Beiträge von Craterelle

    Hallo Harald,


    Ein kleines, noch nicht aufgeschirmtes "Knöpfle" ist da noch, das aber in den letzten Tagen nicht erkennbar gewachsen ist.


    Wären Faltenschirmlinge eigentlich ähnlich schnell vergänglich wie Tintlinge? Diese hier haben sich nämlich recht lange (mind. 3 Tage) kaum verändert und halten sich auch recht gut, seit ich sie entnommen habe.


    LG, Craterelle

    Was mich zunächst noch am kreidigen Faltenschirmling festhalten lässt ist das Fehlen jeglicher Brauntöne, die Pilze sind auffällig kalkweiß. So etwas habe ich bei den Mehlschirmlingen bisher noch nicht gefunden.


    Ich werde den wohl archivieren für den Fall, dass ich in nächster Zeit in die Nähe eines Mikroskops gerate (auch wenn ich die vage Vermutung habe, dass das kein ideales Objekt für Mikroskopie-Anfänger ist).

    Au weia, Hans. Das Tierchen ist entzückend und vermutlich hilfreich, aber mit der Dose komme ich überhaupt nicht klar. Da fällt der Groschen entgegen der Schwerkraft, und ich zweifle nachträglich an meiner Lösung.


    Ich hoffe, ich stehe allein auf diesem Schlauch.

    Ok, das macht Lepiota dann eher unwahrscheinlich. Aber Leucocoprinus könnte dieses mehlige Auflösen der Schuppen wohl auch, oder?


    In GPBW steht zu L. cretaceus/cretatus

    "Bcarp. weiß bepudert oder feinflockig, ziemlich robust, Hutriefung unter der mehligen Oberfläche kaum sichtbar"


    Ich werde die Schuppen mal abwischen und schauen, ob darunter eine Hutriefung zu erkennen ist.

    Hm, vielleicht war der Joker verwirrender als das Rätsel? Zumindest gab es danach keine Tipps mehr.


    Gesucht war der rote Hering-s-täubling, Russula xerampelina, gefunden haben ihn


    Malone

    Ipari

    KeiAhnungGrüni
    NochnPilz
    Brassella
    MarionS
    Texten


    Und nun Bühne frei für Hans

    Ich habe schon viele richtige Lösungen erhalten und werde bald auflösen, damit Hans übernehmen und ich mir das Hirn zermartern kann.


    Aber Joker muss sein. Folgt Marions Hinweis und lasst den Hamburger erstmal weg, der führt am Anfang leicht in die Irre.

    Genau das ist im Englischen die Bedeutung des ersten Bildes, das als Metapher für ein erzählerisches Stilmittel gebräuchlich ist. Hier allerdings ist dieses keine falsche Fährte, sondern die direkte Übersetzung ist gefragt.

    Allns klor?

    Danke, Pablo! Ich hatte die Mehlschirmlinge auch mit in der engeren Wahl. Hat die Abtrennung von Pulverolepiota (kannte ich gar nicht) als eigene Gattung eigentlich noch Bestand?


    Ich bin bei kurzer Recherche auf dieses Abstract von 1996 gestoßen:

    Notes on Cystolepiota: Sections Cystolepiota and Pulverolepiota | Request PDF

    Demnach sind sie zu Cystolepiota zurücksortiert worden?


    Mir fehlen bei meinen Pilzchen irgendwie die Brauntöne. Den letzten lasse ich mal weiterwachsen, vielleicht entwickelt sich das ja noch.


    LG, Craterelle

    Nach ein paar Pilzen an der Nordsee bin ich zurück im staubtrockenen Berliner Raum. Umso überraschter war ich, an meinem Kompost ein paar Pilzfruchtkörper zu entdecken. Sie wachsen im Kompost drin, nicht auf den Holzlatten des Behälters.


    Größe ca. 5 cm, ziemlich fragil, Schuppen leicht schmierig (ein wenig wie beim franzigen Wulstling), Geruch unauffällig. Das letzte Bild ist mir ein wenig blaustichig geraten, aber das Weiß ist durchaus eher kalt als warm.


    Von den oben abgebildeten Exemplare waren übrigens auch die ganz jungen stark vermadet. Wir fanden sie aber später noch an anderer Stelle, in einem Schilfgürtel, mit noch größeren Hüten, die größten > 20 cm. Davon hat es ein kleinerer, komplett madenfreier bis in die Pfanne geschafft.


    Für mein Geschmacksempfinden eine der am wenigsten wohlschmeckenden Arten, die ich jemals probiert habe. Dagegen waren selbst die meist als kulinarisch minderwertig bezeichneten Rotfüßchen, die wir einen Tag später verspeisten, ein Festessen. Riesenkrempentrichterlinge merke ich für Hungersnöte vor.

    Hallo zusammen,

    Siegmar Berndt befasst sich in den aktuellen DGfM-Mitteilungen (ZfM 84/2-2018, S. 361) mit der Frage "Kann man Herbstlorcheln essen?".

    Steht leider noch nicht online, deshalb nur eine knappe Zusammenfassung:


    Bezogen auf die evtl. in Spuren vorhandenen Stoffe Gyromitrin/MMH wird eine gesundheitliche Beeinträchtigung verneint.


    Das Fehlen in den Listen der DGfM wird auf die geringe Bedeutung als Speisepilz zurückgeführt.


    LG, Craterelle

    Hallo Christoph,


    da Andreas K. hier nicht mehr Mitglied ist und sich nicht dazu äußern kann, macht eine weitere Diskussion hier im Forum wohl nicht allzu viel Sinn. Ich kann den Link auf den Artikel oben im Beitrag gern entfernen, wenn dir das lieber ist.


    Deine Beobachtung kann ich so nicht teilen, ich habe insgesamt eher den Eindruck, dass bei immer mehr Arten von irgendjemandem die Essbarkeit angezweifelt wird. Wobei ich überzeugt bin, dass der Fachausschuss für Toxikologie der DGfM eine sehr gute Arbeit leistet.


    LG, Craterelle

    Hallo Stefan,


    daß er nur im jungen Zustand als essbar gilt, daß es Meldungen von Unverträglicheiten gibt, daß er im Alter oft bitterlich schmeckt (Bitterstoffe sind meist bedenklich!)

    dafür würde ich mir auch Quellenangaben wünschen. Wenn die Aussagen belegbar sind, wird sich der FA Tox der DGfM sicher gern noch einmal damit befassen. Wenn nicht, ist es m.E. ähnlich nahe an der Gerüchteküche wie die von AlexG angeführte Cancerogenität oder die Sache mit dem gelbstieligen Muschelseitling (kunze_et_al_2012_sarcomyxa_serotina.pdf).


    LG, Craterelle

    Hallo Jürgen,


    Ich hoffe es geht auch in diesem Jahr weiter, auch wenn sich die Pilze vielerorts sehr rar machen.


    Ich habe genau aus diesem Grund ein paar junge Rotfußröhrlinge als Solisten verspeist statt wie empfohlen im Mischgericht und war durchaus positiv überrascht, auch wenn sie natürlich weniger aromatisch sind als Steinpilz und co.


    Ich gucke ab und zu auf eure Seite, ob etwas neues hinzugekommen ist. Wäre toll, wenn man das erkennen konnte, ohne alle Unterseiten einzeln aufzurufen.


    LG, Craterelle