Beiträge von Karl W

    Hallo Ralf


    Besser kann ein Einstieg in die Gattung kaum noch aussehen :thumbup: Die Präparate der Huthaut sind absolute Spitze. Wenn ich mit einer Rasierklinge ein Präparat der Huthaut mache, sehe ich auch oft nicht viel. Meistens schneide ich dann an der dünnsten Stelle des Präparats ein schmales Stück ab, was normalerweise reicht. Zupfpräparat mit einer sehr spitzen Pinzette ist mit Sicherheit gleichwertig, wenn man nicht die Lage unterschiedlich dicker Hyphen und die Pigmentierung sehen will. Das trifft aber eher auf andere Gattungen zu. Von der Stielrinde ziehe ich meistens mit einer Pinzette einen möglichst dünnen Faden ab.


    LG Karl

    Hallo Ralf,


    Ich sehe nichts, was gegen Mycena mirata spricht auch wenn Du einige Angaben unterschlägst ;) . Wenn ich Helmlinge bearbeite sehe ich mir immer Stielrinde, meistens auch die Hutdeckschicht an und prüfe die Jodreaktion der Sporen. Im Allgemeinen prüfe ich auch auf Pleurozystiden. An- oder Abwesenheit von Schnallen fällt meistens als Nebenprodukt an. Es ist total ätzend, wenn man im Schlüssel nach derartigen Angaben gefragt wird und muss sich wieder ans Mikro begeben. Dabei ist mir auch schon mal ein Einzelexemplar eingetrocknet :cursing: .


    Wenn die Fruchtkörper weniger als 10mm Durchmesser hatten, solltest Du aber richtig liegen :thumbup: .


    LG Karl


    PS. Ich habe nicht mit Robich II verglichen, wo knapp 80 Arten neu beschrieben werden.

    Hallo Nobi


    Danke für die schönen Winterimpressionen.


    Das Phänomen Haareis ist ja inzwischen recht gut bekannt und nur noch selten findet man die Fragestellung "Welcher Pilz ist das?" so wie hier aus dem letzten Jahr http://www.pilzepilze.de/cgi-b…g.pl?noframes;read=248349
    Ich habe jetzt doch mal in meinen alten Dias gesucht und ein Bild aus dem Jahr 2001 gefunden. Damals hab ich ein ich ein Stöcken mit Haareis zum Mikroskopieren mitgenommen. Die Überraschung als ich zu Hause ankam, kannst du Dir sicher vorstellen :giggle: .


    LG Karl


    Hallo Karl


    Entschuldigung das ich die Sporenangaben übersehen habe!
    Deine Antwort liest sich für mich so, als hätte ich dir widersprochen oder sonst wie auf den Fuß getreten.


    Hallo Hans, aber absolut nicht. Dann hätte ich das sicher anders und ohne :) geschrieben.


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Leider liegen mir auch keine aktuelleren Daten vor. Man kann den Fund auch vorerst als spec., Crepidotus eingeben und unter Bemerkungen zum Fund als was man ihn bestimmt hat.


    LG Karl


    Zumal die C. malachius s.l. und auch C. applanatus var. subglobiger gar nicht auftauchen, auch nicht als Synonyme zu C. malachius.
    Da müsste man vielleicht bei Frank nachhaken, ob es Sinn macht, die aufzunehmen.


    LG, pablo.


    Hallo Pablo
    Richtig wäre dann im Gegensatz zum Index fungorum:


    Crepidotus malachius var. trichifer Hesler & A.H. Sm.
    Synonyme:
    C. applanatus var. subglobiger Singer
    Crepidotus stenocystis Pouzar


    Es gibt ja Funde in einigen europäischen Ländern also warum nicht.


    und am Besten noch dazu:


    Crepidotus malachius (Berk. & M.A. Curtis) Sacc. wohl schon in Österreich gefunden


    LG Karl

    Hallo Pablo


    Sicherlich gibt es einige Zweifel an der Eigenständigkeit von C. rhodophyllus, C. hobsonii und C. daamsii. Solange eine Synonymie nicht mit DNA-Analysen belegt ist, würde ich, ebenso wie Du, den Fund als C. rhodophyllus bezeichnen. Auch ich kenne C. hobsoni nur deutlich kleiner und C. daamsii hatte ich nur einmal mit Frk. kleiner als 1 cm.
    In Mykis werden die Arten ebenfalls getrennt aufgeführt.


    Noch interessanter ist allerdings der Crepidotus. Die Trennung von C. applanatus gegenüber C. malachius kann man neben den etwas größeren Sporen und etwas anderen Cheilos nach Abbildungen und Beschreibungen bei Consiglio & Setti nachvollziehen. Die Sporen sollten aber in allen Fällen nahezu kreisrund sein. Die Sporen mit den etwas ausgezogenen Enden passen irgendwie nicht. Möglicherweise fangen die schon an zu keinem oder sind sonstwie deformiert.
    Die Trennung der var. malachius von der var. trichfer sollte man recht sicher nach dem Länge/Breiteverhältnis der Zystiden vornehmen können. Qm = 3,5 bei var. malachius und Qm = 6 bei var. trichifer. Ökolgie var. trichifer an Nadelholz wäre auch noch ein Punkt.
    In Mykis kannst Du beide nicht eingeben, da offenbar noch kein derartiger Fund gemeldet wurde. Beide Varietäten sind ja aus den USA beschrieben und europäische Funde sind wahrscheinlich nach Senn-Irlet immer als C. applanatus bestimmt worden.


    LG Karl

    Hallo Gerd


    Sehr schön, was Du alles im Bild festgehalten hast. Wenn Du schon dabei sein "darfst" hast Du mir zumindest die Arbeit mit dem Bericht abgenommen :D .


    Einige kleine Ergänzungen seien mir erlaubt.


    26 Punktierte Porenscheibe Poronia punctata zeigt die Nebenfruchtform. Die Hauptfruchtform mit ausgebildeten Perithezien verdient den deutschen Namen auch besser. ;)
    Hier ein Bild von 2010.



    35 ??? Geoglossum elongatum (einen deutschen Namen habe ich nicht gefunden) Ich glaube da gibt es wirklich keinen. Die Art wurde wahrscheinlich über sehr lange Zeit wegen der Stielschüppchen als Täuschende Erdzunge Geoglossum fallax angesehen. Eine sichere Unterscheidung ist oft nur über die Länge reifer Sporen möglich.




    Spooneromyces laeticolor .... tolles Färbchen, musste ich erst mal suchmaschinieren, wurde hier im Forum noch nicht gezeigt (??)


    Und der komische blaue Tellerling, noch nie gesehen, noch nie gehört von, Rhodocybe caelata (nur ein Eintrag im Forum, wo mal Bilder waren, die sind aber leider nicht mehr da ... externer Server.)


    Hallo abeja


    Spooneromyces laeticolor hatten wir im Depot zuletzt 2009, da war ich noch nicht im Forum :) Den Fund habe ich aber Björn für seine Seite zur Verfügung gestellt.
    https://www.sites.google.com/s…t-schumach-j-moravec-1989


    Der Rissige Tellerling Rhodocybe caelata kommt zu blau rüber. Den musst Du dir eher so vorstellen.


    Die namensgebenden Risse bekommt er oft erst im Alter


    LG Karl

    Hallo Joli


    Sehr schöne Fortsetzung :thumbup:


    Die Nr 54 auf Dung ist der Blaufuß-Kahlkopf (Psilocybe fimetaria). P. montana hatte breit angewachsene Lamellen und stand nicht auf Dung.
    Ebenfalls auf Dung kommt noch häufig eine weitere Art vor. Psilocybe coprophila hat jedoch auch breit angewachsenen Lamellen.


    Die Großen düsteren Riesenschirmlinge entpuppten sich letztlich als Safran-Schirmlinge (Chlorophyllum olivieri).


    LG Karl


    Wie weit ist dieser Hot-Spot von MZ weg? Für solche Gebiete bin ich schon bereit einiges zu fahren. Darf man da so einfach rein?


    Hallo Heidi


    Ich denke ca. 250 km. Auf gekennzeichneten Wegen ist das Gebiet frei zugänglich.





    Und gleich drei Erdzungen-Arten auf einmal - was für ein Glück! Toll!


    Es gab sogar 4 Sarah :) Ein Einzelexemplar von Geoglossum elongatum erst zu Hause mikroskopisch erkannt.



    Geröll-Nabeling (Arrhenia rickenii) - eine ganz seltene, vom Aussterben bedrohte Pilzart.


    Echt? Die wachsen vor meiner Garage in rauhen Mengen...


    Hallo Harald


    In NRW RL 1. Bei Erstellung der RL waren nur 3 Funddorte bekannt und einer davon bereits wieder erloschen.


    LG Karl

    Hallo Joli


    Einen wunderschönen Bericht hast Du verfasst. Da ich immer nur meine Spiegelreflex mit Makro und Stativ dabei habe, fehlen mir Landschaftsbilder fast völlig.
    Nein: Ich habe keine besseren Pilz-Bilder von dem Tag :)


    Der unbenannte Düngerling war Panaeolus acuminatus.


    LG Karl

    Hallo Heidi


    Sehr schöne Kirschrote Saftlinge. Auch die mit dem gelben Rand sind das Gleiche. Die "Granate" sieht nach dem Größten Saftling H. punicea aus.


    LG Karl

    Hallo Stefan


    Im Index fungorum steht Coprinus alopecia als gute Art



    Current Name:


    Coprinus alopecia Lasch, in Fries, Epicr. syst. mycol. (Upsaliae): 248 (1838) [1836-1838]



    ebenso in Mykobank


    Current name:



    Coprinus alopecia Lasch, Epicrisis Systematis Mycologici: 248 (1838) [MB#533702]



    und auch hier



    http://www.pilze-deutschland.d…rinus-alopecia-lasch-1838



    Ludwig führt den Namen C. alopecia für den Großen Rauhspor-Tintling und führt C. insigmis als Synonym. Gröger und GPBW umgekehrt. Zur Einstufung in die Subsektion schreibt Ulje mit dem Bender zusammen gearbeitet hat:


    [font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]Subsection [/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]Atramentarii[/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"] contains species with a scarce veil, which is not easily removed from the pileus. Such taxa grow in bundles ([/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]Coprinus atramentarius[/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"], [/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]C. acuminatus [/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]and [/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]C. insignis[/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]). These macroscopical characters are the main reasons to keep the [/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]Atramentarii[/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"] separate from the [/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"]Alachuani[/font][font="Times New Roman, Times New Roman, serif"], since there are hardly any convincing microscopical differences. Future studies will prove whether our present view must be adjusted.[/font]


    Laut Ulje wurde der Name C. alopecia von vielen Autoren für C. insignis falsch angewendet. Gröger sagt nichts dazu wieso für ihn C alopecia nom. dub. ist


    Interessant ist noch, dass Andreas Melzer in seinem Schlüssel
    Coprinus alopecius LASCH(Syn.: Coprinopsis insignis (PECK) REDHEAD, VILGALYS & MONCALVO, Coprinus insignis PECK)
    führt.



    Jetzt reicht es vorerst.


    LG Karl