Hallo Lichtbildner,
ja leider hilft das Foto auch nicht weiter. Trichia oder Arcyria ist immer noch möglich. Zumindest das Capillitium müßte man mikroskopieren.
Ohne das keine weitere Aussage möglich.
LG Ulla
Beiträge von lamproderma
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Hallo Jan-Arne,
danke für die Anfrage zur Licea.
Ja, Du hast auf jeden Fall eine dieser Arten gefunden. Aber da muß ich gleich etwas einschränken. Die Gattung ist nicht so einfach wie es im Schlüssel scheint.
Licea castanea ist möglich, aber Deine Abbildung der Sporen überzeugt mich noch nicht. Die Sporen müßten dickwandig sein und einen helleren Teil (ca. 1/3-1/4) vom Keimporus haben. Das sieht man in Deinem Foto nicht. Größe der Sporen käme hin. Vielleicht schaust Du Dir die Sporen nochmal an oder schickst mir einen Teil vom Beleg.
Hast Du das französische Myxomycetenbuch von Poulain,Meyer & Bozonnet? Da sind die Sporen gut abgebildet.
Ist auf jeden Fall was Besonderes was genauer anzusehen ist!
LG Ulla -
Hallo Tanja,
auf dem ersten Blick würde ich das für einen Mairitterling - Calocybe gambosa - halten. Fundzeit würde ja passen, auch Biotop.
Aber ich setze voraus das Du den ja auf jeden Fall kennst.
Die beiden von meinen Vorrednern vorgeschlagenen würde ich nicht in Betracht ziehen. Mal sehen was andere dazu sagen.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
bei Stemonitis ist es immer schwierig wenn nicht sogar unmöglich anhand der Makrofotos eine sichere Bestimmung durchzuführen.
Deshalb kann ich auch Veronika für Stemonitis smithii nicht beipflichten.
Es wäre schön wenn Du bei deinen Fotos wenigstens was zur Größe oder Höhe der Fruchtkörper sagen würdest.
St. smithii wäre zumindest eine sehr kleine Art.
Aber ohne Mikroskop keine Chance.
LG Ulla -
Hallo Lichtbildner,
wieder schöne Fotos wie immer.
Du liegst mit Stemonitopsis typhina richtig, denn die hat als typisches Merkmal dieses silbrige Häutchen (Peridie) die noch recht lange erhalten bleibt.
Auch auf den Stielchen sieht man deutlich den silbrigen Schein. Bei den anderen Stemonitopsis-Arten verliert sich die häutige Peride relativ schnell und ist kaum zu sehen.
Bei der Gattung Stemonitis gibt es solche häutige Peridie nicht.
Aber sicherer ist immer noch die mikroskopische Untersuchung!
LG Ulla -
Hallo Alisa, wieder schöne Bilder von Dir!
Die Rötlinge sind toll vor allem mit Deinem Kommentar!
Zum Erdstern kann ich sagen, dass es sicher der Halskrausen-Erdstern ist - Geastrum triplex - in jungem Zustand. Die typische Halskrause bildet sich erst im älteren Stadium. Vielleicht hast Du ihn mitgenommen oder kannst ihn später vor Ort aufsuchen. Da müßte man das dann besser sehen.
LG Ulla -
Lieber Nando,
ehe er vorbei ist möchten auch wir Dir ganz herzlich gratulieren.
Vor allem weil es ja auch ein "runder" ist.
Bleib gesund und weiter so emsig in Sachen "Pilze" unterwegs. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Dir, vielleicht zur 2. Boletus-Tagung Ende Oktober in Arendsee!
Melde Dich falls Du Interesse hast!
Liebe Grüße
Ulla und Gunnar -
Hallo bamboleum,
ja ich kann nur Jan-Arne beipflichten. Ich würde auch auf Stemonitis axifera tippen (Art ist sehr häufig).
Allerdings ohne mikroskoische Untersuchung ist das nur eine Vermutung, denn die Stemonitis-Arten sind nur mikroskopisch auseinanderzuhalten.
Ist eine recht schwierige Gattung.
Im Zweifelsfall die Aufsammlung trocknen, in eine Streichholzschachtel einkleben und später an jemanden zur Bestimmung weiterleiten.
LG Ulla -
Hallo Chris,
ich halte Deinen Schleimi trotz aller Bedenken für Badhamia utricularis. Obwohl die eigentlich typischen Stielchen fehlen (ich habe die Art auch schon öfters fast ungestielt gefunden) sind die regelmäßig stark warzigen Sporen in der angegebenen Größe typisch.
Auch das kalkhaltige recht dicke Capillitium paßt. Die Stränge sollen zw. >5um bis 30um sein. Deine Maße sprechen dafür. Bei B.panicea sind die Kalksäulchen dünner, die Sporenskulptur hat Warzengruppen. B. affinis hat meist ein helles Band auf den Sporen und ist nicht so stark skulpturiert.
Ich habe keine andere Art gefunden die dem sonst entspricht.
Beim nächsten Badhamia-Fund solltest Du beim Mikroskopieren eventuell auch darauf achten ob die Sporen in Klümpchen zusammenhängen (also das Präparat nicht gleich doll quetschen). Denn das ist auch ein Bestimmungsmerkmal für die Arten. Bei B. utricularis hängen die Sporen nur locker zusammen, sodaß man kaum Klümpchen sieht. Das würde bei deinem Fund auch passen.
Aber noch ein großes Lob für die tollen Fotos! Sowohl Makro- als auch Mikrofotos _ Spitze!==Pilz23
LG Ulla -
Hallo Pilzgemeinde,
eben erhielt ich die Nachricht dass Prof. Hanns Kreisel verstorben ist.
Er war ja einer der bedeutendsten Mykologen der neuen Bundesländer.
Wir haben ihm u.a. die Überarbeitung des 6-bändigen Werkes " Handbuch für Pilzfreunde" von Michael/Hennig zu verdanken.
Das Werk ist trotz seines Alters immer noch aktuell, da es sehr umfassende Beschreibungen der Arten enthält.
Gedenken wir seiner!LG Ulla
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Lieber Sven,
auch von uns herzlichen Glückwunsch zu Deinem Ehrentag. Bleib gesund und weiter so aktiv!
Sehen wir uns spätestens vielleicht zur 2. Boletus-Tagung in Arendsee? Ich würde mich freuen!
Einen kleinen schleimigen Gruß!
von Ulla und Gunnar
Lepidoderma tigrinum -
Hallo Mentor, schöne Funde!
Ja auch im Winter gibts immer was zu entdecken.
Deine Nr.2 ist keine Hexenbutter (Fuligo sp.) sondern sieht mir eher nach Hemtrichia serpula aus (gibts keinen deutschen Namen). Die Art bildet etwas labyrintische Fruchtkörper aus, das Capillitium (das gelbe Fadengeflecht) ist lang elastisch (wenn man mit der Pinzette dran zieht, kann man das Capillitium ganz abziehen) und bildet spiralartige Fäden.
Schöner Fund, ist nicht so häufig. Endgültige Klarheit allerdings nur mit mikroskopischer Untersuchung
LG Ulla -
Hallo Alisa,
auch Euch ein erfolgreiches Pilzjahr 2017.
Schöne Fotos habt Ihr wieder eingestellt!
Das 2. erinnert mich an einen Gurkenschnitzling, der hat immer so einen fettigen braunen Hut mit einer helleren Kante. Wäre schön wenn Ihr mal dran gerochen hättet, da wäre es einfacher.
LG Ulla -
Hallo Thomas,
wieso fehlt Dir Physarum polycephalum? Wie Marion schrieb, ist die Art aus Deutschland aus dem freiland noch nicht bekannt. Dem kann ich nur zustimmen.
Wenn man sich wirklich mit Schleimpilzen beschäftigen möchte, kommt man nicht drum herum sich entsprechende Literatur zu beschaffen.
Da sind die drei deutschsprachigen Bücher von Neubert et al. schon die richtige Wahl. Inzwischen gibt es von den Franzosen um Marianne Meyer, Jean Bozonnet und Michel Poulain auch ein hervorragendes 2-bändiges Werk. Das hat aber auch seinen Preis. Von dem "preisgünstigen" Werk von S.Stephenson/H.Stempen möchte ich aber abraten, denn darin sind leider nur relativ wenige Arten enthalten, in Deutschland sind viel mehr nachgewiesen. Das würde sicher zu falschen Nachweisen führen.Mausmann schrieb:
Dann mal nebenbei die Frage, kann man P.p. nur mikroskopisch o.ä. bestimmen oder gibt es auch andere Wege um ihm auf die Spur zu kommen?Ich hatte einige Funde die optisch passend aussehen würden aber da ich astronomisch weit davon entfernt bin Myxos bestimmen zu können gibt es bestenfalls noch Bilder dazu.
Wenn ich also bei neuerlichen Funden den Verdacht bekomme diese Art vor mir zu haben, kann ich dem irgendwie nachspüren, am besten vor Ort ???
Wenn der doch in Deutschland als Mangelware gilt dann lohnt es sicherlich mal intensiver zu gucken.
Ich kann ja nicht jeden Schleimifund einsacken und Ulla damit behelligen.Lieber Mausmann,
Du kannst mich gern mit Deinen Funden behelligen,
P.polycephalum wurde wie oben schon gesagt in Deutschland noch nicht im Freiland nachgewiesen. Ob es Versuche mit der Art in Labors gibt ist mir nicht bekannt.
Die Art ist gestielt und trägt nicht nur ein einzelnes Köpfchen sondern mehrere büschelig wachsende. Die Art ist dadurch gut kenntlich, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du die Art findest eher unwahrscheinlich oder Du hast unverschämtes Glück.
Aber man weiß ja nie. Also wenn Du was hast zur Bestimmung, kannst Du es mir jederzeit schicken.
LG Ulla -
Hallo Torsten, toll was Du so gefunden hast!
Gabs bei Euch keinen Frost?
Zur Nr. 20 kann ich noch beitragen : Hemitrichia ev. calyculata
LG und einen schönen Heilig Abend!
Ulla -
Hallo,
wie immer sehr schöne Fotos.
Es könnte sich bei den beiden Fotos auch um unterschiedliche Arten handeln.
Aber bei den roten Arcyria-Arten muß man immer die Anwachsverhältnisse des Capillitiums am Stielbecher betrachten und dann auch die Capillitium-Struktur sowie die Sporengröße.
Fur Arcyria denudata halte ich aber beide Fotos nicht, diese Art blaßt eigentlich nie so aus. Auch vom allgemeinen Habitus sieht die Art auch anders aus.
Aber ohne weitere Untersuchung lege ich mich da nicht weiter fest.
Wenn Du es genauer wissen willst solltest Du von den Funden Belegexemplare als Exsikkat aufheben, die man gegebenenfalls weiter untersuchen kann.
LG Ulla -
Hallo Rainer, Dein Fund ist m.M. ganz sicher Pleurotus dryinus, der Berindete Seitling.
Die grauschuppig filzig aufbrechende Huthaut ist ganz typisch. Auch das Vorkommen an Fichte ist nicht ungewöhnlich.
Der Getigerte Sägeblättling hat immer gesägte Lamellenschneiden, die hat Dein Fund, trotz des trockenen Zustandes gut zu erkennen, nicht.
Auch hat der Getigerte Sägeblättling eine viel dunkler schuppige Huthaut. Er wächst eigentlich auch eher im Frühsommer.
LG und einen schönen 4. Advent
Ulla -
Hallo,
ich wollte eigentlich nur dazu beitragen, daß der Zunderschwamm Fomes fomentarius meines Wissens nicht an Pappel wächst ! Auch wären die Fruchtkörper nicht so abreißbar wie auf den Fotos zu sehen.
LG Ulla -
Hallo Charlotte,
Du hast auf der Losung wie die anderen Forianer schon sagten einen Schleimpilz gefunden. Jan-Arne hat schon die richtige Lösung genannt: Didymium dubium.
Didymium hat eine kalkhaltige Peridie, also Kruste auf der Oberhaut, die kristalline Strukturen aufweist (wie sternförmige morgensternartige Gebilde).
Die Sporen haben eine recht deutliche Struktur, wie bei Deinen Fotos zu sehen ist. Die Größe kommt auch einigermaßen hin (10um sind die Untergrenze).
Auf der Peridie sind undeutliche braune Flecken zu sehen, die ich erst etwas merkwürdig fand, da eigentlich nur gestielte Didymium-Arten eine deutlich braungefleckte Peridie haben. In der Literatur wird bei D. dubium aber auch eine gelblich-braun getönte Peridie genannt die auch marmoriert sein kann. Das kommt bei Deinen Fotos dann doch hin. Also denke ich daß Didymium dubium schon richtig sein kann. Das ist eine recht variable Art, die ich auch schon auf Dung gefunden habe.
Ein schöner Fund!
LG Ulla -
Hallo,
ich würde Deinen Fund ebenfalls für Mönchskopfe halten. Der typische Buckel ist oft nur bei jüngeren Fruchtkörpern zu sehen und verliert sich im Alter. Auch die Farbe Deines Fundes ist typisch!
LG Ulla -
Hallo Kozaki,
Deine Sterne würde ich für den Rötenden Erdstern (Geastrum rufescens) halten, der ist nach dem Halskrausenerdstern (G.triplex) einer der größten der Gattung.
G.triplex ist es nicht, der hätte in dem zustand schon die typische Halskrause. Auch si9eht man auf Deinem Bild auch die rätliche Färbung der Fruchtkörper.
bei Nr. 4 hast Du glaube ich 2 verschiedene Arten abgebildet. das erste und das dritte gehören zusammen, würde ich als Hallimasch bezeichnen. Das mitllere Foto halte ich wie auch Weiheit schon dachte für einen Körnchenschirmling, allerdings welcher, weiß ich nicht, da müßte man schon mehr wissen (vor allem den Geruch)
LG Ulla -
Hallo Romana,
das Capillitium ist der rote Puschel am Ende des Stiels, wie ein wolliges Geflecht. Die Struktur ist meist netzig und auf der Oberfläche der Netzmaschen sieht man Struktur (Stacheln, Warzen oder Halbringe). Das ist dann Artspezifisch. Natürlich muß man auch die Sporen ansehen (zumindest die Größe, A.denudata: 6-8 um)). Ich weiß nicht ob Du die messen kannst.
Arcyria denudata müßte grobe halbringartige Strukturen auf den Fäden haben, keine Stacheln oder Warzen. Schau es Dir mal an!
LG Ulla -
Hallo Romana,
leider geht da ohne Mikroskop nichts. Man muß die Struktur des Capillitiums ansehen.
LG Ulla -
Hallo,
auf Deinen beiden ersten Bildern würde ich keinen Schleim sehen, sondern etwas tierisches (Kokon?). Bei dem letzten Foto könnte man eventuell an was cyphelloides denken.
Aber ohne genauere Untersuchung läßt sich das nicht näher eingrenzen.
LG Ulla -
Hallo Romana,
ja ich würde den Schleimi auch für Arcyria denudata halten. Er gehört zu den roten Arcyria-Arten wo das Capillitium fest mit dem Stielbecher verwachsen ist.
Die zwei anderen Arten, die da noch in Frage kommen, sind aber mehr hellrot-rosa und passen da nicht.
LG Ulla
