Beiträge von EmilS

    Hallo,
    verschiedenste Vorschläge sind ja schon gekommen. :)
    Für mich sind das mit Sicherheit Basidomyceten. Ich denke, ich habe eine gute Chance, mit Glimmertintlingen (Coprinellus spec.) richtig zu liegen. Auf dem 4. Bild sieht man gut die faltige Huthautstruktur. Und unten am Hutrand meine ich, Lamellenfalten zu sehen. Noch eindeutiger ist das 6. Bild. Da sind die Hüte noch hellbraun, also in Orginalfarben. Der faserige Stiel wurde ja schon genannt.
    Ich denke, die Pilze sind gefriergetrocknet. Die alten Tintlinge, die ich bei mir noch rumliegen habe, sehen auch so ähnlich aus.
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Markus,
    für mich sind das ausgebleichte Austernseitlinge. Da fällt mir jetzt nichts ein, was dagegen spricht. Die Farbe ist doch auch bei der Art variabel, es werden also welche gewesen sein, die sowieso nicht so viel Farbe hatten, und jetzt, wo sie getrocknet sind, ist die auch verschwunden.
    Guck dir mal die >Bilder in Wikipeda< an. Die Austernseitlinge da sind alle hell. :)
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Alina,
    wie immer tolle Fotos! :thumbup:
    Deine Drüslinge (Nr. 2) sind höchstwahrscheinlich Stoppelige Drüslinge (Exidia truncata). Erkennbar an der schwarzen Farbe, dem nicht zusammengeschmolzenen Wuchs und den Drüsenwarzen auf der Fruchtschicht.
    4 ist entweder Stereum subtomentosum, Samtiger Schichtpilz (Ingos Wette), oder eben Schmetterlingstramete.
    Bei 6 denke ich an Stockschwämmchen (Kuehneromyces mutabilis) wegen den relativ stark schuppigen Stielen.
    8 sind Schmetterlingstrameten und
    bei 9 tippe ich auch auf Bjerkandera adusta, den Angebrannten Rauchporling.
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo,
    erstmal Glückwunsch zu den tollen Bildern! :thumbup:
    Und schön, dass ihr die bestimmen wollt.
    Ich schließe mich Pablos Bestimmungen an, aber:
    Bild 4: Ich sehe da Kiefernnadeln und -zapfen. Auch die blaugrüne Farbe der Lamellen... Ist das nicht doch vielleicht was "Besseres"?
    Bild 6 ist ziemlich sicher der Dunkelschuppige Hallimasch, Armillaria ostoyae
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Toffel, Andreas und die Anderen,
    danke dir für den Hinweis, Toffel! Ich habe auch keine Kaulozystiden mehr gefunden, obwohl ich die Pilzstiele lange ins Wasser gelegt habe.
    Ich habe nochmal die unterschiedlichen mir empfohlenen Methoden zur Kaulozystidensuche ausprobiert, das Einzige, was entfernt an Kaulozystiden erinnert hat, ist das hier:


    Es war aber, glaube ich, viel zu klein, als dass es Kaulozystiden hätten sein können (Aufnahmen bei 1000-facher Vergrößerung).
    Im Internet habe ich noch gelesen, dass die Zystiden mit der Lupe wie gläserne Spitzen aussehen (wie z.B. die Bilder in >diesem Beitrag< von Toffel). Wenn das so ist, habe ich mit Sicherheit keine gesehen, das war eher undeutlich flockig.


    Dann weiter zu den Sporen:



    Wieder sind einige Sporen schwach mitraförmig, andere eher elliptisch-zitronenförmig. Im Schlüssel im Tintling (Nr. 76, S. 34) steht bei C. saccarinus: –žSporen in kleinem Anteil fast mitraförmig, sonst eiförmig bis ellipsoid.–œ Das passt doch sehr gut auf meine Sporen. Auch auf deiner Homepage, Andreas, sehen mir die Sporenzeichnungen von C. saccarinus am passensten aus.


    Ich denke, es ist C. saccarinus, was meint ihr? Die Art soll ja auch fast ebenso häufig wie C. micaceus sein.
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Pablo und Uwe,
    danke schon mal für euer Bestätigung und Anmerkungen! :thumbup:
    Das Substrat müsste schon Laubholz sein, aber ich geh bei Gelegenheit noch mal gucken, so weit ist der Wuchsort nicht entfernt. Durchschneiden werde ich auch noch mal, dann müsste das sicher sein.


    Hallo Andreas,
    vielen Dank für deine Erklärungen! :)
    Eigentlich muss ich ja nur noch nach Kaulozystiden suchen und noch mal weitere Sporen begutachten.
    Die dickste Stelle kann man ja bei mir nicht als mittig bezeichnen, wenn ich also keine Kaulozystiden finde, sollte es C. saccarinus sein.
    Ich frage mich gerade, warum ich nicht schon längst auf deine Homepage geguckt habe, die ich eigentlich kenne. Auf jeden Fall sind die Beschreibungen und Mikrozeichnungen sehr hilfreich!


    Viele Grüße,
    Emil

    Liebe Pilzfreunde,


    ich habe vor drei Tagen eine kleine Gruppe –žGlimmer–œtintlinge mitgenommen, bei deren Bestimmung ich nicht so richtig weiterkomme.
    Es wäre schön, wenn ihr mir helfen könntet.


    Die Pilze wuchsen am Wegrand unter einem (Birken?)Strauch, (zumindest scheinbar) auf dem Erdboden. Standortbilder habe ich keine.


    Da es ja drei Glimmertintlinge gibt, habe ich zuerst den Stiel mit der Lupe nach einer Bereifung (Kaulozystiden) abgesucht. Ich habe auch was gesehen, was eine Bereifung sein könne. Dann habe ich mikroskopiert, aber keine Kaulozystiden gefunden.
    Zuerst habe ich einen Stielquerschnitt versucht. Die (scharfe) Klinge hat aber den faserigen Stiel eher zerquetscht als geschnitten. Dann habe ich versucht, Fasern des Stiels zu mikroskopieren und auch den ganzen Stiel habe ich unters Mikroskop gelegt, womit ich aber mit meinem Durchlichtmikroskop nicht erfolgreich war.
    Wie mikroskopiert man die Kaulozystiden am besten und besteht eine Chance, die bei den jetzt eingetrockneten Pilzen noch zu sehen?
    Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich vielleicht doch was anderes unter der Lupe gesehen habe, bzw. will ich einfach sicher sein.


    Dann bin ich zu den Sporen übergegangen. Mit denen kann man die Arten ja auch ganz gut unterscheiden.
    Sie messen im Schnitt 8 x 5 µm.



    Beim Glimmertintling sollen die Sporen ja mitraförmig sein, also auf einer Seite dicker als auf der anderen. Nach einem Blick auf die Sporenzeichnung im Parey war mir klar, dass das bei meinen Sporen nicht der Fall ist. Aber dann habe ich im Internet nach weiteren –žVergleichssporen–œ gesucht und Sporen gesehen, die meinen ähnlich sind und zu C. micaceus gehören. >Sowas hier< würde ich ja nicht als mitraförmig erkennen, sondern eher –žzitronenförmig–œ oder –želliptisch–œ dazu sagen. Erst Recht >dieses Bild<, für mich nicht mitraförmig.
    Das weist also zu C. micaceus. Allerdings gibt es auch Bilder mit Sporen, die dem sehr ähnlich sind, aber >zu C. truncorum gehören<.
    Sind meine Sporen trotzdem mitraförmig, liege ich also mit C. micaceus richtig?


    Und wo ich gerade schon mal dabei bin, eine Bestimmungsanfrage zu schreiben:
    Diesen Pilz konnte ich nicht richtig zuordnen:


    Für den Violetten Knorpelschichtpilz (Chondrostereum purpureum) wächst er wohl zu wenig resupinat?


    Danke schon mal und viele Grüße,
    Emil

    Hallo Fips,


    Zitat

    der Wuchsform nach müsste es also bereits ein älteres Exemplar sein.


    Ein vor allem eingetrocknetes. Muss nicht unbedingt alt sein, nur trocken. ;)


    Zitat

    Nur der Samtfuß mag Laub lieber. Daher kommt doch sicher deine Nachfrag?


    Den Samtfußrübling haben wir bereits ausgeschlossen. Wir versuchen bloß zu ermitteln, ob es der Grünblättrige Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) oder der Graublättrige (H. capnoides) ist.
    Ich denke, Pablos Vermutung (Grünblättriger S.) stimmt.
    Dem Grünblättrigen ist das Substrat eigentlich egal, der Graublättrige bevorzugt Nadelholz.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Stefan und Helmut,
    du bist der Experte, Stefan, und das Substrat ist natürlich ein Argument, aber sieht der Pilz auf dem Bild nicht aus wie ein typischer umbrosus?
    Hut, Stiel und Lamellenschneide sehen mir da sehr beflockt aus, oder täuscht da nur die Verwackelung?
    Helmut, P. cervinus ist der Rehbraune Dachpilz, also der häufigste.
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Stefan,
    schöne Portraits mit tollen Bildern! :thumbup:
    Aber könntest du die doch extra machen, das wäre viel übersichtlicher. Dann kannst du ja jeweils auf das andere Portrait verlinken.
    Und bei "Verwechslung" würde ich noch das Substrat Laub-/Nadelholz zur Unterscheidung der beiden erwähnen.
    Viele Grüße,
    Emil

    Zitat von Climbingfreak

    Übrigens: Zieht euch warm an; es ist Winter; draußen ist es frostig. Ich meine, nicht dass ihr noch krank werdet.


    Danke für den Tipp, Stefan! :thumbup:
    Ist wirklich ziemlich kalt hier bei uns geworden. ;)
    Viele Grüße,
    Emil

    Zitat von Climbingfreak

    Vielleicht hat du ja sogar beide genannte Arten abgebildet.


    Hallo Stefan,
    ja, finde ich auch, der Eine sieht graublättrig und der Andere grünblättrig aus.
    Liegt aber vielleicht auch an der Kamera. :/
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Stefan,


    Zitat von Climbingfreak

    nach der ganzen Aufregung mal was seichtes zur Entspannung.


    :cursing: Das nennst du LEICHT?????8|
    Was soll man denn darauf erkennen können? ;(


    Zitat von Climbingfreak

    Fürs WE hab ich dann was feines für euch zurechtgelegt.:evil:


    <X
    X(


    Das hört sich ja vielversprechend an. :nana:



    Viele Grüße,
    Emil


    Danke für die lustigen und in den Wahnsinn treibenden Rätsel! ;)

    Hallo Christoph,


    Zitat

    Winterstielporling so weiß, das war mir neu.


    Die sind wohl auch variabel.


    Zitat

    Der Glibberball war ca. faustgroß.


    Faustgroß! Na dann fällt Exidia weg. Wahrscheinlich hast du Recht mit deiner Tremella, das wird aber jetzt kaum mehr zu klären sein. ;)


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Fips,


    so kalt ist es bei euch schon? Bei uns ist es die ganze Zeit um 0 Grad. Aber eingefrostete Exidias habe ich auch heute schon gefunden. :)


    Zitat

    ..., darum sind das alles Handybilder...


    8| Beeindruckende Bildqualität! Dazu braucht man wohl ein ruhiges Händchen und ein gutes Handy. ;)


    Deinen Muschelseitling würde ich bestätigen wollen. Von der Hutfarbe und -beschaffenheit her sieht es gut aus mit der Bestimmung.


    Aber die Samtfüße... glaube ich nicht. Das müssten Schwefelköpfe (Hypholoma) sein.


    Die Drüslinge... Entweder Exidia nigricans (Warziger D.) oder E. pithya (Teerflecken-D.). Manchmal wird ja E. pithya auch nur als Varietät von E. nigricans gesehen.


    Ja, die Kugeln halte ich auch für Kohlenbeeren, Hypoxylon. Vielleicht die Rotbraune, H. fuscum, kenne mich da aber nicht aus.


    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Christoph,
    danke für den Bericht! :)
    Pilz 1 müsste P. brumalis, Winter-Stielporling, sein.
    Pilz 2 ist eher Exidia als Tremella (denke ich), vielleicht E. recisa, Kreisel-Drüsling? Wie groß wars denn?
    Pilz 3: Großartige Bilder! :thumbup:
    Pilz 4: Mehr als Mycena spec. kann ich da auch nicht sagen,
    Pilz 5 stimmt natürlich. Auch schönes Bild!
    Viele Grüße,
    Emil

    Hallo Ingo, Pablo,


    Zitat von Ingo W

    Beim 2. Zunderschwamm wäre ich mir trotzdem nicht sicher).


    Zitat von Megalitiker

    Es ist doch eindeutig ein Zunderschwamm. Was sollte sonst in Frage kommen?


    Spielst du auf Ganoderma (Lackporling) an oder auf Phellinus (Feuerschwamm), Ingo? Ich denke schon, dass das ein Zunderschwamm ist *schnellwegduck*. Aber stimmt schon, die Porenschicht ist untypisch.


    Mit euren anderen Bestimmungen bin ich (auch) 100% einverstanden. :thumbup:;)



    Hallo Andreas,


    Zitat von Megalitiker

    Wenn du mein Forum meinst, wen sollte ich da großartig mit Hallo begrüßen?


    Du schreibst du kein Hallo, weil sowieso niemand da ist (der das liest)? 8| Nach der Logik bräuchtest du doch die Beiträge gar nicht zu schreiben.


    Zitat von Megalitiker
    Zitat von Beorn

    Bild in Beitrag #1: Keineswegs eine >Ziegenlippe<.


    Gut, zumindest essbar.


    Zitat von Beorn

    dieses Einmatschen bei gleichzeitiger kräftiger Blaufärbung passt eher zur >Marone<.


    An eine Marone würde ich an Hand der Bilder eher nicht denken..


    Doch, das ist schon (wahrscheinlich) eine Marone. Aber schon sehr altersgeschädigt und in dem Zustand nicht mehr essbar. ;)


    Zitat von Megalitiker
    Zitat von Beorn

    Zum essen ist es definitiv nichts.


    Nicht das ich deine Kenntnisse anzweifle, aber was macht dich da denn so sicher?


    Weil, wie Pablo geschrieben hat, es sehr wahrscheinlich ist, dass das Bild den giftigen Karbol-Champignon zeigt. (Hast du dir die Links zu den Artportraits angesehen?) Im Übrigen sind unbekannte Pilze ja grundsätzlich nicht essbar.


    Zitat von Megalitiker
    Zitat von Beorn

    Pilz in Beitrag #12:
    Gemeiner Egerlingsschirmling (Leucoagaricus leucothites)


    Giftig wie ich annehme, oder?


    Nicht giftig, aber auch kein Speisepilz. Zu minderwertig und außerdem leicht zu verwechseln.


    Ich sehe gerade, Pablo hat Bild in Beitrag #5 vergessen (oder bewusst weggelassen):
    Viel ist ja auf dem Bild nicht zu erkennen, aber es könnte einen Gallenröhrling (Tylopilus felleus) zeigen. Bitter und ungenießbar.


    Stell unbekannte Pilze ruhig weiterhin hier ein, damit lernt man viel dazu. :)


    Viele Grüße,
    Emil

    Zitat von Climbingfreak

    Warum nun einige nun Egerlinge und andere Champignons heißen, kann ich auch nicht sagen.


    Hallo Stefan,
    Egerlinge ist der korrekte deutsche Gattungsname für Agaricus, so heißen eigentlich auch alle Arten der Gattung.
    Champignon hat sich im Volksmund eingebürgert, das ist eigentlich das französische Wort für Pilz.
    >Hier< steht das alles noch mal ausführlicher.
    Viele Grüße,
    Emil


    P.S.: Das OEPR löst du heute Abend auf, oder?