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letzter Beitrag von Herriot am

Grazile Schönheit an einer abgestorbenen Weide - ein Pilz?

  • Guten Abend in die Runde,

    vor einigen Tagen fand ich an der Ostseite einer abgestorbenen Weide in den Rheinauen eine grazile rote Schönheit. Wie der zum Vergleich angehaltene Kugelschreiber auf dem Foto "..Position_Größe" zeigt, ist sie nur wenige mm groß und so fragil, dass ich sie zu meinem Bedauern am Standort entnehmen musste. Die Hübsche hätte Sabine nicht überlebt. Nun steht sie vor mir und ich habe zunächst einmal folgende Fragen:

    - Um was handelt es sich hier? Die in Foto "Sporangien_Fragezeichen" vergrößert zu sehenden roten Teile erinnern an die kugelförmigen gelben Fruchtkörper von Badhamia utricularis, die vor etwa einem Monat ca. 50 cm entfernt an dem Stamm zu beobachten waren. Ist die Kleine also auch ein Pilz/-Fruchtkörper?

    - Falls es sich um einen Pilz handelt und zur Bestimmung Sporen erforderlich sind, brauche ich Eure Unterstützung. Bei der Entnahme habe ich die Grazie in einem geschlossenen Behälter aus dem Mikroskopierkasten untergebracht - siehe Foto. Da ich in Sachen Mikroskopie noch absoluter Anfänger bin, gebt mir bitte Tipps, wie jetzt weiter vorzugehen ist, um Sporen zu gewinnen.

    Falls erwünscht, habe ich noch viele weitere Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven, bzw. kann ich auch gerne weitere gezielt nach Bedarf erstellen. Ebenso gerne beantworte ich natürlich auch weiterführende Fragen.

    Ich bin sehr gespannt und freue mich auf Eure Rückmeldungen.

    Beste Grüße

    Herriot







  • Hallo Herriot,

    für einen Schleimpilz halte ich Deine Gebilde nicht. Badhamia utricularis entwickelt sich z.B. ganz anders.

    Ob es überhaupt was Pilzliches ist kann ich nicht sagen. Vielleicht hat jemand anderes eine Idee.

    LG Ulla

  • Ahoi!


    Sieht für mich aus wie ein Blattrieb einer Pflanze, allerdings durchaus mit einem Befall dran. Ob das aber nun ein Pilz (Phytoparasit) oder irgendwelche Tierchen (oder deren Gallen) sind, das kann ich auf den Bildern nicht erkennen.

    Man könnte die Frage auch noch in einem anderen Forum bei >den Phytoparasitenspezialisten< stellen. Eventuell findet sich da noch jemand mit zündender Idee.



    Lg; Pablo.

  • Lieber Pablo,

    vielen Dank für Deinen Hinweis auf die Phytoparasitenspezialisten. Wir konnten das Rätsel tatsächlich lösen und auf dem Weg zu dem für mich sehr überraschenden Ergebnis lernte ich einige sehr interessante Aspekte über (teil-)vegetarische Ernährungsweisen bei Spinnen kennen, die zumindest mir noch nicht bekannt waren.

    Für rein mykologisch interessierte in Kürze die jetzt bekannten Fakten:

    - bei der Grundstruktur des Gebildes handelt es sich um einen Trieb des Mooses, das u.a. oberhalb der Fundstelle wächst, vermutlich Hypnum cupressiforme.

    - die rote Substanz ist Forstmarkierungsfarbe. Sie wurde im Umfeld eingesetzt, um an neuen Strauchpflanzungen Markierungslatten zu besprühen.


    Wie allerdings die Substanz auf den Moostrieb und wie der Moostrieb an die Fundstelle kam und vor allem, warum eine Spinne einen mit Farbe besprühten Moostrieb offensichtlich gezielt an dieser vor Niederschlag und Wind geschützten Stelle befestigte, bleibt vermutlich auf ewig ein Geheimnis.


    Wer sich für vegetarische Ernährungsweisen bei Spinnen interessiert und/oder nähere Einzelheiten der Lösung einsehen möchte, hier der Link:

    Ein Rätsel in Rot - Phytoparasit? - Teil 3 - "das Rote" - das Pilzfotopage - Forum


    Euch allen eine gute Nacht und bleibt gesund!

    Herriot

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    Einmal editiert, zuletzt von Herriot () aus folgendem Grund: Wortwiederholung

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