Hallo Karl,
darf ich fragen, woran du die Unterscheidung zwischen U. rumicis und U. poae festmachst? Ich habe mir heute meine Funde angeschaut und so richtig bin aus der Beschreibung im Klenke/Scholler nicht schlau geworden. Wenn ich die Bestimmung allein anhand Aecidiensporenlänge festmache (U. poae bis 24 µm; U. rumicis bis 18 µm), dann habe ich immer U. poae gefunden, denn meine gemessenen Sporen waren zu 80% immer länger als 20 µm. Zudem waren die Peridienzellen auch mehr oder minder rechteckig. Leider habe ich keine Ahnung, was da mit äußerer Zellwand und innerer Zellwand der Peridienzellen gemeint ist. 2. Problem: Die Form der Peridienzellwände sollen bei U. rumicis "schief rhombisch" sein. So toll, wie der Klenke/Scholler auch ist, er hat Schwächen; gerade was die Erklärung der Begriffe angeht. Zudem wären Skizzen an 1-2 Stellen hilfreich gewesen.
Da lobe ich mir dann die Uredo- und Teleutosporenlager. Die sind zum Glück nicht so kompliziert aufgebaut und man bekommt die Pilze tatsächlich leichter raus. 
l.g
Stefan
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Hallo Stefan,
Ich zitiere mal Jule aus einem Beitrag in FB
"Also, die Aezien bildenden Roste auf Scharbockskraut, welche 2 sind, sind gar nicht so leicht zu unterscheiden und erfordern einiges an Übung im Feld. Zum einen gibt es Uromyces rumicis mit Wirtswechsel zu Rumex (Ampfer) der selten vom Scharbockskraut angegeben wird, aber vermutlich übersehen ist. Die Lager bestehen aus bis zu 40-50 Einzelbecherchen und sind schön hervorgewölbt und kompakt. Uromyces poae, die andere Art, wechselt zu Poa Arten (Rispengras). Sie wird verbreitet angegeben. Die Lager sind nicht so stark hervorgewölbt, sie bestehen aus nur 10-20 Becherchen und sind meist schön ringförmig angeordnet"
Das hilft sicher bei typischer Ausprägung etwas weiter.
"Für die sichere Unterscheidung musst du nach stachelfreien tonsuren an den aeciosporen suchen"
Habe ich bisher nicht gesehen und in Kombination mit der Anzahl der Einzelbecher sind meine bisherigen Fund alle U. rumicis.
Innen- und Außenwand der Pseudoperidienzellen haben sich mir mikroskopisch auch nicht sicher erschlossen. Ich kann nur sagen, dass die "Gesamtwandstärke" meiner Funde gewöhnlich 5 mü kaum überschreitet. Schief rhombisch ist wieder so eine Bezeichnung von Leuten, die selber keinen Schlüssel mehr brauchen
Die Zellen sind so vielgestaltig, dass mir eine Bezeichnung für die Form nicht einleuchtet.

LG Karl
Hier ist mit Pilz 2 noch ein von Jule kommentierter Fund von U. rumicis https://www.pilzforum.eu/board…tpilze-an-scharbockskraut