Beiträge von zuehli

    Hallo Chris,


    leider muss ich mal ein wenig schlaumeiern, weil mir ob der abenteuerlichen Schreibweisen von Trockenbelegen immer wieder mal die Gänsehaut kommt:

    "Exsikkat" (von latein. exsiccatus = ausgetrocknet) schreibt man das.


    Schlaumeiermodus aus, nichts für ungut und beste Grüße

    Harald

    Bisher kenne ich sie nur von Buche und ohne den süßlichen Geruch.

    Ischnoderma resinosum ist nach meinen Beobachtungen mittlerweile ordentlich in Verbreitung, früher hatte ich nur I. benzoinum gefunden. Dabei ist Buche wohl das Lieblingssubstrat, andere Laubbäume sind aber hin und wieder auch mal dran. In der Kartierung gibt es u.a. Meldungen von Birke, Eiche, Linde.

    Der Anisgeruch ist im Optimalfall bei beiden Arten vorhanden, manchmal riecht man es schon von weitem. Allerdings habe ich auch schon reichlich Kollektionen gehabt, die nicht gerochen haben, sowohl benzoinum als auch resinosum.


    Beste Grüße

    Harald

    Also einen Sparrigen Schüppling sehe ich hier überhaupt nicht. Viel zu groß, nicht büschelig und vor allen Dingen keine Schuppen am Stiel. Viel zu untypisch halt.

    Ich halte den Gymnopilus junonius für sehr plausibel, zumal der dieses Jahr auch anscheinend Saison hatte. Der Ring ist sehr vergänglich, weswegen ich ihn auch eher Prächtigen, statt Beringten Flämmling nenen würde. Die Hutbeschuppung liegt auch durchaus im Bereich des Möglichen, siehe Bild 31.4 A im Pilzkompendium.


    Beste Grüße

    Harald

    Ja mit Fotos wär uns schon mal weitergeholfen.

    Ansonsten spricht die Beschreibung schon für FiZaRüs, die durchaus auch im Spätherbst fruktifizieren. Wenn die auf Boden wachsen - was auch nicht selten ist - und somit Kontakt zu vergrabenen Zapfen haben, ist die Möglichkeit, dass der Zapfen mittlerweile verrottet ist, schon gegeben. Dann findet man eben keine mehr, bzw. nur noch klägliche Reste.


    Beste Grüße

    Harald

    Mindestens 2 Werke sind erforderlich zum Abgleichen

    und die Internet-Recherche gehört heute selbstredend zum Repertoire.

    Manchmal reicht auch das nicht hinreichend. Jüngstes Beispiel, Ringloser Butterpilz (collinitus) unter Birke, oder auch der normale Butterpilz (luteus) unter Fichte. Da fang mal an zu suchen...

    ;)

    Harald

    Natürlich könnt ihr mich gerne eines Besseren belehren ;)

    Na, wer vermag das schon - gerade im vorliegenden Fall, der wieder mal typisch ist für ein munteres Rätselraten über ein Pilzchen, das makroskopisch auf diese Weise sicher nicht zu bestimmen ist.

    Auch hier hilft es nicht weiter, außer man hat das Teil in der Hand bzw. unter dem Mikroskop. Alles andere liegt im Bereich der Spekulation.


    Beste Grüße

    Harald

    Wie wär's mit dem Rosablättrigen Helmling?

    Ja, sehe ich auch so.

    Wuchsstelle Holz, typische Färbung des Stieles (oben hell, unten dunkel) und geriefter Hut passt eigentlich ganz gut.

    Knopfstielige Rüblinge passen überhaupt nicht, die haben nicht so breite und viel engstehendere Lamellen für den Nelkenschwindling sind die Hutriefung und die Stielfarbe nicht passend.


    Beste Grüße

    Harald

    Ja, genau das ist das Dilemma bei den Weichritterlingen, je nach Literatur kommt was anderes dabei raus.

    Vor ziemlich genau drei Jahren hatte ich mal Vladimir Antonin auch wegen der zu erwartenden Monografie angeschrieben. Bei der Antwort hat er sich nicht auf einen Zeitplan festgelegt, sondern erstmal auf Einzelpublikationen hingewiesen. Scheint eine ziemlich komplizierte Baustelle zu sein, die jahrelange Arbeit erfordert.

    Umso gespannter darf man sein, wenn denn irgendwann mal etwas vorliegt.

    Ansonsten kann man sich neben der bekannten Literatur auch damit beschäftigen (wers noch nicht kennt):

    FND- Melanoleuca


    Beste Grüße

    Harald

    Hallo Robert (manchmal auch Rainer ;) ),


    wenn man die Kollegenschaft so fragt, soll ich mich ja angeblich einigermaßen gut mit Schirmlingen (den kleinen, wohlgemerkt) in weiterem Sinne auskennen. Dann mag ich noch die Dachpilze und vielleicht noch die Rüblinge, Schwindlinge und Schüpplinge.

    Als neue Lieblingsgattung habe ich die Weichritterlinge im Auge, wenn denn mal irgendwann eine gescheite Monografie herauskommt.

    Warum? Keine Ahnung, hat sich halt so entwickelt.


    Schwierigkeiten habe ich bei so Baumzeugs, insbesondere Corticiaceen, Röhrlingen und Täublingen und Ascos mag ich eigentlich auch nicht.

    Woran ich in diesem Leben sicher nicht mehr rangehe, sind Cortinarien und dieses Rost- und Brandpilzgedöns.


    Wie schon der Kletter-Stefan bemerkte sind dazu meist die Gattungsmonografien und sonstige Spezialliteratur vonnöten. Natürlich neben dem Pilzkompenium, welches sicher ein Quell geballten Wissens ist.


    Beste Grüße und nochmal Glückwunsch zu deinem Erst-Psathyrella-Fund

    Harald