Beiträge von Craterelle

    Hallo Ingo,


    Die Nebelkappen kommen definitiv, ich denke, in wenigen Tagen werden unsere Wälder voll davon sein. Über das Ausbleiben der Hallimasche habe ich mich auch schon gewundert, aber vielleicht warten die noch bis zum Laubfall? Die Wälder sind ja trotz der kühlen Temperaturen noch immer ziemlich grün.


    LG, Craterelle

    Die Hygrophanität ist ganz eindeutig radialstreifig.


    Die Hinnulei entwässern längsstreifig, die meisten anderen Telamonien ringförmig


    Damit wäre ich dann also mit einiger Wahrscheinlichkeit in der Hinnulei-Gruppe? Auf das hier bin ich gerade noch gestoßen, komme damit aber nicht in diese Sektion (S. 2):

    0_phlegmacium_kriegelsteiner_red..pdf

    weil das Velum jung weiß und nicht gelblich ist.


    Oh weh, was habe ich da nur angefangen?

    Optisch und von der Beschreibung her finde ich die Pilze sehr ähnlich zu diesen hier:


    Telamonie geknackt


    (Bilder im dort verlinkten Beitrag zwischen Unmengen Risspilzen ungefähr in der Mitte, oder alternativ bei 123pilze.)


    Dieters Pilze wirken radialstreifiger, aber das könnte evtl. auch am Grad der Durchfeuchtung liegen. Andreas (mollisia) weist auf die von anderen Arten abweichende Hygrophanität der Hinnuleus-Gruppe hin, das versuche ich jetzt zu prüfen.


    Cortinarius (Uwe): falls du das hier findest, Gib mir gern Bescheid, wenn ich in die ganz falsche Richtung galoppiere.


    Der erdige Geruch (wie Safran) ist bei den beiden älteren Fruchtkörpern stark ausgeprägt und bei den jungen für meine Nase praktisch nicht wahrnehmbar.

    Hallo,


    Ihr hättet euch ja rechtzeitigere Vorankündigungen gewünscht. Jetzt bin ich zwar doch etwas später dran als ich wollte, aber immerhin ist noch mehr als ein Monat Zeit und vermutlich auch überall recht gute Bedingungen.


    Die eigentliche Ankündigung kommt dann zu Anfang November, aber ihr dürft jetzt schon drauflos fotografieren :gzwinkern:


    LG, Craterelle

    Und aus dem "Studio" (Tageslicht), von jung zu alt:


    1)


    2)


    3) und 4)


    Eine rötliche Ringzone am Stiel wie der erste hatte keiner von denen. Evtl. ist bei dem Sporenpulver an der weißlichen Velumzone hängengeblieben?


    Auffällig sind neben der lebhaften Farbe (besonders in der Hutmitte) für mich:

    - eher dickliche entfernt stehende Lamellen, nicht viele erreichen den Stiel

    - die Ringzone

    - die Huthaut wirkt bei einigen Fruchtkörpern am Rand wie mit weißem Flaum überzogen

    Keine einzige Birke in der Nähe. Der wahrscheinlichste Mykorrhiza-Partner wäre eine Linde. In ziemlich großer Entfernung noch ein anderer Laubbaum, den ich nicht bestimmen konnte (also keiner der üblichen Verdächtigen), aber fotografiert habe. Ich konnte eine kleine Kollektion über diverse Stadien einsammeln. Fotografieren kann ich sie erst, wenn der Regen nachlässt.


    Hier der mir unbekannte Laubbaum:


    Die Fruchtstände (leider zu weit oben, um sie ein genauer untersuchen zu können) erinnern mich an Ahorn.


    Und von der Verteilung der Fruchtkörper erschien ohnehin die Linde plausibler.

    ... und zwar nicht aus dem Wald, sondern von den Berliner Grünflächen.


    Den habe ich nur mitgenommen, weil ich die eckige Form dieses Fruchtkörpers so lustig fand. Auffällig außerdem die im Zickzack verlaufenden rotbraunen Bänder rings um den Stiel. In Pilzrätseln habe ich so etwas schon mal gesehen, da war es der geschmückte Gürtelfuß. Der Fruchtkörper ist nicht sehr groß, höchstens drei bis vier cm, und Rettichgeruch erkenne ich an dem von gestern keinen mehr, eher etwas muffig. Birke am Fundort wäre möglich, das werde ich gleich nochmal überprüfen und nach weiteren Exemplaren suchen. Die Huthaut ist leicht seidig und blasst eher ins Gelbliche aus, gestern habe ich mehr Rottöne wahrgenommen.


    Danke, Claudia. Der jüngere Stielporling wirkte eigentlich noch recht fit. Den alten habe ich nur mitgenommen, weil bei dem der schwarze Stiel zu sehen war. Und beim Schleierling habe ich nun Dank dir zumindest einen Vorschlag, was es möglicherweise sein könnte.

    Hallo zusammen,


    ein Kurzbericht von den Anistrichterlingen: solo und ungewürzt oder gesalzen mag ich sie nicht. Das Weihnachtsplätzchen-Aroma verfliegt beim Braten zum Teil, aber es bleibt genug, um nach Weihnachtsplätzchen zu schmecken. Ausreichend verdünnt im Mischgericht mag es gehen.


    Dann habe ich sie mit etwas Zucker ein wenig karamellisiert, das fand ich ganz witzig und könnte sie mir z.B. mit Vanilleeis und Weintrauben als Süßspeise vorstellen. Eher kein Alltagsdessert, aber wenn ich ein Pilzmenü mit Pilzen in jedem Gang machen wollte, wäre das ein heißer Kandidat.


    LG, Craterelle

    Gestern zog es mich mal wieder in meine Lieblingswälder, auf eine lange, lange Tour durch für Brandenburger Verhältnisse relativ vielfältige Biotope.


    Ziemlich zu Anfang, als es noch nicht so stark regnete, erfreuten mich diese hier mit rötlichen Tönen in der Innenseite, die ich für Eselsohren halte:

    (das Bild ist leider nicht so sehr scharf, sie standen ziemlich dunkel)


    In den buchendominierten Gebieten kam eine Schleierlingsart häufig vor. Ich habe ja herzlich wenig Ahnung von denen und keine Makrochemie, insofern ist fraglich, ob sie einen Namen bekommen werden, aber vielleicht geht es bis zur Sektion? Nicht schleimig, kein auffälliger Geruch.



    Dann verstärkte sich der Regen, so dass sowohl der Bär als auch die Kamera im Rucksack verschwanden. Zu gucken gab es viel, Zwergerlfeuer, Korallen, eine einzelne Lorchel, Unmengen Ockertäublinge, Fliegenpilze und gelbe Knollenblätterpilze, Perlpilze und Panther eher vereinzelt und Röhrlinge fast gar nicht außer einige Filzröhrlinge, von denen ich die ganz jungen, ganz festen gern mitnehme (ohne sie näher zu bestimmen). Die Nebelkappen starten jetzt auch durch, ebenso wie wollige Milchlinge, und ein einsamer, aber wunderhübscher violetter Rötelritterling fand sich auch. Die drei häufigen Schwefelkopfarten waren ebenfalls anzutreffen, und die rauchblättrigen zwar an wenigen Stellen, aber doch so viele, dass mein Korb nicht ganz leer blieb.


    Gefreut habe ich mich auch über die Anistrichterlinge, die ich länger nicht mehr gefunden habe und nun mal separat probieren will. Und noch mehr über die Grünspanträuschlinge, die ich erst seit Christophs (Tricholompsis) Schwärmerei davon überhaupt sammle. In meinem Korb sah es dann ziemlich bunt aus und die Anistrichterlinge dufteten mit den Knoblauchschwindlingen um die Wette. Merkwürdige Kombination...



    Als ich die offeneren Flächen mit vereinzelten Kiefern erreichte, konnte ich noch feststellen, dass es bei den Butterpilzen einen neuen Schub gibt, aber in dem Bereich ließen sich keine Reizker blicken, und bei nochmals stärkerem Regen wurde es mir dort zu ungemütlich, um noch weiterzulaufen.


    Zwei Porlinge einer Art, die ich vorher noch nie bewusst gesehen habe, nahm ich auch noch mit. Extrem fest und zäh, der jüngere gelbbraun, der ältere eher braun, mit feinen Poren und schwarzem Fuß. Könnte das der löwengelbe Stielporling sein, bei dem ich gerade kürzlich in Hans' Rätsel danebenlag?



    Vielen Dank fürs Mitkommen, ich teile mal Handtücher aus :gzwinkern:


    LG, Craterelle

    Die Zwergerlfeuer brannten in meinem Wald gestern auch schon. Glückwunsch vor allem zum rosenroten! Ich hoffe, sie bleiben eine Weile (idealerweise bis ich mal wieder da bin). Und zum Bläuling natürlich erst recht! Schöne bunte Tour, auf die du uns mitgenommen hast ==Gnolm8

    ... der aber eigentlich einen sehr speziellen Geruch haben sollte, anders als der charakteristische Multivitaminsaft-Geruch des violetten.

    Hallo Tom, willkommen im Lokalthread B-BB!


    Zitat von osl-tom

    Alles (außer Pfifferlinge) was Lamellen hat, bleibt bei mir im Wald.

    Nu' ja, Pfifferlinge haben ja auch keine Lamellen, sondern Leisten ==Gnolm19


    Ich sammle durchaus gern Lamellenpilze, eben weil viele Leute die stehenlassen.


    LG, Craterelle

    Edelreizker würden mir noch einfallen, auch wenn ich dieses Jahr noch nicht viele gefunden habe. Die aber auch eher nicht im Moos, sondern an etwas lichteren, grasbewachsenen Stellen. Auch Sand- und Kuhröhrlinge können gut mit Kiefern, zu letzteren gesellt sich manchmal der rosenrote Gelbfuß. Und spät im Jahr dann Frostschnecklinge und mit Glück schwarzfaserige Ritterlinge.


    Und natürlich noch diverse nicht küchentaugliche Arten...