Beiträge von hengu

    Hallo Frank,


    ich würde den Pilz insbesondere nach den Bildern des 2. Posts für C. caerulescens halten.

    Argumente sehe ich in den Velumverhältnissen, der fehlenden KOH-Reaktion (siehe Bild unten), dem Vorkommen bie Buche auf Diabas. Das wäre auch der häufigste unter den blauen Phlegmacien. Sicherheit brächte die Sporengröße. Die sollte bei 8-10 x 4,5-5,5µm (Cortinarius Fotoflora) - eigene Messung: (8,0)8,2-8,6-9,3(9,4) x (4,7)4,8-0-5,2(5,4)µm liegen. Die Farbintensität des blauen Farbstoffs ist leider sehr variabel und keine Hilfe bei der Bestimmung.

    Meine Empfehlung: trockne die Pilze in dünnen Scheiben. Du kannst sie später mikroskopieren (lassen) und bekommst Sicherheit, ob es diese Art ist.



    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Andy,


    schöner Fund. Die Art wird häufiger, je weiter man vom Weißwursthorizont nach Süden kommt. Wenn Du ein Exsikkat davon machst, solltest Du den Pilz gesondert ablegen. Der Farbstoff wandert durch die Exsikkaten-Plastiktüten hindurch.


    Gruß Gunnar

    Liebe Mykophile,


    ich weiss schon fast nicht mehr, wie man etwas ins Forum einstellt ;)

    Wegen anhaltender Trockenheit sind Ulla & ich heute ins Kupferschiefer-Altbergbaurevier gefahren und haben doch ein paar schöne Kleinpilzfunde gemacht.


    Botanisch ist das Gebiet allemal interessant. Neben einer leider schon abgeblühten Orobanche entdeckten wir wohl auf einer ehemaligen Ackerfläche einige Kornraden.


    Nicht weit enfernt die ersten missgestalteten Blüten von Falscher Kamille. Wir dachten zuerst an einem Blütenbrand. Zu Hause nachgeschlagen, stellte es sich als Peronospora radii, den Falschen Kamillenblütenmehltau heraus. Den hatten wir bisher noch nicht gefunden.


    Puccinia malvacearum (Malvenrost) kann man auf den verschiedenen Malvenarten suchen. Der fängt jetzt scheinbar an, die allermeisten Pflanzen waren noch völlig ohne einen Befall. Malvenrost ist aus Chile eingeschleppt worden, also ein Neomycet und wird seit nunmehr 150 Jahren in Deutschland gefunden.



    In den Labkrautbeständen kann man nach Puccinia punctata suchen. Er ist nicht wirklich selten und gelangt einem über kurz oder lang in die Finger.



    Der Mahonienrost Puccinia mirabilissima ist eher unspektakulär.



    Für Microbotryum dianthorum auf der Karthäusernelke muss man das Auge schulen. Nachdem Ulla meinte, man müsste den doch finden, war er auch schon da - sozusagen "auf Ansage".


    Und da die Narrentaschen in diesem Jahr eine gute Zeit haben, war auch Taphrina pruni an der Schlehe nicht weit. Für uns war Schlehe ein neuer Wirt.


    Aber den Kracher zum Schluss: Gersten-Flugbrand! Vor 1990 kam der immer mal auf den Äckern vor, danach ist er sehr selten geworden. Ich selbst habe den in der Natur noch nie gesehen. Drei Brandähren ragten aufrecht knapp über die gesunden Gerstenähren hinaus, die sich durch das Eigengewicht bereits geneigt hatten.


    Also hadert nicht ob der Trockenheit, man kann sich durchaus auch an Kleinpilzen erfreuen.


    Beste Grüße

    Gunnar & Ulla (Lamproderma)

    Hallo Nosozia,


    Geopora sepulta kommt eher bei Laubbäumen vor. In diesem Fall wären die Fruchtköper groß.

    Wieviel cm haben die nicht ausgebreiteten FK im Durchmesser?


    Wuchsen die Pilze auf basischem Grund?


    Wenn das zutrifft, würde ich mich für G. nicaeensis entscheiden.


    Gruß Gunnar

    Am Wochenende findet in der Orangerie im Schloßgarten Merseburg die nunmehr 28. Pilzausstellung der Fachgruppe Mykologie Merseburg statt. Trotz regional recht unterschiedlichen Pilzaufkommens wollen die Pilzfreunde eine repräsentative Anzahl von Pilzen zusammentragen. Die Lehrschau findet am Samstag, dem 08. Oktober ab 13 Uhr und Sonntag, dem 09. Oktober ab 10 Uhr statt. Zu sehen sind die in unseren Wäldern und im Offenland gegenwärtig wachsenden Großpilze.
    Wer Lust hat, mal vorbeizuschauen, ist herzlich willkommen.


    Gruß Ulla & Gunnar

    Hallo Oehling,


    naja, mikroskopieren ist besser, sequenzieren noch sicherer ;)

    Rh. verii hat zarte, glasige rötliche Rhizomorphen (siehe Foto von Oliver), die den Fruchtkörper umfassen, allerding am Fruchtkörperscheitel weniger werden (in der Literatur steht, dass sie den Scheitel nicht erreichen); Rh. obtextus hat bäunliche Rhizomorphen, die dicker sind und bis über den Fruchtkörperscheitel ziehen.

    Seitdem wir Rh. verii kennen, wird fast nur noch diese Art gefunden.


    Gruß Gunnar

    Hallo Oliver,


    bei Rhizopogon handelt es sich um keine Trüffel im klassischen Sinne. Echte Trüffeln sind Schlauchpilze (Ascomyceten). Rhizopogon ist ein Basidiomycet. Besser wäre wohl zu sagen, dass es sich um einen (semi)hypogäisch wachsenden Pilz handelt. Un da gibt es echt viele weitere Arten.


    Gruß Gunnar

    Hallo Oliver,


    das ist eine Wurzeltrüffel. Es sollte Rhizopogon verii sein. Du hast sie bei Kiefer gefunden. Wurzeltrüffeln sind nicht giftig, haben aber keinen kulinarischen Wert.


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo Ka-taa,

    Deine Wurzeltrüfel sollte Rh. verii sein. Die Rhizomorhen sind sparsam, zart und deutlich rötlich.

    Ohne Mikromerkmale ist das natürlich nicht ganz sicher.

    Auch bei Dir Nobi kann man nur vom Bild nicht sicher sein. Beides aber schöne Funde...


    Gruß Gunnar

    Hallo Werner,


    prima - vielen Dank. Ja, die Enden sind verdickt, da weiß ich jetzt, was damit gemeint ist ;)

    Vielleicht ist die Art ja nur übersehen, weil keiner Ulme mitnimmt.


    Beste Grüße

    Gunnar

    Hallo zusammen,


    da noch immer keine Hutpilze im Revier wachsen, habe ich mehr aus Verzweiflung ein paar Phytos mitgenommen, darunter Mehltau auf der Blattoberseite von Ulmus minor.

    Mit dem Schlüssel in Klenke/Scholler habe ich mich allerdings nicht so richtig entscheiden können zw. Erysiphe kenjiana (Anhängsel-Enden spiralig gewunden) und Erysiphe ulmi (Anhängsel nicht spiralig, zu den Enden hin leicht verdickt), weil die Anhängsel krückstockartig gebogen und nicht verdickt sind.

    Schlussendlich fiel mir noch ein, bei Julia mal auf der Internetseite zu schauen. Die Entscheidung ging danach zu E. ulmi.


    Ich würde mich freuen, wenn jemand dazu eine Meinung abgeben könnte.


    Gruß Gunnar

    Hallo Thorben,


    vielen Dank für Deinen Beitrag. Dann hatte ich nicht Rada, sondern Dich in Erinnerung ;)

    Gibt es einen Schlüssel für Periconia, den Du empfehlen kannst?


    Gruß Gunnar

    Lieber Stefan,


    ich habe auch schon mal im Internet geschaut. Das hat mich nicht so befriedigt.

    Das Sporenornament von Pilz 1 erinnert mich an Mucor...

    Ich glaube, Rada hat schon solche Pilze bestimmt. Vielleicht meldet er sich noch.


    Gruß G.

    Liebe Freunde,


    noch aus dem letzten Winter zwei Pilzchen, die ich auf Lavendel- bzw. Juniperus-Zweigen gefunden habe, fotografiert durch das Mikroskop mit 100er Objektiv.

    Ich würde ganz gern wissen, welche Literatur zur Bestimmung genutzt werden kann und im günstigsten Fall, wie die heißen.

    Ellis und Ellis hat mir da jedenfalls nicht geholfen.




    Besten Dank schon mal fürs Lesen...

    Gunnar

    Hallo Schupfi,


    das sollte Cortinarius albocyaneus sein. Habe ich im Geiseltal vor ein paar Jahren auch aufgelesen.

    Dem fehlen die gelben Velumbänder...


    Gruß Gunnar