Geruch und Standort des Olivbraunen Safranschirmling

Es gibt 6 Antworten in diesem Thema, welches 308 mal aufgerufen wurde. Der letzte Beitrag () ist von Shanks.

  • Hallo zusammen, ich hab zuletzt mutmaßlich Olivbraune Safranschirmlinge gefunden, bin aber ein wenig ins Grübeln gekommen ob des Standorts und Geruchs.


    Der Geruch war eindeutig unangenehm, obwohl die Exemplare noch jung waren (noch nicht aufgeschirmt, auch nicht vertrocknet, sondern in frischem Zustand). Weiß nicht wie ichs genau beschreiben soll, vielleicht eine Mischung aus kohlartig und leuchtgasartig? Im Fleisch haben sowohl meine Frau als auch ich eindeutig Rettichgeruch wahrgenommen.


    Das habe ich bei Safranschirmlingen aus dem Nadelwald noch nie erlebt, die rochen immer relativ neutral bis schwach pilzig, nie unangenehm. Gefunden hatten wir die vermeintlichen C. olivieris in einem reinen Eichenwald und auch schon noch im Wald, wenn auch der Waldrand nicht mehr weit weg ist (vielleicht 100 m). Was wiederum eher dagegen spricht, dass es eine der giftigen Chlorophyllum-Arten ist, wenn auch vermutlich nicht unmöglich.


    Meine Fragen:

    Habt ihr so einen unangenehmen Geruch bei frischen Fruchtkörpern bei C. olivieri auch schon erlebt? Und taugt der Geruch (wie gesagt bei frischen Fruchtkörpern) zur Unterscheidung der Chlorophyllum-Arten aus eurer Erfahrung im Regelfall als verlässliches Merkmal?

  • Hallo Shanks


    Also für mich hatte C. olivieri einen angenehmen Geruch. Seid ihr wirklich sicher, dass es Safranschirmlinge waren? Die Geruchsbeschreibung trifft meiner Meinung nach eher auf den Spitzschuppigen Schirmling - Echinoderma asperum (https://www.123pilzsuche-2.de/…zschuppigerSchirmling.htm) zu. Könnte es sein, das ihr diese für Safranschirmlinge gehalten habt? E. asperum wächst meiner Erfahrung nach gerne am Wegrand, habe ich erst kürzlich ein Grüppchen gefunden:






    LG

    Benjamin

  • Hallo Ibex, danke für das Feedback. Nein, das sind schon definitiv Safranschirmlinge, ich hätte wohl doch Bilder anhängen sollen, allerdings sinds nur 2 und die auch sicherlich nicht aussagekräftig genug für eine Artbestimmung, aber um Zweifel hinsichtlich Safranschirmling oder nicht zu zerstreuen reichts:

  • Ich hatte C. olivieri zuvor noch nie im Eichenwald gefunden, und bei den Nadelwaldfunden hatte ich so einen deutlich unangenehmen Geruch eben noch nie wahrgenommen. Ich frage mich, ob das Substrat (Laub- statt Nadelstreu) einen so gravierenden Einfluss auf den Geruch der Fruchtkörper haben kann. Dass es natürlich externe Einflüsse wie pinkelnde Rehe geben kann ist klar, aber das würde ich hier ausschließen, da der Geruch eben wirklich bei allen 4 Fruchtkörpern an dieser Stelle gleich war. Hat jemand Erfahrungen mit Funden der Art aus dem Laubwald, vielleicht sogar speziell aus dem Eichenwald?