Beiträge von Karl W


    C. colemannianus kommt natürlich auf meine Wunschliste, den kriege ich bestimmt dieses Jahr.


    Hallo Verena


    C. colemannianus kommt nach meiner Beobachtung kommt nur aus basischen Böden vor. Vielleicht hilft das bei der Suche.


    LG Karl

    Hallo zusammen,


    Mit Rada, Rainer und zwei weiteren Pilzfreunden(innen) ging es bei angenehmer Außentemperaturen und leichtem Sonnenschein in die Eifel. Wir waren mit der Fotoausbeute sehr zufrieden, aber seht selbst.


    Kleiige Haselbecherlinge (Encoelia furfuracea) in verschiedenen Alterstufen.


    In der Nähe machte der Leuchtende Weichporling (Pycnoporelus fulgens) seinem Namen alle Ehre.


    Zwar keine Seltenheit aber dafür taufrisch. Spaltblättling (Schizophyllum commune)


    Ein weiteres Prachtstück war der Rosafarbener Schmarotzerpustelpilz (Hypomyces rosellus)


    In recht großer Zahl zeigte sich der Glänzender Schwarzborstling (Pseudoplectania nigrella)


    Die Sonne hatte sich längst verzogen aber über meinen ersten Fund an einem Wildstandort habe ich mich sehr gefreut.
    Frühlingsknotenblume oder Märzenbecher (Leucojum vernum)


    An einem liegenden Laubholzast zeigte sich der Weißkernige Zitterling (Tremella encephala)
    Edit: Danke an die aufmerksamen Leser. Die Nachuntersuchung ergab eindeutig Weißlicher Drüsling (Exidia thuretiana)


    Es würde kälter und Regen bahnte sich an. Heimfahrt oder noch einige Weidengebüsche absuchen? Zum Glück haben wir uns für Variante zwei entschieden und erlebten noch einen genialen Abschluss der Tour.
    Trollhand oder auch Weiden-Scheinflechtenpilz (Hypocreopsis lichenoides) in mehreren Exemplaren



    LG Karl

    Hallo Verena


    C. ochraceopallidus kann ich dir sicher bestätigen. C. colemannianus hat keine herablaufenden Lamellen und c. radiata ist grau.


    LG Karl


    Nun gibts die Säufernase auch in allen möglichen anderen Farben. Wo soll frau da anfangen 8|


    Hallo Claudia


    Zu dem Thema Täublingsbestimmung gibt es ja inzwischen erfreulich ausführliche Antworten, die Deine Bedenken hoffentlich zerstreuen. Natürlich geht Täublingsbestimmung nicht von Heute auf Morgen und ich stoße immer wieder auf nicht eindeutig bestimmbare Funde. Du musst ja nicht gleich mit Einzelfruchtkörpern anfangen, die oft nicht alle beschriebenen Merkmale zeigen, aber zahlreiche Arten sind makroskopisch eindeutig bestimmbar. In jedem Fall solltest Du immer versuchen einen Sporenabdruck zu erhalten und zur weiteren Untstützung gibt es ija noch das Forum ;)


    LG Karl

    Liebe Täublingsfreunde

    Neeeiiiiiiin, ich will keineswegs in Konkurrenz zu den tollen Vorstellungen von Claus treten, der ja in letzter Zeit sehr gut dokumentierte Funde mit Makro- und Mikromerkmalen vorgestellt hat. Ich möchte anhand zahlreicher Funde aus dem letzten Jahr mal auf die Arten eingehen, die ein sehr breites Farbenspektrum besitzen und bei der Bestimmung zusätzliche Schwierigkeiten bereiten können.
    Ein Beispiel hierzu ist Russula sardonia (Zitronenblättriger Täubling), eine Art die in kaum einem sandigen, sauren Kiefernwald fehlen dürfte. Neben dem Standort sind blass gelbe Lamellen bei jungen Fruchtkörpern, sehr scharfer Geschmack und fast immer mehr oder weniger rotviolette Töne am Stiel gute Erkennungsmerkmale.

    Zunächst drei Aufnahmen vom 10.10.17


    Bei dieser Kollektion konnte man von oben betrachtet schon ins Grübeln kommen, da Russula sanguinaria (Blutroter Täubling) im Alter ähnlich aussieht und am gleichen Standort vorkommt. Wenn keine jungen Fruchtkörper dabei sind, hilft nur noch eine genaue Untersuchung.


    Auf dieser Aufnahme von 2013 sieht man beim rechten Exemplar tränende Lamellen, die auch in der Literatur erwähnt werden, jedoch nicht konstant auftreten. Weiterhin sieht man, dass auch reine Grüntöne möglich sind.


    Grüne Fruchtkörper wurden von Singer als fa. viridis beschrieben, aber auf der nächsten Aufnahme von 2015 sieht man, dass auch Übergänge vorkommen.


    Zurück zum letzten Jahr. An dieser Kollektion konnte ich am 14.10.17 trotz bereits zahlloser Aufnahmen nicht vorbei gehen.


    Richtig interessant wurde es dann am 22.10.2017 bei drei Kollektionen auf ca. 10 m ². Die Fruchtkörper standen jeweils wie nach Farben sortiert und es handelt sich nicht um zusammengesuchte Exemplare gleicher Farbe.
    Schon lange hatte ich mir gewünscht mal die –žfa. viride–œ in größerer Zahl zu finden.


    Zwei Meter entfernt zahlreiche Exemplare mit besonders kräftig gefärbten Stielen


    Die Krönung waren jedoch weitere drei Meter entfernt die gelben Exemplare


    Mikroskopisch waren die drei Kollektionen absolut identisch und zeigten übereinstimmend die charakteristische Rotfärbung der Lamellen mit Ammoniak.


    Natürlich soll dieser Betrag keinesfalls von der Beschäftigung mit Täublingen abschrecken, sondern lediglich etwas zu Vorsicht mahnen. Abschließend noch ein in meinen Augen wichtiger Hinweis, der sicher nicht nur bei Täublingen seine Berechtigung hat. Das Lesen von Beschreibungen ist meistens zielführender als das Durchblättern von Bildersammlungen.


    LG Karl


    Hallo Karl,
    danke noch mal für die "zweite Meinung" - ich hatte ja mehrere Bilder gemacht und ich habe mir jetzt noch mal die Gelbtöne angeschaut. Es ist schon so, dass bei allen Pilzchen der obere Teil etwas blasser gelb wirkt - und wahrscheinlich kommt das nicht durch Bildbearbeitung zustande, denn da bemühe ich mich schon, nahe an dem zu bleiben, was ich wahrgenommen hatte.


    Mich hatte auch verwundert, dass die Keulchen so lang sind (hatte ja noch keine) ... untenherum sind sie deutlich intensiver gelb.
    Also mir macht das ja nichts ... ein ODER-Pilz: also C. helvola (oder laeticolor) :)


    Hallo abeja


    Die ganzen Keulchen blassen gerne mal an der Spitze aus. Je tiefer sie im Gras versteckt sind um so weniger macht sich das bemerkbar :) Die Länge ist oft vom Substrat abhängig. Wenn sie sich durch ein Dickes Moosolster kämpfen müssen, können sie mehr als doppelt so lang sein, wie auf nacktem Boden.


    LG Karl

    Hallo abeja


    Tolle Bilder :thumbup:


    Bei 21 sehe ich keinesfalls Armillaria. Da fehlen die Schüppchen auf dem Hut, die bei jungen Fruchtkörpern noch ausgeprägter sein müssten.


    Nr. 34 halte ich für Clavaria flavipes = stramminea. C. helvola und laeticolor sind viel intensiever gefärbt


    LG Karl

    Hallo Björn


    Das sieht ja aus wie im Depot ;)
    Nr. 1 kann sehr gut ein Rötling sein
    Nr. 2 & 8 Neottiella wahrscheinlich. Da braucht man das Sporenornament.
    Nr. 3 sehe ich genau wie Wolfgang. Es gibt aber noch eine Art mit schon jung deutlich brauner Stielbasis, die mglw. noch nicht beschrieben ist.
    Nr. 7 atra ist klar
    Nr. 9 ohne Blick von unten keine Chance. Arrhenia rickenii kommt an solchen Standorten noch gerne im Nov. aber da erscheint mir der Stiel zu lang. Gab es noch grünblaue Farbtöne?
    11. Bei Kiefer kommt momentan R. obtextus = luteolus oft noch reichlich
    20. Hasenstäubling ist am wahrscheinlichsten


    LG Karl

    Hallo Björn


    Im Landschaftspark war ich bisher leider nur zum Klettern dachte mir aber, dass man dort auf den mageren Standorten einiges finden müsste.


    1. Der Täubling erinnert mich sehr an Russula exalbicans, sollte dann aber nicht anhaltend brennend scharf gewesen sein.
    2. Helvellla lacunosa
    3. muss mikroskopiert weden. Bovista pusillla/dermoxantha/limosa kommen da in Betracht.
    4. Geopora ist klar aber auch da geht es ohne Mikros nicht bis zur Art.
    5. Höchstwahrscheinlich Tricholoma scalpturatum
    6. da liegst du richtig
    7. Lycoperdon spec.
    8./9./10 müssen mikroskopiert werden
    12. Sieht nach Thelephora terrestris aus
    13. -15. bin ich Deiner Meinung
    16. wie 8. - 10 ;)
    17. ist mit Sicherheit nicht der nomale Birkenpilz, da dieser nicht blaut. Bei dem alten Exemplar trau ich mir keine nähere Aussage zu.


    Tolle Aufnahmen auch von den Phytos.


    LG Karl

    Hallo Holger


    Tolle Eindrücke von einem außergewöhnlich guten Pilzmonat, wenn man mal von September absieht ;) . Hier steht seit 2 Monaten alles so voll, das ich nur noch sehr sporadisch ins Forum geschaut habe mal ganz zu schweigen vom Schreiben.


    Deine Nr. 4 erinnert mich an Pterula multifida (Borstenkoralle)


    LG karl

    Hallo Nobi und Matthias


    Wieder mal ein großartiger Bericht an dem mir besonders gefällt, dass auch einige weniger beachtete Pilzgruppen zu sehen sind. Unglaublich, dass der Bericht noch keine 5* hat, aber das werde ich sofort nachholen :)



    @ Nobi: Du schriebst neulich mal: "zum wiederholten Male ist es Dir gelungen, mich annähernd sprachlos zu machen" das ist Euch bei mir ebenfalls gelungen ;)


    LG Karl