner Mittagspause, Ditte

    Liebe Claudia, das ist ja nett mit dem Ditte-Wald...:S....

    Deine Nummer 19 ist aber kein Risspilz, ich hab nicht alles durchgeschaut, ob das schon jemand gesagt hat. Das sieht mir nach einem Rübling aus (oder so).

    Ich wünsch dir und alle Foristen einen guten Rutsch ins neue Jahr und natürlich ein wundervolles 2021!

    Liebe Grüße Ditte

    Grüß dich, Sebastian, was du da zeigst, ist nicht I. whitei, sondern I. pudica. Deine Doku ist gut, es fehlen nur Hymneialzystiden, die man gänzlich sieht, also mit dem Fuß, denn der trägt oft zur Bestimmung bei (kurz, lang, Basis abgerundet, trunkat...). In diesem Fall seh ich keinen ganzen Fuß, gehe aber davon aus, dass etliche Zystiden einen längeren nach rechts oder links gebogenen Fuß haben.

    Aber die Doku als solche reicht aus. I. pudica lässt sich oft schon makroskopisch als solche erkennen, da die Hüte oft an die von kleinen Champignons erinnern: abgerundet und glatt, das ist bei whitei nicht der Fall. Auf deinen Fotos sieht man das. Ganz typisch ist zudem die letztgezeigte Caulozystide: mit langem welligen Hals.

    Die dritte Art im Bunde, I. armeniaca, wird mehr orangelich, die Fruchtkörper sind auch eher schmächtig und außerdem wächst sie bei Kiefer, oft auf sandigem Boden.

    Pudica ist mit Abstand häufiger als whitei und wächst eben oft bei Fichte, ja auch Tanne.

    Bei pudica röten die Fruchtkörper beim Trocknen - zumindest oft - noch nach, bei whitei eher nicht.

    Ach so, und die Sporen sind bei pudica länglich und etwas größer als die von whitei. Bei whitei sind sie im Schnitt kleiner als 9 µm auch das spricht für pudica.

    Herzlich, Ditte

    Hi Nosozia und Stefan: Zum einen ist das eine sehr schöne Doku, Nosozia! Man sieht alles perfekt, nur würde ich statt Kongorot KOH nehmen, weil man da die Reaktion der Zystidenwände beurteilen kann - so aber nicht. In diesem Fall aber ist das nicht wichtig, weil der Rest wunderbar passt, und zwar, ja: Inocybe assimilata.

    Typisch ist zum einen, und daran kann man sie schon makroskopisch meist sehr gut erkennen: dieses starke Ausblassen zum Rand hin, das sieht man bei den Bildern prima. Die Hüte wirken dadurch manchmal fast rosalich hellbräunlich. Man sieht auch noch eine schwache Velipellis-Auflage in der Mitte. Zum anderen ist die Sporenform richtig, die Größe passt ganz gut, die Zystidenform ist auch richtig, und der letzte Beweis sind die schön gegliederten Kaulozystiden mit oft einem konischen Endglied - die sieht man oben am Bildrand eine und eine weitere in der Mitte.

    Keine Frage und ohne Zweifel: I. assimilata. Gut gemacht, Nosozia.

    Stefan, soluta hätte kleinere und nicht so längliche Sporen, eine ganz andere, längst nicht so glatte Hutoberfläche und auch andere Hymenialzystiden.

    Herzlich, Ditte

    Hallo Raphael, keine Chance auf eine nähere Bestimmung per Bilder - zumal nach Kälte. Kann pusio agg. sein, aber auch was anderes....

    Herzlich, Ditte

    Hallo Raphael, kannst du natürlich machen, da, falls die Fruchtkörper wirklich so rötlich waren, die Bestimmung als pholiotinoides nicht eigentlich sein kann - solche pholiotinoidesse habe ich jedenfalls noch nie gesehen: ockerlich-orangelich ist die typische Farbe. Wobei ich in dem Fall nicht wüsste, was es sonst sein kann. Allerdings würde ich, wenn ich du wäre, Sequenzierungsgelder eher für die alpinen Fund verwenden, die keinen Namen bekommen haben - ist sicher spannender...

    Herzlich Ditte

    Vergiss das mit den Zystidenwänden! Die können bei vielen Arten sehr unterschiedlich dick sein - dazu gehört nitidiuscula! Ich habe etwa 100 Kollektionen von der, vermutlich erheblich mehr, du würdest staunen, wie unterschiedlich da die Zystiden und die Wände aussehen. Aber es ist immer die Gesamtheit der Merkmale, die eine Bestimmung absichern.

    Herzlich Ditte

    Mario, wenn du wieder Sporen misst, lass die weg, die nach oben zu deutlich aus der Reihe fallen, ich denke, dass der Mittelwert durch die zu hoch geraten ist. Auch das passiert durch extreme Witterung, dass die Sporen oft sehr uneinheitlich werden.

    Ich würde hier bei der Inocybe nicht ausschließen, dass das schlicht nitidiuscula ist, die aufgrund der Witterung dunkler ist als sonst.

    D.

    Hallo Raphael, also mir kommen alle Fotos sehr rötlich vor, auch die Lamellen von der Unterseite.Als ob sie rotstichig wären... Jedenfalls der ganz bereifte Stiel, der Standort und die Mikros weisen eindeutig auf pholiotinoides hin. Der Hut ist zu rötlich, und das Röten im Stiel muss von Witterungsbedingungen herrühren. Das passiert in der Gruppe sonst nicht. Durch Frosteinwirkung aber kann alles mögliche passieren.- Jedenfalls kann es eigentlich nichts anderes sein.

    Herzlich Ditte

    Grüß dich, Mario, sehr löblich, wie viele Sporen du gemessen hast, aber leider kann ich dir dazu dennoch nicht mehr sagen, als dass es nicht pseudodestricta ist. Die hat zum einen eine andere Hutoberfläche, größere Sporen und vor allem ganz lange schmale Kaulozystiden als typischstes Merkmal.

    Wichtig wäre bei einem Fund wie diesem, ob das Stielfleisch innen oben rötlich war oder nicht, und irgendwie ist mir auch die Hutfarbe nicht so recht klar, sie scheint mir ins Rötliche zu gehen. Da es schon Frost gab, kann sich die Farbe dadurch sehr leicht verändern. Inocyben um diese Zeit sehen meist nicht mehr so aus, wie sie eigentlich sollten, und dann sind sie noch schwieriger zu bestimmen als sonst schon. Ich fürchte, also das geht aus der Ferne nicht näher einzugrenzen....

    Herzlich, Ditte

    Peter: Nähe Steinbruch also, ja gute Gegend. Schick mir doch eine Nachricht oder ruf an, wenn du mir die Pilzlein geben willst...

    Ciao Ciao, Ditte

    Grüß dich, Sebastian, das dürfte schlicht Inocybe sindonia sein. Längliche Zystiden, recht kleine schmale Sporen, heller Hut. Plus Jahreszeit. Passt alles zusammen.

    Bei Fichte?

    Herzlich Ditte

    Na, du bist eine Glückliche, bei der die Inocyben vor dem Küchenfenster wachsen... und lieben Dank für die Bestätigung der wahren Schönheit meiner kleinen Süßen...

    Sei lieb gegrüßt und viel Spaß mit den natürlich wunderschönen Saftlingen - die ich ebenfalls toll finde.

    Ditte

    Hallo Lars, falls es sich denn um eine Inocybe handelt, dann ist die Oberfläche der Hüte meiner Ansicht nach jedenfalls durch Starkregen so stark abgeblättert, bzw. abgerieben, dass nicht mehr zu erkennen ist, wie sie mal aussah - außer ansatzweise bei dem kleinen hinteren Fruchtkörper. Das passiert bei Inocybe leider sehr oft, und dann lässt sich makroksopisch oft kaum noch eine Aussage machen.

    Ich kenne solche Kollektionen zur Genüge....

    Herzlich, Ditte