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letzter Beitrag von Climbingfreak am

Agaricus cf depauperatus

  • Hallo zusammen,


    kürzlich bat mich Christian Gubitz um Bestimmungshilfe bei einem Champignon. Als er mit Material zuschickte, um Mikrofotos davon zu erstellen, kam leider kaum mehr was brauchbares an, lediglich die Sporen waren noch fotografierbar. Seine Vermutung ist hier Agaricus depauperatus.

    Da ich mich mit Champignons nun auch nicht sehr gut auskenne, geschweige denn die genannte Art, stelle ich den Fund hier einmal ein. Vielleicht kann uns ja einer der Agaricus-Auskenner hier weiterhelfen.


    Hier Christians Beschreibung:


    "H. bis 8 cm Ø, jung glatt u. weiß, dann - ausgenommen Mitte/Scheibe -

    zunehmend graubraun, -orange (5-6B3) anliegend feinschuppig, gegen Rd. z.

    T. auch streifig; wenn H. noch geschlossen Rd. zahnradartig ausgebildet,

    später deutlich überstehend. L. reif graurosa (7B3). St. bis 7,5 cm lang, glatt,

    weiß, bei Druck leicht rötend; Ring noch oben abziehbar (hängend). Fl. im

    Bereich der St.-Spitze rötend, dann braun, alt schwärzend. Ger. u. Geschm.

    0. Sp. 7-9(10)x4-5(6,5) μm, elliptisch. Bas. 4-sp. Cheilozyst. dichtstehend,

    ziemlich veluminös, breitkeulig bis ballon- od. birnenförmig aufgeblasen,

    einzellig?, bis ca. 45x30 μm. Gesellig unter Ahorn, Kastanie u. a.

    Bemerkungen:

    Der Fund zeichnet sich durch - für Champignos - sehr markante Merkmale

    aus: Ger. u. Geschm. 0, rötendes Fl., ellipsoide Sp. u. große breitkeulige bis

    bis gestielt-globulose Cheilozyst.

    Als Bestimmungsgrundlage diente GRÖGER (2014). Auffälliger Unterschiede

    zu LUDWIG (2007) ist der auch unterhalb des Ringes glatte St. Außerdem

    zeichnet dieser Autor nur rundlich-ovale Sp., gibt aber in der Beschr. als

    erstes “ellipsoid“ an (s. z. B. A. pertubans od. arvensis var. macrosporus). Als

    Ref.-Abb. für die Form der Cheilozyst. könnte A. leucotrichus od. impudicus

    dienen. Bei den im Netz unter “123pilze.de“ gezeigten Fotos (St. ebenfalls glatt, nur ältere Frk.)

    besteht große Ähnlichkeit. Auf Seite www.gbif.org sind ebenfalls keine geschuppten St. erkennbar."


    Bilder dazu (habe die leider auch nicht größer)


    Und hier noch die Sporen, die ich als einziges Mikromerkmal fotografisch festhalten konnte:


    Danke im Voraus,

    Matthias

    Je intensiver man sich mit Pilzen beschäftigt, desto komplizierter wird es, sie zu bestimmen.

  • Hi,


    schade, dass Christian die KOH- und die Schaeffer-Reaktion nicht gemacht hat. Das wäre auch noch der hilfreich gewesen. Ansonsten halt schwer. Bei den Champis ist in vielerlei Hinsicht der Wurm drin. Bei jedem Schlüssel kommt beim gleichen Pilz was anderes raus; das ist normal. Ich kann gerne auch noch mal im Para schauen, was dort drin steht. Ansonsten wird es schwer, da noch zusätzlich was zu sagen.


    l.g.

    Stefan

    Risspilz: hui; Rissklettern: bisher pfui; ab nun: na ja mal sehen...


    Derzeit so pilzgeschädigt, das geht auf keine Huthaut. :D


    Meine Antworten hier stellen nur Bestimmungsvorschläge dar. Verzehrsfreigaben gibts nur vom PSV vor Ort.

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