Henningomyces, Cyphellopsis, Phaeocyphellopsis?

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 465 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von kruenta.

  • Hallo allerseits,


    auf'm Hof wächst an einem alten Apfel am morschen Holz so ein verstreut wachsendes, winziges, ockerbraunes Hängebecherchen, und habe den erstmal als wahrscheinlich "Henningomyces candidus" von der Finden-wollen-Liste eingeschätzt. So richtig scheint das aber nicht so passen, und dann gibt es ja noch eine ganze Reihe ähnlicher Arten, die mir aber auch als Bilder noch nie untergekommen sind.

    Mikrobilder kann ich hoffentlich morgen nachreichen.


    LG,

    Bernd

  • Moin,


    weitere Bilder

    Makro auf Millimeterskala, Kunstlicht

    Unterm Mikroskop 2,5er

    10er

    Übersicht

    100er

    Das scheint eine Basidie zu sein, mit 4 Sterigmata

    Sporen sind reichlich zu sehen, aber meistens im Gestrüpp verborgen, ziemlich variabel, so 3-6 * 2,5-5 µm.

    Mein Arbeitstitel war ja Cyphellopsis ochracea, der wird von Bridge Cooke 1957 (Sydowia Beihefte IV) ausführlich beschrieben u.a. mit Belegen aus D, PL und LV. Mal abgesehen davon, dass der da deutlich größer beschrieben wird (Durchmesser 0,2-0,6 mm, Höhe 0,5-3 mm) finde ich das nicht so abwegig. Kennt jemand diese Art oder gibt es irgendwelche anderen Vorschläge?


    LG, Bernd

  • Hi, ich habe gerade mal im Lehmann, Cyphelloide Homobasidiomyceten in Schleswig-Holstein und Nachbargebieten, 2020 nachgeschaut, da gibt es noch Phaeosolenia densa die makroskopisch deinem Fund ähnelt.


    Grüße, Chris

    ...........................:snail:

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  • Hallo Chris, danke, den werde ich auch im Auge behalten. Nicht schlecht passend, allerdings scheint der mir auch etwas zu groß. Werde die Tage noch mal neue Fotos vom aktuellen Zustand machen. Und dann den Cooke wälzen, was denn noch so in Frage käme ...


    LG, Bernd

  • Hallo allerseits,


    der Pilz sieht weitgehend unverändert aus und auch mikroskopisch scheint sich nicht viel verändert zu haben.

    Biotop, der Apfel muss so aus den 1930/40ern stammen.

    Vor Ort. Nicht gewachsen.

    Max. 0,5 mm lang und 0,2 mm im Durchmesser

    Und außer den grünlichen Kullerdingern sehe ich nichts, was Sporen sein könnten.


    Sonst kann ich nichts Wegweisendes erkennen.

    LG, Bernd

  • Am gleichen Baum war noch ein weiterer glockenförmiger Hängebecher zu sehen. Ähnlich groß, aber weiß. Was erwägen lässt, ob das der geliche Pilz in jung sein könnte.

    Aber deutlich haariger

    Übersicht

    Die Haare (?) und Hyphen sehen im Vergleich deutlich rauher aus, außen inkrustriert (?)

    sonst kann ich keine zuordenbaren Strukturen erkennen.


    Kann gut eine andere Art sein, oder?

    LG, Bernd

  • Und schließlich noch ein dritter Pilz, an totem Zweig von Zitterpappel, so etwa in Augenhöhe. Unterseits wachsend. Max. 0,4 mm groß. Eher nicht glockenförmig, sondern flach. Dabei hätte ich erwartet, dass Merismodes anomale rasukommt. Im Vergleich mit Ingos Bildern kommt das vielleicht hin

    ASCO-SONNEBERG - Cyphelloide

    Wobei meine Becher dunkler aussehen.


    Das scheint ein Stück Hymenium zu sein


    Ansonsten wäre hierfür vielleicht noch Crookes Maireina fulvescens in Betracht zu ziehen, der auch so schäferstockgekrümmte granulierte Härchen haben soll. Die Art ist sonst aber wohl ein Geist ...


    LG, Bernd