Beiträge von Karl W

    Hallo Tuppie


    Schöne Funde zeigst Du uns da. Täublinge sind momentan auch in der Eifel schwer im kommen. Momentan stricke ich noch an 5 Arten rum und bin mit den Bestimmungsergebnissen noch nicht ganz glücklich.
    R. lundellii kenne ich nur von einem einzigen Standort. R, insignis ist seit ich die Reaktion kenne bei uns extrem häufig. Wahrscheinlich vorher jahrelang als Kratzenden Kammtäubling abgetan.


    LG Karl

    Hallo Steffen


    Das die chemischen Reaktionen nur auf der unbeschädigten Stieloberflaeche funktionieren höre ich zum ersten Mal. Die Reaktionen mit Eisensulfat und Phenol sind nach meiner Beobachtung am angekratzten Stiel oder im Stielfleisch sogar schneller. Bei Guajak ist ein Vergleich zwischen verschiedenen Arten auf der Stieloberfläche wohl repräsentativer, aber nur wenn man immer frische Lösung verwendet und man die Zeit sekundengenau stoppt, wie es in letzter Zeit von französischen Mykologen propagiert wird.
    Aber jeder macht letztlich seine eigenen Erfahrungen und es mag ja Arten geben, bei denen Deine Ansicht zutrifft.


    LG Karl

    Hallo Uwe


    Du schreibst umgekrempelt, was sich so anhört, als wäre die Hutdeckschicht unten und die Röhren oben. Bei meinem war ja keine Hutdeckschicht vorhanden und alles voller Röhren.


    Hallo Gabor


    Ich schenke dir einen Geißbock, mit dem Du tanzen kannst wenn Köln gewinnt. :D
    Wenn ich den Pilz nochmal frisch in die Finger bekomme, wird der gefriergetrocknet und ausgestellt.


    LG Karl

    Inzwischen habe ich mir den Pilz abgeholt und untersucht. Leider sind die Röhren inzwischen grüngelb und matschig, aber einiges ließ sich noch ermitteln. Fleisch hellgelb, im Anschnitt im Hut schwach blauend, im Stiel
    schwach rosalich anlaufend. Röhren auf Druch blau verfärbend. Eine Hutdeckschicht feht wie erwartet völlig. Der Pilz ist fertil und bildet Sporen in der gesamten Röhrenschicht. Länge 11 - 15 µm. Passt zu der von Heinz erahnten Ziegenlippe.
    Im Handbuch für Pilzfreunde Band 5 steht ja einiges über Bildungsabweichungen mit zahlreichen Beispielen, bis hin zum Steinpilz mit Lamellen. Ein ähnliches Bild wie hier, ist nicht dabei. Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der eine ähnliche Erscheinung schon gesehen hat.


    LG Karl

    Hallo Steffen


    In älteren Schlüsseln ist die Ammoniakreaktion ein scharfes Trennmerkmal. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass die Reaktion nicht immer konstant ist. Im Gröger Band II wird die Reaktion nicht mehr als hartes Merkmal zur Artentrennung herangezogen, sondern meist nur als zusätzlicher Hinweis verwendet. Ob Du jetzt ausgerechnet das Pech hattest eine C. tenera ohne Ammonikreaktion zu finden musst Du schon selbst entscheiden. Die Kristalnadeln von C. tenera kenne ich so, wie auf den Bildern. 100-, 400-, 1000-fach


    Hallo zusammnen


    Diese leider unscharfen Bilder erhielt ich gerade per Mail. Hat schon jemand eine solche Anomalie gesehen? Finde ich jedenfalls hochinteressant und gehe mir das Ding noch holen, wenn es nicht zu weit ist.


    LG Karl


    Hallo Florian


    Wenn Du beim Frauentäubling mit dem Daumen die Lamellen quetschst und mit Druck hin und her reibst, fühlt sich das fast an als ob Du die Innenseite einer Speckschwarte reibst. Da bricht nicht das kleinste Stück ab.
    Wenn Du Eisensulfatlsg. hast, trage mal einen Tropfen auf das Stielfleisch auf. Bei R. parazurea erhälst du innerhalb von weniger als einer Minute eine blasse Rosafärbung. Bei R. cynoxantha ist die Färbung fast negativ oder nach längere Zeit grau.


    LG Karl

    Hallo Hans


    Hast Du mal mit I. rimosa verglichen? Die Sporengröße und die Zystiden passen ebenso wie der olivliche Ton in den Lamellen der älteren Fruchtkörper.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Mit Sonne beim fotografieren habe ich auch ein Problem. Helle und feuchte Hüte wirken überstrahlt und Lamellen sind kaum differenziert zu sehen. Harte Schlagschatten auf Bildern gefallen mir auch nicht so gut. Ich habe meist einen grauen Müllsack dabei, der gute Dienste leistet und nicht zu Farbverfälschungen führt.Iin der einigen Fällen sind Bilder in der Sonne allerdings kontrastreicher und brillanter aber man kann nicht alles haben.


    LG Karl

    Hallo zusammen


    Nach dem ersten Frust, an einem bekannten Standort weder den Satansröhrling noch Wurzelnden Bitterröhrling zu finden, habe ich mich an einer banaleren Art ausgetobt, die oft bei größter Trockenheit am Fuß alter Eichen auftritt. Zumindest habe ich die jetzt im Kasten nachdem mir auffiel, dass ich noch kein Foto davon hatte.


    Spindeliger Rübling (Gymnopus fusipes) früher Collybia fusipes


    LG Karl

    Hallo Günter


    Schöner Bericht, schöne Bilder, tolle Gegend. Für den orangefarbene Täubling würde ich R. aurea ausschließen. Die Art ist mehr zinnoberrot mit goldgelben Anteilen und hat aufgeschirmt dunklere Lamellen. Die Farbe lässt mich an den Orangeroten Graustieltäubling denken.


    LG Karl


    Gerade gesehen, das die Lamellen auf Bild 3 rechts schon beginnen sich zu verfärben. Ein toller Pilz, der noch auf meiner Wunschliste steht.

    Hallo zusammen


    Es freut mich, dass meine Eifelbeiträge eine so positive Resonanz finden. Das war auch für mich ein außergewöhnlicher Tag und die letzte ähnlich erfolgreiche Exkursion in der Eifel war im Jahr 2010.



    Pablo:


    Das Verständnis bezüglich der Standorte spricht für Dich. Respekt für den entsprechenden Kommentar.


    Der Ochsenröhrling fühlt sich wirklich deutlich schwerer an, als andere Röhrlinge.


    LG Karl

    Hallo Patrick


    Der Ziegelrote Saftling hat einen glänzenden schmierigen Hut und einen schleimigen Stiel. Was Du uns zeigst ist nie und nimmer ein Saftling. Wenn du den Pilz noch hast, mache mal einen Sporenabwurf. Ich glaube nicht, dass Du überhaupt weißes Sporenpulver findest.


    LG Karl

    Hallo Florian


    War die Huthaut glatt/glänzend oder eher matt? War da Fleisch unter der abgezogenen Huthaut farblos? Die Lamellen des Frauentäublings sind richtig speckig und brechen auch nicht, wenn man sie mit dem Daumen fest zusammendrückt. Vergleiche mal mit dem Grauen Reiftäubling Russula parazurea.


    LG Karl

    Hallo Steffen


    Du hast ja schon Verwechselungsmöglichkeiten genannt und mehr kann ich dazu auch nicht sagen. Wie sah denn die Stielbasis aus? Das wäre noch ein Ansatz um weiter zu suchen.


    In einer älteren Beschreibung von C. tenera steht: NH3-Reaktion: meist schon nach wenigen Minuten, ausnahmsweise verzögert bis 12 Stunden, deutliche Nadelbildung
    In der Conocybe-Monogrphie von 2009 steht: ...mostly spontaneous positiv, exceptionally delayed or absent
    Das kann natürlich die Erklärung sein.


    LG Karl

    Hallo Matthias


    Das sieht für mich auch nach Mauerzellen aus und auch der weiße Stiel passt zur Sektion Candidae. C. umbonata hat mitraförmige Sporen, die ich bei dir nicht erkennen kann. Einzige Art mit linsenförmig abgeflachten Sporen bleibt C. zeylanica, ebenfalls in Europa bisher nur in Gewächshäusern. Die Sporengröße und das Aussehen könnten passen, wenn sehr junge Frk, wie die Hutmitte gefärbt sind.
    Hast Du Sporen nur im Präparat oder auch einen Sporenabwurf, bei dem man natürlich die Form sicherer beurteilen kann?
    Auf jeden Fall solltest Du ein Exsikkat zu späteren Überprüfung machen.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Gut, dass Du aufgepasst hast. Natürlich ist das der Blaufleckende Purpurröhrling (Boletus rhodopurpureus), inzwischen geändert. Wir waren sogar extra vorsichtig, damit wir die tollen jungen Exemplare vom erste Foto nicht anfassen. Bin nur beim kopieren des Namens verrutscht. Ich hänge noch ein Bild von 2010 an.


    LG Karl


    PS. In das Depot kann ich dich zu jeder Zeit sehr gerne mitnehmen. Die direkten Eifelstandorte sind "streng geheim". Da müsstest Du schon Jürgen Schreiner heißen ;-). Nein im Ernst: Die Standorte hat sich eine kleine Gruppe innerhalb von mehr als 10 Jahren durch Studium von Geologie, Exposition und Vegetation mühsam erarbeitet, war dafür wohl mehrere 100 mal in der Eifel und ist sicherlich über 100.000 Km gefahren. Das kann ich nicht machen.


    Boletus rhodoxanthus (Blasshütiger Purpur-Röhrling)