Hallo Pablo, Nobi und wer sich noch so interessiert,
ich mag nicht in ein bestimmtes Verhalten verfallen und als x-ter bestätigen "ja, das ist ein Steinpilz" sprich eine Geopora...
Aber ja, die Gattung ist schwierig. Es gibt Arten, die in den allgemeinen Pilzbüchern nicht enthalten sind. Makroskopisch gibt die Größe, die Art des "sich-öffnens" nur Hinweise. Ohne Mikroskop geht garnichts und mit ihm bleiben Fragezeichen, da sich bei Tamm et al. (2010) (Phylogenetic relationships in genus Geopora) herausgestellt hat, dass einige der Arten als Aggregat betrachtet werden müssen.
Dieter Benkert hat 2010 in der ZfM sein über Jahrzehnte gesammeltes Wissen zusammengefasst. Der Titel ist mit Bedacht gewählt - "... Erfahrungen und offene Fragen". Auch er hat für uns den Stein der Weisen nicht gefunden. Ich habe auch noch Funde, die einfach nicht passen.
Auf Eines sei hingewiesen: Yao und Spooner wählen 2003 einen neuen Lectotyp für die Geopora arenosa aus. Damit ist seit der Publikation 2003 der Kleinsporige Sandborstling automatisch zum großsporigen geworden und umgekehrt. (Von G. arenosa kennt übrigens Dieter Benkert nur 4 Aufsammlungen aus Deutschland.)
Dein Fund könnte durchaus Geopora sepulta sein. Dann wäre das so wie hier mit abgerundeten Sporen:
http://www.trueffel-pilze.de/i…article&id=108&Itemid=125
Wenn das nicht passt, bliebe Geopora cervina. Und da wären wir in einem nicht zu klärendem Artenschwarm, einem Aggregat.
Wenn Du magst, schaue ich mir den Fund gern an.
Gruß Gunnar