Beiträge von Craterelle

    Hallo Mopsi*,


    auch in schriftlicher Form ist doch eine kurze Nachfrage, wie etwas gemeint ist oder ob diese oder jene Bedingung zutraf, durchaus möglich.


    Ich habe übrigens nie behauptet, dass ein geriefter Ring den Königsfliegenpilz ausschließt, das waren andere. Ich hatte für Fliegenpilze abgespeichert: meist ungerieft, kann aber auch gerieft sein, und habe mir daraufhin vor ein paar Jahren diverse Exemplare (vom gemeinen, den König habe ich zwar auch schon einige Male getroffen, aber insgesamt natürlich weit seltener und nicht in meiner näheren Umgebung) genauer angeschaut. Ich bin dabei zu dem vorläufigen Schluss gelangt, dass ein ungerieftes, feinflockiges Velum wie etwa hier (in diesem Fall vom König) amanita_regalis_bm2419.jpg häufiger vorzukommen scheint.


    * (das hat Malone möglicherweise von mir - ich nenne dich bei mir so, seit ich mich mal vertippt und versehentlich Tricholomopsi geschrieben habe :grotwerd: 'tschuldigung)


    Hallo Rudi,


    Vielen Dank für die verlinkten Bilder!


    Die Farbe der Huthaut kann demnach tatsächlich extrem variabel sein, und umfasst auch so dunkle Brauntöne wie bei unserem Fund.


    Auch auf diesen Bilder sehen die Warzengürtel für mich sehr ähnlich aus wie bei unserem und damit ganz anders als das, was ich bei den beiden Fliegenpilzarten als typische Ausprägung erachte, etwa so:

    96106.jpg

    Agaricales - Blätterpilze/Amanita muscaria - Fliegenpilz/Amanita_muscaria005


    Es ist ja durchaus denkbar, dass dieses Merkmal variabler ist und es Überschneidungen geben kann, aber das ihr, Christoph und Mischa, die Ausprägung des hier diskutierten Pilzes für absolut fliegenpilztypisch haltet, deckt sich überhaupt nicht mit meiner Vorstellung.


    Ob die Fleischfärbung unter der Huthaut eine wirklich zuverlässige Unterscheidung zulässt, ist mir auch noch nicht ganz klar. Der im Startbeitrag verlinkte raue Wulstling von Uwe zeigt unter der Huthaut zumindest auch deutliche Gelbtöne. Das wäre dann ggf. wieder eine graduelle Entscheidung anhand der Farbintensität und/oder Dicke der gefärbten Schicht, oder nur bei Fehlen einer Gelbfärbung ein Hinweis gegen den Königsfliegenpilz.


    Damit nehme ich für mich aus dieser Diskussion fürs nächste Mal mit, dass der Test auf Amyloidität außer der Sequenzierung die sicherste Unterscheidung erlauben sollte, und dass diese, falls der Pilz noch nicht sporenreif sein sollte, auch im Stielfleisch an den Septen untersucht werden kann und auch am Trockenbeleg (das hatte ich vorher noch nie gehört oder gelesen, vielen Dank dafür, Christoph).


    Viele Grüße, Craterelle

    Hallo,


    Ich meine, Wolfgang P. schrieb dazu sinngemäß in etwa folgendes: >>Ich würde nicht ausschließen, dass es einen sehr geringen Einfluss auf das Pilzwachstum geben kann. Aber der wird, wenn ich Pilze sammle, sicher aufgewogen durch die wegen der "falschen" Mondphase ausbleibenden anderen Pilzsucher.<<


    So halte ich das auch.


    Fabio, es gibt mit Maria mindestens eine hier im Forum, die sich sehr stark für das Thema interessiert. Sie scheint allerdings nicht mehr so oft hier hereinzuschauen.


    Viele Grüße,

    Craterelle

    Hallo,


    erstmal nur zur Terminologie:


    Mit Laubmischwald meine ich einen Wald aus verschiedenen Laubbäumen, indem Nadelbäume höchstens vereinzelt vorkommen. Das entspricht etwa dieser Definition: Laubmischwald - Lexikon der Geographie


    Eine Wald, in dem Laub- und Nadelbäume etwa zu gleichen Teilen vorkommen, würde ich als Mischwald bezeichnen, einen Wald, in ausschließlich oder überwiegend Nadelbäume vorkommen, als Nadelwald.


    Wenn das allgemein als falsch oder missverständlich angesehen wird, werde ich mich bemühen, solche Wälder zukünftig Laubwald ohne Misch zu nennen oder die Baumarten konkret aufzuzählen.


    Viele Grüße,

    Craterelle

    Hallo Norbert,


    Trotz Pilzmangel eine nette Tour. Im Wald ist es doch wenigstens schön schattig. Ich schwitze mich gerade im stickigen Büro dem Feierabend entgegen.


    Dilettantische Versuche zu den Flattertierchen: könnte der erste ein Kaisermantel und der zweite ein C-Falter sein? (jetzt hagelt es sicher gleich Korrekturen - gut, dass wir hier im Pilzforum sind, ist also nicht prüfungsrelevant).


    LG, Craterelle

    Ich fand die doppelte Verschlüsselung der Gattung witzig. Allerdings ging mir danach noch durch den Kopf, ob der mit dem Lolli nicht eigentlich Kojak hieß? Das mindert aber nicht den Spaß.

    Hallo Phillip,


    im Prinzip geht das doch jetzt schon, nur ist das Symbol kein Sternchen, sondern etwas, was vielleicht ein Lesezeichen darstellen soll, und es steht nicht bei den Einzelbeiträgen innerhalb eines Themas wie der Like-Daumen, sondern nur einmal pro Thema oben rechts auf der Seite. Damit abonnierst du das Thema und kannst es dann unter "Forum" -> "Abonnierte Themen" wiederfinden. Nur eine Suchfunktion ausschließlich innerhalb dieser abonnierten Themen habe ich noch nicht entdecken können.


    LG, Craterelle


    P.S.: Ach ja, alles nur in der Desktop-Ansicht. Die für Mobilgeräte "optimierte" ist leider sehr reduziert.

    Hallo Cratie


    Er schmeckte, abgesehen vom zugefügten Salz und Pfeffer nach nichts, außer bitter, bitter, bitter. ==Gnolm9

    Hallo Matthias,


    bittere hatte ich mit Ausnahme von BiPo-Tee noch nicht im Test. Auch der Gallenröhrling durfte bisher nicht im meine Pfanne.


    Den Tee mag ich durchaus ganz gern, entweder pur mit kurzer Ziehzeit oder lange gezogen als Zutat für selbstgemachte Bitterlimonaden. Aber auch beim Birkenporling hat es mich noch nicht gereizt, den als Pilzgericht zuzubereiten.


    LG, Cratie

    Ah, ich habe schon drauf gewartet. Mein Handy meldet mir neuerdings, wenn die Liste bearbeitet wird, was eigentlich ganz praktisch ist.


    Kannst du irgendwas dazu sagen, auf welche Weise er ungenießbar war, also welche Geschmacksrichtung von widerlich?


    Meine bislang schlimmsten beiden waren das in völlig verschiedener Weise, einmal muffig Richtung Teichschlamm (rötlicher Holzritterling), das andere eher süßlich-parfümiert in für mich Brechreiz erregender Weise (Riesenkrempentrichterling). Nr. 2 gilt anderen allerdings als guter Speisepilz, was ich von Nr. 1 noch nie vernommen habe.

    Ich glaube - Pixie sei dank - ebenfalls, 2 a+b entschlüsselt zu haben. Das führt mich zu mindestens zwei möglichen Gattungen, aber in diesen finde ich keine zu 1 passende Art. Also weiterhin :gkopfwand:

    Hallo Schupfnudel,


    Aktuell machen wir noch drei Mottowettbewerbe im Jahr, da entfallen dann immer ein bis zwei auf eher pilzarme Zeiten. Aber sie alle drei kurz nacheinander im Herbst zu machen, finde ich auch keine gute Alternative. Und zumindest ist das Motto diesmal meiner Meinung nach einigermaßen ergiebig, so dass mancher vielleicht auch in seinen Archiven fündig wird.


    Hallo Matthias,


    Die Regeln sind grundsätzlich dieselben wie im regulären Monatswettbewerb, ich verlinke das gleich im Startbeitrag nochmal.


    Hallo Josef,


    Das ist eine gute Idee, werde ich ab dem nächsten Mal versuchen. Dann besteht zwar die Gefahr, dass die Ankündigung in Vergessenheit gerät, bis es Zeit für die Abgabe ist, aber ich kann dann ja ab und zu daran erinnern.


    LG, Cratie

    Hallo zusammen,


    Jetzt im August ist es wieder Zeit für einen Mottowettbewerb. Das Thema heißt


    Aus der Reihe getanzt


    Wie immer habt ihr bis zum 19. des Monats um 23:59 Zeit, mir eure Bilder per PN zu schicken. Ich freue mich auf die Einsendungen!


    Die Regeln für alle Fotowettbewerbe findet ihr hier:

    Pilzforum.eu


    LG, Craterelle

    Da das hier ja gerade frisch diskutiert wurde, traf es sich gut, dass wir auf dem Weg durch den Thüringer Wald noch einige Kuhmäuler zur Mitfahrt einladen konnten.


    Wir hatten sie im Spätherbst in Griechenland probiert, da war ich nicht so sehr angetan, soweit ich mich erinnere wegen der Konsistenz. Jetzt fand ich das überhaupt nicht schlimm (langsam gebraten und dabei möglichst viel Feuchtigkeit verdampfen lassen, erst ganz zum Schluss noch kurz mit geschlossenem Deckel). Der Geschmack ist zwar nicht allzu intensiv, aber für mich ohne jegliche störende Noten und damit vermutlich besser als der Mehlräsling, wo ich immer noch meinte, einen Hauch des mir unangenehmem Geruchs des Frischpilzes wahrzunehmen, auch wenn das allermeiste beim Kochen verflogen ist.

    Und was du in den brandenburgischen Sandkiefernwälder sogar häufiger finden kannst als anderswo: Edelreizker (meist auch so ab September, recht einfach zu erkennen), Heideschleimfuß (als Schleierling aber nicht unbedingt ein Anfängerpilz), Kiefern-Habichtsstacheling (sehr einfach zu erkennen, erscheint aber erst im Spätherbst), Schneeritterling (auch erst sehr spät im Jahr).

    Hallo Sebastian,


    ich finde den auch nicht ganz einfach zu beurteilen. An der Stielspitze muss das Netz beim Sommersteinpilz hell sein, der Gallenröhrling kann das allerdings auch (vgl. z.B. hier: Gallenroehrling-945x632.jpg). Weiter unten am Stiel sollte es beim Sommersteinpilz entweder hell (sommersteinpilz-boletus-aestivalis-1.jpg) oder braun (k-p1220809.jpg) sein, beim Gallenröhrling immer dunkel wie im ersten der Bilder.


    Die Geschmacksprobe war ja leider uneindeutig, und mit der Röhrenfarbe kommt man bei Babys auch nicht unbedingt weiter. Indizien für einen Gallenröhrling wären hier für mich die Farbe des Netzes (beim Sommersteinpilz eher helleres und wärmeres Braun, beim Gallenröhrling sehr dunkelbraun) und die Struktur, weil das Netz auf mich recht grob wirkt.


    LG, Craterelle