Paragalactinia succosella

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 308 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Svenhdn.

  • Hallo zusammen,


    diese Becherlinge fand ich letzte Woche auf Erde unter der Laubstreu am Wegrand.

    Sie sind 1-1,5cm im Durchmesser die Außenseite ist etwas rau und heller als die Fruchtschicht.

    Sie gehen für mich von Gelbbraun zu Grau von außen nach innen.

    Bei Verletzung sondert dieser eine helle Milch ab die sich dann ins gelbe verfärbt.

    Die Sporen haben überwiegend einen Öltropfen sind Ornamentiert und Messen 15-18 x 10-11 Mikrometer, Paraphysen sind an der Sitze Kopfig mit braunem Inhalt.

    An den Asci hab ich keine Haken gefunden.


    Hier noch die Bilder:


    1. Becher

    2. Verfärbung nach Verletzung

    3. Sporen mit einem Öltropfen in Wasser

    4. Paraphysen in Wasser

    5. Asci in Wasser

    6. Sporen in Baumwollblau

    7. Asci n Lugol

    8.Excipulum: das habe ich leider nicht besser hinbekommen


    Ich wäre hier bei Paragalactinia succosella.

    Könnte das passen?


    Danke schonmal fürs drüberschauen und eure Meinungen.

    Grüße Sven

  • Hallo Sven,


    wenn die Sporenmessungen aus einem Abwurf kommen und keine rausgequetschen möglicherweise noch nicht ganz reifen Sporen sind, sollte das meiner Meinung nach passen.

    Die Optik der Sporen mit einem dominanten Öltropfen spricht auch dafür.

    Die gelbe Milch sieht man übrigens deutlicher, wenn man nicht nur einen Fruchtkörper öffnet, sondern ein Taschentuch dranhält und kurz wartet.

    Schöne Doku und schöner Fund!


    Beste Grüße

    Jan-Arne


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  • Vielen Dank.


    Das mit dem Taschentuch merke ich mir.


    Ein Sporenabwurf war es nicht aber die Becher lagen 2 Tage in einer Dose auf dem Balkon.

    Nach dem öffnen kamen mir da schon die Sporen entgegen geflogen und ein großteil der Asci war leer. Da waren sehr viele im Präparat, ich hoffe das geht so durch.


    Wie geht denn so ein Sporenabwurf bei Becherlingen?


    Danke und Grüße Sven

  • Hi Sven,


    das klingt erstmal gut und ist m. M. nach schon Beweis genug.

    Einen Sporenabwurf kriegt man, indem man die fliegenden Sporen einfängt. Das kann man provozieren und manchmal reicht bereits pusten. Ich kenne es von Scutellinia so, dass man ein angefeuchtetes Deckgläschen auf die Fruchtschicht setzt (am besten nicht direkt anliegend) und man dann, z. B. mit einer Lampe, Wärme draufstrahlt. Das gibt dann den Impuls, die Sporen rauszuschleudern und das Deckgläschen fängt sie auf. Dann kann man ein normales Präparat mit Wasser oder BWB machen. Von irgendjemandem hatte ich mal den Tipp, das über ein Viereck an Flüssigkeit zu machen, damit die Sporen mittig bleiben und nicht aus dem Präparat gespült werden. Die Methode lässt sich auch bei Peziza meiner Erfahrung nach recht gut anwenden und man kann sicher sein, dass die Sporen reif waren und finale Größe hatten. Vielleicht hat ja jemand anders hier noch bessere Tipps und Tricks.


    Beste Grüße

    Jan-Arne


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  • Hallo zusammen,


    gerade bei den größeren Bechern wie einer Peziza kann man aber auch einfach einen Fruchtkörper mit der Oberseite nach unten auf einen Objektträger legen und dann einfach warten. Insbesondere bei sehr reifen Fruchtkörper gibt es dann meistens einen guten Sporenabdruck. Sollte das mal nicht funktionieren und man hat nur am Rand des Bechers Sporenpulver auf dem Objektträger, empfiehlt es sich, einfach ein möglichst flaches Stück des Bechers rauszuschneiden und mit dem Hymenium nach unten auf den Objektträger zu legen.


    Björn