Und der Täubling, der so fischelt, müsste Russula xerampelina (Nadelwald-Heringstäubling) sein.
Beiträge von Oehrling
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Das isser, würd ich auch sagen.
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Auch von mir eine Gratulation zum Finden des Blauenden Königsröhrlings. Sehr schöne Fotos dieses selten gezeigten Pilzes.
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Es geht um die Vorgehensweise: erst lauter unbekannte Pilze sammeln, die dann mit nach Hause nehmen, dann vielleicht schon zu putzen anfangen und dann eine Internet-Anfrage starten, weil einen plötzlich der Mut verlässt und man die Verantwortung gerne teilen möchte. Darin sehe ich das eigentliche Problem.
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> Und wenn wir genug zusammen haben, basteln wir daraus eine Figur mit Mönchskopf, Judasohren, Knollenblätternase, Tintenfischarmen und Hundsrute
Hmm, die Arten, die du da aufzählst... ich werde das Gefühl nicht los, dass du dich in Wirklichkeit gut mit Pilzen auskennst, verdammt gut...
Dann noch deine detailgetreuen, treffenden Fotos, das sind auch nicht gerade die üblichen Anfängerbilder... -
Nur ein kleiner Tipp, nicht in den falschen Hals kriegen. Demo-Pilze bitte nicht zu sauber putzen. Es ist wichtiger, dass an einem Demo-Pilz wirklich alles dran ist, als dass er schön sauber aussieht. Stielbasis abschneiden geht z. B. gar nicht.
Viel Erfolg bei der Lehrveranstaltung
Oehrling -
Russula exalbicans/pulchella (Verblassender Täubling). Vermutlich alle von denen, die gibt es in rot, in hellgrau und in alles zwischendrin.
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Oh, da hättest du wahrscheinlich keine gefunden. In Kroatien gibt es normalerweise erst ab Mitte Oktober Pilze in nennenswerten Mengen. Das ist dann eher was für einen Herbsturlaub.
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Die Schleierlinge auf deinem Link sehen in der Tat wie C. camphoratus aus.
Bei der Angabe der Fleischfarbe von Cortinarien in Büchern ist zu beachten, dass diese sich stets auf junge, unreife Exemplare bezieht. Bei solch älteren Gesellen wie die in deiner Kollektion blasst das Fleisch einerseits aus und kann auch durch Oxidation einen rostorangefarbigen Ton bekommen (nicht bei allen Cortinarius-Arten, aber ganz stark z. B. bei C. infractus oder C. elegantissimus). Das bedeutet: bei einem jungen, unreifen C. camphoratus ist das Fleisch violett, und bei einem jungen, unreifen C. traganus safrangelb, d. h. orangegelb.
Dann hast du noch gefragt, ob es nichts dazwischen gäbe? Bei Cortinarien (ca. 800 Arten in Mitteleuropa) kann es theoretisch immer etwas dazwischen geben, die Frage ist nur, wie das taxonomisch bewertet wird (andere Art, Varietät einer Art, nur Form einer Art?). Irgendwie violettlich gefärbte Dickfüße gibt es ziemlich viele. Allerdings nur einen, der so markant stinkt wie C. camphoratus. Könnte das Internet Gerüche transportieren, wäre der Fall innerhalb von drei Sekunden gelöst. Aber so musst du warten, bis mal jemand mit dir mitläuft, der C. camphoratus kennt, einen aufnimmt und zu dir sagt: Hier, halt mal die Nase dran, das ist der Bocksdickfuß. Ab diesem Moment hast du den Pilz "intus" und brauchst nie mehr dran rumzuraten.
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Auch wenn ich weiter oben nicht gegen Amanita crocea wetten wollte - gegen Amanita fulva würde ich auch nicht wetten wollen. Schon klar, A. fulva hat normalerweise keine Stielnatterung, aber dieser Stiel ist allgemein seltsam.
Nur um mal von diesen Anzüglichkeiten wieder wegzukommen.
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Das nun auch wieder nicht: ein Kaiserling hätte einen Ring, der hier aber nicht. A. crocea ist eine gute Idee, da wette ich nicht gegen.
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Das halte ich auch für einen Gelben Knollenblätterpilz. Warum? Nun, auf die Velumflocken am Hut habe ich eigentlich nicht geschaut, weil die zu sehr variieren können, sondern auf die abgesetzt gerandete Stielknolle, bei der sogar noch ein, zwei Häutchen in die Höhe stehen, und bei der der Stiel bogenartig in die Knolle übergeht. Das ist für meine Begriffe eine typische Gelber-Knolli-Knolle. Dann könnte man noch an dem Pilz riechen, Kartoffelkeim-Geruch feststellen, und spätestens dann ist der Fall klar.
Aber was ich unbedingt noch loswerden will: dieses Foto ist wirklich eine Augenweide, auch technisch sehr gut gemacht. Davon können sich all diejenigen anfragenden "Pilzanfänger" eine Scheibe abschneiden, die hier die ganzen neblig-trüben, unscharfen, gnadenlos überbelichteten Bilder von Pilzen mit abgeschnippelten Füßen einstellen. Leute: genau so hat ein Anfragebild auszusehen!
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Das Fleisch ist nicht safrangelb, und damit kann es augenscheinlich nicht der Safranfleischige Dickfuß (C. traganus) sein, dessen Fleisch in der Tat safrangelb wäre (siehe Foto unten). Die Farben der gezeigten Pilze, insbesondere auch das leichte Bräunen des Stielfleisches und die Geruchsbeschreibung, die sich wirklich übel anhört, scheinen eher auf den Bocksdickfuß (C. camphoratus) hinzudeuten.
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Oehrling: Klar, die Wulstlinge sind wichtig und superspannend.Bei den Wulstlingen ist die Stielknolle das wichtigste makroskopische Merkmal. Da kannst du mal anfangen zu recherchieren. Die Abbildungen im Bon/Pareys dazu sind ganz hervorragend.
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Wie wär's, wenn du ihn auf beide in Frage kommenden Namen taufst? Dann hättest du mal eine konkrete Aufgabe zum Weiterverfolgen (vielleicht noch in dieser Saison?): was genau ist pectinatoides, und was genau ist grata? Ist doch eine spannende Aufgabe.
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Den sollte jeder kennen, der Pfifferlinge, Trompetenpfifferlinge oder andere gelbe/orangene Leistlinge sammelt. Weil es ja immer heißt, Pfifferlinge könnte man mit nichts verwechseln.
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Tolle Begrüßung, schöne Fotos, großer Sammelerfolg - whow!
Bei der Wissenserweiterung könntest du mit den ganzen Röhrlingen anfangen - da bringt das Erlernen weiterer Arten relativ schnell Erfolg, und du bekommst einen Blick für die Gattungssystematik. Lohnend ist gleich am Anfang auch die Beschäftigung mit den Amaniten (Wulstlingen). Der Bon/Parey wird dir dabei eine große Hilfe sein.
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Genau: wenn die Leute wüssten was "natürliches Aroma" als rechtlich definierter Begriff alles umfasst...
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Auf Bild Nr. 2 der rechte kleinere hat keinen Hutbuckel und auch keine glänzende Huthaut. Zumindest der sieht nicht wie Russula amara aus, sondern wie Russula amethystina (Jodoformtäubling). Ich würde also nicht ausschließen, dass die Pilze auf Bild Nr. 2 verschiedenen Arten angehören. Ansonsten bleiben die guten Tipps von Naan (bittere Huthaut) und Wirderer (Sulfovanillin).
Die von JanMen gezeigten Pilze sind dagegen typische R. amara.
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Na, aber Apfeltäublinge mit violettem Hut gibt es auf keinen Fall. Und auch nicht jeder Täubling mit rotem Hut ist ein Apfeltäubling. Wobei ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich das ganz früher auch mal geglaubt habe.
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Ich wünsche dir schon mal viel Erfolg. Aber wenn bei euch nur halbsoviel Zeugs rumsteht wie gerade bei uns, brauchst du solche Wünsche eh nicht.
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Also ich erkenne auf den Bildern weder Schimmel noch Verwesung noch Bläuen. Freilich ist der Steinpilz definitiv alt, und wenn Hirschi ihn wirklich essen will, sollte er nicht vom Geschmack enttäuscht sein, denn wirklich gut schmecken nur solche:
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Leute tun sich mit wenig vorschmeckenden, in der Nase flüchtigen Aromen leichter, wenn sie ein gutes Geruchsgedächtnis haben, sich also Gerüche einprägen können. Wenn man vorher weiß, was man schmecken/riechen soll, ist das Wiedererkennen des bekannten Sinneseindrucks das Spannende an der Sache. Wie arm die Leute dran sind, bei denen der Geruchssinn nicht gut funktioniert, kann derjenige ermessen, der mit Schnupfen und verstopfter Nase auf einem Galadinner war (wo leider keine Maggiflasche zum Nachwürzen auf dem Tisch zu stehen pflegt).
Deswegen ist ein künstlich erzeugtes Steinpilz-, Trüffel-, Heidelbeer- oder Schinken-Aroma (ja, das gibt es tatsächlich - als wenn natürlicher Schinken nicht aromatisch genug wäre!), welches stark und plump vorschmeckt, für einen richtigen Feinschmecker auch in keinster Weise spannend, da es mit dem natürlichen Geschmack und den damit verbundenen Erinnerungen nur wenig Ähnlichkeit hat.
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Ich wollte noch etwas zu ein paar der gezeigten Pilze schreiben - wie immer ohne Essfreigabe oder sonstige Gewährleistung.
Die ersten gezeigten Röhrlinge sind vermutlich Rotkappen.
Die Täublinge mit dem braunroten Hut, den gelben Lamellen und dem roten Stiel dürften Rotstielige Ledertäublinge sein.
Die kleinen Röhrlinge mit der aufgerissenenen Huthaut sind Rotfußröhrlinge, allerdings nicht mehr in Speisequalität. Man sieht dazu noch ein paar Parasole und einige für meine Begriffe ungenießbare Weißtäublinge und Eichenmilchlinge.So weit so gut. Doch was sieht man NICHT auf den Fotos? Da scheinen noch einige andere Pilzchen unklarer Arten in diesem Haufen zu sein. Was das alles ist, kann man natürlich nicht wissen.
Vorschlag von mir: sammelt Herrenpilze, Eierschwammerl und Parasole wie ca. 98 % aller pilzsammelnden Österreicher, dann kann nichts schiefgehen. Und schönen Gruß an deinen Mann: man sammelt solche Pilze zum essen, von denen man zu 100% weiß, was es ist.
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Leider sind die Fotos vom Scheidenstreifling überbelichtet, so dass man nicht erkennen kann, ob die Scheide grau ist. Wäre dem so, könnte es der Grauhäutige Scheidenstreifling (Amanita submembranacea) sein. Sonst natürlich nicht.
