Es gibt 4 Antworten in diesem Thema, welches 374 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von nochn Pilz.

  • Hallo liebe Pilz- und Poesiefreunde.

    ...und auf geht´s zum ersten Wettbewerb im 12. PPC-Jahr! Das Dutzend ist voll!!!

    Ich hoffe auf rege Teilnahme, es gibt ja aktuell nicht allzu viele Pilzfunde in dieser Jahreszeit, da ist Zeit zum Dichten.

    Natürlich fühlen sich vor Allem die routinierten Pilzlyrikexperten der letzten Jahre angesprochen.

    Gerne sind aber auch neue Forenmitglieder, die ich hiermit ausdrücklich anspreche, willkommen: probierts mal mit den Pilzgedichten!

    Es ist eine zwar leicht vernachlässigte, aber sehr schillernde Facette unseres schönen Hobbys.

    Es geht darum der wenig beachteten Sparte der Poesie, den Pilzgedichten, die verdiente Geltung zu verschaffen.

    Also, traut Euch, zeichnet, dichtet, filmt, fabuliert, erzählt, malt, reimt, besingt, plaudert, hörspielt.... werdet kreativ!

    Hier finden sich die bisherigen Gewinnergeschichten: PP-Poesiealbum

    Eure Vorgaben:

    Das Gedicht (oder ähnliches Werk) muss mindestens 12 Zeilen vorweisen.

    Die Zahl eurer in den Monats-Wettkampf gebrachten Werke ist auf maximal drei begrenzt.

    Jedes eurer Gedichte hat selbstverständlich irgendwie die Pilze mit im Gepäck.

    Weiterhin müsst ihr eine weitere Vorgabe erfüllen, und zwar,

    von den nachfolgenden Vorgabethemen müsst ihr eine Thematik oder zumindest einen der Begriffe verwenden.

    Der Rest ist euch freigestellt. Macht wie ihr meint.

    Und jetzt ran an den Speck, Griffel gespitzt, die vorgegebenen Begriffe in diesem Monat sind

    staunen - oft - Regen

    Abgabeschluss ist der 19.05.24 24:00 Uhr.

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
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    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)



  • Aus aktuellem Anlass: gestern war ich im Park, freudig gespannt auf die 4 Flockis, die ich eine Woche zuvor stehengelassen hatte, weil die noch so klein waren. Dann die böse Überraschung. Ich glaube, das Gedicht macht klar, was passiert war.


    Absurdistan

    oder

    Rachefantasien


    Hier steh' ich im Regen, es schneit warme Flocken,

    Schlittschuhläufer schwimmen im See,

    Im Gras liegen kleingehackt stattliche Brocken

    Fliegende Sporen, so rot wie Schnee.


    Da fand sich doch grad' noch ein Gärtner ganz einsam,

    Im Hexenring, bestimmt neunzehn Stück.

    Mit grüner Hose, in hellblau ganz kleidsam,

    Jämmerlich weinend, sich windend vor Glück.


    Am Horizont vorn ein liebliches Scheusal,

    Rattert und knattert mir lautlos ins Ohr.

    Der Steinpilz am Steuer bekreuzigt sich neunmal

    Steht lachend dahinter, schaut grimmig hervor.


    Staunend steht, gelangweilt springend,

    Ein weißes Schaf, dunkel gelockt,

    Traurig im Baum, stumm, heiter singend,

    Kräht es: "Wer hat das verbockt?"

  • Stets bemüht!


    Unendlich Phantasie

    hab ich beim Dichten nie

    Gedichte die erhellten

    die schrieb ich nur selten

    Des Lektors feuchter Traum

    der stammt von mir wohl kaum

    Leidlich gefeilte Zeilen

    gelingen nur bisweilen

    Ein Vers recht fromm und frisch

    der glückt mir nur gelegentlich

    mit die Grammatik mir gezofft

    das kenn ich gut, das hatt ich oft

    In Wahrheit ist es noch viel schlimmer

    vom Reimen hab ich keinen Schimmer

    Beim Dichten bin ich Trockenschwimmer

    Aber Pilze find ich immer ==Pilz27

    Schönen Gruß,
    Hans aus Bremen
    ------------------
    "Es gibt Gottsucher, Ichsucher und Schwammerlsucher" (G. Polt)