Beiträge von thorben96
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Hallo zusammen,
der Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr war am 08.01.23 zu Gast in Witten am Hohenstein, was zu einigen Funden geführt hat.
So konnten Dirk Wieschollek und ich einen interessanten Ascomyceten an einem Erlenstamm (Alnus) finden konnten.
Dirks Anfangsvermutung war eine Strossmayeria, aber Zuhause unter dem Mikroskop war schnell klar, dass es keine Strossmayeria ist.
Dank den Hinweis von Zotto sind wir auf Pyrenopeziza 'subviridula' gestoßen.
Allerdings sind die Frk. schon arg mitgenommen.
Hier sind die Bilder:
1.0
1.1
1.2 Haken+
1.3 Sporen 1-2 fach septiert
1.4
1.5 junge Sporen
1.6 IKI+
VG : Thorben
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Hallo Felli,
Ich hab das Teil vor ca. einem Jahr zur Gen-Analyse abgegeben. Leider gab es da Probleme und der Pilz ist noch nicht da angekommen wo er hin sollte. Aber gut Ding will Weile haben, die Hoffnung geb ich noch nicht auf

Das kenne ich, dass plötzlich ein Pilz nicht mehr ankommt, deshalb schicke nicht alles, sondern behalte einen Teil (falls möglich).
Ich hoffe dein Pilz kommt noch in dem Labor an.
Ansonsten, wenn du das Teil wiederfinden solltest, dann trockne den Pilz und sag mir Bescheid.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
heute konnte ich im Wald einen Pilzbefall auf einer Bulgaria inquinans entdecken.
Vor Ort hatte ich mich gefreut und spekuliert, dass es Brachyalara straminea ist.
Zuhause entpuppte sich der Befall als etwas unbekanntes.
Keine Ahnung was es ist, aber es wächst in der Bulgaria inquinans.
Bild 3 und Bild 4 zeigen womöglich Hyphen, wo die Sporen produziert bzw. bei Bild 4 abgeschnürt wurden.
Hier sind die Bilder:
1.01.1
1.2
1.3
1.4
VG : Thorben
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Hallo Felli,
durch Zufall bin ich auf etwas gestoßen, was dein Rätsel löst.
Der Fund und die Diskussion auf Ascofrance.
Neobarya aurantiaca - Forum ASCOFrance
Und noch eine Beschreibung.
Barya aurantiaca Plowr. & A.S. Wilson. In Gard. Chron., N.S. 21 176. (1884)
Ich denke da gibt es im Net noch mehr.
VG : Thorben
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Hallo Ingo,
die Gattung Ceratellopsis ist alles andere als einfach.
Es gibt zwar Beschreibungen von Arten, aber Typusbelege sollen oft nicht mehr vorhanden sein.
Einen Schlüssel wirst du vergeblich finden.
Kennst du eigentlich schon diese Arbeit hier ?
In der Arbeit wurden einige Aufsammlungen der Ceratellopsis sequenziert.
VG : Thorben
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Hallo Bernd,
ich denke schon, dass das die Mycena filopes bestätigt.
Aronsen schreibt, dass Mycena metata auch diese Kaulozystiden haben kann, aber nur selten und dann auch schwer zu finden (Siehe hier).
Im Robich passen die Kaulozystiden zu der Abbildung von Mycena filopes.
VG : Thorben
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Hallo Stefan,
die Bestimmung ist ja nicht abschließend und beruht vorerst auch auf der Beschreibung aus der Mycologica.
Dort wird auch folgendes erwähnt. (Achso über dem Zitat ist der Link zu der Arbeit aus der Mycologica
)Conidiogenous cells forming singly or in verticils of two to three along the length of the conidiophore.
Deshalb denke ich kommt dir das so Etagenlos vor

Ich kenne die Verticilien auch anders, aber mittlerweile überrascht mich gar nichts mehr.
Nur eine Cladobotryum passt dazu einfach nicht, da die Konidien viel zu klein sind und halt auch nicht septiert.
Das ist mir deutlich geworden als ich vor paar Tagen die Anamorphe einer Hypomyces aurantiacus bearbeitet habe.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
nach neuer Recherche muss ich den Namen ändern.
Denn es sieht eher danach aus, dass es die Nebenfruchtform der Hypomyces tremellicola ist, also eine Verticillium sp.
Dazu würde auch die Größe der Konidien passen.
VG : Thorben
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Hallo Carina,
danke für den Hinweis.
Ich habe es gerade geändert.
VG : Thorben
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Hallo Bernd,
es ist nicht schwierig.
Du schneidest "einfach" etwas Stiel ab (möglichst weit am Hutansatz), färbst das mit Kongorot und Mikroskopierst das dann.
Für die Mycena filopes solltest du Kaulozystiden relativ schnell finden.
Ich muss mich korrigieren, auch bei der Mycena filopes gibt es Hyphenauswüchse am Stiel.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
am 05.11.22 konnten Oliver und ich einen Befall einer Lactarius finden.
Der Befall ist wahrscheinlich eine Cladobotryum, die erstaunlich kleine Konidien hat.
Bisher habe ich noch keine Art gefunden, die dazu passen könnte, eventuell ist das auch eine andere Gattung.
Mal sehen was die Zukunft ergibt.
Hier sind die Bilder:
1.2.
3.
4.
VG : Thorben
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Hallo Bernd,
das sind richtig schöne Mikrobilder

Meine Vermutung, auch wenn die Sporen etwas kleiner sind, ist die Mycena filopes.
Um das zu überprüfen, kannst du dir den Stiel anschauen, ob da nur Hyphenauswüchse (wie hier) oder Kaulozystiden ähnlich der Cheilozystiden zu finden sind.
VG : Thorben
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Hallo Nobi,
die rote Verfärbung scheint nicht von einem Pilz verursacht zu werden, sondern wahrscheinlich von einem Bakterium, aber da müsste man auch Mikroskopieren.
Der Jürgen hatte dazu auch schon einmal hier etwas zu geschrieben.
Vielleicht weiß einer, ob es dazu neue Erkenntnisse gibt.
VG : Thorben
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Hallo Ingo,
eine Mucronella ist das nicht, sondern schon eine Ceratellopsis.
Ich leite deinen Fund mal an Klaus Siepe weiter.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
am vergangenen Sonntag war der Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr im Naherholungsgebiet Hohenstein (Witten) zu Gast.
Auf der Tour konnte ich einen weißen Ascomyceten (Bestimmung ist in Bearbeitung) auf einer Diatrype finden, wo auch diese Anamorphe drauf wuchs.
Die Anamorphe konnte ich als eine Bloxamia bestimmen, nur eine Art kann ich nicht bestimmen.
Trotzdem ein schöner Pilz, der auch zweimal im Forum gezeigt wurde (Siehe Noch ein paar Hyphomyceten und Bloxamia spec).
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
heute kam der Arbeitskreis Pilzkunde Ruhr zum Hohenstein Witten und bevor das Treffen begann, habe ich mir im Wald an einer Kirsche (Prunus avium), einen grauen Belag mitgenommen.
Zuhause hat sich das ganze als Ceratosebacina longispora herausgestellt und ein Zweitfund für NRW und der Zweitfund für Witten.
Das Interessante ist, dass der erste Fund (von 2019) nur 4m entfernt gemacht wurde, wahrscheinlich auch Kirsche (Prunus avium).
Hier sind die Bilder:
1.0
1.1
1.2
1.3
1.4
VG : Thorben
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Hallo Stefan,
du bekommst gleich eine PN


VG : Thorben
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Hallo Stefan,
danke für deine Antwort.
Das mit dem Velum wusste ich nicht und auch nicht, dass sich der Gattungsname geändert hat.
Damit scheint C. impatiens im Rennen ganz weit vorne zu sein.
VG : Thorben
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Hallo zusammen,
ich möchte euch gerne einen Pilz zeigen, der mich heute bald zur Verzweiflung getrieben hat.
Es geht, um die Coprinellus impatiens oder zumindest vermute ich das, die ich am 08.10.22 in einem Laubwald finden durfte.
Von der Ökologie her passt Coprinellus impatiens, aber die Mikromerkmale sind verwirrend.
Schaut man sich die Sporen an, so sind sie etwas schmaler und passen daher eher zu der ähnlichen Coprinellus hiascens (Anmerkung im Ludwig).
Folgende Sporenwerte konnte ich aus der Literatur entnehmen.
Coprinellus hiascens:
Ludwig = 7,5-11,5 [(12)] x 4,5-5,5 [6] Mikrometer
Funga Nordica = 7,5-11,5 x 4,5-6 Mikrometer
Gröger = Kleiner als 11 und fast doppelt so lang wie breit
Coprinellus impatiens:
Ludwig = (8) 8,5-11,5 x 6-7 [7,5] Mikrometer
Funga Nordica = 9,5-11,5 x 6-7,5 Mikrometer
Die Pileozystiden sind bis 110 Mikrometer lang und was besser zu der Coprinellus impatiens passt ( bis 120 Mikrometer Ludwig, 50-100 Mikrometer Funga Nordica).
Bei der Coprinellus hiascens sollen die Pileozystiden bis 200 Mikrometer lang sein.
Hier sind die Bilder:
1.
2.
3.
4. Pileozystiden
5. Cheilozystiden
6. Kaulozystiden
7. Sporen
Pleurozystiden sind nicht vorhanden.
Wie unterscheidet man die beiden Arten jetzt voneinander ?
Meine Tendenz ist aufgrund der Ökologie und der Pileozystiden Coprinellus impatiens.
Was meint ihr ? Ich bin gespannt auf eure Meinungen.
VG : Thorben
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Hallo beli,
ich glaube du verwechselst den Pilz gerade, denn die N. episphaeria bildet rötliche Pustel, die auf der H. fragiforme wächst.
Eine Calcarisporium arbiscula würde ich auch vermuten.
VG : Thorben
P.S: Christine war schneller

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Hallo Urs-Peter,
die Neodasyscypha passt und bei dem anderen Ascomyceten bin ich bei beli und denke das es eine Bisporella ist.
Letzteres müsste man Mikroskopieren.
VG : Thorben
