Hallo Thorben,
zu Deinem Schleim kann ich nur die Gattung aufgrund Deiner Kalkkristallangabe vermuten: Didymium.
Zur Art ist es schwierig, da reicht die Sporenskulptur und größe leider nicht aus.
Man müßte zunächst wissen wie der Stiel gefärbt ist und ob die Peridie des Köpfchens farblos, gefärbt oder braunfleckig ist. Auch die Größe der Kalkkristalle auf der Peridie ist wichtig.
Bei nur einem Exemplar in Kultur wird es immer schwierig sein die genaue Art rauszubekommen. Dein Fruchtkörper scheint auch schon etwas befallen zu sein vom Schimmel, das beeinflußt auch oft die Fruchtkörperentwickung.
Tut mir leid daß ich nichts weiter dazu sagen kann. Vielleicht kommen noch mehr Fruchtkörper in Deiner Kultur. Dann würde es sich vielleicht lohnen das näher anzuschauen.
LG Ulla
Beiträge von lamproderma
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Hallo Ralf,
ja dein Zögling ist ein Schleimi.
Leider ist Dein Fund auf den Fotos noch nicht abgetrocknet, sodaß man die Peridienstruktur nur erahnen kann.
Sicher ist aber die Gattung Didymium.
Am wahrscheinlichsten ist Didymium difforme, die habe ich auch schon auf Kaninchenmist gehabt.
Die hat eine kalkreiche eierschalenartige Peridie im trocknen Zustand.
Die einseitig aufgehellten Sporen sind auch typisch, obwohl die Sporengröße bei Dir im unteren Bereich liegt, bzw. etwas drunter.
Die andere Art die noch in Frage kommt ist Didymium dubium. Da mußte die Peride mehr granuliert sein, d.h. wie mit Kalkkristallen (die kristalline Struktur kann man auch unterm Mikro schön sehen) bestäubt.
Bei der Art stimmen aber die Sporen nicht so gut, da die nicht einseitig heller sein dürften, Größe wäre allerdings ähnlich.
Wenn Du kannst, laß das Substrat mal abtrocknen, dann sieht man die Peridienstruktur besser.
Aber mein Favorit wäre eigentlich D. difforme.
LG Ulla -
Hallo Feli,
da kann ich meinen Vorrednern nur zustimmen. Metatrichia vesparium und Hemitrichia calyculata.
Deine schönen Mikrofotos sind da eindeutig. H.clavata hat nur spärlich verzweigtes Capillitium. Dein Fund ist da viel stärker vernetzt.
LG Ulla -
Hallo Rainer,
mir fällt da auch spontan Weichritterling ein, nämlich Melanoleuca verrucipes, der Raustiel-Weichritterling
Der soll auch auf mulch, Holzresten, Holzlagerplätzen vorkommen.
LG Ulla -
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Hallo GöPie,
gratuliere zu Craterocolla cerasi!
Natürlich auch zu den Schleimpilzfunden.Deine Lamproderma cf. scintillans ist ja leider noch unreif. Das könnte natürlich auch was anderes werden, z.B. eine Comatricha.
Hast Du davon auch reife Fruchtkörper beobachtet?
Die Diderma cf. umbilicatum kann sein, aber ohne mikroskopische Untersuchung bleibt es sicher bei cf.
Didymium squamulosum und Metatrichia vesparium sind ziemlich sicher.
Falls Du Belege hast, biete ich auch gern an sie zu untersuchen. Schick mir dann eine PN.
LG Ulla -
Nachdem wir vor 2 Jahren bereits einen schönen Standort von Urnula craterium, dem Schwarzen Kelchberling im Mansfelder Land gefunden haben, zog es uns heute wieder in diese Ecke um eventuell weitere Standorte dieser schönen Pilzart zu entdecken.
So gegingen wir zwei Schmelzwasserschluchten mit Ulmen-/Ahorn- und Holundergebüschen und wurden tatsächlich wieder fündig. Und das in großer Menge.
An Standort fanden sich überschlägig ca. 300 Fruchtkörper auf 10x5m Fläche.
Hier ein kleiner Eindruck.Schaut mal wieviel Fruchtkörper Ihr im nächsten Bild entdecken könnt.

Auflösung kommt später!
LG Ulla -
Hallo Marco,
Deine Hemitrichia calyculata würde ich eher als Hemitrichia clavata bezeichnen. H.calyculata hat ein vernetztes Capillitium, während H. clavata wenige Vernetzungsstellen hat.
Auf Deinem Foto sieht es eher nach kaum vernetztem Capillitium aus. Makroskopisch kann man beide Arten kaum auseinanderhalten.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
Deine zwei Schleimis sind voraussichtlich beide Physarum leucophaeum. Der erstere aber unreifer. Ph.leucophaeum hat in der "normalen" Ausbildung immer diesen gräulich-weißlichen Stiel, der nach oben heller wird.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
sind in Deiner "Unbekannten-Tüte" Belege oder nur die oben geposteten Fotos?
Wenns Belege wären, gäbe es ja noch eine Chance der Nachbestimmung, daß Deine Bilder einen richtigen Namen bekommen könnten.
Mein Angebot steht immer noch.
LG Ulla -
Hallo Charlotte,
Du hast hier Didymium difforme gefunden.
Deine Sporenfotos sind sehr schön
und zeigen das typische: die (wie im Myxomyceten-Buch von Neubert et al. beschriebene) "zipfelig ausgezogene Keimspalte", die dann manchmal ein großmaschiges Netzornament auf der Spore vortäuscht. Die Sporengröße stimmt auch.
Diese Art unterscheidet sich von anderen Didymium-Arten durch die dicke eierschalenartige Peridie aus dicht gepackten kristallinen Schuppen, die bei anderen Didymium-Arten mehr richtig kristallin ist. Auch sind die Fruchtköper oft nicht nur rundlich sondern auch plasmodiocarp, d.h. flächig ausgebildet (bei Dir auch gut zu sehen).
Das Vorkommen auf krautigen Teilen, alten dünnen Ästchen, in Gartenabfällen, auf Komposthaufen ist typisch. Die Art ist dort häufig zu finden.
LG Ulla -
Hallo,
Deine beiden Myxos sind so nicht bestimmbar. Der obere könnte eine Physarum sein, das Köpfchen ist mir aber zu überstrahlt. Der zweite sieht eher aus wie eine Didymium mit kristallinem Kalk auf der Peridie.
Ohne genauere Untersuchung Null-Chance.
es grüßt
ulla -
Hallo Lichtbildner,
gibt fast nichts mehr dazu zu sagen. Jan-Arne hat eigentlich alles schon gesagt: Trichia varia.
Nur noch eins: Trichia contorta ist nie gestielt, während Trichia varia öfters kleine dunkle dicke Stiele (wie auf Deinen Fotos zusehen ist) ausbildet.
Marion Geibs Buch ist fotomäßig und auch beschreibungsmäßig natürlich toll, dazu kann man ihr nur gratulieren. Aber man darf nicht denken, daß nun alle "Klarheiten beseitigt sind" und man alles so bestimmen kann. Es gibt in Deutschland weitaus mehr Myxomyceten-Arten, als dort genannt sind. Frau Geib räumt ja auch ein, daß das Buch eine regionale Beziehung hat.
Sie hat auch die Mikromerkmale aufgelistet, leider ohne Fotos. Trotzdem sollte und kann man die nicht außer acht lassen.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
ja Dein Fund gehört sicher in die Gattung Arcyria, aber ich muß mich Jan-Arnes Bemerkungen voll anschließen.
Ohne mikroskopische Untersuchung geht bei den meisten Myxos nichts. D.H. zur Gattung kommt man schon noch, aber bei der Artbestimmung geht dann nichts mehr.
Man muß z.B. bei Arcyria (den roten Arten) darauf achten ob das Capillitium leicht vom Stielbecher zu trennen ist oder ob es fest sitzt. Da kann man schon einige Arten ausschließen. Aber dann muß man zumindest die Sporengröße messen und sich das Capillitium mit seiner Struktur ansehen.
Es ist natürlich toll, daß Du so schöne Makroaufnahmen machst. Sind jedes Mal ein Augenschmaus. Aber eine konkrete Bestimmung der Art ist dadurch nur in den seltensten Fällen möglich. Wenn Dir das reicht...
Wäre Dir natürlich gern behilflich. Dazu müßtest Du aber mir den entsprechenden Beleg schicken.
LG Ulla -
Hallo Jan-Arne,
bin begeistert!
Deine Sporenfotos und der Peridienteil mit der typischen Kante haben mich mehr als überzeugt!
Licea castanea kannst du damit abhaken.
Toller Fund, den ich erst einmal hatte. Allerdings ist das Finden von Licea im Freiland immer ein Glücksfall, da die Fruchtkörper sehr winzig und unscheinbar sind.
Licea-Arten sind Arten die auch häufig im Winterhalbjahr erscheinen, aber eben schwer zu sehen und zu finden.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
Dein Frühwerk sieht nach Badhamia aus. Man sieht das kalkhaltige netzige Capillitium. Die Peridie ist nur spärlich kalkhaltig. Da kommen mehrere Arten in Frage, vor allem da die Art gestielt ist. Auch wären die Wuchsbedingungen interessant.
Genauere Bestimmung aber nur nach mikoskopischer Untersuchung möglich. Man muß vor allem schauen ob die Sporen eventuell in Klümpchen zusammenhängen.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
ja leider hilft das Foto auch nicht weiter. Trichia oder Arcyria ist immer noch möglich. Zumindest das Capillitium müßte man mikroskopieren.
Ohne das keine weitere Aussage möglich.
LG Ulla -
Hallo Jan-Arne,
danke für die Anfrage zur Licea.
Ja, Du hast auf jeden Fall eine dieser Arten gefunden. Aber da muß ich gleich etwas einschränken. Die Gattung ist nicht so einfach wie es im Schlüssel scheint.
Licea castanea ist möglich, aber Deine Abbildung der Sporen überzeugt mich noch nicht. Die Sporen müßten dickwandig sein und einen helleren Teil (ca. 1/3-1/4) vom Keimporus haben. Das sieht man in Deinem Foto nicht. Größe der Sporen käme hin. Vielleicht schaust Du Dir die Sporen nochmal an oder schickst mir einen Teil vom Beleg.
Hast Du das französische Myxomycetenbuch von Poulain,Meyer & Bozonnet? Da sind die Sporen gut abgebildet.
Ist auf jeden Fall was Besonderes was genauer anzusehen ist!
LG Ulla -
Hallo Tanja,
auf dem ersten Blick würde ich das für einen Mairitterling - Calocybe gambosa - halten. Fundzeit würde ja passen, auch Biotop.
Aber ich setze voraus das Du den ja auf jeden Fall kennst.
Die beiden von meinen Vorrednern vorgeschlagenen würde ich nicht in Betracht ziehen. Mal sehen was andere dazu sagen.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
bei Stemonitis ist es immer schwierig wenn nicht sogar unmöglich anhand der Makrofotos eine sichere Bestimmung durchzuführen.
Deshalb kann ich auch Veronika für Stemonitis smithii nicht beipflichten.
Es wäre schön wenn Du bei deinen Fotos wenigstens was zur Größe oder Höhe der Fruchtkörper sagen würdest.
St. smithii wäre zumindest eine sehr kleine Art.
Aber ohne Mikroskop keine Chance.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
wieder schöne Fotos wie immer.
Du liegst mit Stemonitopsis typhina richtig, denn die hat als typisches Merkmal dieses silbrige Häutchen (Peridie) die noch recht lange erhalten bleibt.
Auch auf den Stielchen sieht man deutlich den silbrigen Schein. Bei den anderen Stemonitopsis-Arten verliert sich die häutige Peride relativ schnell und ist kaum zu sehen.
Bei der Gattung Stemonitis gibt es solche häutige Peridie nicht.
Aber sicherer ist immer noch die mikroskopische Untersuchung!
LG Ulla -
Hallo Alisa, wieder schöne Bilder von Dir!
Die Rötlinge sind toll vor allem mit Deinem Kommentar!
Zum Erdstern kann ich sagen, dass es sicher der Halskrausen-Erdstern ist - Geastrum triplex - in jungem Zustand. Die typische Halskrause bildet sich erst im älteren Stadium. Vielleicht hast Du ihn mitgenommen oder kannst ihn später vor Ort aufsuchen. Da müßte man das dann besser sehen.
LG Ulla -
Lieber Nando,
ehe er vorbei ist möchten auch wir Dir ganz herzlich gratulieren.
Vor allem weil es ja auch ein "runder" ist.
Bleib gesund und weiter so emsig in Sachen "Pilze" unterwegs. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Dir, vielleicht zur 2. Boletus-Tagung Ende Oktober in Arendsee!
Melde Dich falls Du Interesse hast!
Liebe Grüße
Ulla und Gunnar -
Hallo bamboleum,
ja ich kann nur Jan-Arne beipflichten. Ich würde auch auf Stemonitis axifera tippen (Art ist sehr häufig).
Allerdings ohne mikroskoische Untersuchung ist das nur eine Vermutung, denn die Stemonitis-Arten sind nur mikroskopisch auseinanderzuhalten.
Ist eine recht schwierige Gattung.
Im Zweifelsfall die Aufsammlung trocknen, in eine Streichholzschachtel einkleben und später an jemanden zur Bestimmung weiterleiten.
LG Ulla -
Hallo Chris,
ich halte Deinen Schleimi trotz aller Bedenken für Badhamia utricularis. Obwohl die eigentlich typischen Stielchen fehlen (ich habe die Art auch schon öfters fast ungestielt gefunden) sind die regelmäßig stark warzigen Sporen in der angegebenen Größe typisch.
Auch das kalkhaltige recht dicke Capillitium paßt. Die Stränge sollen zw. >5um bis 30um sein. Deine Maße sprechen dafür. Bei B.panicea sind die Kalksäulchen dünner, die Sporenskulptur hat Warzengruppen. B. affinis hat meist ein helles Band auf den Sporen und ist nicht so stark skulpturiert.
Ich habe keine andere Art gefunden die dem sonst entspricht.
Beim nächsten Badhamia-Fund solltest Du beim Mikroskopieren eventuell auch darauf achten ob die Sporen in Klümpchen zusammenhängen (also das Präparat nicht gleich doll quetschen). Denn das ist auch ein Bestimmungsmerkmal für die Arten. Bei B. utricularis hängen die Sporen nur locker zusammen, sodaß man kaum Klümpchen sieht. Das würde bei deinem Fund auch passen.
Aber noch ein großes Lob für die tollen Fotos! Sowohl Makro- als auch Mikrofotos _ Spitze!==Pilz23
LG Ulla
