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letzter Beitrag von Rada am

Hilfe bei Bestimmung (Neuling)

  • Hallo zusammen,


    nachdem ich seit einiger Zeit stiller Mitleser war, habe ich micht entschlossen mich anzumelden.


    Ich bin ein absoluter Pilzneuling der versucht über Bücher und das Internet an Wissen zu gelangen. Kenne bisher nur 3 Pilzarten, wie Halimasch, Steinpilze und Maronen.


    Da diese Arten bei und im Wald die letzten 2 Wochen aber rar wurden habe ich heute mal ein paar Pilzer aus dem Wald mitgebracht um sie zu bestimmen und würde mich freuen, wenn ihr meine Vermutungen bestätigen oder verbessern würdet.


    Bei einigen Pilzen habe ich nichtmal gefunden was es sein könnte.




    Pfifferling?
    gefunden im Nadelwald am Baumstumpf.






    ????





    Ist das eine Graukappe?









    ???







    Pantherpilz?





    ???

  • Hallo,
    1. Pfifferling, Cantharellus cibarius
    2. Gemeiner Flämmling, Gymnopilus penetrans
    3. Nebelkappe, Clitocybe nebularis
    4. Grünblättriger Schwefelkopf, Hypholoma fasciculare
    5. Grauer Wulstling, Amanita excelsa
    6. halte ich für Coprinus acuminatus, Schmalsporiger Faltentintling. Nahe verwandt ist die häufigere Coprinus atramentarius, Grauer Faltentinling, mit größeren Fruchkörpern und weniger ausgeprägtem Buckel.
    Grüße
    hübcehn

  • Danke für die Antwort.


    Wie hast du denn den Grauen Wulstling erkannt im Vergleich zum Pantherpilz?


    Das einzige Merkmal, welches ich gefunden habe sind die "Riefungen des Ringes" die wohl nur der Graue Wurstling hat.


  • Danke für die Antwort.


    Wie hast du denn den Grauen Wulstling erkannt im Vergleich zum Pantherpilz?


    Das einzige Merkmal, welches ich gefunden habe sind die "Riefungen des Ringes" die wohl nur der Graue Wurstling hat.


    Ja, schwierig, hast Dir auch Mühe gegeben uns das so spannend wie möglich zu machen.:D


    So ´n paar Merkmale zu den einzelnen Pilzen, dann wär ´s zu leicht.:)


    Nicht böse gemeint.



    Also den Grauen Wulstling halte ich für einen Perlpilz (Amanita rubescens). Den gerieften Ring haben beide und unterscheiden sich damit vom Pantherpilz. Die leicht rötliche-braune Hutfarbe und die schmutzig graue beflockung des Hutes lässt mich eher A. rubescens vermuten.

  • Hallo hct18,


    war dein Pilz Nr. 5 irgendwie rötlich? Hast Du ihn zufällig angeschnitten, so dass Madenfraßgänge zu sehen waren? Wenn ja, welche Farbe hatten die?


    Pantherpilz = geriefter Hutrand, nichtgeriefte Manschette
    Grauer Wulstling = nichtgeriefter Hutrand, geriefte Manschette


    Liebe Grüße
    Emma

  • @ Rada


    demnächst gibt mehr Details. ( Was wäre da so alles wichtig?) Bin wie gesagt, absoluter Anfänger, der sich weiterbilden möchte.



    Emmamuesli


    Habe die Pilze noch hier und auch angeschnitten, es waren aber keinerlei Madenfraßgänge zu sehen. Eine rötliche Färbung hat er auch nicht.

  • Kuck mal hier


    http://www.pilzforum.eu/board/…ngaben-zur-bildbestimmung


    da steht alles, was wichtig ist.



    Ich habe mir erlaubt, Dein Bild etwas aufzuhellen. Ich glaube sehr sicher, dass es sich um einen Perlpilz handelt.


    8586481obe.jpg


    Perlpilze haben eine rötliche Verfärbung an Fraßstellen und Beschädigungen. Die entsteht aber erst nach einiger Zeit. Unversehrte Exemplare zeigen diese Verfärbung nicht. Grad jetzt werden Maden selten und wo keine Fraßgänge sind, kann auch nix verfärben. Am besten schneidest Du mal an der Wurzel eine hauchdünne Scheibe ab, Da findet man am ehesten Beschädigungen, die dann rötlich sein sollten.

  • Hallo Ralf,
    kann ich nicht recht nachvollziehen, warum du einen einheitlich graubraunen Fruchktkörper, der auch nach deiner Aufhellung nicht die Spur von Rot zeigt, unbedingt zum Perlpilz machen willst.
    Ergänzung zum Pantherpilz: hat weißes!, fein und gleichmäßig verteiltes Velum.
    Grüße
    hübchen

  • Also den 1.sten halte ich eher für einen Trompetenpfifferling, da müste man was über Geruch und so wissen und Nr 5 sieht einem Perlpiz sehr ähnlich, rötender Wulstling, ist aber nicht immer gleich zu erkennen.


    LG Stefan, mir wurde mal von einem Pilzkenner gesagt, wenn er ein rotes Röckchen hat kannste ihn essen, wie farbecht ist das Bild?


  • Hallo Ralf,
    kann ich nicht recht nachvollziehen, warum du einen einheitlich graubraunen Fruchktkörper, der auch nach deiner Aufhellung nicht die Spur von Rot zeigt, unbedingt zum Perlpilz machen willst.
    Ergänzung zum Pantherpilz: hat weißes!, fein und gleichmäßig verteiltes Velum.
    Grüße
    hübchen


    Weil:


    - Perlpilze nur an Beschädigungen und Fraßgängen rot zeigen. Grad jetzt, wo es weniger Fraßinsekten gibt, finde ich öfter Perlpilze, die keine Beschädigungen haben und daher auch keine Rottöne zeigen. Der abgebildete Pilz zeigt keinerlei Beschädigung, ergo ist auch kein rot zu sehen.


    - Die Velumenreste bei grauen Wulstling eher weißlich sind, Hier sind die typisch schmutziggrauen Velumenreste des Perlpilzes zu sehen.


    - Die Hutfarbe einen deutlichen hell-orangebraunen Ton zeigt, was ebenfalls für den Perlpilz spricht.


    Ich gebe aber zu, dass dies alles keine harten Merkmale sind. Dennoch schreit der gesamte Habitus nach Perlpilz.


  • 1. Kannste essen egal ob Pfifferling oder Trompetenpfifferling
    2. Ist zu bitter, nix für die Pfanne
    3. Ebenfalls lecker, mal ne kleine Portion probieren, gibt auch empfindliche Menschen
    4. Ebenfalls bitter, wobei ich nicht weiß, wo Hübchen grün gesehen hat, ersschließt mir nicht, ein Schwefelkopf ist es auf jeden Fall.
    5. Ob grauer Wulstling oder Perlpilz, Guten Appetit
    6. Faltentintling, oder Verwandte enthalten ein Gift, dass in Verbindung mit Alkehohl reagiert, gefährlich


    Viel Spaß beim Sammeln, weiterhin LG Stefan

  • Hallo Ralf,
    ich halte nichts davon, Merkmale in ein Bild hineinzuinterpretieren, die nicht vorhanden sind. Man sieht die typischen Farben des Grauen Wulstlings und nichts anderes. Zudem ist es nicht zutreffend, dass das Velum von A. excelsa eher weißlich ist, es ist grau. Einzig A. pantherina hat weißliches Velum. Auch sehe ich keinen typischen Perlpilzhabitus. Im Gegenteil kennt man ja gerade diesen fast knollenlosen, tief wurzelnden Stiel als Varietät des Grauen Wulstlings und nicht des Perlpilzes. Auch stimmt es nicht, dass Perlpilze nur an beschädigten Stellen und Fraßstellen röten. Irgendwann rötet der Fruchtkörper auch ohne äußerliche Einflüsse.
    @sv: das ist schon Cantharellus cibarius. Beim Trompetenpfifferlings gibt es z. B. eine klare farbliche Abtrennung zwischen Leisten und Stiel. Auch sind die Farben nicht einheitlich gelb so wie hier.
    Grüße
    hübchen


  • Interessante Diskussion hier, dabei gucke ich mir Bilder von Grauen Wulstlingen, Perlpilzen, Pfifferlingen, Hallimasche und dergleichen gar nicht mehr an.


    Jedenfalls hast du, Ralf, einige Dinge falsch interpretiert. Insbesondere die Farbe der Velumreste von A. excelsa sind nicht weiß (wie ich auf meinen Exkursionen sicher schon 100.000 mal gesagt habe), sondern grau. Das ist ja gerade der Unterschied zum Fliegenpilzvelumweiß des Pantherpilzes. Es erinnert an die weißen Punkte des Fliegenpilzes, nicht nur aufgrund der Farbe, sondern auch aufgrund der Form. Beim Grauen Wulstling und beim Perlpilz sind die Velumreste aber nicht weiß, und zudem zu 95% (Formen gibts unendlich viele, ich weiß) nicht in einzelnen Punkten angeordnet, sondern schollenartig zusammengeflossen (bzw. zusammengeblieben).


    Der Habitus ist mehr als 100% Grauer Wulstling, der zylindrische Stiel, der ab der Mitte mit dunklen Erdresten behangen ist, spricht allemal dafür. Selbst wenn der Hut leichte gelbbraune Töne aufweisen sollte, so macht dies noch keinen Perlpilz.


    Das war jetzt meine Stellungnahme dazu.


    lg björn






    [/quote]

    Projekt Fungi: 3277

    [FERTIG] Band 1a: 440 Pyrenomyceten mit 0-1fach sept. Sporen; Band 1b: 380 Pyrenomyceten mit 2-M.

    Band 2a: Pezizomycetes, Hypogäische Eurotiomycetes, Lecanoromycetes, Arthoniomycetes

    Band 2b: Leotiomycetes, Geoglossomycetes, Taphrinomycetes, Laboulbeniales, Orbiliomycetes

    Band 3: Rindenpilze, Heterobasidiomycetes, Cyphelloide Pilze
    Schwarzwälder Pilzlehrschau

  • Ich red nicht von weißen Velumenresten, sondern von weißlichen. Will sagen, die sind beim Grauen Wulstling i.d.R. heller als beim Perlpilz.
    Perlpilze sind zudem nicht selten ebenfalls bis zur Kappe im Humus eingewachsen, und haben daher auch oft einen beschmutzten Stiel. Und ich gehe jede Wette ein, dass dieser Pilz hier ebenfall tief im Humus gesteckt hat. Deutlich sind die Schmutzreste am Hutrand zu sehen.


    Das fehlen einer rötlichen Färbung hab ich schon mehrfach erklärt.


    Es gibt kein Anzeichen, welches eindeutig für den Grauen Wulstling spricht.
    Bleibt die Hutfarbe, welche für einen grauen Wulstling zumindest sehr ungewöhnlich wäre.



    Ich bleibe beim Perlpilz.

  • Schade eigentlich.. ich sah da auch eher einen Perlpilz.. allerdings fand ich noch nie einen bei derart kühlen Temperaturen, wie wir sie jetzt haben. Zum Grauen Wulstling kann ich nichts sagen.. bislang fand ich noch keinen. Vielleicht hat ja hct18 seinen Fund mal an der Wurzel angeschnitten und kann sagen, ob und welche Verfärbungen es dort gab? Ohne irgendeine Verfärbung wäre Amanita Rubescens natürlich ausgeschlossen :o)


    Gruß
    Petra[hr]
    Ich habe dazu noch etwas gefunden:
    pilzeb.htm
    Die Ähnlichkeit ist verblüffend.. und ausgeschlossen ist eigentlich nur Amanita Pantherina.


    Gruß
    Petra

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    Chipcounter: 85 Chips

    Einmal editiert, zuletzt von Petra_ ()

  • Danke für die vielen Beiträge und die Rege Diskussion.


    Habe den Pilz gestern Abend noch unten angeschnitten (an 2 Stellen). Beide Male war er komplett weiß.


    Habe ihn dann bis jetzt so liegen gelassen ( weiter oben wurde erwähnt, dass die Färbung erst nach ein paar Stunden auftritt).


    Jetzt, ca 21h später, hat sich die Farbe ins bräunliche verändert.



    Zusatz:


    - Fund im Nadelwald, min 2m vom nächsten Baum entfernt.


    - Der Pilz war "tief" im Boden. Bis zum kleinen Einschnitt auf dem Foto (erkennbar am Schatten vom Pilz)




    Ich würde auch gerne noch einmal zum Unterschied zum Pantherpilz eingehen.


    Weiter oben wurde als Unterscheidungsmerkmal "geriefte Manschette" genannt.


    Was genau ist damit gemeint?

  • Die Manschette oder Ring ist der Rückstand der Teilhülle, die beim jungen Fruchtkörperdie Lamellen bedeckt. Ab einer gewissen Größe des Hutes reißt diese Hülle ab und bleibt als Ring oder Manschette am Stiel zurück. Bei Deinem Exemplar ist diese Hülle grade in der Ablösung begriffen.


    Nun ist diese Hülle auf der Innenseite, also der, die den Lamellen zugewandt ist, beim Perlpilz und beim Grauen Wulstling gerieft, beim Pantherpilz hingegen ungerieft.


    Zudem ist der Hutrand beim Pantherpilz gerieft, beim Wulstling und beim Perlpilz glatt.


    Somit scheidet der Pantherpilz als Möglichkeit bei Deinem Pilz sicher aus, wo hingegen wir uns ein wenig käbbeln, ob Du nun einen Perlpilz oder einen Grauen Wulstling gefunden hast.
    Eine rein "akademische" Foto-Diskussion, denn jeder der Diskutanten wird diese Pilze in natura sicher unterscheiden können.

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    Einmal editiert, zuletzt von Rada ()

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