Anhand von Recherche und eigener Vermutung schätze ich mal, dass mindestens folgende wichtig sein könnten:
Agaricus, Mycena, Paxillus, Laccaria, Cantharellus, Lactarius, Inocybe, Lepista, Boletus, Rubroboletus, Leccinum, Volvariella, Russula, Coprinus, Clitocybe, Amanita, Suillus, Flammulina, Xerocomus, Xerocomellus, Hypholoma, Craterellus, Morchella, Gyromitra, Calvatia, Lepiota, sowie Porlinge, Streiflinge, ...
Hi,
von keinem PSV wird verlangt 100%ig Xerocomus/Xercocomellus/Hortiboletus usw. sauber zu trennen. Das fällt sogar Profis zuweilen schwer!
Wie Hans schon schrieb; orientiere dich an den PSV-Fragen.
Ansonsten wichtige Gattungen, die du erkennen musst (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
Amanita; inkl. Scheidenstreiflinge; dort ist es wichtig die wichtigsten Arten sauber zu trennen! Pluteus, Agaricus, Coprinus s.st., Lepiota s.l., Macrolepiota/Chlorophyllum; Volvariella ist nicht so wichtig. Leucoagaricus leucothites agg. ist noch wichtig. Das wären die Freiblättler.
Ansonsten Mycena s.l., Tricholoma (s.l.), Armillaria, Lepista, Clitocybe s.l., Collybia s.l., Hygrocybe s.l., Hygrophorus, evtl. noch Laccaria - Hellsporer
Entoloma, Clitopilus - Rosasporer
Cortinarius (s.l.), Inoycbe (s.l.), Galerina, Gynopilus, Pholiota (s.l.), Hypholoma, Stropharia, Hebeloma, Psathyrella s.l., "echte Tintlinge", Conocybe, Agrocybe,
Röhrlinge: nur die wichtigsten Arten, welche Speiserelevanz haben, bzw. auch wichtige Giftpilze sind, bzw. auch die "Bitterlinge". Es verlangt niemand zur Prüfung, Unterschiede zwischen Neoboletus, Suillellus, Caloboletus und Imperator abzufragen. Das ist Spezialwissen! Es ist auch vollkommen ok. wenn du die ganzen Dickröhrlinge noch mit Boletus ansprichst.
Russulales: Da sollstest du die wichtigsten Standardarten kennen. Russula und Lactarius/Lactifluus als Gattung erkennen versteht sich von selbst.
Porlinge: nur die auf Artniveau welche im Fragekatalog enthalten sind
sonstige Pilze: auch dort nur insoweit, wie in den Fragen gestellt/gefordert werden. Du musst nicht mal die Unterschiede zwischen Clavulina und Ramaria wissen! Es schadet nicht zu wissen, was ein humanpathogener Pilz ist und auch zu wissen, was ein Rostpilz/Brandpilz und Mehltau ist. Aber das nur wirklich im Groben.
Vergiftungssyndrome sind sehr wichtig. Dort hapert es oft.
Praktische Prüfung: Ich habe Prüfungen erlebt, wo der Prüfling viel theoretisch wusste, dann aber in der Praxis viele einfache Standardarten, wie z.B. den Wurzelnden Bitterröhrling nicht erkannte und deswegen auch durchfiel. Dort ist die Hauptkrux für viele. Felderfahrung (insbesondere Pilze in den Habitaten, wo man sonst nicht so viel unterwegs ist) fehlt oft den Prüflingen. Die Prüfung ist sofort vorbei, wenn du einen Giftpilz oder bitteren Röhrling zum Verzehr freigibst. Es ist nicht schlimm, wenn du 1-2 Arten nicht (er)kennst und das auch entsprechend kommunizierst. Kritisch wird es, wenn du das bei deutlich mehr Arten passiert.
l.g.
Stefan