Beiträge von Schwämmchen

    Ich Danke euch für die Bestätigung meiner Bestimmung! :-)


    @Arne: Naja eigentlich sind die Flockis nicht all zu brüchig, aber der eine ist mir, weil er sehr nass war, aus der Hand geflutscht und ziemlich hart auf den Boden gescheppert. Dabei hat er leider ein wenig gelitten -wollte wohl nicht mit zu mir nach Hause das schlüpfrige Dingen^^


    Thomas : Das mit dem Geruch ist glaub ich ja nach Wetterlage und Standort eh so ne Sache...aber dazu dann noch ne Schnupfnase, da ist man ja quasi "halb blind" ;-)


    Sonnige Grüße sendet Sabine

    Hallöle zusammen,


    ich habe gestern, glaube ich, einige Pfifferlinge gefunden. Sie standen in einem kleinen Grüppchen in einem feuchten Kiefernwald. In der Nähe standen viele ähnlich aussehende Pilze, welche jedoch wesentlich orangefarbener waren und eindeutig Lamellen besaßen. Diese ließ ich also stehen, weil ich sie als falsche Pfifferlinge bestimmt habe. Ein wenig erkältet, kann ich bei meinen Pilzen weder einen Aprikosen-Geruch noch einen pfeffrigen Geschmack feststellen und bin deswegen auf eure Hilfe angewiesen.


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:


    In einem lichten Buchen- Eichen und Kiefernwald fand ich noch einige Flockenstielige Hexenröhrlinge, denk ich jedenfalls ;-)


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:

    Bild 4:

    Bild 5:


    Im Voraus schon vielen Dank für eure Antworten!


    Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche,
    lieben Gruß Sabine

    Guten Morgen euch allen,


    vielen, vielen Dank für die Antworten :-) Ich freue mich sehr, dass ich bei den Pilzis richtig lag.


    Die Glucke hat übrigens sehr nach "kraus" geschmeckt ;-)


    Ich habe mich mal ein wenig mit der Herbst-Lorchel auseinander gesetzt und die Angaben in der Literatur gehen von Speisepilz, über ungenießbar, bis giftig.
    Kann mir daz jemand genauere Informationen geben? Würde mich freuen :-)


    Wünsche euch ein schönes Wochenende,
    Sabine

    Guten Tag liebe Pilzfreunde,


    Gestern Abend bin ich noch mal in den Wald gegangen, um Maronen/ Esskastanien zu sammeln. Dabei bin ich dann allerdings über, Meiner Meinung nach, Maronenröhrlinge (Boletus badius) gestolpert.


    Fundort: Feuchter Buchen- Hainbuchen- Kiefernwald an einem Bach.


    Hier wuchsen sie vereinzelt, meist an dunkleren Standorten (daher konnte ich auch keine Fotos am Fundort machen).


    Da ich denke, dass ihr diese Pilze auf den ersten Blick erkennt, spare ich mir an dieser Stelle die ausführliche Beschreibung. Sollte ich irren und ihr mehr Infos benötigen, reiche ich sie liebend gern nach.


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:

    Bild 4:


    Naja ihr kennt das, einmal auf Pilze aufmerksam geworden hängt man schon mit Nase und Augen dicht über dem Boden. So waren mir meine Esskastanien plötzlich völlig egal^^


    Als nächstes bin ich über –“ Ich glaube –“ Perlpize (Amanita rubescens) gestolpert. Dort waren sehr viele, ich habe jedoch nur 2 zum untersuchen mitgenommen. Da sie auf einer Lichtung standen, konnte ich auch Bilder vor Ort machen.


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:


    Heute habe ich sie dann bei Tageslicht untersucht und weitere Fotos gemacht. Leider hat es gestern auf dem Rückweg arg geregnet und der Weg war lang und holperig, dem entsprechend sehen alle folgenden Pilze ein wenig mitgenommen aus.

    Bild 4: Hüte Aufsicht

    Bild 5: Ring Pilz 1

    Bild 6: Ring Pilz 2

    Bild 7: Lamellen Aufsicht Pilz 1

    Bild 8: Lamellen Aufsicht Pilz 2

    Bild 9: Stielbasis beider Pilze

    Bild 10: Schnittbild Pilz 1

    Bild 11: Schnittbild Pilz 2

    Bild 12: Schnittbild Hut Pilz 1

    Bild 13: Schnittbild Hut Pilz 2

    Bild 14: Huthaut bei beiden Pilzen leicht abziehbar, die Trama darunter ist blass rötlich braun gefärbt


    Auch habe ich, so glaube ich, Dunkle Hallimasch (Armillaria solidipes) gefunden.
    Entschuldigt die etwas unscharfen Bilder vom Standort, es wurde zu rasch dunkel.
    Habe heute ebenfalls welche bei Tageslicht gemacht.


    Bild 1:

    Bild 2:


    Heute bei Tageslicht
    Bild 3:

    Bild 4: Aufsicht Hüte

    Bild 5: Aufsicht Lamellen

    Bild 6: Schnittbild


    Ein kleines Stückchen tiefer im Wald bin ich, wie ich glaube, über ein paar Flockenstielige Hexen-Röhrlinge (Boletus erythropus) gestolpert.
    Die beiden großen habe ich mitgenommen, weil sich ihre Hüte trotz der Optik noch sehr fest anfühlten, schade dass sie so madig sind. Alle alten,weichen Exemplare ließ ich vor Ort.


    Bild 1:


    Heute bei Tageslicht
    Bild 2:

    Bild 3: Stiel Pilz 1

    Bild 4: Stiel Pilz 2

    Bild 5: Stiel Pilz 3

    Bild 6: Schnittbild Pilz 1

    Bild 7: Schnittbild Pilz 2

    Bild 8: Schnittbild Pilz 3


    Unter einer Kiefer fand ich eine Krause Glucke (Sparassis crispa) oder?
    Sie war wirklich sehr imposant und äußerst sauber *freu* ich habe mir nur ein Stückchen abgeschnitten, mehr kann ich auf einmal nicht verwenden.


    Bild 1:

    Heute bei Tageslicht
    Bild 2:

    Bild 3:


    Auf dem Rückweg sprang mich noch diesen Kiefern- Steinpilz (Boletus pinophilus) an,
    Wohl der Letzte für dieses Jahr.


    Bild 1:


    diesen Birkenporling (Piptoporus betulinus)


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:


    und diese Herbst-Lorcheln (Helvella crispa). Wobei ich mir bei denen unsicher bin, da ich nicht genug Infos zur Milchweißen Lorchel (Helvella lactea) finde. Wäre sehr toll, wenn mir jemand entsprechende Infos zukommen lassen könnte.


    Bild 1:


    [hr]
    Bild 2:

    Bild 3: Aufsicht Stiel

    Bild 4: Aufsicht Hut


    Ich freue mich über eure Antworten und hoffe, es war in Ordnung, dass ich alle Funde in ein Thema gepackt habe. Falls ich es lieber stückeln soll, gebt mir bescheid und es wird erledigt.


    Ganz lieben Gruß sendet Sabine

    Wooow!
    Ich finde das alles unglaublich interessant und spannend! Es ist absolut faszinierend diese Infos zu bekommen. Den "Tintling" versuche ich morgen in der Uni mal einzusehen, um mich ein wenig in die Materie einzulesen.


    Danke, ihr seid mit eurem Engagement wirklich ansteckend und ich habe den Eindruck, ich bin infiziert ;-)


    Allen noch einen schönen Abend wünscht
    Sabine

    Hallo Pablo :-)


    und wiedermal DANKE! Statt Chlorophyllum rachodes meintest du sicher Chlorophyllum olivieri oder? *wieder verwirrt ist*^^


    Ich bin mal noch ein Ründchen im Wald


    Grüßle, Sabine

    Ahoi alle miteinander,


    Ich hätte jetzt als Laie auf Gift-Riesenschirmling, Chlorophyllum brunneum getippt, habe nun aber den Kommentar von Lenti gelesen und bin echt verunsichert.


    Sind Gift-Riesenschirmling, Chlorophyllum brunneum und Gift-Safranschirmling, Chlorophyllum venenatum, syn. Macrolepiota venenata die gleiche Art?


    Ich suche gerade verzweifelt nach Unterscheidungsmerkmalen, kann aber weder in meiner Literatur, noch im Netz genaue Angaben entdecken.


    LG, Sabine

    Hallöle MihiM :-)


    Und herlich Willkommen im Forum. Klar zeig und doch bitte auch die kleineren Exemplare.


    Übrigens, falls du genau so Pilzsüchtig wirst, wie die meisten hier, gibt es einen tollen Hilfe-Thread, damit deine Pilzbeschreibungen noch detaillierter werden. Das verspricht bei kniffligen Kandidaten eine sehr hohe Erfolgschance ;-)


    Schau mal hier:


    http://www.pilzforum.eu/board/…ngaben-zur-pilzbestimmung


    Wünsche dir weiterhin ganz viel Spaß beim Suchen, Knippsen und Bestimmen.


    LG, Sabine

    Kastanienbrauner Stielporling (Polyporus badius)
    syn. Kastanienbrauner Porling, Schwarzroter Porling, Süßriechender Stielporling, Süßriechender Schwarzfuß


    Systematik
    Klasse: Agaricomycetes
    Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
    Ordnung: Stielporlingsartige (Polyporales)
    Familie: Stielporlingsverwandte (Polyporaceae)
    Gattung: Stielporlinge (Polyporus)
    Art: Kastanienbrauner Stielporling (Polyporus badius)


    Merkmale
    Der Kastanienbraune Stielporling ist ein Vertreter aus der Familie der Stielporlingsverwandten. Sein Name basiert auf seiner Hutfarbe; lat. badius = kastanienbraun, Das Synonym Süßriechender Stielporling, auf dem süßen Geruch seines Fleisches.
    Er bildet einzeln oder auch in kleinen Gruppen stehende Fruchtkörper, welche teils auch miteinander verwachsen sein können und deutlich in Hut und Stiel gegliedert sind. Der Hut kann Größen zwischen 6-30 cm erreichen, ist glatt, kahl, glänzend, sehr zäh bis ledrig und dünnfleischig. Beim jungen Pilz ist er häufig lebhaft goldbraun gefärbt und gewölbt. Mit zunehmendem Alter färbt sich die Huthaut kastanien- bis rotbraun, wobei sie meist zum Rand hin etwas heller und in der Mitte schwärzlich ist. Die Hutform ändert sich über rundlich, kreis–“ bis nierenförmig bis hin zu trichterig-flatterig und wird beim alten Pilz radialrunzelig. Der Hutrand ist sehr dünn, scharf und wird zunehmend flatterig und gewellt. Markant ist die zur Oberseite kontrastierende, weißliche Unterseite, die mit sehr feinen (5–“8 pro mm), kurzen (bis 2mm), rundich bis eckigen Poren besetzt ist, welche am Stiel herab laufen. Die Poren sind weiß bleibend, nur sehr selten braunfleckig, das Sporenpulver ist cremefarben.
    Der zentral bis seitlich sitzende, 1- max. 8 cm lange, 0,5 - 2 cm dicke Stiel ist samtig behaart, matt, zäh, voll und braunschwarz gefärbt, wodurch er sich an der Stielspitze deutlich zur hellen Porenschicht abgrenzt. Auch er ist Namensgeber für eines der Synonyme (Süßriechender Schwarzfuß).
    Das Fleisch ist zäh, elastisch, lederartig und dünn (bis 0,5 cm), erst weiß, später ockerlich. Der Geruch ist angenehm süßlich, der Geschmack reicht von mild bis stark pilzartig- aromatisch.


    Mikroskopische Eigenschaften
    Die Sporen sind zylindrisch, länglich bis ellipsoid, glatt, hyalin und 5 - 9 x 3 –“ 4 µm groß.


    Ökologie und Vorkommen
    Der Kastanienbraune Stielporling lebt saprobiontisch und besiedelt ein breites Spektrum an Laubhölzern, in Mitteleuropa vorwiegend Rotbuche, Weide, Pappeln, Eschen und Erlen. Er bevorzugt luft- und bodenfeuchte Buchen-, oder Hainbuchen-Eichenwälder, sowie Auwälder, Pappelpflanzungen und Weidengebüsche. Häufig bildet er seine Fruchtkörper direkt am Substrat, teils mit deutlichem Abstand zum Boden. Sie erscheinen im Mai und Juni und in einem zweiten Schub auch Ende August bis Anfang Oktober.



    Verwechslungsmöglichkeiten
    Wohl makroskopisch am schwersten vom Schwarzfuß-Stielporling (Polyporus melanopus) zu unterscheiden, welcher sich jedoch mikroskopisch klar durch seine schnallenlose Hyphen unterscheiden lässt.
    Weitere –œVerwechslungspartner–œ können der ungenießbare Löwengelbe Stielporling (Polyporus leptocephalus), die genießbaren Kleinen Schuppenporlinge (Polyporus tuberatser) und die ebenfalls genießbaren Schwarzfußporlinge (Polyporus squamosus) sein.


    Wert
    Hier reichen die Angaben von nicht genießbar bis zu jung essbar.
    So fand och z.B. folgendes Zitat

    –žEin schöner, sauberer Pilz, der gut duftet und trotz der Zähigkeit durchaus kulinarisch verwertbar ist: Kleingeschnitten und ausgekocht ergibt er eine flüssige, aromatische Pilzessenz. Sozusagen Fungimaggi.–œ
    Quelle: http://tintling.com/pilzbuch/arten/p/Polyporus_badius.html


    Bilder
    Die Bilder entstanden am 27.09.2013 in einem Mischwald mit sehr hohem Buchenanteil. Sie standen in einer feuchten Senke zwischen reichlich Totholz unter Unmengen von dichtem Brombeer- und Brennesselgestrüpp.


    Bild 1: Zwei beieinander stehende Fruchtkörper

    Bild 2: Deutlich sind hier die schwärzliche Hutmitte und der hellere Hutrand zu erkennen

    Bild 3: Hier sieht man den sehr dünnen, scharfen Hutrand

    Bild 4: Erkennbar sind die feinen weißen Poren und der, deutlich zur Porenschicht abgrenzbare, dunkelbraune Stiel



    Links zu ähnlichen Arten:
    >Polyporus melanopus = Schwarzfußporling<
    >Polyporus leptocephalus / varius = Löwengelber Stielporling<
    >Polyporus tuberaster = Sklerotienporling / Kleiner Schuppenporling<

    Guten Abend Michi
    und zuerst einmal willkommen im Forum :-)
    Ich bin hier auch recht neu und habe aber bereits einiges gelernt.


    1. Eine Verzehrfreigabe im Forum gibt es generell nicht. Diese kann nur vor Ort durch einen Pilzsachverständigen erfolgen


    2. Es bedarf normalerweise mehr Informationen, um einen Pilz bestimmen zu können.
    Dazu gibt es hier im Forum folgenden Link, der dich bei einer detaillierten Beschreibung unterstützen wird:


    http://www.pilzforum.eu/board/…ngaben-zur-pilzbestimmung


    3. Es ist leider sehr schwer Pilze auf viel zu kleinen oder viel zu großen Fotos zu erkennen, da meist gerade die Kleinigkeiten sehr wichtig sind.
    Zum Bearbeiten und Hochladen von Fotos gibt es hier diesen sehr hilfreichen Link:


    http://www.pilzforum.eu/board/…n-bildupload-im-pilzforum


    Beachtest du alle Tips und Kniffe in den Links wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Bestimmung deiner zukünftigen Pilze erhalten ;)


    LG, Sabine

    Ahoi Markus,


    Prima danke! Bild 3 zeigt mir ganz klar den Unterschied zwischen dem bei der Kratarelle hellen und bei der Herbsttropete grauschwarzen, der Hutfarbe ähnlichem Stiel. Auch ist so im Vergleich der anders aussehende Habitus deutlich erkennbar, sowie der viel lappig-welligere Hutrand der Kratarelle.


    Den Link zu deinem älteren Beitrag hätte ich sehr gern :-)


    Schönen Abend, Sabine

    Ahh danke Pablo, du bringst Licht ins Dunkel :-)


    Eine Herbsttrompete habe ich leider noch nie gefunden, so fehlt mir zu diesem Pilz jegliche Erfahrung (wie auch zu fast allen anderen). Ich werde mir diese Sache mit dem beinahe gleich gefärbten Stiel als Unterscheidungsmerkmal der beiden Verwechslungspartner merken.


    LG, Sabine

    Juhus Pablo :-)


    Nun weiß ich schon wieder nicht, ob ich meine Fotos zur Krausen Kratarelle hier einstellen soll, oder nicht :hmmm:


    Also ich denke jedenfalls es ist eine und, wenn es eine ist, ist sie ein scheinbar recht dunkles Exemplar.


    Ich packe die beiden Bilder einfach mal hier rein, wenn das nicht ok ist, sagt bescheid und ich nehme den Beitrag einfach wieder raus.


    Beide Bilder entstanden auf einer sehr feuchten, moosigen Wiese. In der Nähe standen Eichen, Rotbuchen und Birken.


    Bild 1:

    Bild 2:


    LG vom Sabinchen :-)

    Eichen-Leberreischling (Fistulina hepatica)
    syn. Leberreischling, Leberpilz, Ochsenzunge


    Systematik
    Klasse: Agaricomycetes
    Unterklasse: Agaricomycetidae
    Ordnung: Champignonartige (Agaricales)
    Familie: Leberreischlingsverwandte (Fistulinaceae)
    Gattung: Leberreischlinge (Fistulina)
    Art: Eichen-Leberreischling (Fistulina hepatica)

    Merkmale

    Der Eichen-Leberreischling ist ein ausladender (10-30 cm), dicker (6-8 cm), dunkel- oder fleischrötlicher, zungen-, nieren- oder halbkreisförmiger, an Holz sitzender Pilz.
    Meist sitzt der Fruchtkörper direkt am Substrat und ist lediglich an der Anwachsstelle etwas stielartig verschmälert. Sollte ein Stiel ausgebildet sein, so ist dieser seitlich, dick, sehr kurz (2-5 cm), abwärts gerichtet und geht nahtlos in den Hut über.
    Ab und an sitzt oberhalb des Stiels ein zweiter, deutlich kleinerer Fruchtkörper.
    Der junge Fruchtkörper ist anfangs auf der Hutoberseite hell-rötlich oder orangefarbig und knollig. Er schiebt sich erst zungenförmig aus dem Holz, breitet sich dann hut- oder halbkreisförmig aus, bis er schließlich im Alter die Farbe von purpurn oder blutrot zu rostbraun ändert und ein konsolen-, nierenförmiges oder gelapptes Aussehen erreicht. Beim jungen Pilz ist der Hutrand glatt, meist weißrandig und wird mit zunehmendem Alter häufig wellig.
    Die Huthaut ist papilliert-rau und leicht abziehbar. Beim jungen Pilz sondert sie ein rötliches, schleimig-harziges Sekret ab, weshalb die Hutoberfläche der fleischigen Fruchtkörper vor allem bei feuchter Witterung schleimig, sonst eher klebrig beschaffen ist. Im Alter ist die Huthaut eher trocken und rau.
    Die sehr feinen und kleinen (10-15 mm) Röhrchen sind senkrecht, untereinander frei, zylindrisch und bei Druck bräunlich verfärbend. An ihren Innenwänden reifen die hellbraunen Sporen heran, so sind sie zunächst weißlich, später hell gelblich bis sich die Röhrchen im Alter bei Reife sternförmig öffnen und sich rötlich bis rostbraun verfärben.
    Die Poren sind winzig, rund und von gleicher Farbe wie die Röhrchen.
    Das Fleisch ist saftig, dunkelrot, faserig, zunächst fest, bei älteren Exemplaren ledrig von weißlichen, strahlenartigen Äderchen durchzogen und ähnelt optisch aufgrund dieser geaderten Maserung stark rohem Fleisch. Dies ist wohl auch der Grund für die Namensgebung Ochsenzunge bzw. Leberpilz. Bei Druck oder bei Verletzung tritt eine rötliche, säuerliche Flüssigkeit aus, der Geruch ist angenehm pilzig-fruchtig.


    Mikroskopische Eigenschaften
    Die glatten Sporen sind ei- bis tropfenförmig und mit einem großen Öltropfen. Ihre Größe beträgt etwa 5,0×3,5 Mikrometer.

    Ökologie und Vorkommen

    Der Eichen-Leberreischling ist ein Xylobiont und lebt als Schwächeparasit fast ausschließlich an Eichen, selten auch an Edelkastanien oder noch seltener an Walnuss oder Esche. Durch Verletzungen in der Baumrinde gelangen die Sporen ins innere der Borke wo sich der Pilz parasitisch ausbreitet. Der einjährige Fruchtkörper erscheint im Juni/August bis Oktober/November meist am unteren Abschnitt des Stammes. In den meisten Fällen wird nur ein Fruchtkörper pro befallenem Baum ausgebildet. Auch an bereits abgestorbenen Eichen und ihren Stubben wird der Eichen-Leberreischling gefunden wo er dann saprobiontisch lebt
    Er ist häufiger im Flach- und Hügelland anzutreffen, in höheren Gebirgslagen oder im Norden Europas (Eichengrenze) ist er fehlend. Es ist eine verbreitete aber nur zerstreut vorkommende Art.


    Verwechslungsmöglichkeit
    Die Ochsenzunge ist durch ihre auffällig gefärbten und geformten Hüte, die bei frischem Wuchs oft wässrig-rote Tropfen ausscheiden und den an der Hutunterseite befindlichen, freistehenden Röhren unverkennbar.


    Wert
    Der Eichen-Leberreischling ist jung essbar, jedoch von wenig gutem Geschmack, ältere Exemplare werden zäh und holzig. Durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen ist der Pilz schwer verdaulich und zählt nicht zu den wertvollen Speisepilzen.
    Er sollte vor der Weiterverarbeitung gewässert werden, um ihm die Gerbsäure zu entziehen. Danach kann er auf verschiedene Arten zubereitet werden z.B.: wie Schnitzel paniert und ausgebraten oder gut gekocht in Essig eingelegt.


    Bilder
    Die Bilder entstanden alle am 28.09.2013 im Knipprather Wald in Monheim.


    Bild 1+2: Zungenförmiger, junger Fruchtkörper


    Bild 3: Aufsicht Hut, unter dem Efeu ist ein Eichenstumpf versteckt

    Bild 4: Hutrand mit deutlich erkennbaren Röhrchen

    Bild 5: Unter dem Großen Fruchtkörper wurde noch ein zweiter, deutlich kleinerer gebildet

    Bild 6: Hier sieht man gut den halbkreisförmigen Wuchs und den weißen Rand

    Bild 7: Der seitliche, dicke Stiel

    Huhu ihr beiden,


    vielen Dank für die raschen Antworten! Mit euch in den Austausch kommen zu können und auch noch häufig richtig zu liegen ist mir als totalem Laien wirklich eine riesen Motivation :-) Großartig ein Forum mit solch geduldigen, engagierten und fachkundigen Menschen gefunden zu haben!


    Ich hoffe ihr habt Verständnis dafür, dass ich mir Pilze mit recht eindeutigen Merkmalen zum bestimmen aussuche, muss mich ja Schritt für Schritt rantasten. Ich möchte euch damit selbstverständlich nicht langweilen und zwischen euren großteils sehr wissenschaftlichen Themen, komme ich mir mit meinen "einfachen" Pilzchen ein ganz klein wenig..hmm..na wie soll ich sagen..unbeholfen?..vor. Also sollte ich iwann mal zu viele Themen eröffnen und wichtigere bzw. interessante Themen damit "verdrängen", bitte ich um einen kurzen Hinweis.


    Wünsche euch einen schönen Tag :-)
    Grüßle, Sabine

    Guten Morgen zusammen,


    ich knobel hier mal wieder über einigen Fotos und würde mich wie immer sehr über eine Einschätzung eurerseits freuen.


    Ich fand diese Pilze am 27.09.13 in einem Mischwald mit sehr hohem Buchenanteil. Sie standen in einer feuchten Senke zwischen reichlich Totholz unter Unmengen von dichtem Brombeer- und Brennesselgestrüpp.


    Hut: 12-15cm im Durchmesser, rundlich, glatt, leicht glänzend, dunkel rotbraun in der Mitte, zu den Rändern heller werdend, niedergedrückt bis trichterig, Unterseite weiß
    Hutrand: wellig, scharf, dünn
    Stiel: zentral beim einen Pilz, seitlich beim anderen Pilz, 3-4 cm lang, 1,5-2cm dick, kurz unter dem Hut weißlich bis hell beige, zur Basis hin dunkelbraun bis schwärzlich, samtig
    Poren: weiß, sehr fein
    Fleisch: zäh, ledrig, dünn


    Über Geruch und Geschmack kann ich nichts sagen, da ich diese beiden nicht beschädigen wollte.


    Ich bitte die Bildqualität zu entschuldigen, ich musste mit widrigen Umständen kämpfen–¦Nase in Brennnesseln, Hintern in Brombeeren. *schmunzel*


    Habe ich hier den Kastanienbraunen Stielporling (Polyporus badius) gefunden?


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3: Hier kann man gut den scharfen Hutrand sehen und das dünne Fleisch

    Bild 4: Leider ist der Stiel unscharf, aber die zur Basis hin dunkelbraune bis schwarze Färbung ist trotzdem erkennbar. Ebenso die dünne Röhrenschicht und die sehr kleinen Poren


    In gespannter erwartung eurer Antworten, danke euch im Vorraus :-)
    Sabine

    Endlich bringt jemand Licht ins Dunkel ;-)


    Ganz lieben Dank Pablo!


    Falls ich erneut über einen solchen Kandidaten stolper nehm ich ihn zur besseren Beobachtung mit nach Hause.


    Wünsche dir noch einen schönen Abend :-)

    Guten morgen liebe Forumsgemeinde,


    auf meiner Rhön-Tour habe ich auch diesen Pilz hier gefunden. Er wuchs auf einem toten Buchenast am Boden, mehr dieser Exemplare waren auch auf daneben liegendem Totholz nicht zu finden.


    Hut: Cremefarben zur Hutmitte hin hell beige, glatt, kahl, bei Feuchtigkeit glänzend, ca. 8 cm breit.
    Hutrand: Eingerollt, glatt
    Stiel: Seitlich am Hut, sehr kurz, weiß bis cremfarben, ca. 1cm breit und hoch
    Lamellen: Weiß bis sehr hell cremefarben, dicht gedrängt, weich, am Stiel herab laufend


    Da ich nur diesen einen gefunden habe, habe ich ihn unversehrt wieder zurück gelegt. Über Geruch/Geschmack und Färbung des Fleisches kann ich also leider nichts sagen.


    Ich spekuliere auf den Lungenseitling (Pleurotus pulmonarius), liege ich da richtig?


    Bild 1:

    Bild 2:

    Bild 3:


    Freu mich auf Antworten, sonnigen Tag euch allen, Sabine :-)

    Guten Morgen zusammen,


    Ich danke euch für eure Antworten :-)


    Ich lerne hier in Kürze mehr, als in den letzten von Pilzbüchern begleiteten Jahren. Großartig, wie bereichernd eure Erfahrungswerte sind!!


    Das mit dem letzten Röhrling hier hat sich erledigt. Ich habe alle Infos, die ich noch brauchte, in einem anderen Thema gefunden.


    Wünsche einen schönen Tag, Sabine

    Huhu Hannes,


    Danke sehr :-)


    Also da haben wirs schon wieder...in der Literatur wird über den Vielverfärbenden unter anderem folgendes gesagt:


    "Die Huthaut ist hell graubraun bis rötlich-braun, später oft mehr oder weniger braun, glatt, kahl, trocken und feucht ziemlich schmierig"


    Das ist ein Zitat aus Wikipedia, aber in einem meiner Bücher wird er ähnlich beschrieben.
    Als Laie ist man da ab und an wirklich aufgeschmissen, aber ich lerne ;-)