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letzter Beitrag von Beorn am

Frantisekia? und Sarcodontia

  • Hallo zusammen,

    nach längerer pause melde ich mich kurz wieder mal, zwei baumschwämme möchte ich euch (wieder) zeigen.

    beim ersten könnte es sich um Frantisekia mentschulensis handeln, pablo hat mir die letztes jahr dankenswerterweise bestimmt(hier zu finden, Baumpilze auf Reisen, Pilz 4 vom beitrag). Anfang juli hab ich den stark morschen rotbuchenstamm wieder besucht, sehr helle, resupinate fruchtkörper haben sich gezeigt.

    die fruchtkörper haben eine größe von knapp 10-15 cm, sind sehr zäh und zeigen unmittelbar auf druck keine verfärbung.


    standort


    helle zuwachsränder


    großteils resupinat wachsend

    nach einem sehr trockenem juli zeigen sich die ungeschützten fruchtkörper deutlich dunkler


    von direkter sonneneinstrahlung geschützte fruchtkörper sind noch deutlich heller, die poren zeigen bereits ihre labyrinthartige form


    leichte hutkanten haben sich teilweise gebildet







    hier ein neuer fruchtkörper am ende des stammes, relativ hell, geht vielleicht auch in die gleiche richtung, mal schaun

    ein exsikat zur sicheren bestimmung des schwammerls werde ich wahrscheinlich wieder anfertigen.


    kurzer schauplatzwechsel. eine alte streuobstwiese mitte juli, der halbtote apfelbaum in der bildmitte trägt das schwammerl

    deutlich zeigt sich die lösende rinde (alter fruchtkörper vmtl vom vorjahr darunter, der frische ist im unteren stammdrittel zu sehen



    die relativ kurzen stacheln und der für mich charakteristische säuerlich/obstartige geruch sind wieder vorhanden, der pilz ist wieder brüchig. generell ist dieser fruchtkörper mit nur ca 1cm deutlich dünner als mein fund letztes jahr an anderer stelle, dennoch gehe ich wieder vom apfelbaumstachelbart Sarcodontia crocea, erstes schwammerl aus Baumpilze auf Reisen 


    Hoffentlich wars nicht zu langweilig, danke für`s mitkommen.

    Viel spaß beim schwammerlsuchen und ausreichend regen den trockengeplagten regionen.


    Bis bald!

    Lg joe

  • Hallo, Joe!


    Schön von dir was zu lesen, und daß du Zeit und Muße gefunden hast, mal wieder ein paar Pilze anzugucken.
    Daß die Frantisekia jung so aussehen kann, ist für mich auch eine Überraschung. Aber die älteren fruchtkörper sehen ja nun wieder so aus, wie die bereits untersuchten Funde.

    Die aufgerissenen, labyrinthischen Poren sind alelrdings auch nicht typisch für diese Art, die normalerweise mit feineren, eher regelmäßigen Poren beschrieben wird. Aber das Schwierige bei solchen recht seltenen (bzw. kaum berücksichtigten / untersuchten) Arten ist ja eben die Abschätzung der Variationsbreiten. Und manchmal verstecken sich auch mehrere Arten dahinter, wenn es solche Abweichungen gibt. Die nur halt noch niemand bisher definiert hat.



    LG, Pablo.

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