Beiträge von Craterelle

    Der 2. ist sehr spannend. Die dunklen Schneiden sind auffällig.

    Mir drängt sich da mit Blick auf die Hutoberseite der Gedanke an den grubigen Wurzelrübling / wurzelnden Schleimrübling auf. In dem Fall wären die Lamellen nicht frei und das Sporenpulver nicht rosabraun. Das kannst du vielleicht nochmal untersuchen, Pascal.


    LG, Craterelle

    Du könntest natürlich die Färbung partiell mit Eisenessig nachbehandeln, das dürfte mit dem Hispidin zusammen irgendwas Olivfarbenes ergeben und auf jeden Fall mehr Kontrast im Batikmuster. Allerdings ist das eine ziemliche Tortur für die Fasern - so kommen die Löcher in historische Teppiche, wo die verwendete Wolle früher mal mit dieser Methode schwarz gefärbt wurde.

    Hallo Alex,


    ein ganz heißer Kandidat könnte der Kiefernbraunporling sein. Der Farbstoff wurde bei mir auch von Pflanzenfasern (Bast, Leinen - Baumwolle hatte ich nicht dabei, glaube ich) recht willig und ohne Vorbehandlung angenommen. Ist eben recht begrenzt im Farbspektrum (ocker bis warmgelb), und erreicht evtl. auf tierischen Fasern mehr Leuchtkraft.


    Die eigentlich sehr schönen Farben der Hautköpfe werden auf Baumwolle vermutlich nicht funktionieren, fürchte ich.


    LG, Craterelle

    Die Schlusslichter in der Tabelle markieren übrigens aktuell der düstere Röhrling gemeinsam mit dem Elfenbeinschneckling, beide mit glatter 1 ohne Streuung bei 2 bzw. 3 Bewertungen. Letzteren wollte ich testweise irgendwann mal als Süßspeise zubereiten, aber ich habe schon jahrelang keine mehr gefunden.

    Hallo zusammen,

    wobei ich Amanita excelsa ebenfalls widerlich finde

    Dafür kommt er bei dir mit 3 Punkten aber noch gut weg. Das ist innerhalb der bisher abgegebenen Wertungen für den sogar die Höchstpunktzahl.


    Das sehe ich auch so, zumindest probiere ich gerne, ob es mir schmeckt, auch wenn der Speisewert als wenig überragend angegeben wird.

    Falls du Lust dazu hast, wären auch deine Bewertungen in der gemeinsamen Tabelle sehr willkommen:

    Gemeinsame Küchenmykologische Liste


    LG, Craterelle

    Hallo zusammen,


    Ich hatte der Landeskoordinatorin geschrieben, dass sie den Fund aufnehmen könnten, wenn sie die Bestimmung als sicher genug erachten. Da es mit einiger Wahrscheinlichkeit etwas in Norddeutschland nicht alltägliches sein könnte und sie in unmittelbarer Nähe wohnt, wird sie andernfalls vielleicht selbst ein wenig ein Auge auf das Myzel halten.


    Die für A. muscaria und regalis typischen Warzengürtel vermag ich hier nicht zu erkennen, die kenne ich viel ausgeprägter und regelmäßiger (vollständig umlaufend). Hier sehe ich kurze und nur wenig erhabene Warzenbänder, die starke Ähnlichkeit mit dem von Beli geposteten Bild haben.


    Manschette haben wir beäugt und beschrieben, Schnittbild ebenfalls angefertigt, ohne Auffälligkeiten außer braunen Madengängen (sprich: keine gelbe Zone unter der Huthaut wahrgenommen).


    Es steht natürlich jedem frei, diese Beobachtungen ohne bildlichen Beleg anzuzweifeln.


    Zum Absporen war der Pilz zu jung, und bisher habe ich auch keine Chemie. Sollte ich mir gelegentlich zulegen. Fürs nächste Mal die Frage: wäre die Reaktion auch auf den Lamellen sichtbar und eindeutig, oder geht das nur am Sporenabwurf?


    Beste Grüße,

    Craterelle

    • satt kastanienbrauner Hut
    • gelbliche spitze Velumflocken
    • undeutliche/unvollständige Warzengürtel, ebenfalls gelblich
    • Ring weiß, schwach gerieft
    • Madenfraßgänge braun, nicht rot
    • Geruch unspezifisch (ich habe schwachen Kartoffelkellergeruch assoziiert, Malone hat nichts gerochen, meine Mutter fand es zitronig)
    • Habitat Laubmischwald

    Farblich erinnert das an junge Königsfliegenpilze, wie ich sie im Harz fand (hier ist ein nochmal jüngerer dabei: Pilzparadies Harz), allerdings waren bei denen die Warzengürtel viel deutlicher ausgeprägt. Außerdem ist der A. regalis in der nordischen Tiefebene sehr selten. In Schleswig-Holstein sind gerade mal 4 Funde kartiert, alle von der Westküste.


    Auch dieser vieldiskutierte, der sich letztlich per Sequenzierung als A. franchetii, rauer Wulstling erwies, ist nicht völlig unähnlich: Perlpilz ohne rot. Die Huthaut ist blasser, die Stielbasis aber ähnlicher. Auch der ist allerdings im Norden wenig verbreitet, 6 Funde insgesamt, davon nur einer nach 1980.


    Was meint ihr dazu?


    LG, Craterelle

    Und dann war da noch der Monsterkorb:


    Das sind schätzungsweise 45 cm Durchmesser, viel zu viel für einen Pilzkorb (außer vielleicht für Riesenschirmlinge). Er hat Fehler und Schwachstellen, aber die Form ist insgesamt einigermaßen regelmäßig, und die Abschlusskante hat nach den oben verlinkten Videos sehr gut geklappt, mit nur einer gebrochenen Strebe, die ersetzt werden musste. Die letzten paar Streben, die durch die anderen hindurchgefädelt werden müssen, waren allerdings eine Herausforderung.


    Lektionen: Reichlich Material und gutes Material ist wichtig. Am besten scheint es mir inzwischen, die Weidenruten vor dem Trocknen zu beschriften, und bei sehr guten Flechteigenschaften direkt Stecklinge zu nehmen.

    Hallo Wolli,


    toll zu sehen, dass sich in Brandenburg etwas tut. In welcher Ecke war denn das?


    Von mir erstmal nur zu einigen der Pilze:


    Der 3 bleibt kaum etwas anderes übrig, als ein spndeliger Rübling zu sein. Bei 5 könnte ich mir gut vorstellen, dass er rosa Sporenpulver hat und dann in die Gattung der Scheidlinge gehört. 8 ist der Samtfußkrempling, dein vermeintlicher Gallenröhrling (10) sieht mir schwer nach einer Marone aus. 11 ist ein junger Kiefernbraunporling, 17 ein Perlpilz.


    LG, Craterelle

    Den Milchbrätling habe ich noch nie finden dürfen. Ich bin ja bisher großer Fan essbarer Milchlinge, aber der polarisiert wohl ein wenig.


    Wir hatten letztes Wochenende Mehlräslinge. In frischen Zustand empfinde ich deren Geruch als abstoßend (ohne unsere Liste wäre ich nicht auf die Idee gekommen, den probieren zu wollen), aber glücklicherweise verfliegt er beim Braten. Leider war die Kostprobe doch zu klein, um zu einem sicheres Urteil zu kommen, der Test muss also nochmals wiederholt werden.


    Tränende Saumpilze hatten wir auch noch drei oder vier mitgenommen, aber da kam zum Geruch auch noch der nicht wirklich appetitanregende Anblick hinzu, so dass ich dann doch auf die Zubereitung verzichtet habe.

    Hallo,


    ich denke, Josephs Tipp könnte recht gut hinkommen, im zweiten Bild ist die Volva ganz gut zu erkennen. Der größte Scheidling wäre an sich ungiftig, aber da eine sichere Bestimmung online nicht möglich ist, wäre es sicher sinnvoll, den Pilz noch durch einen PSV in eurer Nähe begutachten zu lassen und eure Tochter in den nächsten Stunden zu beobachten.


    LG, Craterelle

    Moin Tarik,


    Vergleiche mal mit dem wurzelnden Schleimrübling. Die Runzeln auf dem Hut sind ganz typisch, und wenn du mal einen vorsichtig entnimmst, auch die wurzelähnlichen tief in den Boden reichende Stielbasis.


    LG, Craterelle

    Hallo Tarik,


    Ein bisschen weiter südlich in Schleswig-Holstein sieht es schon ziemlich gut aus. Dort lohnen sich vor allem parkähnliche, offenere Flächen mit einzelnen Bäumen. Und in einem Wald, der allerdings auch ungewöhnlich feucht ist, fanden wir schon die ersten Maronenröhrlinge, mit denen ich noch überhaupt nicht gerechnet habe.


    LG, Craterelle