Mondelli-Pass 19.07.2026

Es gibt 2 Antworten in diesem Thema, welches 290 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Helmut.

  • Hallo zusammen


    HIer ein paar Funde einer kürzlichen Alpin-Exkursion.

    Dieses Mal war das Ziel der Mondelli-Pass südlich von Saas Fee.

    Alle Kollektionen waren bei Salix herbacea.


    Auf 2700m gibt es eine herrliche, feuchte Hochebene mit Salix herbacea.


    Weiter oben gibt es fast nur noch Felsen, hier kurz unter dem Gipfel des Spechhorn.


    Wie auch immer, hier die Pilze.


    1:

    Der einzige, der einfach bestimmbar ist (auch im Feld): Cortinarius alpinus.


    Für den Rest hoffe ich wieder auf den Rat von Ditte .


    2:

    Diese hier wuchsen zu meiner grossen Überraschung an einem trockenen Sonnenhang.

    Ich halte es für Inocybe paragiacomi, es passt recht gut zu meinen bisherigen Kollektionen der Art.



    Sporen: 8.2-9.4-10.6 x 5.5-6.2-7.1 µm, Q = 1.35-1.52-1.76


    Pleurozystiden: 58-82 x 13-19 µm


    Cheilozystiden ähnlich


    Keine echten Kaulozystiden vorhanden, nur septierte Haarbüschel oben am Stiel.



    3:

    Von diesen hier gab es sehr viele, das waren nur die ersten drei.
    Vielleicht ist es einfach Inocybe helobia, aber dafür sind die Sporen etwas zu klein.


    Sporen leicht laceroid und oft abgestutzt, 9.0-10.5-11.6 x 4.7-5.3-6.0 µm, Q = 1.70-1.99-2.45


    Pleurozystiden 46-70 x 12-23 µm


    Cheilozystiden etwas gedrungener, 43-56 x 15-23 µm


    Kaulozystiden nur an der obersten Spitze vorhanden und wenig ausgeprägt.



    4:

    Das hier halte ich im Moment für Inocybe polytrichi-norvegici.



    Sporen eher eckig als höckerig, 8.8-10.7-13.6 x 5.4-6.2-7.3 µm, Q = 1.44-1.73-2.16


    Pleurozystiden 51-67 x 11-18 µm


    Cheilozystiden etwas kürzer, 43-61 x 13-18 µm.


    Am obersten Stielapex gibt es einige zystidoide Elemente, sonst keine Kaulozystiden.



    5:

    Hier leider recht junge Fruchtkörper. Aber ich habe den Eindruck, dass es Inocybe undatolacera sein könnte.


    Geruch spermatisch.


    Sporen sehr schlank, 9.9-11.3-12.3 x 4.4-4.8-5.4 µm, Q = 2.12-2.37-2.62


    Pleurozystiden 50-59 x 15-19 µm


    Cheilozystiden 37-66 x 16-20 µm


    An der obersten Stielspitze gibt es Kaulozystiden, weiter unten nichts.



    6:

    Hier bin ich auf keinen Namen gekommen, all meine Bestimmungsversuche landen in Sackgassen.


    Geruch spermatisch.


    Sporen irgendwie unregelmässig, viele angedeutet laceroid, 10.5-11.7-12.9 x 5.8-6.6-7.1 µm, Q = 1.58-1.79-2.08


    Pleurozystiden sehr dickwandig, 47-52 x 12-17 µm


    Cheilozystiden ähnlich, 44-58 x 15-18 µm


    Kaulozystiden nur am obersten Apex, dort aber zahlreich.



    7:

    Der hier ist insgesamt sehr ähnlich wie Nr. 6, vermutlich das gleiche, ich zeige ihn trotzdem.


    Geruch spermatisch.


    Sporen wie vorher, 10.5-11.8-13.4 x 5.8-6.5-7.0 µm, Q = 1.60-1.82-2.00


    Pleurozystiden wieder extrem dickwandig, aber durchwegs deutlich grösser als bei Nr. 6 und auch anders geformt.

    Wände bis 5 µm dick, 57-71 x 16-20 µm.


    Cheilozystiden ähnlich (die runde ist deformiert, nicht beachten)


    Nur am obersten Stielapex gibt es wenige unregelmässige Kaulozystien.




    LG Raphael