Dendrophoma cytisporoides (Sacc.) Sacc. 1880
- thorben96
- Erledigt
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Servus Thorben,
etwas sehr ähnliches hat ein Freund von mir an Berberis aufgesammelt und mir vorbeigebracht. Die Borsten habe ich nicht fotografiert (könnte ich nachholen, habe einen Beleg gemacht), aber die konidiogenen Zellen und die Konidien. Ich kam auch bei Dendrophoma cytosporoides heraus. Die beiden Anhängsel erreichen nicht ganz 1 µm Länge. Ich habe die Kollektion mit der einschlägigen Literatur vergleichen, vor allem mit Crous et al. (2012) – https://www.researchgate.net/p…dial_appendages_Persoonia
Und da sind die Konidien etwas kürzer und gedrungener.
Hier erstmal die Fotos:
Ich komme bei den Konidien auf 4,1–5,4–6,1 (–7,8) × 1,3–1,5–1,8 µm (ohne Anhängsel) und Q = 2,6–3,7–4,8 (–5,6)
Ich hatte die Kollektion wegen des etwas größeren Quotienten erstmal bei "cf" belassen. Hast du Erfahrung in der Gruppe, also der Gattung Dinemasporium s.l.? Kannst du das bestätigen oder sind die Konidien deiner Meinung nach in der Form zu verschieden?
Bei der Zuordnung zu Dinemasporium im weiten Sinn bin ich sehr sicher und eigentlich bleibt nichts als Dendrophoma übrig, aber ich habe da eben zu wenig Erfahrung.
Aufsammlung vom 4.4.2026, aus München Stadtgebiet, an Berberis vulgaris-Zweigen, Beleg Nr. CH2026040402
Liebe Grüße,
Christoph
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Hallo Christoph,
nach momentanen Stand sollte der Fund Dendrophoma cytisporoides sein.
Bisher sind ja noch keine Verwechslungsarten bekannt oder noch nicht publiziert.
Das Konidien Abweichungen in der Größe haben ist in diesem Fall normal, weil die Konidien selber sind ja gebogen, aber können sich auch strecken, wodurch diese länger werden.
Gerade hatte ich nachgeschaut und meine gestreckten Konidien erreichen auch 6 Mikrometer.
Eventuell gibt es leichte Abweichungen in der Größe, wenn Pilze in Kultur genommen und gemessen werden.
Ich würde deinen Fund als Dendrophoma cytisporoides nach Crous. et.al. (2012) stehen lassen.
Mein Fund ist zur Zeit im Westerdijk Fungal Institute zur weiteren Bearbeitung und mal sehen was rauskommt, falls eine Kultur gelingt.
Vielleicht gibt es ja eine Überraschung.
VG : Thorben
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Servus Thorben,
vielen Dank für die hilfreiche Antwort! Ich hatte schon überlegt, eine Sequenz machen zu lassen. Jetzt warte ich erstmal, was sich bei der Bearbeitung deines Belegs ergibt. Wenn es keine aktuell bekannten Verwechslungsarten gibt, kann ich den Fund auch kartieren. Ein Beleg ist eh vorhanden, falls sich später ergebensollte, dass es weitere ähnliche Arten gibt.
Liebe Grüße,
Christoph
