Beiträge von Ditte

    Hallo Ralf, also ich halte diese Inocybe wieder für maculata. Makroskopisches Aussehen, die Form der Zystiden und die Form und Größe der Sporen passen zusammen.
    Herzlich,
    Ditte

    Also eine Beurteilung bei einer schwierigen Gattung wie Inocybe über Bilder im Internet steht und fällt mit der Qualität der Fotos. Und oft lässt selbst mit augenscheinlich guten Fotos nichts Fundiertes ohne eigene Untersuchung sagen. Ich hab es so und so oft erlebt, dass Fotos falsche Farben zeigen, die in die Irre führen. (Daher arbeite ich auch mit RAW-Dateien) - Also: WENN also diese Inocybe so aussieht wie auf den Fotos, dann ist es weder griseolilacina noch cincinnata var. major noch cincinnata var. minor noch pusio. Die beiden cincinnatas lassen sich schon anhand dessen, was man von den Zystiden sieht, einwandfrei ausschließen.
    Es gibt in der Gruppe der lila-stieligen Inocyben eine Reihe mehr, als in den Schlüsseln zu finden ist und zwar erst recht mehr, als bei Stangl und Kuyper. Inzwischen weiß man, dass da einige Arten hinzukommen.
    Also: meines Erachtens ist deine Inocybe so nicht bestimmbar.
    Nochmal ciao,
    Ditte

    Also wenn die nicht größer als 11 µm waren ist es erst recht nicht lacera var. lacera, sondern ne ganz andere Ecke - was ich eh vermutet habe. Was es aber ist, kann ich so von den Bildern nicht sagen.
    Ciao ciao Ditte

    Hi, Pablo, also eine normale lacera, also lacera var. lacera, ist es mit einem lilafarbigen Stiel sicher nicht. Es gibt allerdings eine entsprechende Variante. - Leider kann ich deinen Mikrobildern aber nicht viel entnehmen - zum Beispiel nicht die Sporengröße, die da sehr wichtig ist. Die Sporen müssten recht groß sein, also so bis 14 µm oder drüber. Die Zystidenform kann ich auch nicht beurteilen,weil man sie nur halb sieht. - Ist für mich eine interessante Inocybe, die du - natürlich nur, wenn du magst - trocknen kannst und mir irgendwann mal geben. Ich würde sie untersuchen. Und wenn du noch mehr von der entdeckst, versuch doch mal mehr möglichst gute Makrofotos am Standort zu machen (also etwa nicht in Sonne, sondern mit Schatten) und möglichst intakte Fruchtkörper.
    Herzlich, Ditte
    PS Buchsbaum dürfte kaum der Begleitbaum sein, Flieder auch nicht. Vermutlich die Linde, wenn du nicht noch einen anderen größeren Baum in der Nähe hast.

    Hi, das scheint mir sicher Inocybe maculata zu sein. Sporen und makroskopisches Aussehen (und im übrigen auch das Massenauftreten zur Zeit) passen gut.
    Sie riecht frisch spermatisch und beim Trocknen dann aromatisch (siehe auch Bon-Schlüssel von 1997).
    Herzlich,
    Ditte

    Hallo Hans, das ist mit sehr großer Sicherheit Inocybe margaritispora. Merkmale: dunklere Maserung auf hellerem Grund, ganz bereifter weißlicher glatter Stiel, oft unten umgebogen, Basis knollig (in unterschiedlichem Maße), Sporen höckerig, nicht selten wie ein runder Blütenboden mit Blüttenblättern (daher der Name), sieht man bei deinem Foto beispielsweise bei einer Spore in der oberen Bildmitte. Sporen bis ca. 10 µm.
    Wächst zur Zeit nicht selten.
    Herzliche Mittagspausengrüße
    Ditte
    PS Sporen messen: Denk dir ein Viereck um die Spore und miss von Wand zu Wand des Vierecks.

    Hallo ihr, also, um eure Fragen zu beantworten häng ich mal Fotos an, eines von Inocybe napipes, wo man die Knolle sehen kann. Es ist ein Foto einer Kollektion, die wir haben analysieren lassen, wo also wirklich feststeht, dass es sich um I. napipes handelt. Wie ihr seht, ist die Knolle nicht sehr ausgeprägt. Bei den Inocyben steht all so etwas eben unter dem Stern der großen Variabilität. Deswegen soll man auch nie sich an einem bestimmten Merkmal festhalten, sondern das große Ganze sehen, also die Vielfalt der Merkmale. Das ist wirklich für die Bestimmung ganz wesentlich!
    Die Sporen sind sehr höckerig von napipes und nur bis etwa 9 µm groß. Was ich mit Gummibärchensporen meinte, bezieht sich nicht so sehr auf die Höckerigkeit als auf die Form: also Kopf, Arme und Beinchen - so ist das bei curvipes, nicht aber bei napipes.
    Anbei also noch ein Foto von Sporen der napipes und auch ein Foto von Zystiden. Du kannst das ja mit deinen Inocyben vergleichen, Pablo, wenn du magst.
    Herzliche Abendgrüße in die Runde
    Ditte

    Bilder

    • holland 040entkl.jpg
    • ch401kl.jpg
    • sp403mkl.jpg

    Hallo Pablo, ich kann zwar leider leider auf den Mikrobildern herzlich wenig erkennen, aber die Makrofotos, die Aussagen über die Sporenform und -größe und das, was ich an den Zystiden erahnen kann, deuten auf Inocybe napipes hin. I. pseudoasterospora sieht anders aus und hat keine Gummibärchensporen (wobei ich diese Bezeichnung auf napipes auch nicht unbedingt anwenden würde, sondern eigentlich nur auf I. curvipes).
    Sonnige Mittagsgrüße
    Ditte

    Also, wenn die rosalichen unangenehm rochen - fischig oder so - dann könnte es I. bongardii var. pisciodora sein - jedenfalls nicht adaequata, die riechen süßlich.
    Maculata ist aber für die ersten Bilder sehr sicher.
    LG Ditte

    Hi, also für mich kommt das - nach den Fotos zu schließen - auf Inocybe maculata raus. Tpyisch der braune rimose Hut und die weißlichen Velumflecken. Ich sehe nichts Rötliches. Vielleicht wachsen da auch zwei Arten durcheinander? Also das Fleisch müsste bei adaequata an irgendwelchen mehr oder weniger deutlich weinrot sein oder werden. Außerdem auffalllend wäre der deutlich süßliche Geruch. Wenn der vorhanden ist und die Inocybe nicht spermatisch riecht, dann spricht das unbedingt für adaequata. Also macht mal die Geruchsprobe.
    Herzlich,
    Ditte

    Lieber Karl, die Sporen sind ein bisschen klein für fuscomarginata. Aber was anderes fällt mir dazu auch nicht ein. Dass die Zystiden schnell kollabieren, passt.
    Die Mallocyben sind allerdings noch weit weniger gut bearbeitet als die anderen, es kommen immer wieder neue Arten dazu.
    Wenn du mir mal irgendwann sowieso wieder was schickst, kannst du von der auch was mitschicken, wenn du magst. Birke ist kein häufiger Partner - also ist das sowieso schon interessant, weil hier klar ist, dass wirklich nur Birke in Frage kommt.
    Liebe Grüße!
    Ditte

    Hallo Stefan, ich würde den Rat von Toffel befolgen und frische Exemplare suchen. Mir sieht der Fruchtkörper schon ziemlich alt aus, und dann ist das mit dem Forschen nach Caulozystiden auch schwieriger. Übrigens kann ein Stiel auch nur scheinbar ganz bereift sein, d.h. es handelt sich um falsche Pruina - die man unter dem Mikroskop als solche erkennt (d.h. es sind dann keine dicken Zystidenwände und Kristalle vorhanden und die Form der Zystiden ist hyphoid oder blasig).
    Wie groß sind denn eigentlich die Sporen (oder hab ich das übersehen, dass du da Angaben gemacht hast?)
    Herzlich
    Ditte
    PS Lieber Ingo, ich freu mich über dein nettes Posting - ich versuch mal, öfter reinzuschauen, ist halt immer ein Zeitproblem. Lieber Pablo, dir auch: danke!

    Hallo Sven, ich stimme Karl bei: eindeutig Inocybe curvipes - erkennbar am gestrichelten, in der Mitte dunkleren Hut, an den Gummibärchensporen und den blasigen Zystiden mit Zipfelchen. Standort auf Rasen ist ebenfalls typisch.
    Herzlich
    Ditte

    Hallo Holger, Nummer 1 ist klar ein Cortinarius, Nummer zwei scheint mir ganz bereift zu sein, ist sicher keine Mallocybe, also auch nicht fuscomarginata! - sondern vermutlich ein Glattsporer, möglicherweise (falls wirklich ganz bereift) eine aufgrund von starkem Regen "verunstaltete" hirtella.
    Herzlich
    Ditte

    Hallo Stefan,
    um zu überprüfen, ob die Inocybe zu den Ganz-Bereiften gehört, musst du das untere Stieldrittel untersuchen. Wenn du dort metuloide Caulozystiden findest (also Zystiden, die deutlich noch am Stiel dranhängen), bist du einen Schritt weiter.
    Auf deinen Fotos kann man lediglich erahnen, dass es ein Höckersporer ist, mehr aber auch nicht. Das bedeutet, dass sich deine Inocybe aufgrund der Bilder leider nicht einordnen lässt.
    Wenn dir was dran liegt, kannst du mir sie gern schicken oder selbst weiteruntersuchen.
    Herzliche Grüße aus meiner Mittagspause,
    Ditte
    PS: Ja, mit einer sehr feinen Pinzette ein Fädchen vom unteren Stieldrittel abzupfen und dann mit KOH leicht quetschen.