Beiträge von Climbingfreak

    Hallo Heidi,


    R. vesca sollte das nicht sein. Der hat eher eine Färbung, das ins Bräunliche geht. Ich kenne den auch nicht so rosa und mit gerieftem Hutrand? Hast du den mal gekostet?


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich gehe da mit. Mittels Ausschlussprinzip kommt da nicht mehr viel anderes in Frage. Allerdings ist das auch nur eine Idee. Seid bitte so gut und macht auch bei zukünftigen Anfragen Bildern von oben, unten und von der Seite. Zudem wäre es vorteilhaft, wenn die Bilder auch scharf sind. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ich musste mich aus Zeitgründen bis jetzt etwas aus der Diskussion herausnehmen. Die ganze Thematk ist wirklich sehr komplex und auch die Wirkungsweise der Geschmacksrezeptoren ist recht komplex.


    Klar ist, dass es unterschiedliche Bitterstoffe gibt, die auch von unterschiedlichen Rezeptoren interagieren. Die gängste Theorie (zumindest für Europäischen Raum), dass wir den Geschmack "bitter=potentiell gerfährlich" nicht mehr brauchen, weil wir unsere Lebensmittel selber produzieren und nicht mehr unsere Nahrung selber suchen müssen und deshalb diese Rezeptoren langsam aber sicher sich über die Generationen degenerieren Klingt einleuchtend; ist vielleicht auch zu einfach.


    Trotzdem kann ich hier mal von einem Test, den wir letzte Woche mal spaßeshalber gemacht haben berichten. Ich war mit Engelchens Familie zum Klettern und einigen Freunden unterwegs. Engelchen hat Schönfüße gefunden. Wir haben die reihum mal gekostet. Es waren mindestens 2 Leute dabei, die den nicht bitter fanden. Einer davon schmeckt auch keine scharfen Täublinge; der andere ist ein guter Freund von mir und er meinte, dass er mal bei einer Pilztour mit mir einen sehr bitteren Pilz gekostet hatte. Leider wissen wir beide nicht mehr, ob das der Grünblättrige Schwefelkopf oder der Galli war.


    Dann noch ein weiteres Fallbeispiel: Ich bin mit Toffel und einer mit mir befreundeten Familie unterwegs. Wir haben Gefleckte Rüblinge gefunden. Ich hab mal meinem Kumpel vorgeschlagen zu kosten; Resultat nicht bitter. Ddann holt Toffel einen Grünblättrigen SK. Resultat war leicht bitter.


    Ich denke, da spielen sehr viele individuelle Faktoren rein. Vieles ist noch nicht wirklich erforscht. Auch sind da in den letzten Jahren einiges an neuen Erkenntnissen entstanden; insbesondere die molekularen Grundlagen über die Wirkungsweise der Geschmacksrezeptoren. Leider bin ich zu lange fachlich aus der Thematik raus, um hier noch was konstriktiveres beitragen zu können. :shy:


    Auf jeden Fall hat sich hier eine interessante Diskussion entwickelt. Ich hab btw meinen Beitrag oben hinsichtlich der Prozentzahlen editiert:


    Noch eine Schlussbemerkung an Safran: Täublingsbestimmung ist alles andere als einfach. Ihr könnt nicht jeden eurer Funde bestimmen; erst recht nicht ohne Chemie und ggf. Mikroskop.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Chris,


    ein geriefter Hutrand bei Täublingen allein grenzt noch keine Gruppe ein. Zumindest gibt es noch die Kammtäublinge (Kratzender Kammtäubling, Camembertäubling) mit dem gerieften Hutrand und dem markanten mehr oder minder käsigem Geruch; dann noch einzelne Vertreter aus diversen Untersektionen, die auch einen gerieften Hutrand haben.


    l.g.
    Stefan


    P.S. Für Täublingsbestimmung ist auch noch Phenol wichtig. :)

    Hallo,


    jep das ist einer der Stinktäublinge. :thumbup: Markante Merkmale kannst du haben. Meist schleimig-schmieriger Hut, Gereifter Hutrand kann sein; muss aber nicht, gekammerter Stiel; Grruch nach Erbrochenem, bzw. Mandel; meines Wissens zählt Russula grata auch zu den Stinkern, feste kompakte Fruchtkörper und scharf.


    Ich bin mir nicht sicher, ob die anderen Stinker auch so ein Muster auf den Lamellen haben dürfen; gerade auch mit einem Trockenschaden. Was auf jeden Fall nicht schadet: Mach mal 20%iges KOH auf den Stiel. ;)


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    so wie ich das aus den Zeilen lese haben dir 3 erfahrere Leute geantwortet, die sich mit Pilzbestimmung auf Agarplatten auskennen. Es ist nun mal nicht einfach; auch gerade in meinem Fall muss ich mich immer entscheiden, ob der gewachsene Pilz für meine Arbeit relevant ist oder nicht.
    Wie Alex schon schrieb; bis so ein Pilzmycel Strukturen, z.B. Konidienträger ausbildet, dauert es im Regelfall mindestens eine Woche; bis zu 10 Tage.


    Also wenn du solche Zuchterversuche machen willst, dann arbeite unter einer Sterilbank, da ist zumindest die Gefahr einer Kontamination durch ubiquitäre Schimmelsporen (Aspergillus und Penicillium) stark minimiert.


    @ Kertin: Als Universeller Agar bietet sich auch PDA an. ;)


    l.g.
    Stefan


    P.S. ICh gebe Pablo recht; das sollte eine Lycoperdon-Art sein, bzw. auch Vascellum prantense ist auch nicht vom Tisch.

    Hallo,


    so eine Artbestimmung von Schimmelpilzkulturen geht nur mikroskopisch und ist keineswags "einfach". Dazu gehört schon einiges an Erfahrung und Ausrüstung.


    Anhand der Bilder vermag ich nicht zu sagen, was du für Schimmelpilze auf deiner Platte hast. Ebenso habe ich Zweifel, dass es dir überhaupt geliingt Mycel von "Bovisten" zu züchten. Wichtig wäre es schon zu wissen, ob du Sporen der Gattung Bovista (echte Boviste), Scleroderma (Kartoffelboviste) oder sonst was auf die Agarplatte gebracht hast.


    Was du damit bezwecken möchtest ist mir ebenfalls unklar. Kannst du bitte dazu noch 1-2 Sätze sagen. Ein paar weitere Informationen wären hier schon sehr hilfreich.


    Übrigens noch: Willkommen im Forum. :)


    l.g.
    Stefan

    HalloKozaki,


    es kann auch sein, dass du den Bittergeschmack gar nicht wahrnimmst, das geht übrigens einigen Leuten so. ;)


    @Pablo: Meine Gallis habe ich bisher immer mit einer Leckprobe identifizieren können. Da kam das Bittere schon sehr gut durch. Natürlich sollte schon im Anschluss, sofern eine Nicht-Bitterkeit festgestellt wurde eine "wirkliche" Kostprobe unternommen werden. Das hat ggf. den Vorteil, dass man nach kurzer Zeit sich der Bittergeschmack verliert...


    l.g.
    Stefan


    Hallo,


    das ist echt interessant. Laut FN ist der Reifpilz der einzige Cortinarius mit häutigem Stielring. Ist übrigens auch das erste Schlüsselmerkmal. :giggle:


    l.g.
    Stefan

    ich muss mir mal angewöhnen nee Kamera mit zu nehmen-an einer umgestützten Birke wuchsen zb
    ich würde sagen Porlinge in richtiges "Holland Orange"


    Gute Nacht Willy


    Na wenn das mal keine Zinnobertrameten waren. :evil: Sind hier in unserer Gegend sehr häufig an Birke.


    Jan: Ich verstehe deinen Mismut. Trotzdem hat Vorsicht noch keinem geschadet. ;)


    l.g.
    Stefan


    Hallo Pablo,


    Du hast mir nicht widersprochen. Stefan hat meine Wahrnehmung angezweifelt.


    Hallo Sabine,


    so war das nicht gemeint. Ich zweifle deine Wahrnehmung natürlich nicht an. Ich wollte nur sagen, dass ich bisher beim Schönfuß keinen markanten Geruch wahrgenommen habe.


    l.g.
    Stefan

    Hallo Willy,


    ich denke der Reifpilz passt hier. Ich habe den nur einmal gegessen bisher. Es war ein Geschenk einer befreundeten PSV. Mir schmeckte er damals ausgezeichnet. Auch von meinen Pilzfreunden habe ich nur von dem gutes gehört. Gefunden habe ich ihn nur dann noch ein weiteres Mal, da war er schon überständig.


    Eine Verzehrsfreigabe bekommst du allerdings von mir nicht.


    l.g.
    Stefan


    P.S. Pablo ist hier der Pilzexperte; nicht ich. ;)

    Hallo,


    zu den Täublingen hätte ich auch R. integra gesagt. Markant für Russula integra: die markant stachligen Sporen (Höcker bis 2 µm lang). Die sind mit dem Aussehen und den entsprechenden Sporen eindeutig. Dein Doldenblütler Anna sollte die wilde Möhre sein.


    l.g.
    Stefan


    P.S. Mein Täublignsseminar zahlt sich aus. :cool:


    Hallo Sabine,


    nimms mir nicht übel. Das würde ich sehr stark anzweifeln; insbesondere auch durch Pablos Ausführungen weiter oben. Ich finde den leider nie; ich bekomme den nur von Ratsuchenden, aber schon regelmäßig. Für mich hat der keinen markanten Geruch wie bei vielen anderen Röhrlingen auch.


    l.g.
    Stefan


    Hallo Dieter !
    da wären weitere Angaben natürlich wünschenswert , Festigkeit vom Stiel , Geschmack .... ( wie Stefan schon erwähnte ) allerdings zieht die Hutfarbe auf Bild 3 ersichtlich schon etwas in die Lamellen hinein das spricht eigentlich für Stefans Vorschlag ...
    Gruß Harry


    Hinzu kommt noch, dass die Fotos wohl mit Blitz gemacht wurden. So was kann auch die Hutfarben verfälschen. Außerdem kann es sehr gut sein, dass wir hier 2 Arten auf den Fotos sehen. Ich will das nicht ausschließen. Ich hab letzten Freitag 2 schöne Speisetäublinge gefunden und 2 m entfernt einen Braunen Ledertäubling, den ich auch erst für einen Speisetäubling gehalten habe. Ich hab nur Anhand der Sporenpulverfarbe erkannt, dass der eine andere Art sein musste. Das war mir eine Lehre.


    l.g.
    Stefan

    Hallo,


    ja ein Tellerling wäre tatsächlich meine Idee gewesen. :shy: Mir felht da einfach die Funderfahrung in der Gattung. Aber ich sehs inzwischen ein, dass Hygrophorus doch die bessere Wahl ist; da fehlt mir auch die Funderfahrung in der Gattung; kenne davon nur 3-4 häufige Vertreter.


    l.g.
    Stefan


    Von Bestimmlingen bitte nicht immer die ganze Kollektion mitnehmen :haue: - und die mitgenommenen Exemplare immer ganz, also mit Stielbasis, das kann für eine Bestimmung entscheidend sein. Ich weiß, wie das ist, da nimmt man einen Pilz mit, stellt zu Hause fest, daß er ein richtiges Leckerchen ist und ist dann frustriert, daß man die anderen im Wald gelassen hat. Aber besser so als umgekehrt - meine Meinung.


    Gut, daß Du die restlichen Bilder eingestellt hat, ich denke das bestätigt den Schönfußröhrling (oder?).


    Definitniv. :thumbup: