Phaeosphaeria lycopodina (Mont.) Hedjar., Sydowia 22 (1-4): 78 (1969)

Es gibt 1 Antwort in diesem Thema, welches 206 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Felli.

  • Servus beinand,


    am Sprossenden Bärlapp (Lycopodium annotinum) und vermutlich auch an anderen Bärlappen, findet man immer wieder schwarze Blütenstände (Bärlappe haben botanisch gesehen offiziell bereits Blüten, da es sporenbildende Blätter an einer Triebspitze sind, aber das nur nebenbei). Das ist so auffällig, dass man Phaeosphaeria lycopodina quasi beim Vorbeigehen sofort finden kann:



    Unter der Lupe sieht man dann auf den geschwärzten Blättern sehr kleine schwarze Punkte, die geschnitten im Mikroskop so aussehen:




    Hier ein Ascus herausgequetscht:



    Und hier die Sporen:



    Ich hatte gemessen:


    19,6–21,4–23,3 × 5,7–6,4–7,1 µm


    Die Sporen sind bräunlich, dreifach septiert, also vierzellig, etwas gekrümmt, etwas asymmetrisch, die zweite Zelle ist am breitesten.


    Phaeosphaeria lycopodina steht in den Phaeosphaeriaceae, Pleosporales, Dothideomycetes, Ascomycota. Dementsprechend sind die Asci bitunikat. Wer mal in diese spannende Familie hineinschnuppern möchte, kann mit dieser häufigen und leicht zu findenden Art beginnen.


    Liebe Grüße,

    Christoph