Hallo Joe,
dem, daß Schleimpilze als "brotlose" Kunst zu bezeichnen sind muß ich eindeutig widersprechen.
Wer sich einmal intensiv damit auseinandergesetzt hat, kommt von der Faszination im Miniformat nicht mehr los.
Und es gibt inzwischen gute Literatur zur Bestimmung.
Mir ging es so schon 1988, noch zu DDR-Zeiten. Da fehlte aber die Literatur. Deshalb besorgte ich mir nach der Wende alles wichtige zu dem Thema.
Man muß also nur wollen.
Ich würde mich freuen wenn es mehr Leute gibt, die dieser Organismengruppe mehr Aufmerksamkeit schenken würden. Sie hat es vedient!
LG Ulla
Beiträge von lamproderma
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Hallo,
Nobi hat mir die Idee aus dem Mund genommen. Malteserschwamm, kein Pilz.
Den hatten wir in der Mongolei 1988 gefunden.
LG Ulla -
Hallo,
leider würde ich Badhamia panicea ausschließen. Diese Art ist immer ungestielt.
Deine Fruchtkörper sind eben noch unreif und man kann nicht erkennen ob es überhaupt eine Badhamia ist.
Ohne genauere Untersuchung ist eben alles Spekulation. Ob Dir das auf die Dauer weiterhilft?
Man sollte immer nur reife Fruchtkörper einsammeln, auch wenn unreife zum Fotografieren vielleicht schöner sind.
Die getrockneten Belege kann man dann jederzeit nachbestimmen lassen.
Mein Angebot dazu steht noch immer.
LG Ulla -
Hallo,
ja es sieht ja wirklich wie ein unreifer Schleimpilz aus, aber es könnte ja auch was anderes sein, keine Ahnung.
Aber erstmal: Schleimpilze sind nicht giftig.
Ich würde das Gebilde immer wieder wegwischen. Falls es ein Schleimpilz ist, ist das Plasmodium auch irgendwann am Ende und gibt auf.
Natürlich wäre es spannend zu wissen was hinter Deiner Holzverkleidung so passiert?!
Das liegt nun an Dir dem auf den Grund zu gehen.
Falls Du aber wirklich wissen willst ob sich die schleimige Masse zu einem reifen Schleimpilz entwickelt, mußt Du nur warten und ihn möglichst nicht stören.
Dann reift er aus und ist möglicherweise auch bestimmbar.
LG Ulla -
Lieber Jan-Arne,
werd wohl die letzte sein die Dir heute gratuliert, aber es ging berufsmäßig nicht eher.
Trotzdem sollen Dich meine Glückwünsche noch erreichen und sind nicht minder herzlich wie die meiner Vorredner.
Bleib gesund und weiter so eifrig vor allem bei unseren Freunden den Schleimis.
Ich bin froh, daß ich Dir da manchmal helfend unter die Arme greifen kann, mache ich wirklich gern.
Es gibt ja leider nur wenige Myxo-Liebhaber. Die sollte man pflegen!!
Schade, daß wir uns noch nicht kennen gelernt haben, aber ich bin überzeugt eines Tages klappts doch mal.
Lamproderma ovoideum - ein nivicoler Myxo
Einen schleimigen Gruß
von Ulla -
Hallo,
Leocarpus fragilis ist das auf jeden Fall nicht.
Physarum virescens schließe ich ebenfalls aus.
Es könnte eine Badhamia-Art werden, aber da sie nicht reif ist, ist alles nur Spekulation.
Nur reife Fruchtkörper lassen sich eben sicher bestimmen und dann auch meist nur mikroskopisch.
LG Ulla -
Lieber Stefan,
auch von uns alles Gute zum Geburtstag. Bleib weiter so eifrig bei Deinen Lieblingen.
Hoffentlich bist Du nicht ganz zu den "Phytos" abgewandert.
Auf ein Wiedersehen in Arendsee zur Boletus-Tagung!
Liebe Grüße
Ulla und GunnarDiscina parma aus dem Karstgebiet im Südharz
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Hallo Kuschel,
habe ich es doch fast verpaßt, aber trotzdem nachträglich alles Gute zu Deinem Ehrentag!
Ein kleiner virtueller Strauß auch von mir!Liebe Grüße Ulla
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Hallo Marco,
rein makroskopisch würde ich Rutstroemia bulgarioides bestätigen. Dein Fundzapfen ist ja mit reichlich Fruchtkörpern besetzt.
Ich kenne keine Art die ähnlich aussieht.
Die Sporenausbildung ist natürlich wie bei den meisten Ascomyceten reifeabhängig.
Leider habe ich die Art noch nie mikroskopiert, da es makroskopisch nichts ähnliches gibt und dadurch die Art immer so angesprochen habe.
LG Ulla -
Hallo,
Dein Tip auf Physarum würde ich auch so abgeben. Möglicherweise Physarum leucophaeum.
Schöne Aufnahmen wie immer!
LG Ulla -
Hallo Stefan,
also bei Schleimis kann man sich bei unreifen Fruchtkörpern nie ganz 100%ig sicher sein. Entgültig entscheidend ist immer eine mikroskopische Untersuchung.
Aber aus der Erfahrung heraus kann man auch bei unreifen Aussammlungen schon manchmal auch auf die Art schließen. So sieht T. decipiens immer so lachsfarbig aus. Leider sieht man die Stiele nicht, die da schon ausgebildet sind. Als andere mögliche Art die so lachsfarbige Fruchtförper im unreifem Zustand ausbildet kommt noch Tubifera ferruginosa in Frage. Der erscheint normalerweise später im Jahr und wächst immer viel gedrängter.
LG Ulla -
Hallo Maria,
ich würde der Vermutung von Beli eher recht geben: Trichia decipiens, leider noch unreif.
Trichia varia sieht auch unreif nie so rötlich aus sondern ist erst weiß und geht dann gleich ins gelbliche über.
LG Ulla -
Hallo Andreas,
also da bin ich mir ganz sicher: Helvella spadicea - Weißstielige Lorchel.
Kommt bei uns in Bergbaufolgelandschaften bei Betula, Salix, Populus vor.
Helvella fusca ist keine Glattstiellorchel (hat gerippten Stiel wie Grubenlorchel - Helvella lacunosa). Wächst allerdings in ähnlichen Biotopen.
LG Ulla -
Hallo Ihr Lieben,
danke für Eure Glückwünsche!==11
gestern hatte ich zwar keine Zeit um das Morcheljahr gebührend zu eröffnen, aber heute sind wir durch unsere potentiellen Gründe gestreift und haben reichlich eingesammelt.
Mal sehen wie es weitergeht.
LG Ulla -
Hallo Armin,
ja ich würde die schon als Frühlings.Weichritterling abnicken.
LG Ulla -
Hallo Marco,
das einzige was ich dazu sagen kann, daß Deine roten Kügelchen kein Myxomycet sind.
Aber sicher werden sich die anderen viel kompetenteren coprophilen Pilzfreunde wie z.B. Nobi bald melden.
LG Ulla -
Hallo Tuppie,
schön, daß Du mal wieder Bilder aus deinem Pilzterrarium zeigst.
Da ist auch wieder ein Schleim zu sehen, zusammen mit der Gallertträne: eine Comatricha (ev. C. nigra).
LG Ulla -
hallo Alina,
eigentlich sieht Dein Fund schon wie Enteridium lycoperdon - der Stäublingsähnliche Scheimpilz - aus. Aber er scheint wie Stefan schon meinte nicht reif zu sein:
Deshalb kann man nichts genaueres sagen. Ohne Mikroskop geht eigentlich nichts.
LG Ulla -
Hallo Juliane,
Dein Fund könnte natürlich auch Pycnoporellus fulgens - der Leuchtende Weichporling - sein. Der wächst normalerweise an Nadelholz im Gebirge, ist aber auch schon an Buche bei uns im Hügelland gefunden worden (scheint in Ausbreitung zu sein). Schau doch da mal weiter.
LG Ulla -
Hallo beinander,
ich kann meinen Vorrednern nur beistimmen:
Caloscypha fulgens hat dieses Jahr einen absoluten Höhepunkt !
Inzwischen wurden bei uns in Sachsen-Anhalt in den letzten 14 Tagen fast 10 neue Fundorte von dieser schönen Art entdeckt.
Die Fundorte liegen im Bereich Bernburg- Halle - Merseburg - Freyburg.
Biotope sind oft Bergbaufolgelandschaften, d.h. nährstoffarme Böden, auf Sand, mit Kalk im Boden.
Normalerweise erscheint die Art ja regelmäßig im Bergland bei Nadelbäumen.
Das ist bei allen Neufunden nicht der Fall.
Vor über 30 Jahren war auch schon so ein Jahr, da wurde Calyscypha auch im "Flach"- bzw. Hügelland an mehreren Fundorten gefunden. In den nächsten Jahren dann nicht wieder.
Ist schon ein Phänomen, vielleicht besondere Witterungsbedingungen?!
Schaut doch mal in entsprechende Biotope!
Die Fotos von Wurzelchen entsprechen auch den Wuchsbedingungen bei mindestens 2 Funden bei uns.
Wäre schon interessant ob es in den den anderen Bundesländern ähnlich ist.
In Sachsen oder Brandenburg gibt es auf jeden Fall solche Standorte wo man schauen könnte!!
LG Ulla -
Hallo Nobi,
hab Dein Rezept erst mal abgespeichert. Nun muß ich erst mal genügend Judasohren finden.
Schade, letztes Wochenende hatten wir ein ganze Menge (hätte gereicht) gesehen.
Werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
LG Ulla -
Hallo Marco,
Deiner Bestimmung kann ich nur zustimmen: Metatrichia vesparium.
Typisch für die Art ist das stachelige Capillitium mit relativ kurz zugespitzen Enden. Gut zu sehen auf Deinen Fotos.
Die Sporengröße und Struktur stimmt auch so.
Auf Deinen Fotos sind aber auch weniger stachelige Capillitiumteile oder auch Verzweigungen/Verdickungen zu sehen.
Das ist nicht wirklich typisch, aber Schleimlinge sind recht empfindsame Wesen und reagieren auf nicht so optimale Entwicklungsbedingungen sehr empfindlich. Da kommen dann fehlgestaltete oder Maxi-Sporen raus oder das Capillitium hat keine normale Struktur.
Trotzdem denke ich, daß Du die Art beruhigt als Metatrichia vesparium ablegen kannst
Die andere Metatrichia-Art: Metatrichia floriforme hat im Unterschied dazu kein stacheliges Capillitium, was dann auch lang zugespitzte Enden hat.
Deshalb scheidet die Art also aus.
Dein Spaghetti-Monster (tolles Foto!
) hört sicher auf den Namen "Borkenkäfer". Leider kenne ich mich da nicht aus und kann zur Art nichts sagen.LG Ulla
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Hallo Nobi,
die Tafel am Großen Waldstein zu den Schleimpilzen finde ich ja etwas merkwürdig. Gerade auf Lepidoderma tigrinum, eine recht selten Art wird hingewiesen.
Da frage ich mich auf welchem Mist das gewachsen ist, d.h. wer auf die Idee dazu gekommen ist!
Leider wirst Du mir das sicher nicht beantworten können?!
LG Ulla -
Hallo Fussel,
auf den ersten Fotos ist der Fichtenzapfenrübling Strobilurus esculentus zu sehn.
Wenn Du in dem Moos etwas gewühlt hättest, hättest Du die Fichtenzapfen gefunden an welchen dieser Pilz im Frühjahr wächst
Die kleinen Pilze an der Birke sind der Herbe Zwergknäuling - Panellus stypticus.
Und zu guter letzt: etwas überständige Winterporlinge - Polyporus brumalis.LG Ulla
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Hallo Forianer,
heute möchte ich Euch wie schon die letzten Jahre zu unserer Vortagstagung nach Halle/Saale einladen.
Wäre schön wenn mal jemand von Euch dazu kommen würde. Gäste sind immer gern gesehen!
LG Ulla
E i n l a d u n g
z u r p i l z k u n d l i c h e n V o r t r a g s t a g u n gDer Landesfachausschuss Mykologie Sachsen-Anhalt und der Landesverband der Pilz sach ver ständigen Sachsen-Anhalt e.V. (LVPS) laden zu einer gemeinsamen pilzkundlichen Vortrags ver anstaltung ein.
Tagungstermin: Sonnabend, 25.03.2017
Beginn: 10.00 Uhr
Tagungsort: Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Mothes-Saal
Weinberg 3
06120 Halle (Saale)
Programm:
10.00 –“ 10.20 Uh H. Zimmermann
Begrüßung, Organisatorisches und Terminierung 2017
10.20 –“ 10.40 Uhr U. Richter
Der Pilz des Jahres 2017 –“ Auricularia auricula-judae (Judasohr)
10.40 –“ 11.15 Uhr W. Huth
Untersuchungsfläche 10 –“ eine Streuobstwiese als Pilzhabitat
11.15 –“ 11.50 Uhr H. Andersson
Frischpilze auf dem Markt und im Supermarkt
11.50 –“ 12.05 Uhr H. Andersson
Der Pilz der kein Steinpilz war
12.05 –“ 13.05 Uhr
Mittagspause
Es gibt Getränke (Kaffee, Tee und Mineralwasser), selbstgebackenen Kuchen
13.05 –“ 13.25 Uhr G. Hensel
Zur Pilzkartierung nach dem 2. Weltkrieg in Mitteldeutschland
13.25 –“ 13.40 Uhr A. Günther
Zum Stand der Regionalflora der Großpilze von Jena
13.40 –“ 14.15 Uhr J. Miersch
(Thema steht noch nicht fest
14.15–“ 14.30 Uhr
Kurzvorträge der Teilnehmer von allgemeinem Interesse
(R. Knoblich; H. Zimmermann)
ab 14.30 Uhr
für Interessierte ist bei schönem Wetter ist eine kleine Exkursion vorgesehen
