Davon abgesehen, dass der von Claudia beschriebene Fall rein spekulativ ist und im wahren Leben sicher nicht vorkommt, tauchen natürlich immer wieder Ratsuchende bei der Pilzberatung auf, die die Körbe übervoll haben. Bei solchen Zeitgenossen tut natürlich die schon angesprochene Aufklärung not, auf der anderen Seite zeigen meine Erfahrungen, dass meistens bei diesen Vielsammlern so gut wie keine Kenntnis vorhanden ist ("Ich habe gelesen, es gibt eine Pilzberatung, da bin ich mal in den Wald gegangen...") und dass der Korbinhalt entsprechend ist, also 90% Ausschuss. Die anderen 10% werden dann eigentlich auch verworfen, weil " das lohnt ja nicht mehr". Meistens hören solche Leute auch nicht zu, denen ist egal, wie die Pilze heißen und es ist nur die Einteilung in essbar oder nicht essbar erwünscht. Das sind dann aber auch Leute, die meistens nur einmal und nie wieder auftauchen, weil sie dann vielleicht doch irgendwie mitkriegen, dass die Materie zu komplex ist.
Ernsthafte Pilzsammler kommen und haben schon Meinungen und dann auch ein Pilzbuch dabei und schreiben sich auf, was erzählt wird.
Diese Übervoll-Körbe-Sammler sind zum Glück nicht allzu häufig, kommen aber immer wieder mal reingeschneit. Man Rat ist dann immer: Wenn ihr Pilze essen wollt, dann geht in den Supermarkt und kauft euch eine Schale Champignons, dann seid ihr auf der sicheren Seite.
Beste Grüße
Harald