Beiträge von lamproderma

    hallo Alina,
    eigentlich sieht Dein Fund schon wie Enteridium lycoperdon - der Stäublingsähnliche Scheimpilz - aus. Aber er scheint wie Stefan schon meinte nicht reif zu sein:
    Deshalb kann man nichts genaueres sagen. Ohne Mikroskop geht eigentlich nichts.
    LG Ulla

    Hallo Juliane,
    Dein Fund könnte natürlich auch Pycnoporellus fulgens - der Leuchtende Weichporling - sein. Der wächst normalerweise an Nadelholz im Gebirge, ist aber auch schon an Buche bei uns im Hügelland gefunden worden (scheint in Ausbreitung zu sein). Schau doch da mal weiter.
    LG Ulla

    Hallo beinander,
    ich kann meinen Vorrednern nur beistimmen:
    Caloscypha fulgens hat dieses Jahr einen absoluten Höhepunkt !
    Inzwischen wurden bei uns in Sachsen-Anhalt in den letzten 14 Tagen fast 10 neue Fundorte von dieser schönen Art entdeckt.
    Die Fundorte liegen im Bereich Bernburg- Halle - Merseburg - Freyburg.
    Biotope sind oft Bergbaufolgelandschaften, d.h. nährstoffarme Böden, auf Sand, mit Kalk im Boden.
    Normalerweise erscheint die Art ja regelmäßig im Bergland bei Nadelbäumen.
    Das ist bei allen Neufunden nicht der Fall.
    Vor über 30 Jahren war auch schon so ein Jahr, da wurde Calyscypha auch im "Flach"- bzw. Hügelland an mehreren Fundorten gefunden. In den nächsten Jahren dann nicht wieder.
    Ist schon ein Phänomen, vielleicht besondere Witterungsbedingungen?!
    Schaut doch mal in entsprechende Biotope!
    Die Fotos von Wurzelchen entsprechen auch den Wuchsbedingungen bei mindestens 2 Funden bei uns.
    Wäre schon interessant ob es in den den anderen Bundesländern ähnlich ist.
    In Sachsen oder Brandenburg gibt es auf jeden Fall solche Standorte wo man schauen könnte!!
    LG Ulla

    Hallo Nobi,
    hab Dein Rezept erst mal abgespeichert. Nun muß ich erst mal genügend Judasohren finden.
    Schade, letztes Wochenende hatten wir ein ganze Menge (hätte gereicht) gesehen.
    Werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren.
    LG Ulla

    Hallo Marco,
    Deiner Bestimmung kann ich nur zustimmen: Metatrichia vesparium.
    Typisch für die Art ist das stachelige Capillitium mit relativ kurz zugespitzen Enden. Gut zu sehen auf Deinen Fotos.
    Die Sporengröße und Struktur stimmt auch so.
    Auf Deinen Fotos sind aber auch weniger stachelige Capillitiumteile oder auch Verzweigungen/Verdickungen zu sehen.
    Das ist nicht wirklich typisch, aber Schleimlinge sind recht empfindsame Wesen und reagieren auf nicht so optimale Entwicklungsbedingungen sehr empfindlich. Da kommen dann fehlgestaltete oder Maxi-Sporen raus oder das Capillitium hat keine normale Struktur.
    Trotzdem denke ich, daß Du die Art beruhigt als Metatrichia vesparium ablegen kannst
    Die andere Metatrichia-Art: Metatrichia floriforme hat im Unterschied dazu kein stacheliges Capillitium, was dann auch lang zugespitzte Enden hat.
    Deshalb scheidet die Art also aus.
    Dein Spaghetti-Monster (tolles Foto! :thumbup: ) hört sicher auf den Namen "Borkenkäfer". Leider kenne ich mich da nicht aus und kann zur Art nichts sagen.


    LG Ulla

    Hallo Nobi,
    die Tafel am Großen Waldstein zu den Schleimpilzen finde ich ja etwas merkwürdig. Gerade auf Lepidoderma tigrinum, eine recht selten Art wird hingewiesen.
    Da frage ich mich auf welchem Mist das gewachsen ist, d.h. wer auf die Idee dazu gekommen ist!
    Leider wirst Du mir das sicher nicht beantworten können?!
    LG Ulla

    Hallo Fussel,
    auf den ersten Fotos ist der Fichtenzapfenrübling Strobilurus esculentus zu sehn.
    Wenn Du in dem Moos etwas gewühlt hättest, hättest Du die Fichtenzapfen gefunden an welchen dieser Pilz im Frühjahr wächst
    Die kleinen Pilze an der Birke sind der Herbe Zwergknäuling - Panellus stypticus.
    Und zu guter letzt: etwas überständige Winterporlinge - Polyporus brumalis.


    LG Ulla

    Hallo Forianer,
    heute möchte ich Euch wie schon die letzten Jahre zu unserer Vortagstagung nach Halle/Saale einladen.
    Wäre schön wenn mal jemand von Euch dazu kommen würde. Gäste sind immer gern gesehen!
    LG Ulla

    E i n l a d u n g

    z u r p i l z k u n d l i c h e n V o r t r a g s t a g u n g


    Der Landesfachausschuss Mykologie Sachsen-Anhalt und der Landesverband der Pilz ­sach ­ver ­ständigen Sachsen-Anhalt e.V. (LVPS) laden zu einer gemeinsamen pilzkundlichen Vortrags ­ver ­anstaltung ein.


     
    Tagungstermin: Sonnabend, 25.03.2017
    Beginn: 10.00 Uhr
    Tagungsort: Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Mothes-Saal
    Weinberg 3
    06120 Halle (Saale)
    Programm:
    10.00 –“ 10.20 Uh H. Zimmermann
    Begrüßung, Organisatorisches und Terminierung 2017
    10.20 –“ 10.40 Uhr U. Richter
    Der Pilz des Jahres 2017 –“ Auricularia auricula-judae (Judasohr)
    10.40 –“ 11.15 Uhr W. Huth

    Untersuchungsfläche 10 –“ eine Streuobstwiese als Pilzhabitat
    11.15 –“ 11.50 Uhr H. Andersson
    Frischpilze auf dem Markt und im Supermarkt
    11.50 –“ 12.05 Uhr H. Andersson
    Der Pilz der kein Steinpilz war
    12.05 –“ 13.05 Uhr
    Mittagspause
    Es gibt Getränke (Kaffee, Tee und Mineralwasser), selbstgebackenen Kuchen
     
    13.05 –“ 13.25 Uhr G. Hensel
    Zur Pilzkartierung nach dem 2. Weltkrieg in Mitteldeutschland
    13.25 –“ 13.40 Uhr A. Günther
    Zum Stand der Regionalflora der Großpilze von Jena
    13.40 –“ 14.15 Uhr J. Miersch
    (Thema steht noch nicht fest
    14.15–“ 14.30 Uhr
    Kurzvorträge der Teilnehmer von allgemeinem Interesse
    (R. Knoblich; H. Zimmermann)

    ab 14.30 Uhr
    für Interessierte ist bei schönem Wetter ist eine kleine Exkursion vorgesehen

    Hallo Thorben,
    zu Deinem Schleim kann ich nur die Gattung aufgrund Deiner Kalkkristallangabe vermuten: Didymium.
    Zur Art ist es schwierig, da reicht die Sporenskulptur und größe leider nicht aus.
    Man müßte zunächst wissen wie der Stiel gefärbt ist und ob die Peridie des Köpfchens farblos, gefärbt oder braunfleckig ist. Auch die Größe der Kalkkristalle auf der Peridie ist wichtig.
    Bei nur einem Exemplar in Kultur wird es immer schwierig sein die genaue Art rauszubekommen. Dein Fruchtkörper scheint auch schon etwas befallen zu sein vom Schimmel, das beeinflußt auch oft die Fruchtkörperentwickung.
    Tut mir leid daß ich nichts weiter dazu sagen kann. Vielleicht kommen noch mehr Fruchtkörper in Deiner Kultur. Dann würde es sich vielleicht lohnen das näher anzuschauen.
    LG Ulla

    Hallo Ralf,
    ja dein Zögling ist ein Schleimi.
    Leider ist Dein Fund auf den Fotos noch nicht abgetrocknet, sodaß man die Peridienstruktur nur erahnen kann.
    Sicher ist aber die Gattung Didymium.
    Am wahrscheinlichsten ist Didymium difforme, die habe ich auch schon auf Kaninchenmist gehabt.
    Die hat eine kalkreiche eierschalenartige Peridie im trocknen Zustand.
    Die einseitig aufgehellten Sporen sind auch typisch, obwohl die Sporengröße bei Dir im unteren Bereich liegt, bzw. etwas drunter.
    Die andere Art die noch in Frage kommt ist Didymium dubium. Da mußte die Peride mehr granuliert sein, d.h. wie mit Kalkkristallen (die kristalline Struktur kann man auch unterm Mikro schön sehen) bestäubt.
    Bei der Art stimmen aber die Sporen nicht so gut, da die nicht einseitig heller sein dürften, Größe wäre allerdings ähnlich.
    Wenn Du kannst, laß das Substrat mal abtrocknen, dann sieht man die Peridienstruktur besser.
    Aber mein Favorit wäre eigentlich D. difforme.
    LG Ulla

    Hallo Rainer,
    mir fällt da auch spontan Weichritterling ein, nämlich Melanoleuca verrucipes, der Raustiel-Weichritterling
    Der soll auch auf mulch, Holzresten, Holzlagerplätzen vorkommen.
    LG Ulla

    Hallo GöPie,
    gratuliere zu Craterocolla cerasi!
    Natürlich auch zu den Schleimpilzfunden.


    Deine Lamproderma cf. scintillans ist ja leider noch unreif. Das könnte natürlich auch was anderes werden, z.B. eine Comatricha.
    Hast Du davon auch reife Fruchtkörper beobachtet?
    Die Diderma cf. umbilicatum kann sein, aber ohne mikroskopische Untersuchung bleibt es sicher bei cf.
    Didymium squamulosum und Metatrichia vesparium sind ziemlich sicher.
    Falls Du Belege hast, biete ich auch gern an sie zu untersuchen. Schick mir dann eine PN.
    LG Ulla

    Nachdem wir vor 2 Jahren bereits einen schönen Standort von Urnula craterium, dem Schwarzen Kelchberling im Mansfelder Land gefunden haben, zog es uns heute wieder in diese Ecke um eventuell weitere Standorte dieser schönen Pilzart zu entdecken.


    So gegingen wir zwei Schmelzwasserschluchten mit Ulmen-/Ahorn- und Holundergebüschen und wurden tatsächlich wieder fündig. Und das in großer Menge.
    An Standort fanden sich überschlägig ca. 300 Fruchtkörper auf 10x5m Fläche.
    Hier ein kleiner Eindruck.


    Schaut mal wieviel Fruchtkörper Ihr im nächsten Bild entdecken könnt. ;)


    Auflösung kommt später! :evil:
    LG Ulla

    Hallo Marco,
    Deine Hemitrichia calyculata würde ich eher als Hemitrichia clavata bezeichnen. H.calyculata hat ein vernetztes Capillitium, während H. clavata wenige Vernetzungsstellen hat.
    Auf Deinem Foto sieht es eher nach kaum vernetztem Capillitium aus. Makroskopisch kann man beide Arten kaum auseinanderhalten.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    Deine zwei Schleimis sind voraussichtlich beide Physarum leucophaeum. Der erstere aber unreifer. Ph.leucophaeum hat in der "normalen" Ausbildung immer diesen gräulich-weißlichen Stiel, der nach oben heller wird.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    sind in Deiner "Unbekannten-Tüte" Belege oder nur die oben geposteten Fotos?
    Wenns Belege wären, gäbe es ja noch eine Chance der Nachbestimmung, daß Deine Bilder einen richtigen Namen bekommen könnten.
    Mein Angebot steht immer noch.
    LG Ulla

    Hallo Charlotte,
    Du hast hier Didymium difforme gefunden.
    Deine Sporenfotos sind sehr schön :thumbup: und zeigen das typische: die (wie im Myxomyceten-Buch von Neubert et al. beschriebene) "zipfelig ausgezogene Keimspalte", die dann manchmal ein großmaschiges Netzornament auf der Spore vortäuscht. Die Sporengröße stimmt auch.
    Diese Art unterscheidet sich von anderen Didymium-Arten durch die dicke eierschalenartige Peridie aus dicht gepackten kristallinen Schuppen, die bei anderen Didymium-Arten mehr richtig kristallin ist. Auch sind die Fruchtköper oft nicht nur rundlich sondern auch plasmodiocarp, d.h. flächig ausgebildet (bei Dir auch gut zu sehen).
    Das Vorkommen auf krautigen Teilen, alten dünnen Ästchen, in Gartenabfällen, auf Komposthaufen ist typisch. Die Art ist dort häufig zu finden.
    LG Ulla

    Hallo,
    Deine beiden Myxos sind so nicht bestimmbar. Der obere könnte eine Physarum sein, das Köpfchen ist mir aber zu überstrahlt. Der zweite sieht eher aus wie eine Didymium mit kristallinem Kalk auf der Peridie.
    Ohne genauere Untersuchung Null-Chance.
    es grüßt
    ulla

    Hallo Lichtbildner,
    gibt fast nichts mehr dazu zu sagen. Jan-Arne hat eigentlich alles schon gesagt: Trichia varia.
    Nur noch eins: Trichia contorta ist nie gestielt, während Trichia varia öfters kleine dunkle dicke Stiele (wie auf Deinen Fotos zusehen ist) ausbildet.
    Marion Geibs Buch ist fotomäßig und auch beschreibungsmäßig natürlich toll, dazu kann man ihr nur gratulieren. Aber man darf nicht denken, daß nun alle "Klarheiten beseitigt sind" und man alles so bestimmen kann. Es gibt in Deutschland weitaus mehr Myxomyceten-Arten, als dort genannt sind. Frau Geib räumt ja auch ein, daß das Buch eine regionale Beziehung hat.
    Sie hat auch die Mikromerkmale aufgelistet, leider ohne Fotos. Trotzdem sollte und kann man die nicht außer acht lassen.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    ja Dein Fund gehört sicher in die Gattung Arcyria, aber ich muß mich Jan-Arnes Bemerkungen voll anschließen.
    Ohne mikroskopische Untersuchung geht bei den meisten Myxos nichts. D.H. zur Gattung kommt man schon noch, aber bei der Artbestimmung geht dann nichts mehr.
    Man muß z.B. bei Arcyria (den roten Arten) darauf achten ob das Capillitium leicht vom Stielbecher zu trennen ist oder ob es fest sitzt. Da kann man schon einige Arten ausschließen. Aber dann muß man zumindest die Sporengröße messen und sich das Capillitium mit seiner Struktur ansehen.
    Es ist natürlich toll, daß Du so schöne Makroaufnahmen machst. Sind jedes Mal ein Augenschmaus. Aber eine konkrete Bestimmung der Art ist dadurch nur in den seltensten Fällen möglich. Wenn Dir das reicht...
    Wäre Dir natürlich gern behilflich. Dazu müßtest Du aber mir den entsprechenden Beleg schicken.
    LG Ulla

    Hallo Jan-Arne,
    bin begeistert!
    Deine Sporenfotos und der Peridienteil mit der typischen Kante haben mich mehr als überzeugt! :thumbup: :thumbup: :thumbup:
    Licea castanea kannst du damit abhaken. ==Pilz25


    Toller Fund, den ich erst einmal hatte. Allerdings ist das Finden von Licea im Freiland immer ein Glücksfall, da die Fruchtkörper sehr winzig und unscheinbar sind.
    Licea-Arten sind Arten die auch häufig im Winterhalbjahr erscheinen, aber eben schwer zu sehen und zu finden.
    LG Ulla

    Hallo Lichtbildner,
    Dein Frühwerk sieht nach Badhamia aus. Man sieht das kalkhaltige netzige Capillitium. Die Peridie ist nur spärlich kalkhaltig. Da kommen mehrere Arten in Frage, vor allem da die Art gestielt ist. Auch wären die Wuchsbedingungen interessant.
    Genauere Bestimmung aber nur nach mikoskopischer Untersuchung möglich. Man muß vor allem schauen ob die Sporen eventuell in Klümpchen zusammenhängen.
    LG Ulla