Hallo Beorn,
irgendwas scheint mir an der von dir beschriebenen Merkmalskombination nicht ganz zu stimmen: Einen Täubling mit weißen Sporen und splitternden Lamellen, der unter der Huthaut und am Stiel rosa/lila ist, gibt es einfach nicht. Daher würde ich es sogar für möglich halten, dass das nicht alles dieselbe Art ist, was du da zeigst.
Um in diesem Fall weiterzukommen, kommen wir um die Eisensulfat-Probe (Einreiben der unverletzten Stielrinde mit Eisensulfat-Kristallen) leider nicht herum:
nur leicht graugrün beim Frauentäubling,
blass-schmutzig orangerosa bei den Griseinae-Arten ionochlora, parazurea usw., dazu den Pfirsichtäubling,
etwas deutlicher orangerosa bei R. grisea selber und
freudig orange beim Fleischroten Speisetäubling (R. vesca), der in seiner "Verarschungs-Variante" auch so aussehen kann.
Außerdem brauchen wir noch die exakte Sporenpulverfarbe, die du so ermittelst, dass du das Sporenpulver mit einer Rasierklinge zu einem kleinen Häufchen zusammenschiebst und dieses dann auf reinweißes Papier rutschen lässt. Vielleicht kannst du auf diese Art feststellen, dass das Sporenpulver eben doch nicht weiß, sondern hellcreme ist, und dann kommen wir in Richtung R. ionochlora.