Mehltau Erysiphe cichoracearum ?

Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 214 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von boccaccio.

  • Servus,

    In einen stillgelegten Blumentopf hat sich übers Jahr eine krautige Pflanze entwickelt.

    Blüten scheinen sich gerade, jeweils einzeln an den Verzweigungen, zu bilden - sind aber noch nicht offen

    Nach einiger Recherche denke ich die Pflanze gehört zu den Astern im weiteren Sinn.


    Auf den Blättern im unteren Bereich fielen mir grauweiße Flecken auf.


    Sie stellten sich als Konidienform eines Mehltaues heraus





    Kann man davon ausgehen, das dies nun Erysiphe cichoracearum ist ?


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,


    bevor man sich über den Mehltau Gedanken machen kann, muß man natürlich erstmal den Wirt sicher bestimmen. Das ist ohne Blüten erfahrungsgemäß immer schwer, aber vielleicht kommen da ja in nächster Zeit welche. Knospen sind ja schon reichlich zu sehen. Das späte Blühen paßt aber zu einer Herbstaster (Symphyotrichum). Darauf kommt ein Echter Mehltau vor, nämlich Golovinomyces asterum (der aber zur G. cichoracearum-Gruppe gehört). Man unterscheidet bei dieser Art zwei Variationen: var. asterum und var. moroczkovskii mit geraden bzw. gebogenen Fußzellen der Konidienträger. Laut Klenke und Scholler ist nur die var. moroczkovskii von Symphyotrichum bekannt, aber da bei den Echten Mehltauen gerade so viel im Fluß ist, lohnt sich da ein gezielter Blick sicherlich.


    Ansonsten würde ich bei Echten Mehltauen (wie auch bei anderen Ascomyceten) dazu raten, in Wasser zu mikroskopieren. Ganz praktisch sind hier mitunter auch Tesafilmpräparate, wo man also Tesa auf das befallene Blatt klebt, abzieht und dann auf einen Objektträger mit Wasser klebt. Insbesondere wenn man die Appressiorien für die Bestimmung beurteilen muß, ist das sehr praktisch.


    Björn

  • Servus Björn,

    Das späte Blühen paßt aber zu einer Herbstaster

    Danke, das war auch meine Vermutung- mal sehen wann die Blüten kommen.

    Man unterscheidet bei dieser Art zwei Variationen: var. asterum und var. moroczkovskii mit geraden bzw. gebogenen Fußzellen der Konidienträger.

    merci, dann weiß ich jetzt auf was ich schauen muß.

    Material ist ja noch genug da um die Merkmale noch heraus zu arbeiten.

    Ansonsten würde ich bei Echten Mehltauen (wie auch bei anderen Ascomyceten) dazu raten, in Wasser zu mikroskopieren. Ganz praktisch sind hier mitunter auch Tesafilmpräparate, wo man also Tesa auf das befallene Blatt klebt, abzieht und dann auf einen Objektträger mit Wasser klebt. Insbesondere wenn man die Appressiorien für die Bestimmung beurteilen muß, ist das sehr praktisch.

    Das man zuerst immer in Wasser mikroskopiert ist bei mir Standard;


    nur bei den Bildern in Kongorot hat man einfach den bessseren Kontrast bei feinen Strukturen

    - Meiner Meinung nach -


    Grüße

    Felli

  • Servus Björn,

    bin jetzt nochmals dazu gekommen dem Mehltau an zu sehen.

    meist waren die Fußzellen gebogen. Nur manchmal hatte man den Eindruck einer geraden Fußzelle - s. Bilder.

    Alle Bilder bei 400 facher Vergrößerung in Waser

    An Hand der Fußzellen und vorausgesetzt der korrekten Pflanzenbestimmung ;)

    sollte es sich um Golovinomyces asterum var. moroczkovskii handeln, wenn ich das richtig gedeutet habe.






    Was hälst du nun davon ?


    Grüße

    Felli