Beiträge von Climbingfreak

    Hi,


    auf deinen Fotos sehen die doch melanisiert aus; zumindest etwas...


    Alternaria sonchi (eine phytopathogene Art auf Sonchus asper) hat recht zumindest recht helle Konidien. Das scheint auch etwas artabhängig zu sein oder aber hat das Mycel nicht genug Licht bekommen, dass das vielleicht heller geblieben ist?


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    das sind typische Schwärzepilze; Cladosporium und Alternaria. Meist sind das allg. Besiedler von totem Pflanzenmaterial. Ein paar echte phytopathogene Arten aus beiden Gattungen gibt es; an Ahorn sind mir allerdings keine bekannt.


    l.g.

    Stefan


    Edit: wenn die kein besonderes Schadbild an bestimmten Pflanzen auslösen sind alle Arten aus den Gattungen nicht wirklich morphologisch bestimmbar. Also nur durch Sequenzierung.

    Hi,


    bin mit Toffel von unserem Urlaub bei Christoph zurück. Ich muss noch die Bilder sichten. Mittwoch werde ich dann ein paar Bilder zeigen. Es sind wirklich einige nicht alltägliche Pilze zu sehen; insbesondere die aus Österreich.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    das Gesamtbild ist wichtig. Du musst dafür schon einige Sporen ansehen, die Zellen zählen und auch auf die Spitze achten, ob die sie abrupt "aufgesetzt" wirkt oder nicht. Die Keimporen der Uredosporen sind ebenfalls wichtig. Vgl. Klenke/Scholler oder Jules Seite! Von der Einteilung in Pflanzenkranheiten.ch halte ich nix, da dort einfach zu viele Merkmale unterschlagen werden. Auf jeden Fall sind das oben Uredosporen und Teliosporen. Behaarte Rostpilzsporen habe ich noch nie gesehen! Die sind immer iwie ornamentiert, glatt oder mit abfallenden Blättchen.


    l.g.

    Stefan

    Hmm, was mich wundert, ist die lebhafte Rötung der Lamellen in Verbindung mit dem gilbenden Stiel. So habe ich das bei den Karbolchampignons noch nie gesehen. Ich kenne die eher mit cremefarbenen und später braunen Lamellen. Aber bei der Xanthoderma gibts ja auch mehrere Arten.

    Genau. Leider ist die Sektion auch nicht ganz so einfach. Zumindest sind viele Arten mit Mikro knackbar.

    Hi,


    probier es aus. Bei einigen Phytos, wie z.B. den Drechslera-Arten auf Getreide, werden die Konidien erst nach einem "Kälteschock" im Kühlschrank über Nacht gebildet.


    Hier liegt der Fall aber anders. Die Ausbildung von Asci dauert länger als die Ausbildung von Konidien. Da wird eine Nacht nicht reichen.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    also "Inocybe" quietiodor kann man ausschließen. Der hat einen gelbllichen Hut und riecht deutlich nach Blattwanze.


    Eine Inosperma oder Pseudosperma (ehemals Sektion Inosperma-Rimosae) hast du allerdings gefunden. Das ist richtig.


    Die echten Inocyben haben metuloide Zystiden. Dein Fund hat nur dünnwandige Cheilos.


    Ich meine Reste von Velumresten auf dem Hut zu sehen. Deswegen wäre Inosperma maculatum eine Option.


    l.g.

    Stefan

    Oh weh ==Gnolm11 ==Gnolm11 ==Gnolm11


    Ist mir der Thread durch die Lappen gegangen. ==Gnolm6


    Ich wünsche dir nachträglich alles Gute zu deinem Ehrentag. Viel Gesundheit und tolle (Erst)Pilzfunde wünsche ich dir lieber Werner.


    Vielen Dank für deine tolle Aktivität im Forum. ==Gnolm8


    Etwas verspätet, aber nicht minder herzlich ein kleiner pilzlicher Blumenstrauß.



    l.g.

    Stefan

    Hi,


    Wachstum an Nadelholz (bist du dir da sicher?), würziger Geruch und Geschmackt deuten auf Sp. crispa hin.


    Sp. brevipes hatte ich nur 1-2 Mal in der Hand. Die Art riecht aber nicht würzig, sondern chemisch-muffig. Zudem hat die Art auch eine deutlich festere zähe Konsistenz.


    So aus der Ferne per Bild ist das immer schwierig und Krause Glucken können im Alter den Breitblättrigen sehr ähnlich sehen.


    l.g.

    Stefan

    Wenn die Oberfläche glatt ist und nicht irgendwie "gescheckt", könnte man mit Scleroderma bovista vergleichen.


    Beste Grüße Harald

    Hi,


    bei der ist die Oberfläche auch oft genug "gescheckt. Vgl. bitte mein Portrait zur Art.



    Aus meiner Sicht lassen sich die 3 Arten nur mikroskopisch sicher trennen. S. areolatum geht manchmal makrokoskopisch anzusprechen, da die Schuppung der Peridie doch oft anders ist, als bei verrucosum und bovista.


    l.g.

    Stefan

    Unterscheide zwischen "Boivsten" = Bovista, Vascellum, Lycoprdon s.l. = Agaricales


    und "Kartoffelbovisten" = Scleroderma, Rhizopogon, Pisolitus = Boletales.


    Das ist für geübte Augen und auch verwandtschaftlich ein großer Unterschied. Natürlich sind im strengen Sinne unter Bovisten und Kartoffelbovisten nur Scleroderma und Bovista gemeint. Ich habe aber Absichtlich die Schwestergattungen oben mit genannt.


    Warum schreibe ich das? Weil du dich in deiner Aussage auf Bovisten beziehst, du aber Kartoffelbovisten gefunden hast.


    l.g.

    Stefan

    Hi,


    nach eigenem Empfinden und nach Literatur riechen die metallisch stechend und ja du hast eine der 3 dünnschaligen Scleroderma-Arten gefunden.


    l.g.

    Stefan

    Verbreitungsschwerpunkte der Art sind das Erzgebirge/Elbsandstein, Thüringer Wald, Bayrischer Wald, Harz und vielleicht noch in den Alpen an ein paar Stellen. Das ist eine montane, kälteliebende Art, die im Flachland nicht zu finden ist. Im Tharandter Wald kommen die auch in guten Jahren an 1-2 Stellen und das wars.


    Das ist der Grund, warum die Art nicht in NRW vorkommt.


    l.g.

    Stefan

    Also ganz generell gesprochen sind alle Vertreter der Gattung Macrolpiota Speisepilze. Ob dein Fund noch was taugt oder nicht, kann dir nur ein PSV vor Ort sagen. Frischkriterien sind per Bild so gut wie nicht einzuschätzen.


    l.g.

    Stefan