Beiträge von lamproderma

    Liebe Grüni,

    auch von mir alles Gute zum Geburtstag. Bleib gesund und dem Forum auch weiterhin so treu. Deine Beiträge beleben das Forum ungemein! ==Pilz23

    Feiere schön und genieße den schönen Abend!

    Einen kleine Blumengruß

    von Ulla


    Hallo Andreas,

    in was für einem Biotop hast Du die "Hexeneier" gefunden?

    Falls es ein Trockenrasen auf Kalk war, käme auch noch Gastrosporium simplex, die Steppentrüffel in Frage. Die Schwanztrüffeln und die meisten anderen Hypogäen-Arten sind Waldbewohner.

    LG Ulla

    Lieber Stefan,

    auch von uns die allerherzlichsten Geburtstagsglückwünsche!

    Bleib gesund, damit Du Dich weiter Deinen Lieblingsbeschäftigungen - Pilze-Klettern-Singen widmen kannst!

    Wir freuen uns auf unser Wiedersehen, spätestens zur Boletus-Tagung?

    Liebe Grüße Ulla und Gunnar


    Ein kleiner Blumengruß aus der Bretagne (war leider kein Phyto dran)

    Hallo Nobi, das ist vielleicht schräg. Bei Dir wird offenbar früher oder später alles was nicht niet- und nagelfest ist zu Pilz. Pass auf die Luftfeuchtigkeit in Deinem Wohnzimmer auf!

    Hallimasch soll ja auch an Schrankwänden wachsen, wenn man sie gut gießt!:giggle::giggle:


    Lieber Nobi,

    aber Spaß beiseite, Dein Sesselschleimer gehört auf jeden Fall zur Gattung Badhamia. Cribraria wie Mausmann vorschlug paßt nicht, da die Gattung völlig kalkfrei ist.

    Badhamia hat meist Kalk auf der Außenperidie wie man bei Deinen Schleimis gut sieht. Da Capillitium im Innern besteht immer aus kalkreichen vernetzten Säulchen (Röhren) - sieht man auf Deinen Fotos auch gut.

    Die Sporen haben nur feine Skulptur, Badhamia utricularis hat meist viel gröbere Struktur (gröber warzig). Die müßten auch manchmal in Klümpchen zusammenhängen. Ist leider nur zu sehen wenn man das Deckgläschen nicht zu doll auf das Präparat drückt. Größe der Sporen würde allerdings passen. Aber es fehlen auch die für B. utricularis typischen Stielchen/Fäden (müssen allerdings nicht immer da sein).

    Für mich sieht das eher wie Badhamia panicea aus. Normalerweise wächst die Art an Holz, kann aber auch an Stroh und pflanzlichen Abfällen vorkommen. Dein Sessel war aber sicher nicht strohgefüllt (oder mit Seegras??). Ihm hats scheinbar trotzdem sehr dort gefallen.

    Ich würde den Sessel auf jeden Fall stehen lassen. Vielleicht ist er noch für weitere Überraschungen gut. ;)

    LG Ulla

    Hallo Frank,

    der Schleimpilz der an Deinem Stereum "nagt" ist mit großer Wahrscheinlichkeit Badhamia utricularis. Der ist dafür bekannt, dass er Porlinge u.ä. befällt und sich von ihnen ernährt.

    Auf Deinen Fotos sieht man, dass der Schleimpilz allerdings nicht vollständig ausgereift und und in seiner Entwicklung geschädigt ist.

    In wieweit Stereum purpureum für das Absterben der Birke verantwortlich ist kann ich nicht sagen.

    Ich kenne St. purpureum meist von frischen toten Stämmen, eher nicht von lebenden.

    Badhamia ist dafür auf jeden Fall nicht dafür verantwortlich. Die ernährt sich nur von dem Stereum.

    LG Ulla

    Hallo Maren,

    schöne Doku von dem Schleim.

    Ja Du hast recht, dass ist mit großer Sicherheit Trichia persimilis.

    Dafür spricht vor allem die Skulptur der Sporen, welches ein unvollständiges Netz zeigt.

    Die ähnliche Trichia favoginea hat Sporen mit vollständiger Netzeichnung, die Fruchtkörper sind meist zylindrisch und nicht kugelig und das Capillitium mehr intensiv gelb.

    LG Ulla

    Hallo Maria,

    auch ich sehe da Geastrum nanum. Das Habitat paßt auch, denn G. nanum ist eine Trockenrasen-Art. Das geriefte Peristom (Mündung), der kurze Stiel und die etwas abgesetzte Apophyse (unterer Teil der Exoperidie - Kugel) passen genau.


    Liebe Maria,

    ich habe schon ein sehr schlechtes Gewissen Dir gegenüber, wollte mich doch nochmal wegen der G. badium- Notiz bei Dir melden. Mache ich aber bald.

    LG Ulla

    Hallo Klemens,

    wir sind gerade aus der Bretagne zurück, waren in der Nähe von Vannes.

    Leider war es in der Bretagne die letzten Wochen ebenso trocken wie bei uns und es gab so gut wie keine Pilze. Haben nur mal ein paar Mairitterlinge und einen Schirmpilz gesehen.

    Allerdings haben wir natürlich manchmal gedacht (Pilz-) Erscheinungen zu haben :giggle:




    Auf einem Wochenmarkt sahen wir dann auch Spitzmorcheln, aber die dürften schon vorbei sein.

    Ab Donnerstag letzter Woche fing es dann zu regnen an (Aprilwettermäßig).Falls es weiter feucht geblieben ist, kann man vielleicht noch auf ein paar Funde hoffen.

    Der Naturpark Brière ist ja ein großes Sumpfgebiet mit vielen Weidengebüschen. Da kommt man allerdings schlecht rein und pilzmäßig würde ich mir da keine große Hoffnung machen.

    Ja leider von mir kein großer Optimismus für Dich.Genießt lieber die vielen Leckereien des Atlantiks. Wir haben da das erste Mal Austern gegessen (trotz vorherigem Vorurteil). Waren sehr überrascht und können es sehr empfehlen. Gibt es dort überall an der Küste frisch!

    Liebe Grüße

    und schönen Urlaub!

    Ulla

    Hallo Hartmut,

    ich halte das für einen secotioiden Piz, d.h. einen Pilz der zwischen den Bauchpilzen und den Blätterpilzen steht. Sowas habe ich in Südafrika schon mal gesehen. Da kommt man aber sicher ohne Spezialiteratur nicht weiter. Montagnea ist das definitiv nicht. Die Art haben wir hier in Sachsen-Anhalt seit Jahren auf einem Trockenrasen bei Federgras.

    LG Ulla

    Hallo Mario,

    hast wieder mal was Schönes gefunden.

    Würde Dir erstmal Badhamia abnicken. Das sieht man auf dem rechten 2. Foto. Da erkennt man das typische badhamioide Capillitium.

    Wichtig ist bei Badhamia zu untersuchen ob die Sporen in Klumpen zusammenhängen (etwas Sporenpulver in Wasser auf den Objektträger und dann erst mal ohne Deckgläschen unterm Mikro anschauen, dann Deckgläschen drauf und nicht zu doll drücken. Da sieht man das am besten ob die Sporen klumpig sind oder frei liegen).

    Dein Fund scheint keine Klumpen zu bilden, da kommt dann im Schlüssel unter den ungestielten Badhamien nur B. panicea und macrocarpa in Frage.

    Ich tendiere eher zu B. panicea. Die Sporen von macrocarpa sind meist sehr dunkelbraun und bis 15um groß und rundlich, während B. panicea Sporen bis 13-14um hat, die auch eiförmig (elliptisch) sein können und heller braun sind.

    Aber das ist eben per Foto nicht immer 100%ig. Oft muß man dann die andere Art auch schon mal gesehen haben zum Vergleich. Badhamia ist keine leichte Gattung.

    Auf meine weitere Meinung mußt Du leider die nächsten 12 Tage verzichten. Wir sind im Aufbruch und fahren morgen 12 Tage in die Bretagne.

    Aber da gibts vielleicht (bzw. sehr wahrscheinlich) auch Pilze (hoffentlich auch Schleim).

    Liebe Grüße

    Ulla

    Hallo Mario,

    A. incarnata ist eigentlich immer irgendwie heller(rosa) nie so dunkelrot.

    A. affinis ist schon eher dunkler rot. Da wäre aber das mit dem tiefen Stielbecher.

    Ich kann mich aufgrund der Fotos nicht auf eine Art festlegen, da die Farbunterschiede doch gravierend sind. Wie ich schon sagte, man müßte den Beleg selbst sehen.

    LG Ulla

    Hallo beli,

    Deine Pestwurz ist allerdings nicht die normale (Rote) Pestwurz sondern die Weiße (Petasites albus), die auch gern im Gebirge vorkommt.

    P. hybridus ist mehr außerhalb der Gebirge zu finden.

    LG Ulla

    Hallo Mario,

    ja da bringst Du mich etwas ins Grübeln, wenn Du meinst, dass die Farbe der Fruchtkörper nicht so rosa ist. Fotos sind zwar schön, aber eben auch nicht immer optimal.

    Es wäre eben immer besser den Beleg selber zu beurteilen.

    Aber A. denudata ist es definitiv nicht, die hat relativ kleine Capillitium-Netzmaschen, d.h. sind viel zarter nicht so grobmaschig.

    Ich sehe trotzdem bei Deinen Fotos, dass das Capillitium eher leicht vom Stielbecher abtrennbar ist. Es bleiben immer einige wenige Reste im Becher zurück. A. affinis hat einen sehr tiefen Stielbecher, das sehe ich bei Deinen Fotos auch nicht wirklich.

    Mehr kann ich auf die Ferne eben nicht sagen, müßte den Beleg selber sehen.

    LG Ulla

    Hallo Mario,

    erstmal ein Lob für die tolle Dokumentation. Da sieht man alles was man braucht zur Bestimmung!! ==Pilz22

    Für Arcyria denudata halte ich Deinen Fund aber nicht. Da stimmt zunächst mal die Farbe nicht. A. denudata ist immer mehr rot nicht rosa oder lachsfarbig.

    Du hast recht zu schauen wie das Capillitium am Stielbecher angewachsen ist. Bei A. denudata wäre es fest angewachsen, aber auf Deinem kleinen Foto sieht man oben links dass es sich doch leicht ablösen läßt (man sieht die leeren Becher). Dadurch kommt man im Schlüssel woandershin. Das Capillitium ist grob strukturiert (Halbringe Ringe, Warzen und ab und zu Stacheln) aber nicht ausschließlich stachlig. In Verbindung mit den Sporen (warzig mit Warzengruppen und der Größe um 7-8um) komme ich auf Arcyria incarnata. Ist ja ein schöner Fund, auf jeden Fall seltener als A. denudata.

    LG Ulla

    Hallo Eike,

    das ist sicher ein interessanter Fund.

    Badhamia kann ich aber zunächst nicht gleich bestätigen.

    Das einzige was passen könnte wären die Sporen (Größe und warzige Skulptur mit Warzengruppen)

    Was mir für Badhamia nicht gefällt ist das sehr zarte netzförmige Capillitium auf dem ersten Mikrofoto. Badhamia hat kräftige Kalksäulen als Capillitium aus grober Kalkgranulation.

    Auf den Makrofotos ist leider bei keinem Fruchtkörper die Sporenmasse ausgeblasen, damit man die Capillitiumstruktur sieht, denn die ist für Badhamia sehr speziell und leicht kenntlich.

    Es könnte auch ein ungestieltes Physarum sein, aber da kann ich mich ohne weitere Untersuchung nicht festlegen.

    Tut mir leid, aber wenn Du es mir schicken willst, melde Dich.

    LG Ulla

    Hallo,

    Dein "Judasohr" würde ich eher für den Großen Scheibling- Gyromitra ancilis halten, da auf Deinen Fotos Fichtenzweige zu sehen sind und der Pilz im Nadelwald auf Fichtenholz (Stubben oder auf morschem Holz, oft im Moos) wächst.

    Die von beli genannte Disciotis venosa, der Morchelbecherling, wächst im Laubwald und das Fleisch riecht nach Anbrechen der Fruchtschicht nach Chlor (Schwimmbadgeruch). Falls Du den Fruchtkörper mitgenommen hast, kannst Du das ja überprüfen.

    LG Ulla

    Hallo Norbert,

    Dein Pilz an der Kiefer könnte auch Trichaptum abietinum (Gemeiner Violettporling) sein.

    Zum Lerchensporn noch eine Ergänzung: Hohler Lerchensporn (weil die Knolle hohl ist, sonst gibts nämlich mehrere Arten) in Mitteldeutschland auch "Gaakgänschen" genannt (warum auch immer :))

    LG Ulla

    Hallo liebe Forianer,

    wie in den letzten Jahren findet am nächsten Samstag, 30.03.19 in Halle/Saale wieder eine mykologische Vortragstagung des Landsfachausschusses Mykologie Sachsen-Anhalts und des Landesverbandes der Pilzsachverständigen von Sachsen-Anhalt statt.

    Dazu sind natürlich auch Gäste hochwillkommen. Falls jemand von Euch dazu stoßen möchte, wir würden uns freuen.


    Nachfolgend das Programm:

    Tagungstermin: Sonnabend, 30.03.2019

    Beginn: 10.00 Uhr

    Tagungsort: Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, Mothes-Saal

    Weinberg 3

    06120 Halle (Saale)

    Programm:

    10.00 – 10.20 Uhr H. Zimmermann

    Begrüßung, Organisatorisches und Terminierung 2019

    10.20 – 10.50 Uhr P. Rönsch

    Mykologische Eindrücke einer Schottlandreise

    10.50 – 11.00 Uhr N. Arnold

    Vitamin-D-Pilze im Supermarkt
    11.00 – 11.30 Uhr W. Huth

    Pilze in besonderen Biotopen – Teil II

    11.30 – 12.10 Uhr H. Dörfelt

    Die hyrkanischen Wälder und ihre Bedeutung für den Pilzschutz

    12.10 – 12.30 Uhr D. Penke

    Der Galgenberg im Zeichen der Eule

    12.30 – 13.30 Uhr

    Mittagspause

    Es gibt wie gewohnt Getränke (Kaffee, Tee und Mineralwasser), selbstgebackenen Kuchen, Schnittchen etc. :kaffee:

    13.30 – 14.00 Uhr H. Zimmermann

    Mykologische Eindrücke aus der „Kastanienallee“ bei Könnern

    14.00 – 14.30 Uhr

    Informationen und Kurzvorträge der Teilnehmer von allgemeinem Interesse

    (Alle Teilnehmer haben hier die Gelegenheit in einem Kurzvortrag (ca. 5 min) interessante Pilzfunde vorzustellen, Wir bitten um rege Nutzung dieser Möglichkeit)

    14.30 Uhr

    Bei Interesse besteht die Möglichkeit einer mykologischen Wanderung auf der Peißnitzinsel


    LG Ulla

    Hallo Mario,

    eigentlich gibt es zu Jan-Arnes Bemerkungen nichts dazuzufügen.

    Einem Plasmodium kann man auch Porlingsstückchen zum Fressen geben.

    Eine Feuchtkammer stelle ich immer wie folgt her: eine Schale mit nicht zu flachem Rand lege ich mit Küchenpapier aus und mache es feucht (überschüssiges Wasser abgießen). Danach das Substrat (Rindenstückchen, Erlenzapfen, Kräuterstängel u.ä.) einlegen. Möglichst schon in kleine Stücke teilen, die man dann bequem in Streichholzschachteln herbarisieren kann. Dann Deckel drauf (ich nehme möglichst immer durchsichtige Schalen z.B. Verpackungen für Lebensmittel) und nicht zu warm aber hell stellen. Es dauert ein paar Tage bis sich die ersten Schleimis zeigen oder man ein Plasmodium bemerkt. In regelmäßigen Abständen mit dem Bino kontrollieren.

    Viel Spaß beim Ausprobieren!

    LG Ulla

    Hallo Claudia,

    da hast Du bei Deiner Kultur mal einen Myxomyceten mit gezüchtet.

    Ich vermute, daß das Didymium difforme ist, die hat so runde warzige Sporen mit dunklen Graten. Sporengröße müßte so ca. > 10um sein.

    Die Art erscheint öfters mal auf Dung, sonst fruktifiziert sie auf pflanzlichen Abfällen, Kompost etc.

    LG Ulla

    Hallo Marco,

    da hast Du ja was Besonderes gefunden.

    Nach Deiner Beschreibung und Deinen Fotos sieht es wirklich nach Diderma subviridifuscum aus.

    Dafür spricht das Vorkommen an krautigen Pflanzen, das gesellige Wachstum, mikroskopisch: die Peridie die aus granuliertem Kalk besteht (obwohl ich zuerst den Eindruck hatte, daß eventuell auch Kalkkristalle dazwischen sind- dann wäre es eine Didymium, aber da bin ich unsicher), das dunkle Capillitium mit den granulierten Verdickungen, die bräunliche Columella und die gefärbte Innenseite der Peridie sowie die Sporengröße und die Skulptur (obwohl mir die Sporen etwas zu eckig sind und eventuell auch Grate haben). Deshalb für mich nicht 100%, aber sehr wahrscheinlich.

    Die Art ist sehr selten gefunden (in Pilze-Deutschland.de erst einmal in Thüringen). Sie kann verwechselt werden mit Diderma crustaceum und D. spumarioides, die allerdings meiner Erfahrung nach keine gefärbte Columella oder Peridieninnenseite haben. D. spumarioides hat auch kleinere Sporen.

    Hast Du davon einen Beleg gemacht? Bei Deinem Fund waren ja reichlich Fruchtkörper. Wenn ja würde ich mich freuen, wenn Du mir etwas davon abgeben könntest, denn ich habe die Art auch noch nicht gesehen und ich könnte sie nochmal untersuchen.

    Wäre schon ein toller Fund, der unbedingt in die Landesdatenbank Eures Bundeslandes reinmüßte. (ich weiß ja nicht wo Du herkommst).

    Es wäre schön wenn Du Dich dazu meldest.

    Danke und LG Ulla