Hallo Romana,
einen schönen Fund hast Du da gemacht.
Es ist auf jeden Fall Hemitrichia serpula. Diese Art ist durch ihre Wuchsform auch makroskopisch eindeutig zu bestimmen.
Wo hast Du sie gefunden? Ich hatte sie gerade vor ein paar Tagen bei der DGfM-Tagung in Bernried an Laubholz.
LG Ulla
Beiträge von lamproderma
-
-
Hallo,
außer der Herkuleskeule käme bei Deinem Fund auch noch die Zungenkeule - Clavariadelphus ligula - in Frage.
Die ist kleiner und meist oben nicht so verdickt wie die Herkuleskeule. Die schwarze Verfärbung halte ich für einen Trockenschaden.
Allerdings soll C. ligula bei Nadelbäumen vorkommen. Wenn Du schreibt im Buchenlaub wäre wohl doch nur eine Mickerform von C. pistillaris in Betracht zu ziehen.
LG Ulla -
Hallo Björn,
ja, ich würde Jan-Arne recht geben und den Schleim als Physarum leucophaeum bezeichnen. Für Ph. nutans (oder jetzt Ph.alba) sind mir die Fruchtkörper zu stabil, auch fehlt ja das Nicken der Köpfchen. Deine Mikrofotos sind auch recht schön, man sieht gut die dunkleren Warzengruppen auf der Sporenoberfläche. Mich hat allerdings das Capillitium etwas irritiert, welches keine klar umgrenzten Kalkknoten hat sondern etwas badhamioid aussieht, d.h. die Kalkknoten gehen säulenartig ineinander über. Aber Ph. leucophaeum hat manchmal auch eine Pseudocolumella im Innern wo die Struktur der Kalkknoten schon mal so aussehen kann. Auch von Gesamthabitus kommt eigentlich nichts anderes in Frage. Die Art ist generell sehr variabel und manchmal nicht ganz eindeutig.
LG Ulla -
Hallo Dieter,
ich würde Deinen Fund eher bei den Fälblingen - Hebeloma - einordnen. Der gefleckte Rübling (Rhodocollybia maculata) hat eigentlich immer weiße Lamellen. Aber ohne weitere vor allem mikroskopische Untersuchung ist da weiter nichts genaueres zu sagen.
LG Ulla -
Hallo, tolle Bilder, vor allem vom Nordlicht!
Sind auch gerade aus Schweden zurück, von der Cortinarien-Tagung in Mittelschweden. Das war allerdings zu weit südlich fürs Nordlicht.
Deine Lorchel ist eine Bischofsmütze - Gyromitra infula. Sie wächst gern auf Kahlschlägen im Nadelwald.
LG Ulla -
Hallo Stephan,
ja das ist sicher I. calamistrata. Der läßt sich auch makroskopisch einigermaßen sicher ansprechen.
Wir hatten den bei uns im Oberharz, im Nadelwald an feuchten Stellen, aber er soll ja auch bei Laubbäumen vorkommen.
Sehr schöner Fund!!
LG Ulla -
Hallo,
für Kiefern-Braunporlinge stimmen mir die Farben nicht, eigentlich zu hell. Ohne Angabe zum Substrat (wenigstens ob Laub- oder Nadelholz) ist das meiner Meinung auch Spekulation.
Ich würde da eventuell, falls Laubholz, noch einen sehr jungen Riesenporling - Meripilus giganteus- ins Rennen schmeißen.
LG Ulla -
Hallo Magellan,
Deine Nr. 2 ist auf jeden Fall keine Lohblüte.
Es könnte ein Schleimpilzplasmodium sein was auf der Rinde rumkriecht.
Allerdings schließe ich auch einen resupinaten Rindenpilz nicht aus, da das links auf dem Bild eher so aussieht.
Man müßte die Konsistenz des Pilzes wissen, ob schleimig oder eher wattig. Beim Plasmodium ist eine Bestimmung in dem Stadium nicht möglich.
Bei Rindenpilz könnte vielleicht Tomentella helfen.
LG Ulla -
Hallo Armin,
ja das kenne ich auch aus Schwedisch-Lappland. Da waren die Birkenpilze und Rotkappen größer als die Zwergbirken - Betula nana. Das macht dann natürlich Spaß Pilze zu suchen wenn man sie schon "meilenweit" in der Tundra sieht. Ist schon eine tolle Landschaft!
LG Ulla -
Hallo Torsten,
zwar hab ich auch so einen verwachsenen Rötlichen Holzritterling noch nicht gefunden, aber ein Goldblatt ist das leider nicht. Da passen die Farben des Hutes und des Stiels auch nicht.
Da heißt es weiter hoffen!
LG Ulla -
Hallo Josef,
da bin ich mal gespannt wie der nächste Geschmackstest ausfällt!

oder
?
LG Ulla -
das ist ein Lackporling und mit sehr großer Wahrscheinlichkeit der Flache. Der "Stiel" ist zwar untypisch, aber warum nicht.
l.g.
Stefan
Hallo Stefan,
warum sollte das der Flache Lackporling sein und nicht der Glänzende Lackporling - Ganoderma lucidum?
Ich würde das für den letzteren halten, der wächst ja auch gern auf vergrabenen Wurzeln, wie auf dem Foto ganz gut zu sehen ist.
LG Ulla -
Hallo Norbert,
den haben wir im vergangenen Jahr auch bei uns gefunden. Da hat uns auch der Beitrag hier im Forum geholfen bei der bestimmung.
Da müssen wir jetzt mal Ausschau halten, ob man das Pilzchen noch an anderen Stellen findet.
Auffällig sind die Stellen im Moos an den Bäumen ja und bei der Luftfeuchtigkeit haben die Becherchen ja gute Chancen zu fruktifizieren.
LG Ulla -
Hallo Magellan,
Deine Fuligos würde ich bei der ersten auch bei F. septica var. candida einordnen. Die 2.,ist schon zu sehr ausgestäubt, da kann man nichts mehr richtig sehen. Die 3. sieht aus wie F. septica var. rufa aus mit der etwas schaumigen Oberfläche. Allerdings irritieren mich etwas die gelben "Innereien". Die dürfte die Varietät normalerweise nicht haben.
Deine vermutete "Tubifera" ist leider völlig in der Entwicklung gestört und da ist es Spekulation was dazu zu sagen.
LG Ulla -
Hallo Chris ,
ich sehe da auch Ceratiomyxa fruticulosa (ist nach trockenen Phasen immer die erste Art die dann fruktifiziert) und Stemonitopsis typhina.
LG Ulla -
Hallo Chris,
ja Pablo hat recht, ohne Mikroskop ist keine Artbestimmung möglich.
Stemonitis ist aber auch eine schwierige Gattung, da müssen die Fruchtkörper immer gut ausgereift sein um alle notwendigen Merkmale zu erkennen.
Bei Deinem Fund sieht es leider aber so aus, daß die Entwicklung etwas gestört ist. da wäre es sowieso schwierig was genaues rauszubekommen.
LG Ulla -
Hallo Ralf,
hab den Beleg heute bekommen, danke Dir ganz herzlich!
LG Ulla -
Hallo Ralf,
da sich Karl für NRW geoutet hat schicke ich ihm Deine Daten weiter. Ich denke, Du hast nichts dagegen.
LG Ulla -
Hallo Ralf,
Schleimpilze kann man recht einfach aufheben. Einfach in eine Streichholzschachtel (keine Plastikschachtel, da das sonst schimmeln kann) kleben, damit nichts verrutscht. dann hält der Beleg 100 Jahre.
Ja unter Kulturbedingungen formen sich die Schleimis auch nicht immer optimal aus.
Ich schicke Dir eine PN mit meiner mail-Adresse. Da kannst Du mir auch die Funddaten mitteilen. Für NRW gibt es meines Wissens z.Z. keinen Landeskoordinator.
Ich würde die Daten dann in Mykis mit eingeben und wenn Du nichts dagegen hast sie damit für die Internetseite der DGfM "Pilze Deutschlands" zur Verfügung stellen.
Es ist auf jeden Fall ein bemerkenswerter Fund, da es nur wenige Angaben (5) für Deutschland gibt. Für NRW wäre es ein Erstfund.
LG Ulla -
Hallo Ralf,
ich beglückwünsche Dich zu dem schönen Fund auf den Hasen-Köddeln!

Ich halte das für eine Perichaena, nämlich Perichaena pedata. Das ist eine recht seltene Art.
Aber die schön deutlich gestielten Fruchtkörper sind schon eindeutig
Perichaena hat im Unterschied zu Trichia oder Hemitrichia keine Spiralleisten auf den Capilliitiumfäden.
Man sieht auf Deinen Fotos das etwas unstrukturierte Capillitium.
Die warzigen Sporen würden auch stimmen. Zur unterschiedlichen Größe kann man nur sagen, daß die Aufsammlung vielleicht gestört ist und dadurch eine sehr große Bandbreite an Sporengröße ausbildet.
Der Fund auf Dung ist nicht ungewöhnlich. Die Art besiedelt aber auch pflanzliches Material. Bei uns im Bundesland gibt es erst einen Nachweis.
Wäre schön, wenn Du den Fund für Kartierungszwecke gut dokumentierst, ev. auch den Beleg aufhebst.
LG Ulla -
Hallo Heidi,
habe heute leider keine Zeit mich mehr mit dem Thema zu beschäftigen, melde mich am Wochenende nochmal.
LG Ulla -
Hallo,
das Gilben sieht schon sehr nach Karbol-Egerling aus. Würde also die Finger und die Pfanne davon lassen.
Ja auch die Stielbasis ist immer wichtig, da würde man das Gilben noch besser sehen.
LG Ulla -
Hallo Jürgen,
ja Cribraria ist nicht immer leicht zu bestimmen. Da habe ich auch meine Probleme. C. persoonii kommt schon in Frage. Der deutlich ausgebildete Becher wäre.
typisch.
Leider muß ich heute noch zur Nachtschicht und müßte noch über die Netzknoten nachdenken, denn so richtig typisch für C.persoonii sind die nicht. Werde mich morgen nochmal melden.
LG Ulla -
Hallo Iris,
sehr schöne Fotos die Du gemacht hast.
Auch die Glühwürmchen-Larve! Wußte bisher nicht wie die aussieht
Da Du das im Schleimpilz-Bereich eingestellt hast nehme ich an Du denkst, daß wäre einer. Aber ich denke, daß das eher in Richtung Ascocoryne - Gallertbecher (Schlauchpilz) geht.
Ein Schleimpilz ist das definitiv nicht.
Mehr kann ich allerdings nicht sagen. Die Fruchtkörper müßte man mikroskopieren um alle "(Un)Klarheiten" auszuräumen.
LG Ulla -
Hallo Halle 1896,
bin der gleichen Meinung wie meine Vorredner.
Habe Dir eine Anfrage per PN geschickt. Würde mich über eine Antwort freuen.
LG Ulla
