Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 477 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Suku.

  • Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    Weiter geht´s im 14. PPC-Jahr!

    Während nebenan noch in einer Stichwahl die/der SiegerIn des Vormonats gekürt wird möchte ich schonmal zur nächsten Runde aufrufen.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es haben bereits Erstlingswerke den Jahressieg geholt! Ich hoffe auf rege Teilnahme.

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: Pilz Poetry Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    Dauerkrise - frohlocken - naja

    Abgabeschluss ist der 26.09.26 24:00 Uhr.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)



  • Der Genuss des Waldes


    Ich wandre durch das tiefe Grün,

    wo herbstlich feuchte Nebel ziehn.

    Das Unterholz steht reich und dicht,

    die Sonne bricht im Blätterlicht.


    Der Waldboden, im Sommer leer,

    gibt endlich seine Schätze her.

    Vorbei ist nun, man spürt es kaum,

    die Dauerkrise unterm Baum.


    Wo wochenlang kein Halm gedieh,

    regiert nun Pilz-Anatomie.

    Ein Steinpilz steht in Pracht und Fülle,

    durchbricht die weiche Mooseshülle.


    Da kann mein Sammlerherz frohlocken,

    ich spring vor Freude aus den Socken.

    Der Korb füllt sich mit reicher Beute,

    ich schwelge in der puren Freude.


    Die Pfanne wartet schon zu Haus'

    auf diesen edlen Ernteschmaus.

    Die Pilze brutzeln in der Butter,

    ein herrlich fettes Abendfutter.


    Der Magen voll, die Seele lacht,

    der Wald hat alles gutgemacht.

    Ich seufze satt: Naja, 's ist wahr –

    mehr braucht man nicht fürs Glück im Jahr.

  • Hinter der Flöte


    Die Sommer glühen, heiß und schwer,

    Unwetter peitschen ohne Maß.

    Die Erde dürstet mehr und mehr,

    Den Pilzen fehlt das kühle Nass.


    Mieten steigen, Raum wird knapp

    Wie selt'ne Pilze in dem Wald.

    Portemonnaie hängt traurig, schlapp,

    Der Spritpreis auf drei Euro bald.


    Junge Schultern tragen schwer,

    Renten lasten greis und hoch.

    Zur Dauerkrise reicht das her,

    Empfunden wie ein enges Joch.


    Ferner Schatten übler List,

    verborgen, heimlich Unheil rührt.

    Tücke, die den Frieden frisst,

    ein Krieg, der keine Fahne führt.


    Rattenfänger, die frohlocken,

    Im Land mit Schimpfen und mit Schrei'n.

    Mit Angst und Wut woll'n sie uns schocken,

    Mit schneller Lösung nur zum Schein.


    Angst, die hab' ich vor dem Zug,

    Der Menschen, treu der Rattenflöte.

    Die nicht fragen, ob es klug,

    Ob sich nicht was Bess'res böte.

    Schipse (Historie im Profil): 114+11(Platz 1 APR)+6(5.bester Phäle)+3(bester Phalschphal)+2(Teamphal)+3Kultur=139


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