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letzter Beitrag von Jorge am

Knollenblätterpilz (gelber) angefasst

  • Hallo, ich habe mehrere Nachbarn die sich mit Pilzen auskennen, und habe welche gesammelt, kurzum, habe auch den gelben Knollenblätterpilz (ca 7stk(größe mittel) gesammelt, ich habe sie nicht groß angefasst, sondern nur kurz angefasst, und in den Korb gelegt (wollte dann zuhause nachfragen bei den Nachbarn ob diese ok sind)


    Ich war ca 1 - 1,5 Stunden im Wald.


    Habe die Pilze sogut wie NUR mit 2-3 Fingern berührt


    Mir NICHT in oder an den Mund gefasst
    WEDER noch irgendetwas probiert!


    NUR mit ca 3 Fingern berührt!
    Als ich zuhause war habe ich mir SOFORT die Hände 2 Mal gewaschen gründlich gewaschen (eben noch ein 3tes Mal)


    Kann mir noch irgendetwas schlimmes passieren.. kann ich noch etwas machen ?



    (habe keine offenen Stellen oder sonst irgendetwas an der Hand!)
    (auch relativ viel Hornhaut)


    Danke schonmal für Antworten..



    hoffe es passiert nix.. habe meine Lektion gelernt...

  • Grüße.


    Mach dich mal nicht heiß. Solange du ihn nicht isst, passiert überhaupt nichts. Du hättest ihn auch ablecken können und müsstest dir keine Sorgen machen ;) (etwas überspitzt dargestellt) Solange du keine Teile davon verzehrst, bist du auf der sicheren Seite.


    Im Übrigen: Falls es sich wirklich um einen gelben Knollenblätterpilz handelt, hättest du noch weniger als Nichts zu befürchten, da dieser nur leicht giftig ist.


    Also ruhig Blut und einen schönen Tag noch :)


    Charleston.

  • Hallo Miff,


    ich kann meinem Vorredner nur zustimmen. Das Gift des Knollenblätterpilzes besteht aus Ringeiweißen, die in den Verdauungstrakt geraten müssen um Schaden anrichten zu können. Die können nicht einfach über die Haut aufgenommen werden und lösen sich auch nicht wie irgendwelche Pfeilgiftfroschgifte (klasse Wort), wo schon die Finger taub werden, wenn man sie nur anfaßt.


    Gruß


    Holger

  • Hallo,


    Im Übrigen: Falls es sich wirklich um einen gelben Knollenblätterpilz handelt, hättest du noch weniger als Nichts zu befürchten, da dieser nur leicht giftig ist.


    Ist der gelbe Knollenblätterpilz im gegarten Zustand nicht sogar theoretisch essbar?


    Grüsse,


    matze

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  • Hallo Matze,


    so steht es auch in vielen meiner Pilzbücher.


    Im Gegensatz zu anderen Knollenblätterpilzen steht er in meinen Wäldern auch in Hülle und Fülle; da käme durchaus eine Mahlzeit zusammen ;) Zumindest theoretisch, wie du so schön sagst.


    Grüße
    Charleston.

  • Die Pilzsachverständige in der N3-Sendung von gestern abend hat es auch so wunderbar formuliert: der Knollenblätterpilz schmeckt sehr köstlich, was ihn so gefährlich macht. Im großen und ganzen zwar ein sehr seichter Beitrag (ihrer und auch meiner hier gerade), aber von einer Talkshow habe ich mir dann doch nicht all zu viel erwartet und von mir braucht auch niemand recht viel mehr nach einer dreistündigen Pilztour erwarten ;)


    Grüße,
    Ralf

  • ich fass die giftigen pilze auch lieber nicht an
    aber ich bin ja auch ein bekennender schisser ;-)
    aber die panik ist schon recht übertrieben gewesen.


    aber zur zeit wachsen auch unmengen der verschiedensten amanitas. und es sind halt etliche giftige sorten dabei :-(

  • Hallo Lutine !
    Das blosse Anfassen giftiger Pilze schadet nicht , aber es gibt auch bei uns ne Vielzahl von Pflanzen wo man das tunlichst unterlassen solte .
    Beispiel gefällig ?










    Gruss Harry

    Bilder

    • DSC00271 (640x480).jpg

    Essensfreigaben gibts nur beim Pilzsachverständigen vor Ort

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  • ühhhh
    ist das nicht der fingerhut?


    weiß schon dass es nicht schadet, aber unheimlich isses mir trotzdem.
    ich bin halt nicht immer logisch.
    als kind hatte ich immer angst, unter goldregen durchzugehen


    ich weiß nicht ob es jemanden interessieret, aber meine zunge brennt immer noch vom gallenröhrlingstest heute vormittag. verflixt und zugenäht. *seufz*

  • *grins* ich mal wieder
    aber es war fast richtig, oder, klar meinte ich den eisenhut, woraus digitalis hergestellt werden, wenn ich mich recht entsinne :-)
    schönen sonntag, ich geh jetzt in die pilze :-)

  • MarionS: Ich glaube, das war eher auf den Grünen Knollenblätterpilz bezogen, der ist meines Wissens geschmacksneutral.
    Amanita Citrina schmeckt vermutlich so, wie er riecht, ebenso wie der Porphyrbraune Wulstling, der den selben Giftstoff (Bufotenin) enthält und genauso dumpf riecht.


  • Hallo Holger,


    also der gelbe Knollenblätterpilz (gelber Wulstling finde ich übrigens die bessere Bezeichnung) enthält keine zyklischen Polypeptide sondern Bufotenin, welches hitzelabil ist. Daher ist der Pilz gekocht im Prinzip essbar.


    Lieben Gruß
    Bucki

  • Hi,


    der gelbe Knollenblätterpilz sollte wegen der leichten Verwechselbarkeit mit dem Grünen Knollenblätterpilz (die Pilze variieren gerne) überhaupt nicht gesammelt und verspeist werden, nirgends ist eine Verwechselung mit gravierenderen Folgen behaftet. Der Pilz ist roh giftig und aussreichend erhitzt dennoch nicht für jederman verträglich. Alleine wegen der Verwechselungsgefahr ist es gerechtfertigt, dass der Gelbe Knollenblätterpilz in der Pilzliteratur fast immer als giftig eingestuft wird.


    Gruss Jorge


    PS: anfassen um sie mir anzuschauen, tue (was für ein gutes Deutsch :D) ich jeden Pilz, zugegebenermassen den Grünen Knolli jedoch nicht!

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    Einmal editiert, zuletzt von Jorge ()

  • Ich glaube auch nicht, dass jemand ernsthaft in Erwägung ziehen würde, einen Gelben Knollenblätterpilz zu essen,
    allerdings kann man ihn aufgrund der Beschaffenheit seiner Stielbasis doch nicht verwechseln, oder?
    Er hat keine Scheide sondern lediglich eine sehr ausladende Knolle mit einer typischen horizontal-verlaufenden Kante.


    Beste Grüße
    Charleston.

  • Hi Charleston,


    grundsätzlich richtig, aber ich habe da an Exemplare des Gelben- gedacht, die schon recht grünlich aussehen; wenn man diese als Gelbe- einmal erkannt hat: und dann ist die Verwechselungsgefahr plötzlich nicht mehr so weit weg.


    Denkt JORGE

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