Beiträge von Oehrling

    Licht ins Dunkel bringen kann ich nicht, nur meine Erfahrungen schildern:

    ich persönlich

    esse seit vielen Jahrzehnten denjenigen Hallimasch, der an Nadelholz, hauptsächlich Fichte, wächst und fleischbräunlich ohne Gelbtöne ist (wie auch immer der aktuell heißt). Ich nehme nur junge, bei denen der Hutrand klar nach unten zeigt und die Lamellen weiß und nicht etwa schon blass rosabräunlich sind. Selbstverständlich auch keine mit Frostschäden, die freilich nicht ganz leicht zu erkennen sind. Ich koche ihn nicht vorher ab (massiver Geschmacksverlust!), sondern tue ihn gleich in die Pfanne. Ich achte auf ausreichend Garzeit (knapp 20 Minuten).

    ich persönlich

    hatte auf diese Weise noch nie Probleme mit ihm. Meiner Meinung nach schmeckt er so wie ich ihn zubereite superlecker, einer der bestschmeckendsten Pilze überhaupt.


    FG

    Oehrling

    Hallo Benedikt,

    dies ist keine Webseite, auf der Pilze zum Verzehr freigegeben werden. Ob du diese Pilze isst oder nicht, bleibt allein deine Verantwortung. Wenn dir an den Pilzen etwas seltsam vorkommt, iss sie lieber nicht. Es ist kein schönes Gefühl, mit Pilzen im Bauch auf der Couch zu sitzen, die "vermutlich essbar" waren, und auf eventuell aufziehende Beschwerden zu warten..

    FG

    Oehrling

    Hallo Sarah,

    das ist aber leider nur die halbe Wahrheit. Das könnten nämlich auch noch ein paar andere Pilze sein, z. B. der hochgiftige Feldtrichterling kann ähnlich aussehen. Dein Foto ist leider nicht wirklich aussagekräftig.

    Ich hoffe, dass du das noch liest und nicht nach der ersten Antwort schon geistig "abgeschaltet" hast.

    FG

    Oehrling

    Tja, mal wieder ein älteres, ramponiertes Einzelexemplar, des Abends in der guten Stube mit Fotoblitz aufgenommen. Daraus resultiert dann eben lustiges Pilzeraten, bei dem jeder irgendwo recht hat. Eigentlich müsste man nochmal an diese Stelle fahren und nachschauen, ob da noch besser erhaltene, vor allem jüngere Exemplare vorhanden sind, und diese dann zeigen. Erst das würde Licht ins Dunkel bringen.

    FG

    Oehrling

    Hallo Tanja,

    aus der Sektion Fulvi fallen mir bei diesem Farbverlauf im Fleisch und dieser KOH-Reaktion C. elegantissimus und C. cedretorum ein. Da die Farben auf deinen Fotos nicht wirklich verlässlich erscheinen, und die Pilze ziemlich verdreckt sind, kann das aber nur ein erster Hinweis sein, in welche Richtung es gehen könnte.

    Bei mir daheim wächst C. elegantissimus vergesellschaftet mit C. rufoolivaceus, vielleicht kann auch das ein Hinweis sein.

    FG

    Oehrling

    nur diesen einte Pilz gefunden

    und komm irgendwie mit der Bestimmung nicht weiter

    Hallo Schanguu,

    deine Erwartungen müsstest du etwas drosseln, was Bestimmbarkeit von Pilzen angeht. An Pilzen, wie du sie zeigst, bestimmen die allerbesten Auskenner stunden- oder gar tagelang herum, mit dem Pilz live vor sich, um dann in etwa 50 % aller Fälle zu einem Ergebnis zu kommen. Rein nach Foto geht die Chance in den Promillebereich.

    FG

    Oehrling

    Hallo,

    es ist der klassische Konflikt: will man seinen aktuellen Spaß haben, oder will man effizient lernen? Nicht immer passt das zusammen.

    Wobei man aber garantiert nichts lernt: durch den Wald streifen, wahllos Pilze einsammeln, bei denen man überhaupt keinen Plan hat, und sich dann im Forum von Auskennern den Namen vorsagen lassen. Es dauert keine zwei Wochen (bei manchen auch kürzer), und dann ist der Name vergessen.

    FG

    Oehrling

    ungiftig wie alle Trichterlinge.

    Ähm, nein, es gibt durchaus ein paar scheißgiftige Trichterlinge, z. B. der Feldtrichterling, der Bleiweiße Trichterling, der Laubfreundtrichterling, der Parfümierte Trichterling ...

    Wie gesagt, lass das mal schön mit den Pilzkostproben.

    FG

    Oehrling

    Calochroi sehen eigentlich alle so aus: weißlicher bis gelbbrauner Hut, blaue Lamellen, blaues bis weißes Stielfleisch, abgeplattete Basisknolle. Das ist eine ganze Sektion sehr ähnlich aussehender Arten (je nach Autor ca. 20 bis 30 verschiedene), die man aber nach KOH-Reaktion einigermaßen auseinanderhalten kann. Wichtig ist in dieser Sektion auch die Größe/Stämmigkeit, und ob das Fleisch in der oberen Stielhälfte blau oder weiß ist.

    FG

    Oehrling.

    Hallo Charger,

    rein vom Foto her lässt sich nicht viel machen, aber riech doch mal am Pilz und schildere deinen Geruchseindruck.

    Dem Aussehen nach sollte das eine Lepista (Rötelritterling) sein.

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,

    deine Kunstlichtfotos sind farblich grenzwertig, vor allem das Gelb der Huthaut müsste viel freudiger sein, aber Habitus und KOH-Reaktion kommen hin.

    Auch hier wäre es wieder nützlich, den wissenschaftlichen Pilznamen zu verwenden, damit beide Seiten über den gleichen Pilz reden.

    FG

    Oehrling

    Hallo Frank,


    noch etwas off-topic. Bei Cortinarien hilft es sehr, wenn du gleich den wissenschaftlichen Namen verwendest. "Blauer Klumpfuss" ist als Name aussagelos, es gibt wie du schon gehört hast über 20 blaue Klumpfüße.

    Bei blauen Klumpfüßen ist es nützlich, KOH auf den Hutrand, den Knollenrand und die Knollenunterseite zu schmieren. Manchmal hat man Glück und bekommt eine rote oder pinke Farbreaktion, was den Bestimmungsaufwand erheblich abkürzen kann.


    FG

    Oehrling

    Einstweilen solltest du beim Brätling stets auf das achten, was du schon gesagt hast: sehr viel weiße Milch, nach etwas Lagerzeit braune Flecken auf dem Pilz und penetranter Fischgeruch an den Händen, die ihn gepflückt haben.

    Das alles gibt es in dieser Form bei anderen Milchlingen nicht.

    FG

    Oehrling

    Hallo Peter,

    Lila Lacktrichterling ist mMn korrekt. Aber bei solchen Pilzen nimmt man keine Geschmacksprobe, das ist sehr gefährlich, außerdem was soll schon bei dieser Probe herauskommen?

    FG

    Oehrling

    Also Eichenmilchlinge sind das nicht, da passt die Hutfarbe und die fehlende Zonierung nicht. meiner Meinung nach bist du wie ich damals auf Lactarius fulvissimus oder was Vergleichbares hereingefallen. Aber auch diese wären ungiftig.

    Fazit: nächstes Mal zum Pilzberater mit den Brätlingen.


    FG

    Oehrling

    Hallo Lukasch,


    nenne mich Neandertaler, aber zum Lernen ist nch wie vor das gute alte Pilzbuch das Beste. Kauf dir ein modernes (Opas alte aus den 60er und 70er Jahren taugen nichts mehr), das mindestens 200 bis 300 Arten enthält. Schau dir nicht nur die Bilder an (ja ich weiß, die Versuchung ist groß), sondern lies auch die Beschreibungen. Dann setze dir Ziele: den und den Pilz will ich in den kommenden Jahren finden (es sollten pro Jahr etwa 20 Arten sein, mehr schafft das menschliche Gehirn meistens nicht). In der Folgezeit gehst du ins Freie hinaus und suchst genau nach diesen 20 Pilzen und gleichst sie mit Beschreibung und Bild in deinem Buch ab. Im Folgejahr kommen dann 20 andere dran. Die anderen Pilze lässt du erstmal unbeachtet, irgendwann später werden auch diese angeschaut. Schaust du gleich jeden Pilz an, der irgendwo herumsteht, verlierst du ganz schnell den Überblick, und zwischen den Ohren bleibt nichts langfristig hängen.


    FG

    Oehrling

    Hallo,

    wenn es wirklich der Eichenmilchling war, kann man Entwarnung geben. Giftig ist er nicht, er schmeckt halt grauslich.

    Mir selber ist schon mal was ähnliches passiert: statt des Brätlings hatte ich den Fuchsigen Milchling (Lactarius fulvissimus) in der Pfanne, mann, schmeckte das schlecht.

    Hast du von den Pilzen ein Foto gemacht?

    FG

    Oehrling

    Hallo Inge,

    ein solch scharfer Geschmack, wie du ihn schilderst, wäre für T. sciodes ungewöhnlich. Eigentlich schmeckt der Pilz die ersten Sekunden mild und wird dann nach etwas Kauen langsam scharf. Einen brennend scharfen Geschmack und genau dieses Aussehen hätte Tricholoma virgatum, aber das wäre ein Nadelwaldpilz bei Kiefer.

    Zwischen denen beiden müsstest du dich mMn entscheiden.

    FG

    Oehrling