Hyaloscypha spec

Es gibt 5 Antworten in diesem Thema, welches 498 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Mario.

  • Hallo zusammen,

    Anfang Februar fand ich diesen kleinen Becherling auf innenseite einer Buchenrinde.


    Mittlerweile produzieren die Apothecien Sporen, und ich hab angefangen die Mikromerkmale zuvermessen.
    Bis jetzt könnte die Gattung Pyrenpoziza noch am besten passen, wirklich glücklich bin ich damit aber nch nicht, entweder ist das substrat faksch, oder die Sporenform, ...



    Die Sporen sind mit Öltropfen, in der Regel sehe ich an beiden Enden jeweils ein Trpofen. Einige haben aber auch bis zu 5.

    Ich hab hier 20 Sporen vermessen.



    Ja ja die Haken, die jungen Apos hatte ich mir nicht angesehen, da ich nicht dran geglaubt habe an die Sporen zu kommen, wobei die hier auch nicht alt sind. Sporenmeasse wird ja in teilen auch erst gebildet.

    Da ich den Pilz noch habe, werd ich nochmal versuchen die zu finden.


    Oder könntet ihr anhand der Bilder bereits einschätzen, ob mit oder ohne?



    Die Paraphysen würden von der Form her noch zu Pyrenopeziza passen.



    Dann hab ich noch eine Struktur gefunden, die ist 2,5 dick. zuviel für eine Paraphyse.

    Hab ich hier ein Marginalhaar gefunden? Auf dem Makrofto sind ja die Auswüchse leicht erkennbar.



    Würdet ihr der Gattung Pyrenopeziza zustimmen, oder soll ich lieber eine andere Vergleichen, und wenn ja welche?

    Richtung Pyro biege ich im FoTe auf Seite 1426 ab.


    Danke fürs anschauen

    Lieben Gruß

    Mario

  • Servus Mario,

    Pyrenopeziza hätte im Normalfall ein dunkles Excipulum. Hast du das bei deinem Fund gesehen? Du kannst auch um die IKI-Reaktion zu testen nochmal versuchen zuerst KOH und dann Lugol zuzu führen. manchmal führt das zum Erfolg.

    Wenn nicht , dann ist es halt negativ.

    Es wäre außerdem hilfreich wenn du es schaffst einen Fruchtkörperquerschnitt, und auch die Paraphyseninhalte in Wasser abzulichten.


    Möglicher Weise könntest du bei Hyaloscypha fündig werden.


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,

    danke für die Antwort.
    Ich hatte mich noch mit der Beschreibung von Pyropeziza mit der Publikation von Hütter befasst. Die ist von 1958, da ist die Beschreibung von Fuckel auch enthalten. Da hab ich das nun mit den dunklen Zellen gefunden, wusste aber nicht, ob das immernoch gilt. Mittlerweile steht oft nur noch, ist eine schwierige Gattung... :)

    Hier hab ich mal zwei Apos unter dem 10. Die gelbe Verfärbung ist am Ansatzpunkt. Die Verfärbung löst sich mit KOH3% nach 15 Minuten auf.


    Das ist nun von unten vergrößert. ich weiß garnicht, ob das Exipulum aus beiden Richtungen gleich aussieht.

    Aber jedesmal wenn ich versucht habe von einem Apo einen Querschnitt zuerhalten, war von dem bischen Zellgewebe was das Exp. bildet nur noch Matsch da.


    Paraphysen:


    In Wasser, weil sie vital sein müssen?

    Oder irgendwelche Vakuolen?


    Gestern hatte ich noch in den Aufnahmen gesehen, dass die Paraphysen gegabelt sind. Unter dem 100 in Wasser sieht man aber auch, das Septen vorhanden sind. Leider sind diese sehr klein, und hyalin. Da leidet der Kontrast.






    Bei dem Präparat kam noch eine Spore vorbeigeschwommen. wo man auch das Öl an den Polen mMn gut sehen kann.


    Asci hab ich auch einige nochmal aufgenommen.


    Hyaloscypha:
    die wenigen die bei mir geschlüsselt sind, hätte alle Haare. Und da ich die Ausbuchtung, die auf dem Makrofoto zusehen ist, im Mikro nicht wiedergefunden habe, halte ich die nicht wirklich für Haare.

    Wenn ich den Apo im 10 betrachte, ist der nicht zerquetscht. Da müsste ich am Rand Haare sehen.
    Ich kann gerne mal versuch rauszufinden, ob es Hyaloscypha ohne Haare gibt.


    mfg Mario

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Pyrenopeziza?“ zu „Hyaloscypha spec“ geändert.
  • Servus Mario,

    Ob das wirklich ein Haar ist kann ich leider so nicht beurteilen.

    Auf deinem Quetschbild


    könnten diese Lufteinschlüsse ein Zeichen für Haare sein.

    Aber jedesmal wenn ich versucht habe von einem Apo einen Querschnitt zuerhalten, war von dem bischen Zellgewebe was das Exp. bildet nur noch Matsch da.

    Wichtig sind die Randbereiche beim Schnitt.

    Wenn der komplette Querschnitt nicht klappt, dann nur ein winziges Stückchen vom Randbereich trennen - und das dann erst leicht quetschen und schauen was man sieht ( x 1000 Öl), wenn man nichts erkennen kann dann stärker quetschen.

    Evtl auch ein wenig mit Kongorot einfärben. Das macht die Kontraste deutlicher und färbt zudem noch die Haarspitzen rot bei einigen Arten.


    Im 10 siehst du bei Hyaloscypha keine Haare.


    Paraphysen:


    In Wasser, weil sie vital sein müssen?

    Oder irgendwelche Vakuolen?

    Ja genau, auf die Inhalte kommt es an - wie bei den Sporen auch


    Grüße

    Felli

  • Hallo Felli,


    vielen Dank für die Antworten.
    Ich hab nun an den Rändern geschnitten, hier sieht man schon mehr.


    Das eine müssten vlt. Marginalzellen sein?



    Die Haar sehen verschieden aus. Und sind teils auch um 2 my breit.


    Viele Grüße

    Mario