Parasol-Mutanten ?

Es gibt 3 Antworten in diesem Thema, welches 347 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von schablun.

  • Hallo und guten Tag,


    es geht nicht um's in die Pfanne hauen ... !


    Land Brandenburg nordwestl. von Berlin. Ein kleiner Schlosspark. Drumherum Mischwald, typischerweise Kiefern vorherrschend.

    Wollte nur fotografieren.

    Der Parasol ist mir bekannt, doch regelhaft in einer Ausprägung, die ich als gleichförmig, verlässlich gerundet und - was den unaufgeschirmten Hut betrifft - ungestört kugel- bis eiförmig bezeichnen würde.

    Im Gras des Gartens fand ich aber deutlich überwiegend merkwürdig deformierte Hüte vor. Die Einkerbungen wirken wie Knautschungen.


    Handelt es sich um eine Subspezies des Riesenschirmlings ? Kann es sich in Anbetracht des zahlreichen Auftretens um eine "ansteckende" Mutation handeln (ich weiß nicht, ob Schirmlinge unter Tage durch das Myzel miteinander in Verbindung stehen ...) ? Oder liegt hier eine ganz gewöhnliche Erscheinungsform vor, die als unansehnlich interpretiert und deswegen eher nicht dokumentiert wird, sodass sie im Netz als Bildmaterial nicht oder nur selten in Erscheinung tritt ?


    Ein großer Dank im Voraus für jedwede Art von Kommentar


    Andreas



    ↓ SENKRECHT VERLAUFENDE KERBUNG (OHNE WEISSABGLEICH ...)



    ↓ VERTIKALE + HORIZONTALE KERBUNG



    ↓ SEITLICH ANLIEGEND ZUSAMMENGEDRÜCKT, STIEL KLAR GENATTERT




    ↓ DAZWISCHEN EINIGE MALE AUCH KLASSISCHE ERSCHEINUNGSFORM




    ↓ ANGEDEUTET ZITZIGER HUTSCHEITEL



    ↓ AUCH AUFGESCHIRMT MIT SCHARTE


  • Hallo Andreas,


    Streubreite, schwere Geburt, es gibt nicht nur "Normalos" - siehe Brummel (ist auch nur ein Mensch)


    Parasol in interessanter Ausfertigung. Danke dafür.

  • Hallo Andreas


    Das sieht für mich so aus als ob sich die Pilze aus dem Boden "kämpfen" hätten müssen und Zweige oder etwas das im Weg war, das Wachstum erschwert haben. Vermutlich zusätzlich verstärkt durch die aktuelle Trockenheit, bei welcher der Boden noch kompakter und fester wird und der Pilz so gegen noch mehr Widerstand kämpfen muss.


    LG

    Benjamin

    Mit meinen Beiträgen gebe ich lediglich meine persönliche Einschätzung/Meinung ab. Sie sind nur als Vorschläge zu werten und es gibt damit insbesondere keine Verzehrsfreigaben meinerseits. Eine sichere Bestimmung sowie Verzehrsfreigabe kann nur der Pilzkontrolleur bzw. Pilzsachverständige vor Ort geben.

  • Danke schon mal für die Einschätzung. Erst wollte ich widersprechen, weil die Pilze ja überwiegend auf einer Wiese standen, aber natürlich, da können auch Wurzeln im Weg sein. Aber es waren halt Dutzende solcher deformierten Schirmlinge, da dachte ich auch an eine mögliche Kontamination des Bodens mit Bauchemikalien (Sanierung der historischen Bauten drum herum) oder an eine Unverträglichkeit mit gewissen Pflanzen, die vielleicht erst jüngst in diesem Garten angesiedelt wurden.