Beiträge von lamproderma

    Hallo Forianer,


    heute auf unserer Pilztour in den Südharz gelang mir nach 'zig Jahren mal wieder der Fund des Grünblättrigen Zwergschirmlings - Melanophyllum eyrei.
    Den möchte ich Euch nicht vorenthalten so wunderschön wie er ist.
    Einige kennen sicher den Blutblättrigen Zwergschirmling Melanophyllum haematospermum, auch ein schöner Pilz aber viel häufiger als der Grünblätrige.





    LG Ulla

    Hallo Rainer,
    ich würde das auch für Fuligo septica var. candida halten. Sieht zwar etwas gestört aus aber der Kalk im Innern des Fruchtkörper ist auch weiß.
    Das könnte das hinkommen.
    LG Ulla

    Hallo,
    Gratulation, da hast Du den Stäubenden Zwitterling Asterophora lycoperdoides gefunden.
    Der wächst immer auf alten Täublingen. Im Alter zersetzt sich der Hut des Zwitterlings und bildet dort die stäubenden Chlamydosporen aus.
    Daher der Name.
    Schöner Fund!
    LG Ulla

    Hallo Maria,
    ja leider muß ich mich auch noch einmischen und meine Zweifel an Tubifera ferruginosa anmelden.
    Diese Art hat im reifem Stadium eine andere Braunfärbung. Sonst ist sie natürlich recht ähnlich.
    Ich halte die Fruchtkörper eher für Lindbladia tubulina (dafür gibt es leider keinen deutschen Namen).
    Diese Art wächst vorwiegend auf Nadelholz. Sie ist nicht so häufig wie Tubifera f.
    Deshalb wäre das ein schöner Fund.

    Hallo Öhrling,
    Deine Entoloma erinnert mich an Phaeocollybia (ev. festiva). Beim Erstfund von uns bin ich auch erst in Richtung Entoloma gegangen. Dieser speckige Hut hat mich damals schon irritiert. Habe ich bei Entoloma noch nie so gesehen.
    Schau doch mal danach.
    LG Ulla

    Hallo Feldbooz,
    Dein gelber Schleimpilz ist keine Lohblüte (Fuligo). Die Farbe ist zwar ähnlich, aber die Lohblüte bildet nie so einzelne Fruchtkörper aus, sondern ist viel kompakter.
    Dein Fund dürfte mit großer Wahrscheinlichkeit Physarum virescens sein. Leider sind die Fruchtkörper noch unreif. Das Vorkommen im Laubwald ist auch etwas ungewöhnlich, aber die Art besiedelt Moos, kleine Ästchen und krautige Stängel. Bei Reife werden die Fruchtkörper etwas unscheibarer, schwärzlich mit gelblicher Peridie (Außenhaut).
    Genaue Bestimmung ist leider nur nach mikroskopischer Untersuchung an reifen Fruchtkörpern möglich.
    LG Ulla

    Hallo Pablo,
    habe Deinen Beleg gestern bekommen und habe ihn mir gerade angesehen.
    Ich würde Deinen Fund als Stemonaria irregularis bezeichnen. Stemonaria hat kein Oberflächennetz des Capillitiums, die Netzmaschen sind teilweise etwas häutig erweitert, Farbe ist dunkelbraun. Sporengröße von 7,5-10 stimmt. Sporenskulptur erscheint etwas netzig, es sind aber dichte Warzen, die teilweise netzig zusammenstehen..
    Da stimmt alles für die Art. Das ist ein außergewöhnlicher Fund auf dem Pfifferling. Sonst wächst die Art auf Holz. Aber nichts ist bei Schleimis unmöglich. Die Art ist auch nicht sehr häufig. In Pilze Deutschlands findet sich außer meinen drei Funden nur ein Fund aus Berlin. Aber da stimmt die Datenlage nicht. Leider werden Myxos bisher noch stiefmütterlich behandelt und kaum eingegeben.
    LG Ulla

    Hallo Pablo,
    da hast Du ja wirklich einen tollen Fund gemacht! Was sich die Schleimis alles so als Substrat aussuchen! Auf porlingen hatte ich auch schon mal welche, aber noch nicht an frischen Pilzen.
    Wie Jan-Arne schon sagte, auf jeden Fall aus der Richtung Stemonitales.
    Stemonitis würde ich ausschließen, da auf Deinen Mikroaufnahmen kein Oberflächennetz des Capillitiums zu sehen ist.
    Stemonitopsis würde mir schon eher gefallen aber auch Stemonaria ist nicht auszuschließen.
    Wenn Du mir den Beleg schicken würdest. könnte ich es mir genauer ansehen, denn man muß sich z.B. auch die Columella ansehen. Die Sporengröße hattest Du ja nicht dazu geschrieben.
    Die Monstersporen entstehen meist durch irgendwelche Entwicklungsstörungen.
    Auf den Fotos vom Habitus sieht man das auch, daß die Fruchtkörper nicht völlig oder nur notreif geworden sind.
    Ich schicke Dir 'ne PN mit der Adresse.
    LG Ulla

    Hallo,
    mit Cribraria liegst Du schon richtig. Schön ausgereift sind sie ja.
    Aber ohne mikroskopische Untersuchung ist keine genaue Artbestimmung möglich.
    Bei Cribraria gibt es mehrere Arten, die einen stark reduzierten Basalbecher haben. Wenn Du die Pilzchen so schön fotografierst, wäre es ja eigentlich auch möglich davon ein Exsikkat zu machen um ihn später mikroskopisch zu untersuchen. Hatte ich Dir ja schon mehrfach angeboten. Entweder man will es genauer wissen oder man erfreut sich nur an den schönen Bildern. Das mußt Du nun für Dich entscheiden.
    VG
    Ulla

    Hallo Stefan,
    Riesenporling schließe ich bei Deinem Fund aus. der sieht ganz anders aus. Kannst Du sagen an welchem Baum er gewachsen ist?
    Auch ein Foto der Unterseite wäre schön!!
    Ich würde erstmal annehmen daß der Pilz an Nadelholz (Kiefer oder Lärche) gewachsen ist und evenuelll der Kiefernbraunporling Phaeolus schweinitzii ist.
    LG Ulla

    Hallo Claudia,
    Dein Milchling könnte Lactarius camphoratus der Kampfer-Milchling sein. Man sollte vielleicht immer mal an den Pilzen schnüffeln um als Bestimmungshilfe auch den Geruch rüber zu bringen. Auch wäre sehr hilfreich unter oder bei welchen Bäumen der stand.
    Kampfer riecht so etwas mentholartig. Die Pilze sind meist rotbraun im Hut und der Stiel ist gleichfarbig.
    LG Ulla

    Hallo Rainer,
    Dein erster Fund ist auf jeden Fall Fuligo septica.
    Der zweite rosa bis braun verfärbende ist Tubifera ferruginosa (auch Fischeier-Schleimpilz genannt).
    Der dritte, dunkle ist nicht ganz klar, aber ich vermute das es eine befallene Fuligo ist. Der Befall müßte dann Nectria violacea sein.
    N. violacea ist ein Ascomycet (Schlauchpilz) der gern die Fuligo befällt und dann violette Überzüge auf dem Schleim bildet, die dann den Schleim auch verfestigt.
    Mit der Lupe oder einem Stereo-Mikroskop sieht man ganz gut die Peritecien des Schlauchpilzes (=rundliche Pusteln - da der Name auch Pustelpilz ist). Auf Deinem vorletzten Bild sieht es ganz danach aus.
    Vielleicht kannst Du da nochmal schauen.
    LG Ulla

    Hallo Stephan,
    ich würde bei Deinem 2. Fund auch wie Pablo zu unreifer Stemonitopsis tendieren
    St.typhina ist möglich, aber ohne reife Fruchtkörper und Untersuchung ist das nur Vermutung.
    LG Ulla

    Hallo Mausmann, Hallo Jan-Arne,
    ich weiß zwar auch nicht genau was die Wissenschaft zur Bewegung der Plasmodien sagt aber ich würde es als "Transportieren" bezeichnen. Ich habe schon öfters Plasmodien in der feuchten Kammer beobachtet wo man die Bewegung von Teilchenströmen in den Plasmodiensträngen sehen kann (auch ohne Zeitraffer!). Die dienen meine Meinung zur Fortbewegung des Plasmodiums auf der Suche nach geeignetem Fruktifikationsort. Wenn es den gefunden hat, ballt sich das Plasmodium zusammen, konglomeriert und bildet (vielleicht auch durch Wellenbewegungen) Fruchtkörper aus.
    LG Ulla

    Hallo Tuppie,
    leider schon etwas spät, war gestern Nacht auf Arbeit und nicht im Forum. :shy:
    Aber trotzdem wenn auch nachträglich alles Gute zu Deinem Jahrestag. ==12
    Bleib gesund und weiter so aktiv. Deine Beiträge sind immer sehr erfrischend. :thumbup: :thumbup: :thumbup: :thumbup:



    Hoffentlich hält das Jahr noch ein paar pilzliche Überraschungen bereit und wir müssen nicht nur von Porlingen leben, auch wenn man die so interessant gestalten kann.


    Liebe Grüße
    Ulla

    Hallo Norbert,
    danke für deine PN.
    Hatte gestern leider keine Zeit mich mit Deiner Stemonitis zu beschäftigen (war schon zu spät),
    Ja, ich muß Jan-Arne recht geben. Stemonitis ist eine schwierige Gattung.
    Du hast zwar schöne Mikrofotos gemacht, aber man braucht leider etwas mehr Informationen. Die Sporen würde schon noch zu St. axifera passen, aber man müßte vom Capillitium noch ein Foto vom gesamten Fruchtkörper machen. Wichtig ist das Oberflächennetz (hat nur Stemonitis vollständig), sehe ich bei Deinem Foto nicht gut. Auch muß man die Maschenweiten sowohl des Oberflächennetzes als auch des Capillitiums, ausgehend von der Columella (dem Stiel) messen. Die Stacheln am Capillitium sind nicht immer artrelevant.
    Wichtig ist es bei der Fotografie des Gesamtfruchtkörpers, daß man die Sporen richtig auspustet damit die Struktur besser erkennbar ist.
    Das geht nur bei richtig reifen und trockenen Fruchtkörpern.
    Hast Du noch den Beleg? Dann könnte ich ihn mir mal selbst ansehen. Melde Dich gegebenfalls.
    LG Ulla

    Hallo Andreas,
    ja das Buch hätte ich griffbereit. Brauchst Du daraus einige Seiten oder willst Du das Buch komplett mal ausleihen?
    Bin allerdings ab Freitag im Urlaub. Melde dich deshalb möglichst heute oder morgen. Kann es dann noch schicken.
    LG Ulla

    Hallo Björn,
    zu Deiner Frage wie man noch nicht ganz reife Schleimis aufbewahrt:
    das ist so eine Sache. Bestimmen lassen sich Myxomyceten nur im reifen Zustand. Wenn sie noch nicht ganz reif sind ist es immer Glücksache ob sie es dann noch tun. Man sollte die unreifen Exemplare noch etwas in einer geschlossenen Schachtel (dadurch etwas gespannte Atmosphäre) aufbewahren. Wenn sie dann nicht mehr schleimig oder glasig aussehen, sollte man die Schachtel öffnen und sie wie kleine Tomatenpflänzchen an die trockenere Luft gewöhnen. Dann sollten sie hoffentlich richtig ausreifen. Den Beleg danach trocknen und möglichst in luftdurchlässige Schachteln einkleben (z.B. Streichholzschachtel). Das Exsikkat hält dann jahrelang und ist noch lange nachbestimmbar. Bitte keine Plastikschachteln, da schimmelts meist.
    LG Ulla


    Hallo Mausmann,
    Diachea leucopodia wächst vorwiegend auf krautigen (lebenden) Teilen (Stacheln sind da eher Zufall), auch auf Laub. Es ist eine Sommerart, die bei günstiger Witterung auch häufig ist.


    Hallo Joe,
    für den allerersten Anfang (wirklich nur für Anfänger) sich mit Schleimis zu beschäftigen, ist das kleine Büchlein von Marion Geib geeignet: "Myxomyceten, Kleiner Führer für Exkursionen". Dort sind die meisten häufigen (aber auch einige seltene) Arten im Bild gezeigt und beschrieben.
    LG Ulla