Hallo zusammen,
bitte immer bedenken: am Markt sind zwei Seiten gleichberechtigt beteiligt. Es gibt nicht nur die bösen Anbieter, die die armen Pilzfreunde mit überteuerten Angeboten abzocken wollen. Es gibt auch böse Nachfrager, die immer meinen, sie hätten ein Anrecht auf gute Bücher zu lächerlich geringen "Sozial"-Preisen. Beide Seiten treffen sich am Markt irgendwo in der Mitte, das nennt man dann den fairen Preis.
Freilich ist rationales Überlegen am Markt Teilnahmevoraussetzung, will man nicht zu kurz kommen. Wenn einer meint, er müsse für einen Pareys 200 Euro zahlen, bloß weil das die aktuelle Anbieterforderung ist, oder weil er von einem gehört hat, der einen kennt, dessen Schwager 200 Euro für dieses Buch tatsächlich gezahlt hat, hat er mein Mitleid im Fall einer Abzocke nicht. Zum Abzocken gehören zwei Seiten, der Abzockende und der, der sich abzocken lässt. Auch Leute, die aus Vollständigkeitswahn oder Kauflust gewaltsam alles in ihr Eigentum bringen wollen, und die deswegen Mondpreise zahlen, haben mein Mitleid nicht. Dann wird das 200-Euro-Dingens halt nicht gekauft, schließlich kann man auch noch mit anderen Büchern Pilze bestimmen.
FG
Oehrling
