Beiträge von Craterelle

    Werte Abeja,

    Jetzt ist mir beim Lesen gerade die Kinnlade heruntergefallen.

    Die Bewertungen unter 7 aus den letzten Monatewettbewerben siehst du als gerechtfertigt an und übersetzt das mit Schulnote 4, die du für diese Bilder angemessen findest? Für dein eigenes aktuelles Bild gilt das aber nicht, das ist nämlich besser und wäre in den vergangenen Wettbewerben höher, mit mindestens 7 Punkten, bewertet worden?

    Ja, es ist wohl wirklich Zeit, diese Debatte ruhen zu lassen.

    Ciao, Craterelle



    Hallo Abeja.

    In den vergangenen Wettbewerben war es eher die Regel als die Ausnahme, dass Bilder im letzten Drittel der Platzierungen Punktzahlen unter 7 erhalten haben. Wenn du alles unter 7 als beleidigend und demotivierend auffasst, hast du evtl. ein Problem. Falls das noch andere so empfinden, würde ich die Veröffentlichung der Punktzahlen wieder einstellen wollen wie von Mausmann vorgeschlagen.

    Bitte bedenken: Das sind keine Schulnoten. Wenn du es in Schulnoten übersetzen wolltest, könntest du je 5 Punkte dazuaddieren und erhältst dann nach meinem Empfinden recht realistische Punktzahlen, wie sie in der gymnasialen Oberstufe verbreitet sind. Noch befriedigend (3-) wäre dann die schlechteste theoretisch erreichbare Note.

    Übrigens ist es kaum vermeidbar, dass sich Bewertungen verschieben, wenn sich die Ausganglage, also die Zusammensetzung des zu bewertenden Was-auch-immer verändert.

    Eine interessante (und etwas bedrückende) Studie aus der "Science" dazu:
    Prevalence-induced concept change in human judgment | Science
    (Frei verfügbare Zusammenfassung:
    Why Sexism and Racism Never Diminish-Even When Everyone Becomes Less Sexist and Racist - Marginal REVOLUTION)


    Beste Grüße,

    Craterelle

    Auf einen sehr hilfreichen Artikel, der mir leider erst jetzt in die Finger gekommen ist, möchte ich hier noch hinweisen:


    SCHMIDT-STOHN, G. & B. OERTEL (2010): Methodik und Anwendung von DNA-Analysen in der Pilz-Taxonomie. Z. Mykol. 76/1 : 101-120

    Hallo zusammen,


    es ist nicht so, dass gar keine Pilze wachsen. Gestern bin ich abends noch etwas durch den trockenen Wald spaziert. Vor knapp zwei Wochen in einem Feuchtgebiet gab es kaum Pilze und unendlich viele Mücken, da war es mir mit wenig Mücken und Pilzen doch lieber.


    Die Bodenbewohner haben es natürlich schwer. Nur einige wenige Riesenschirmlinge haben den Versuch gewagt und sahen sehr jämmerlich aus. Auf Holz wachsende Arten dagegen doch einige, rehbraune Dachpilze, Riesenporling in Massen, junge Schwefelporlinge, mit denen ich gar nicht gerechnet hatte, und Leberreischling. Den wollte ich eigentlich noch mal probieren, war aber noch ein Baby.


    Trotzdem käme mir ein wenig Abkühlung und Regen sehr gelegen. Hoffen wir weiter...


    LG, Craterelle


    P.S.: Ich habe im Norden höchstwahrscheinlich einen violettstieligen Pfirsichtäubling getroffen. Beim Blick auf die Verbreitungskarten scheint es, als sei der in Berlin/Brandenburg extrem selten. Hat den hierzulande schon mal jemand gefunden?

    Hallo Abeja,


    Du hast recht, ich habe zur Größe überhaupt nichts gesagt, Entschuldigung für die unvollständige Beschreibung. Aus der Erinnerung geschätzt ca. 4-5 cm Hut-Ø und Stiel-Ø < 1 cm, Länge an die 10 cm.


    LG, Craterelle

    Hallo Claudia,


    Danke für deine Antwort. Ich habe jetzt selbst mal ein wenig herumgestöbert. So ganz in einer Liga spielt beides wohl dann doch nicht.


    Todesfälle durch Ertrinken sind etwa um zwei Größenordnungen häufiger als tödliche Pilzvergiftungen, und allein die DLRG hat um ein Vielfaches mehr Mitglieder als alle Pilzvereine zusammen, vermute ich.


    Vergleichbar ist die Situation insofern, dass die Rettungsschwimmer-Ausbildung ebenfalls von mehreren Vereinen angeboten wird.


    Die DLRG-Kurse sind kostenpflichtig, erscheinen mir relativ günstig (so, als trügen die Teilnehmer die Kosten nicht komplett). Dazu würde passen, dass der Verein lt. Wikipedia einen Teil seiner Einnahmen für Aus- und Fortbildung einsetzt.


    Viel wichtiger erscheint mir aber, dass es räumlich ein recht dichtes Netz an Ausbildungsmöglichkeiten gibt.


    Wer die Aufwandsentschädigungen bezahlt, habe ich bisher noch nicht in Erfahrung bringen können.


    LG, Craterelle

    Mit dem Geruch habe ich übrigens immer noch Probleme. Ich hatte mir noch ein paar Nachzügler zum Schnuppern geholt. Den süßlichen Geruch konnte ich ein bisschen nachvollziehen, aber auch erst nach Dittes Hinweis. Obstartig, was auch beschrieben wird, immer noch nicht.


    Meine Nase braucht wohl noch etwas Training.

    Hallo Leidensgenossen,


    ich war am Wochenende an der Ostsee (SH), dort - wo es sonst eigentlich immer regnet - war es insgesamt sogar noch trockener als hier um Berlin. Aber trotzdem gab's in einem Wäldchen direkt an der Küste ein paar Pilze. Ich war erstaunt, dass die Feuchtigkeit vom Meer dafür anscheinend ausgereicht hat.


    LG, Craterelle

    Hallo zusammen,


    Ich habe Antwort von Ditte, die ich praktischerweise auch hier veröffentlichten darf:


    Zitat von Ditte

    Es handelt sich völlig zweifelsfrei um Inocybe adaequata. Die Art gehört zur Untergattung Inosperma und hier zur Sektion Rimosae. Typisch ist der konische Habitus, das Röten von Stiel und Fleisch - UND, und das kam mir sofort entgegen, als ich das Tütchen geöffnet habe, ein süßlicher Geruch. Außerdem ist der Stiel zart violettlich geworden, was ebenfalls gut passt. Zystiden und Sporen passen ebenfalls gut in Form und Größe - und auch der Standort und die Jahreszeit. Zumeist findet man die in Mengen zwischen Juni und August, und typisch sind Parks, Friedhöfe und Wegränder. Der Hut ist sehr dunkel, aber das kommt vor.


    Gewonnen hat damit keiner von euch, fürchte ich. Auch diese Art fehlt bisher im MTB, so dass ich jetzt mal schaue, wie ich den Fund in die Kartierung bekomme.


    LG, Craterelle

    Hallo Claudia,


    Letztes Jahr habe ich diese Diskussion anscheinend übersehen.


    Ich finde den Vergleich mit den Rettungsschwimmern ganz interessant, weil ich das als etwa auf einer Ebene ansiedeln würde, was die gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung betrifft.


    Hast du da vielleicht noch mehr Details? Aufwandsentschädigungen fur die Tätigkeit gibt es i.d.R., wie du schreibst. Durch die Kommunen oder durch wen? Finanzieren die Rettungsschwimmert ihre Ausbildung selbst oder gibt es da eine Unterstützung?


    LG, Craterelle

    Danke für eure Antworten!


    Die Stielbasis ist leicht knollig verdickt, die Knolle aber nicht scharf abgesetzt. Und er rötet auch, sowohl an der Knolle, die schon beim Herausnehmen rötlich war, als auch im Schnitt, jedoch eher langsam und nicht allzu intensiv (in etwa mit Perlpilzen vergleichbar).


    Am Fundort Ziersträucher und Linde.


    Ich werde dann mal versuchen, zu Werner Dieckow oder vielleicht auch Ditte Kontakt aufzunehmen.


    LG, Craterelle

    Hallo Stefan,


    Danke schonmal für das Angebot.


    Fundort Berliner Vorgärten, eher Sträucher als Bäume in der Nähe, aber da kann ich gleich noch genauer nach schauen (die Risspilze sind aber wohl ohnehin nicht besonders wählerisch mit ihren Partnern?).


    Die braune Druckstelle am Stiel ist praktisch direkt nach dem ersten Anfassen entstanden. Danach habe ich ihn ganz vorsichtig auf Händen getragen.


    Es war übrigens ein Einzelexemplar, aber evtl. kommt ja noch was nach.


    LG, Craterelle

    Irgendwie habe ich es bisher fast immer geschafft, an Risspilzen komplett vorbeizugucken.


    Aber da hier Pilze mit Hut und Stiel seit vielen Monaten extremst rar sind, kam ich an dem jetzt doch nicht vorbei, und außerdem ist es ein schöner, mit allem Drum und dran, was einem die Bestimmung auf Gattungsebene extrem leicht macht: spermatischer Geruch, rissige Huthaut, braunes Sporenpulver (eher dunkel olivbraun, also wenig Rotanteil).


    Ja, ich weiß, bei Risspilzen geht nichts Definitives ohne scharfes Glas. Makroskopisch habe ich den braunstreifigen Risspilz (Inocybe fuscidula) als eine Möglichkeit in die engere Wahl genommen. Wenn es der wäre, wäre er im MTB noch unkartiert. Vielleicht mag jemand hineingucken?


    LG, Craterelle


    P.S.: Ich habe die Bilder diesmal nicht verkleinert, weil das ja jetzt mit dem neuen Forum problemlos möglich sein soll. Mal schauen, wie es herauskommt.

    Hallo Nobi,


    Das holt angenehme Erinnerungen zurück, dank dir!


    Ich fand die frischen in Butter geschwenkten prima, und ich dachte damals, ihr beiden auch?


    Aber wie auch immer zubereitet: lasst sie euch schmecken! Ich zehre immer noch von meinem damals angelegten Vorrat.


    LG, Craterelle

    Hallo Nobi,


    Mir ist so etwas kürzlich passiert, als ich einen Beitrag als "Konversation" vorgeschrieben hatte. Das war seinerzeit ein Tipp, um Entwürfe zwischenspeichern zu können, und es ist gut für Texte, aber nicht für Bilder.


    Als ich die den Entwurf dann in einen Beitrag rüberkopiert habe, waren alle Bilder Links ins Leere so wie jetzt bei dir, und ich musste sie im Beitrag neu hochladen, um es zu reparieren.


    Ich hoffe, wir kommen noch in Genuss des bebilderten Reiseberichts.


    LG, Craterelle

    Hallo,


    Mal eine Frage jenseits der Pilze: Ist hier jemand regelmäßig im Taunus unterwegs oder vielleicht sogar dort ansässig und wäre bereit, mir einen großen Gefallen zu tun?


    Näheres ggf. per PN.


    LG, Craterelle

    Hallo Claudia,


    die letzte Möglichkeit zu einem Treffen fiel genau in diesen Urlaub, aber beim nächsten Mal schaffe ich bestimmt. Mehr per Mail.


    Christoph, Kroatien stimmt genau.


    Ein paar Tiere habe ich noch für euch.





    Und weil es gerade so heiß ist, noch mehr Wasser, Wasser, Wasser.








    Da würde ich jetzt gern wieder hineinspringen.


    LG, Craterelle

    Danke für eure Antworten. Gar nicht so einfach mit den Saftlingen. Ich habe ihn angefeuchtet, abgeknutscht und gedacht, wenn die Lippen dran kleben bleiben, wäre das ein Anzeichen für Schleimigkeit.

    Bei den Faserlingen war ich auch schon mal, hatte aber zuletzt eher Richtung Ackerling tendiert. Diese Schuppung auf dem Hut hatte mich beim ersten Blick von oben tatsächlich kurz an kleine Schirmlinge denken lassen - geht natürlich mit der Lamellenfarbe nicht zusammen, aber sie war schon auffällig.

    Claudia, diesmal andere Richtung, und nicht so weit, da wo Beli herstammt. Ich dachte, die Bilder wären ziemlich typisch.


    So einen ähnlichen hatte ich im Spätherbst in Ligurien schon mal getroffen ( Was gegen die Kälte). Damals war die Bestimmung unsicher, diesmal würde kalkiger Untergrund auf jeden Fall gut zum stumpfen passen, und herumgeknutscht habe ich auf Oehrlings damalige Anregung hin auch mit dem Pilzlein: Hut und Stiel schleimig.

    Ansonsten gab es ein paar Täublinge





    und einen, den ich trotz Grübelei und Bildvergleichen nicht so recht einsortieren kann.

    kwp-unten.JPG


    Nicht schlecht für die Jahreszeit, finde ich auf jeden Fall. Wer weiß, was da im Herbst los ist.

    Falls jemand raten will, aus welchem Land die Pilze stammen, hier noch ein paar Bilder, die das erleichtern könnten.