Beiträge von Mario

    Hi Ingo,

    naja, so gut hat der Versuch nicht geklappt.


    Auf dem zweiten Bild könnte man vlt. am linken Rand eine Gelbverfärbung vermuten.




    damit dürften die letzten nun auch weg sein. :(


    mfg Mario

    Hallo Ingo,

    noch hab ich welche, aber ansehnlich sehen Sie nicht mehr aus.
    ich hab jetzt den Rest Tageslicht für die Fotos benutzt.


    Die älteren fangen bereits an auseinanderzufallen. Was weiterhin zu sehen ist, -so finde ich - ist der heleere Rand.

    Aber die Brauntöne bei den älteren reichen weiterhin nicht aus?




    Wenn Du einen Vorschlag hast, wäre das natürlich toll, aber wenn sie ohne Namen bleiben kann ich damit leben. Ich finde öfters welche, die unbearbeitet im Wald zurück bleiben, weil es doch eine recht schwierige Gattung ist. So weit wie dieses mal, bin ich noch nie gekommen. Dann ist es für mich die Merkmale richtig zu dokumentieren damit der nächste besser klappt. :)


    mfg Mario

    Hallo Ingo,

    vielen Dank für die Antwort und die Ausführungen. :)
    An inferiseptata hatte ich ebenfals ja Zweifel, weil die auf den Bildern wesentlich dunkler daherkommen.

    Ich hab noch mehrere Präparate angefertigt, um mir die KOH-Reaktion anzusehen, für mich bleibt diese weiterhin aus.
    Das das KOH ankommt, kann ich am umfärben des Excipulums sehen. Ich hab hier in Wasser präpariert und anschliessend KOH 20% hinzugegeben.


    Ich denke der wesentliche Punkt ist der Sporeninhalt.
    Hier nun nachdem KOH hinzugefügt worden ist. Die Punkte an den Polen sind jetzt nicht mehr so klar und der Inhalt ist verfärbt und irgendiwe diffuser.
    Das ist dann der Rest der Vakuole, die sich verfärbt hat?


    Wenn ich nun OCI 0 hab, dann passt doch M. cinerea ganz gut.
    Schön die mal genauer unter die Lupe genommen zuhaben.

    Pyrenopezizen hatte ich noch keine unter der Lupe, aber vlt. wird es Zeit eine zu finden.

    Viele Grüße
    Mario

    Hallo zusammen,


    Am Wochenende hab ich bei meinem Ausflug wieder eine Mollisia gefunden. Da ich mich nun eine Weile schon mit Bechern befasse, wollte ich mal schauen, wie weit ich mittlerweile mit meiner Erfahrung komme, auch wenn es eine schwierige Gattung ist.

    Hinweise zu Fehlern, sind daher gerne Willkommen.


    Natürlich komme ich nicht sicher auf einen Namen. Zum Schlüsseln hab ich den Moolisiakey von Ingo W. (AscoSonnenberg) genommen. Mein Arbeitstitel ist zur Zeit "Mollisia inferinseptata".


    Substrat ist ein liegender Birkenast.

    Die Makroskopische Aufnahme ist etwas heller, als vor Ort wahrgenommen. Die Schwarzfärbung des Excipulums ist in den Mikroaufnahmen gut genug zu sehen. Ich fand auch das Sie zu Hause dunkler waren als vor Ort. Makroskopisch ohne Subikulum.


    Das Excipulum färbt sich in KOH 20% grün, vom Gewebe her würde es mit textura-globosa passen. Unter dem Hymenium (müsste die Medulla sein) sind die Zellen flach länglich. Das passt zu der Beschreibung bei Ingo. In der Beschreibung sollte dies porrecta-intricata sein. Hier tue ich mich schwer, dies so zu erkennen.


    Auf der Außenseite des Apotheciums sind abstehende Zellen. Ich meine das, dass die Marginalzellen sind. Oder nennt man das Marginalhaare? Jedenfalls sind diese zylindrisch, stehen ab und die Länge konnte ich mit 20 - 25 my messen. Auf der Oberseite des Bildes sieht man noch den oberen Rand des Apos.


    Die Asci sind 8-sporig und reagieren in Lugaol (für mich) schwach blau. Die Verfärung ist im apikalen Bereich breit und dringt wenig in den Ascus ein. Was ich als Calycina-typ kennen gelernt habe. Asci sind mit Haken. Die im Bild abgebildeten Hyphen sollten aus dem Hypothecium sein. Ob die Ausläufer junge Asci sind oder weitere Hyphenzellen, kann ich nicht einschätzen.


    Die Paraphysen sind in Wasser aufgenommen. Eine Gelbvefärbung nach Zugabe von KOH konnte ich nicht feststellen. Mag aber auch sein, dass Sie beim Transport nach Hause einen Knacks bekommen haben.


    Zu den Sporen: ich habe größtenteils allantoide gesehen. Was mir leider fehlt, nach der Beschreibung sollten auch septierte vorkommen, die dann länger sind 10 - 16. Eigentlich hätte ich aber welche finden müssen. Das passt für mich nicht. An beiden Polende sind Öltropfen vorhanden.


    Geschlüsselt hab ich golgendermaßen:


    1: Verfärbung unter Zugabe KOH ins grüne -> 2

    2: Substrat Holz -> 3

    3: Apikalring positiv -> 10

    10: mit Lugol blau -> 20

    20: Außenseite nicht auffällig Filzig -> 30

    30: abstehende Zellen kurz -> 40

    - würde ich hier annehmen das die Zellen doch länger sind, und ich das nur nicht korrekt messen konnte, käme ich auf Mollisia cinerella. Was nicht mit dem Ölinhalt passt.

    40: Vakuolen der Paraphysen ohne Reaktion -> 200

    - nehme ich hier an, dass die Reaktion durch den Knacks ausblieb käme ich auf Mollisia albogrisea aff.

    Auch hier passt das dann nicht mit dem Öl.

    200: OCI <= 2 -> 220

    220: OCI > 0 (0,5) -> 290

    290: OCI deutlich bei 1, 1+ -> 300

    300: Sporen durchschnittlich unter 10 -> 320

    320: einige Sporen auch über 10 -> 337

    337: hier wegen den liegenden Zellen -> Mollisia inferiseptata

    Der alternative Werg würde zu Mollisi mallochi führen, der dann aber auch vlt. passend ist.



    Habt ihr vlt. weitere Vorschläge?

    Oder hab ich mich komplett verlaufen?


    Vielen Dank fürs lesen

    Mario

    Hallo Felli,


    vielen Dank für die Antworten.
    Ich hab nun an den Rändern geschnitten, hier sieht man schon mehr.


    Das eine müssten vlt. Marginalzellen sein?



    Die Haar sehen verschieden aus. Und sind teils auch um 2 my breit.


    Viele Grüße

    Mario

    Hi Felli,


    oben links, das sollte das Haar sein. Hab ich bei der Aufnahme nicht gesehen, sonst wäre es nicht als Beifang am Rand.


    mfg Mario

    Hallo Felli,

    danke für die Antwort.
    Ich hatte mich noch mit der Beschreibung von Pyropeziza mit der Publikation von Hütter befasst. Die ist von 1958, da ist die Beschreibung von Fuckel auch enthalten. Da hab ich das nun mit den dunklen Zellen gefunden, wusste aber nicht, ob das immernoch gilt. Mittlerweile steht oft nur noch, ist eine schwierige Gattung... :)

    Hier hab ich mal zwei Apos unter dem 10. Die gelbe Verfärbung ist am Ansatzpunkt. Die Verfärbung löst sich mit KOH3% nach 15 Minuten auf.


    Das ist nun von unten vergrößert. ich weiß garnicht, ob das Exipulum aus beiden Richtungen gleich aussieht.

    Aber jedesmal wenn ich versucht habe von einem Apo einen Querschnitt zuerhalten, war von dem bischen Zellgewebe was das Exp. bildet nur noch Matsch da.


    Paraphysen:


    In Wasser, weil sie vital sein müssen?

    Oder irgendwelche Vakuolen?


    Gestern hatte ich noch in den Aufnahmen gesehen, dass die Paraphysen gegabelt sind. Unter dem 100 in Wasser sieht man aber auch, das Septen vorhanden sind. Leider sind diese sehr klein, und hyalin. Da leidet der Kontrast.






    Bei dem Präparat kam noch eine Spore vorbeigeschwommen. wo man auch das Öl an den Polen mMn gut sehen kann.


    Asci hab ich auch einige nochmal aufgenommen.


    Hyaloscypha:
    die wenigen die bei mir geschlüsselt sind, hätte alle Haare. Und da ich die Ausbuchtung, die auf dem Makrofoto zusehen ist, im Mikro nicht wiedergefunden habe, halte ich die nicht wirklich für Haare.

    Wenn ich den Apo im 10 betrachte, ist der nicht zerquetscht. Da müsste ich am Rand Haare sehen.
    Ich kann gerne mal versuch rauszufinden, ob es Hyaloscypha ohne Haare gibt.


    mfg Mario

    Hallo zusammen,

    Anfang Februar fand ich diesen kleinen Becherling auf innenseite einer Buchenrinde.


    Mittlerweile produzieren die Apothecien Sporen, und ich hab angefangen die Mikromerkmale zuvermessen.
    Bis jetzt könnte die Gattung Pyrenpoziza noch am besten passen, wirklich glücklich bin ich damit aber nch nicht, entweder ist das substrat faksch, oder die Sporenform, ...



    Die Sporen sind mit Öltropfen, in der Regel sehe ich an beiden Enden jeweils ein Trpofen. Einige haben aber auch bis zu 5.

    Ich hab hier 20 Sporen vermessen.



    Ja ja die Haken, die jungen Apos hatte ich mir nicht angesehen, da ich nicht dran geglaubt habe an die Sporen zu kommen, wobei die hier auch nicht alt sind. Sporenmeasse wird ja in teilen auch erst gebildet.

    Da ich den Pilz noch habe, werd ich nochmal versuchen die zu finden.


    Oder könntet ihr anhand der Bilder bereits einschätzen, ob mit oder ohne?



    Die Paraphysen würden von der Form her noch zu Pyrenopeziza passen.



    Dann hab ich noch eine Struktur gefunden, die ist 2,5 dick. zuviel für eine Paraphyse.

    Hab ich hier ein Marginalhaar gefunden? Auf dem Makrofto sind ja die Auswüchse leicht erkennbar.



    Würdet ihr der Gattung Pyrenopeziza zustimmen, oder soll ich lieber eine andere Vergleichen, und wenn ja welche?

    Richtung Pyro biege ich im FoTe auf Seite 1426 ab.


    Danke fürs anschauen

    Lieben Gruß

    Mario

    Hallo,

    aja vielen Dank. Die hatte ich bei mir nicht auf der Liste.
    Ich vergleich mal.


    mfg

    Mario

    Hallo zusammen,


    ich versuche gerade einen Becher zu bestimmen.


    Das Apothecium war ca. 3-4 mm groß (lang), und recht vieles würde für mich für Ciboria betulae sprechen.

    Wobei ich beim Substrat eigentlich ein Erlenblatt vermute, Birke konnte meine ich, war vor Ort nicht vorhanden. Aber vlt. geh ich nochmal vorbei.
    Asci wären nach meiner Literatur zu klein, kann aber daran liegen das der Pilz noch jung war.


    Würdet ihr C. betulae zustimmen, oder sollte cih den lieber nochmal mit was anderem Vergleichen?


    Vielen Dank fürs drüberschauen

    Mario


    Asci: IKI bb (schwach)

    nach Fote wären die Asci 110 - 160.


    Excipilum


    Paraphysen fusiform, leicht wellig, mitunter am Kopf verbreitert.


    Hallo Ulla,


    danke für den Hinweis. Richtung Tremella war ich schon unterwegs, mich hatte aber der weiße Kern gestört, da ich Tremella nur als durchgängig gallertartig kannte. Makroskopisch passt das auch ganz gut.


    ich hab jetzt nochmal den Tag damit verbracht im Internet mal nachzulesen.


    Naematelia encephala ist als aktueller Name (Fungoforum, Mycobank) zu T. encephala (1801) hinterlegt. Zu dem Namen ist auch einiges zu finden.

    So wurde die Gattung Naematelia 1818 von Fries eingeführt, und von Loyd ein Versuch unternommen die Gattung Encephala zu beschreiben. Das war allerdings ungültig und es ging wohl einiges hin und her. Wann dieser wieder in Tremella encephala (1801) übernommen wurde, konnte ich nicht herausfinden.

    Roberts hat hier möglicherweise was dazu geschrieben, aber zu dem Artikel hab ich keinen Zugang.


    Jedenfalls, Bandoni hat (1966) gezeigt, das der weiße Kern eigentlich Gewebe von Stereum sanguineolentum ist.

    Bandoni schreibt auch das Naementalia e. auf Lärche, Douglasie und Tanne vorkommt. Genauer, das diese auf S. sanguineolentum und möglicherweise andere Stereumarten parasitiert.


    Problematisch ist dann aber weiterhin, dass die Originalbeschreibung auf zwei unterschiedliche Pilze zurückzuführen ist, sowie das einige der Exidia-arten ebenfalls weiße Kerne einlagern. Diese sollen wohl aus Kalk sein. Zudem ist die Gattung Tremella polyphyletisch, evtl. deswegen wurde 2015 auf die Gattung Naematelia zurückgegriffen.


    Auf 123Pilze steht das der selten ist, was ich nicht nachvollziehen kann. Es gibt genug Fundeintragungen. Für mich auch nicht unterkartiert.




    mfg

    Mario

    Hallo zusammen,


    ich hab wieder ein Fund an dem ich gerade am rumrätseln bin, vlt. könnt ihr mir einen Hinweis geben.


    Der Fund ist ca. 2 cm im Durchmesser und etwas über ein cm hoch. Hirnartig gewunden und von der Konsistenz her Gallertartig.

    Die Farbe ist ein Orange/Rosa. Der Pilz wuchs auf einem Kiefernast (initiale Zersetzung) und war Zentral ohne Stiel angewachsen.


    Der Pilz hat innen weisses Fleisch und außen einen gallertartigen Überzug.



    Die Außenschicht besteht aus Hyphen und rundliche Zellen.

    Hier komme ich nicht weiter, ich fand jetzt keine Basidien. Sollen die rundlichen Zellen Basidiolen darstellen?

    Wenn ich das jetzt schlüsseln sollte, müsste ich verzweigte Basidien finden, aber wie gesagt. Noch keine gefunden.


    Soweit ich das sehe, sind an den Hyphen schnallen. Falls es hilft.


    Ich versuch gerade einen Sporenabdruck zu nehmen. Mal sehen ob das mich weiterbringt.


    Ideen sind herzlich willkommen.


    Viele Grüße

    Mario

    An einem Kanal dessen Randzone auf beiden Seiten mit Erlen bewachsen ist, fand ich auf einem Erlenkätzchen ein Becherling.

    Die erste Idee ist Ciboria amentacea (Erlenkätzchenbecherchen). An den Zäpfchen hab ich leider nichts gefunden.



    Die Fruchtkörper sind beige-bräunlich, milchig. Der Rand wellig bzw. gezahnt. Der Durchmesser reicht von 2 mm bis 5 mm.

    Die Stiele sind mit 0,4-4 cm makroskopisch gut zu erkennen. Der Fruchtkörper liegt dabei am Boden, so das der Stiel bei vielen ebenfalls auf der Erde liegt. Bei einigen ist der Stiel so kurz das dieser stabil an dem Kätzchen befestigt sind.



    Die Asci sind 8 sporig, anfangs einreihig später dann 2 reihig und inoperculat.

    von den Ascii hab ich nur eine gemessen, 116 * 8,8



    Mit Lugol verfärbt sich die Spitze blau. Übrigens das erste mal das das bei mir klappt.


    Sporen sind unseptiert und 8,9 * 6,0 in separaten Sporenabwurf gemessen.


    Excipulum mit rundlichen Zellen.


    Verglichen ist der Fund mit FoTE.


    Ansonsten hab ich jetzt keine Schlüssel für Ciboria gefunden. Würd ich nach T. Schumacher von 1987 (https://www.researchgate.net/p…e_genus_Ciboria_in_Norway)

    gehen, käme ich auf C. caucus f. sp. alnicola. Davon mal abgesehen das ich nicht weiss wofür sp. steht, bin ich ja nicht in Norwegen.

    Nach index f. ist C. caucus kein Synonym für C. amentacea. Auch wenn es auf einigen Seiten im Internet einfach mal so steht. ???


    C. caucus sollte nach FoTE nur Pappel und Weide vorkommen. Auch Asco Sonnenberg differenziert diese beiden und führt ein Fund für Weide (C. caucus) und zwei für Erle auf. C. amentacae.


    Wisst ihr wann das getrennt worden ist, und würdet ihr Euch der Bestimmung anschliessen?

    Bzw. Gibt es einen guten Schlüssel?


    mfg Mario

    Hallo Gunnar,


    Die Maden standen nicht im Vordergrund. Aber vlt. sind sie gut genug (obere hälfte, am Hymenophor, die weißen Punkte) zuerkennen.


    Soweit ich mich erinnere bzw. erkenne, war das ein Sandröhrling (Suillus variegatus).


    mfg Mario

    Hallo liebe Community,

    nachdem ich nun ein Mikro habe, bin ich heute auf die Suche gegangen und bin auch Fündig geworden.

    Hier nun mein erster Versuch. Ein Anspruch den Pilz Artgerecht zu bestimmen hab ich jetzt nicht. Wichtiger ist Momentan die Methodik.


    Den Pilz fand ich am Rande eines Erlenbruchwaldes. Auf der Gegenüberliegenden Seite Standen bis zum Wegrand Birken und junge Buchen.

    Eine einzelne Hainbuche wuchs ca. 8m vom Fundplatz entfernt. Dahinter haben Sich Waldkiefern festgesetzt.

    Hinter dem Weg folgt ein Mischwld aus Buchen und Kiefern, unterstezt mit Eichen.



    Das Substrat kann ich nicht genau bestimmen. Es könnte meines Erachtens nach, Erlenholz sein. Die Zersetzung des Holzes ist fortgeschritten und von der Verfärbung rötlich-dunkelbraun. Was aber auch Moderfäule sein kann, da das Holz teils vergraben war. Der Kern des Holzes ist, gelblich bis rötlich. Und hier hört es auch bei mir bereits auf.

    Meine erste Frage ist daher:

    Was kann ich aus dem vorliegenden Holz noch entnehmen?


    Der Pilz selber ist Becherförmig und wächst auf der Außenseite des Subtrates. Eine gemeinsame Wachstumsausrichtung (gemeinsam nach oben oder gmeinsam richtung boden) ist nicht vorhanden.

    Der Großteil ist Schneeweiss, der Rest verfärbt sich bereits ins orange.



    Der Pilz selber ist kurz gestielt und auf der Außenseite, vor allem am Rand sind kleine Hährchen schwach erkennbar.


    Unter dem Mikroskop kann man sehen, das dieser ein inoperculater Ascomycet ist. In den Asci sind bis zu 8 Sporen.


    Die Sporenmaße: 6,2 (7,1) 8,3 * 2,15 (2,7) 2,95

    Das passt nach meiner Literatur (Fungi of temperate Europe) nicht genau zu Dasyscyphella nivea.

    Nach FotE wären sie schmaler 6-9 * 1,7-2.3.



    Ab hier betret ich komplett Neuland.

    Das nächste bild, zeigt hoffentlich Paraphysen.


    Mit Mälzer scheint bei den nichts zu passieren,


    Und evtl. hab ich ein Haar gefunden.

    Allerdings solten die nach meiner Literatur nicht gegabelt sein.


    Hab ich die Strukturen

    - Paraphysen, Haar richtig zugeordnet?


    Kann ich denn Asci I+ überhaupt mit Melzer prüfen oder muss es eine Lugolsche Lösung sein?


    Vilen Dank fürs Lesen und Feedback

    Mario

    Hallo,


    danke für die Antworten.


    Ich hab ihn mal ausporen lassen, und würde die Farbe irgendwo zwischen 4a und 6b einsortieren.



    Bei dem Gelben Graustieltäubling war ich mir unsicher:

    sicher kann man die Reaktion mit Eisensulvat als Weinrot mit wenig Deckkraft ansehen und die Phenolreaktion zwischendrin vlt. rosarot bevor sie so Weinrot wurde.

    Schwierig ist für mich das Merkmal "grauer Stiel" Ich kenn jetzt nur den Orangeköpfigen Graustieltäubling. Da ist die Sache klar.

    Vlt. verstehe ich das Merkmal nicht richtig. Wie hier steht Gelber Graustieltäubling, hatte ich den Stiel angekrazt, aber dann keine rötliche Verfärbung wahrgenommen.


    Den Pilz hab ich als unbestimmt entsorgt, soweit ich mich erinnere war der Rand tatsächlich nach dem ausporen schwärzlich.


    Goltäubling würde passen. müsste dann aber an der Stelle Kalk sein.

    Am Wochenende kommt der nächste Täubling dran.


    mfg Mario

    Hallo,


    bei der heutigen Runde kam ich an Täublingen vorbei, und hab gleich mal welcher zur Bestimmung mitgenommen,

    und mich mal an der Täublingsbestimmung probiert.


    Gefunden hab ich den Pilz am Ufer eines kleinen See's, wobei der umgebende Wald hauptsächlich aus Kiefern und Eichen besteht.

    Neben diesen aber auch vereinzelt Buchen, Birken und späte Traubenkirsche zu finden sind. Da der Boden Flächenweise mit Heidelbeeren überwuchert ist, gehe ich von einem sauren Boden aus, wobei natürlich an Uferböschungen auch Kalkhaltige stellen möglich sind. Zigerpflanzen für Kalk hab ich keine gesehen.


    Der Hut ist ca. 9 cm groß, und dottergelb.


    Der Geschmack eher mild.

    Alleine deswegen würde ich den Sonnentäubling (R. solaris) auschliessen wollen.




    Der Rand ist im alter leicht gerieft, bei dem jungen sehe ich das Merkmal nicht.

    Die Huthaut kann ich über die hälft abziehen, beim alten bis zur mitte.



    Am Stiel kann man nach einiger Zeit die Abdrücke der Finger sehen, was glaub ich aber bei sogut wie allen Pilzen der Fall ist.



    Ich lass den Pilz noch ausporen, aber anhand der Verfärbung an den Lamellen, schätze ich das diese so bei 6.

    Landen wird. Die Skala hier ist vom Tingtling.


    Die Reaktion mit Eisensulvat ist rosa. Das passt schonmal unten an der Stielbasis mit KoH 30%.

    Wurde nicht rot.


    Die Reaktion mit Phenol nach ca. 15 minuten.

    Weinrot, passt auch. An der Stielbasis nochmal mit KoH, kann man sich drüber strieten, ob das rot ist. Für mich ist das nur eine Verdunkelung.



    Nach dieser Quelle https://www.123pilzsuche-2.de/…etails/Ockertaeubling.htm

    stimmmen die Reaktion mit Phenol und Eisensulvat überein, aber nicht mit KoH.


    Nehm ich die Tüblingstabelle: https://www.pilzforum.eu/attac…iggel-stand-23-07-01-pdf/

    ist hier die Reaktion mit Eisensulvat aufgelistet und stimmt, aber ebenfalls KoH, mit Rot-Verfärbung.

    Phenol ist nicht aufgeführt, und die Sporenfarbe I1 - b seh ich auch noch nicht.

    Dafür Habitat: Laub und Mischwald, Mittelgroß und Mild, und Stielbasis gelblich.


    Wie seht ihr die Sache.

    Vielen Dank fürs Lesen.


    Mario