Beiträge von Schlesier

    Hallo Alle,
    meine Vermutung habe ich vor allem an den kl. Pilzen rechts unten festgemacht. Die scheinen mir noch nicht sooo überständig zu sein. Die alten Fruchtkörper flecken u. a. wegen des abgeworfenen Sporenstaubes der darüber fruchtenden Pilze. Natürlich ist hier das Wort "Vermutung" dick unterstrichen.
    Eine Geschmacksprobe würde mögliche Kandidaten einengen. Malzeit!
    LG
    Rainer

    Hallo Helmut,
    Sooo die gr. Unterschiede bei Deinen Bildern kann ich nicht sehen. Auf Bild 2 evtl. "grobschollig-schuppig" gegen "feinerschuppig", aber das war es. Bleibt Dein Geschmacksempfinden. Probier die Pilze mal andersrum, evtl. hat der erste Versuch in irgendeine Richtung sensibilisiert. Aber wie Öhrling schon schrieb, dürfte bitter-scharf oder andersrum bei Agarici Fehlanzeige sein.
    An Safranschirmlinge i.w.S. glaub ich nicht so recht. U.a.wenn man deren Stiele anschneidet, haben sie eine ganz andere "Schnittkonsistenz" als Champignons - das hättest Du bemerkt, ganz abgesehen vom
    Sporenabdruck.
    LG
    Rainer

    Hallo Nobi u. Diskutanten,


    zum Geschmach von L.f. kann ich nichts beitragen. In der Pilzberatung hört man oft - vor allem von
    Ratsuchenden aus Osteuropa- dass sie den Pilz immer sammeln würden, und dann sauer einkochen.
    Die Pilze schmecken dann eher wie der Sud mit den entspr. Gewürzen, als nach Pilz. Aber das ist ja bei Gurken und Kürbis nicht anders.
    In den nahezu unendlichen Gesprächen über die Genießbarkeit der "kritischen" Speisepilze gehe ich ganz pragmatisch vor. Ich habe mir die "Positivliste" und die "Liste der kritischen Speisepilz" kopiert und eingeblistert. Die zeige ich dann vor, gebe einige Erläuterungen weshalb... und wieso... in der Haffnung das es fruchtet, um dann aus der 2. Reihe zu hören: "die essen wir schon seit 20 Jahren"!?
    Zum Selbstversuch: wir (Familie mit 4 Kindern) essen die verschiedenen Schmierröhrlinge vor allem
    Butter- und Goldröhrling auch seit ich Pilze sammle. Dennoch sehe ich mich in der Beratung zu den Hinweisen auf die Unverträglichkeitsreaktionen verpflichtet. Also: "schmeckt gut, esse ich seit 40 Jahren, aber...!"
    Mit L.f. wird es nicht anders sein.
    LG
    Rainer

    Hallo Holger,
    wie so oft beginnt die Antwort mit: "nicht dass ich Dir entgültig helfen könnte"!
    Zunächst dachte ich an Scheinhelmlinge (Hemimycena), die haben spindelige Sporen.Aber weiter kenne ich mich da nicht aus.
    Auf dem mittleren Foto fällt ein Fruchtkörper mit gezacktem Rand auf. War dieser etwa leicht gelblich?
    Dann könnten es junge Fruchtkörper des Goldzahnschnecklings (H.chrysodon) sein. Was den auffälligen Geruch (von harzig bis marzipanig wird beschrieben) erklären könnte.
    Aber alles im dichten Nebel gestochert.
    LG
    Rainer

    Hallo Pablo, auch von mir die allerbesten Wünsche zum Ehrentag, bleib vor allem gesund und betreibe mit dem Forum weiterhin so schöne Aufklärungsarbeit!
    Die Problematik mit den Rauhfüßen wurde ja schon wiederholt richtig angesprochen, Hellas 2.Bildserie mit den Standortbildern bringt auch keine entgültige Antwort. Aber vielleicht kann man anhand der Blätter etwas Baumbestimmung üben.


    Hallo Hella,
    ich sehe Weiden-, Eichen-, Birken- und Pappelblätter. Hainbuche und Buche auf dem 2. Bild würde ich mit ? versehen. Ein interessantes Biotop für Rauhstiele.
    LG Rainer

    Hallo Amanita,
    ich meine die beiden Bücher kann man so nicht vergleichen. Mit dem "Lüder" hat man ein sehr gutes Einführungsbuch vor allem auch in die Bestimmungssystematik, leider sind die Bilder für Bestimmungen sehr klein.
    Alle anderen populären Pilzbücher ähneln sich irgenwie, da schildert Gminder im "Welcher Pilz ist das" (Kosmos) für den Anfänger noch schöne Vergleiche bei Verwechslungsmöglichkeiten.
    Ich persönlich favorisiere als weiteren Bestimmungseinstieg "Pareys Buch der
    Pilze" von Marcel Bon, ebenfalls inzwischen im Kosmos-Verlag.
    LG
    Rainer

    Hallo bbq,
    ich zitiere mal die Dres.Lüder aus ihrem Buch "Pilze genießen":
    Hexeneier Chips:
    1.die Gallerte wird mit der dünnen Haut über der dunklen Sporenmasse entfernt.
    2.Das Ei wird in dünne Scheiben geschnitten.
    3.In einer Pfanne mit Butter von beiden Seiten kross anbraten,salzen und pfeffern.
    Guten Appetit!
    LG Rainer

    Hallo Alle und insbesondere Beorn,


    Sorry! Bzgl. der Genießbarkeit der "Hexeneier" war mein Beitrag fehlinterpretierbar. Erfahrungen mit dem "Genuss" habe ich nur mit der Stinkmorchel.
    LG
    Rainer

    Hallo Katatonia


    Dein Ei ist ein sog. Hexenei. Die "Babyform" wahrscheinlich einer Stinkmorchel, evtl. käme noch - eher unwahrscheinlich - die Hundrute in Betracht. Nach Spezialvorbereitung auch eßbar - wobei diese Information nur der Aufklärung dient und keine Essensfreigabe ist.
    LG
    Rainer

    Hallo Helmut,


    es ist schade, dass keine Geruchsangaben gemacht werden können, gute Besserung euch beiden meinerseits. Ohne Geruch u. evtl. Schäfferreaktion wirds schwer werden. Ludwig beschreibt in seinem Pilzkompendium aber eine Variation des Wiesenegerlings ( A.campestris var.squamulosus) mit geschupptem Hut (" mit grauen bis graubraunen Schuppen bis zu Rand bedeckt, Schuppen aus verklebenden Haaren zusammengesetzt") u. "Fleisch in der Stielbasis im Schnitt schwach gelb".
    Das nur als Diskussionhilfe u. evtl. Arbeitstitel.
    Gruß aus dem echten "Bayr.Sibirien".
    Rainer

    Hallo Verena,
    bei Deinen noch nicht völlig aufgeschirmten braunhütigen Nr. 9 u.10 würde ich junge Ritterlinge vermuten. Aber unter den "Braunhütigen" gibt es einige Vertreter. Es wären evtl. Begleitbäume hilfreich,
    und auch dann wird man nur an Hand des Bildes zu keiner belastbaren Bestimmung kommen.
    VG
    Schlesier

    Hallo Mitrater,
    es ist natürlich richtig, dass, wenn ich davon ausgehe dass ein Pilz mit rosa scheinenden Lamellen auch rosa Sporenpulver haben muß, nur die von Alex genannten Gruppen in Frage kommen. Aber der ganze Habitus (u.a. 6cm Durchmesser an der Bruchstelle) spricht gegen diese. Ein Sporenabdruck würde sicher weiterhelfen.
    LG
    Schlesier

    Hallo Jan,


    ein sehr deutliches Unterscheidungsmerkmal der Scheidenstreiflinge vom Rest der Wulstlinge- zu denen auch die Knollenblätterpilze gehören- ist die fehlende Manschette im oberen Stielteil: Knollis u.a. mit Scheide (Volva) und Manschette, Scheidenstreiflinge haben nur die Scheide. Die Hutrandriefung ist allein ein "weiches" Merkmal, da auch altersabhängig.
    Liebe Grüße
    Schlesier