Beiträge von Oehrling
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Hallo zusammen,
nicht dass ich ein Fan des Widersprechens wäre, aber auf meinem Monitor sehe ich grüne Töne am Stiel und unter dem Hut. Für mich sind die Pilze auf den Fotos 1 und 2 Ziegelrote oder Grünblättrige Schwefelköpfe, die auf dem Foto 3 sichere Grünblättrige Schwefelköpfe, und der Pilz auf dem letzten Foto ist ein Täubling ("Säufernase"?), der gehörte wohl in einen anderen Beitrag.
FG
Oehrling
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Hallo Jacky-jrt,
zum Bestimmen eines unbekannten Täublings muss man den Geschmack kosten, indem man mit der Zunge kurz über die Lamellen fährt. Tut sich daraufhin auf der Zunge nichts, wäre der Samttäubling in der Tat gut möglich. Beginnt es dagegen auf der Zunge zu prickeln, handelt es sich um einen scharfen Täubling, und da gibt es einige, die dem Samttäubling zwar ähnlich sehen, aber andere Arten sind.
Fazit: ohne Geschmacksprobe lässt sich das hier nicht klären.
FG
Oehrling
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Hallo zusammen,
manch einer kennt die Pilze genau, aber wirkt unerfahren, weil er sich in den Begrifflichkeiten nicht auskennt. Dass Anfänger Lamellen als Röhren und umgekehrt oder Stiele als Knollen bezeichnen, erlebe ich bei unseren Lehrwanderungen immer wieder. Trotzdem haben diese Leute hinterher nur Essbares im Korb. Pilze zu kennen und über Pilze druckreif zu sprechen sind eben zwei Paar Schuh. Ein ganz großes Problem aber, da stimme ich zu, ist das mangelnde Achten auf Qualität. Wenn es wie auf unserer Lehrwanderung heute morgen sowieso ganz wenig essbare Pilzarten gibt und dann aufgrund der Witterung viele an sich essbare Pilze einen "Schlag" weg haben, glaubt man gar nicht, welch ekelerregende Exemplare so eingesammelt und (würden wir vom Pilzverein diese nicht aussortieren) gegessen werden.
zur aktuellen Lage im Hohenloher Land: Krause Glucke und Parasol gehen noch recht gut, Schopftintlinge kamen ein paar kleine heraus, Hallimaschen und Büschelraslinge sind jetzt auch alle zu alt, Röhrlinge sind komplett durch (heute morgen von ca. 20 Teilnehmern nicht ein einziger Röhrling gefunden), generell kaum Speisepilze vorhanden
FG
Oehrling
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O. K., danke Stefan für den Tipp!
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Hallo Kersten,
du entscheidest ob es Eselsohren sind, und du entscheidest alleinverantwortlich ob du sie isst. Du musst mich nicht davon überzeugen, dass das Eselsohren oder von mir aus Hasenohren sind, da ich an meinem Körper keinerlei Folgen spüren werde, wenn du sie isst.
Freundliche Grüße
Oehrling
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Nachtrag 1:
auf der gestrigen Tour musste ich feststellen, dass viele der Cortinarien sich schon zu braunen unbestimmbaren Schlappen verwandelt hatten. Wer also im Kalkbuchenwald dieses Jahr noch Cortinarien gucken möchte, sollte sich meiner Meinung nach beeilen.
Nachtrag 2 (zum Papageien-Raukopf):
braunrot verfärbendes Stielfleisch, zu erkennen in den Spalten/Ritzen am Stiel;
KOH-Reaktion auf der Hutoberfläche braunrot - getestet aber nicht fotografiert
FG
Oehrling
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Hallo zusammen,
hier sind vier meiner Funde von der gestriegen Tour durch den Kalkbuchenwald, über die ich mich sehr gefreut habe.
Salziger Ritterling (Tricholoma sulfurescens)
wurde von Werner E., der ihn andernorts fand, gestern ausführlich vorgestellt
Papageien-Raukopf (Cortinarius psittacinus)
für C. venetus zu dickstielig, außerdem im Laub- und nicht im Nadelwald gewachsen; in der Realität grüner als auf dem Bild
Violetter Klumpfuß (Cortinarius sodagnitus)
zwar schon ältlich, aber die KOH-Reaktion auf Hut- und Knollenrand funktionierte noch. Dieser rosafarbene Strich links auf dem Hutrand entstand durch KOH.
unbestimmter Risspilz mit sehr markantem Aussehen:
ziemlich groß (Höhe der hier gezeigten Exemplare ca. 8 cm, Hutbreite 4 cm), Hut grau, ziemlich struppig, im Alter felderig aufreißend, Stiel mit auffallend fleischbräunlichen Tönen
Vielleicht erkennt ihn jemand auch ohne Mikroskopie?
Freundliche Grüße
Oehrling
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Hallo Werner,
Tricholoma sulfurescens habe ich heute auch gefunden, nachher stelle ich noch was dazu ein. Bei meinen Exemplaren nahm ich einen Geruch ähnlich wie Tricholoma lascivum wahr, aber viel schwächer und weniger aufdringlich. Gewachsen sind sie in einem typischen Kalkbuchenwald ("Cortinarien"-Laubwald) in Gesellschaft von z. B. Cortinarius anserinus, Ramaria formosa, Clavariadelphus pistillaris...). Die Guajak-Reaktion an der Stielspitze habe ich schon getestet, sie ist für einen Ritterling recht stark mit Beginn der Umfärbezeit von ca. 10 bis 20 Sekunden. Bei T. stiparophyllum beginnt das Umfärben dagegen schon nach ca. 3 Sekunden, bei T. lascivum muss man auf das Umfärben einige Minuten warten.
FG
Oehrling
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Hallo FungusHead,
das ist der "echte" Fliegenpilz (A. muscaria), den du da fotografiert hast. Da er noch so jung ist, klebt die Manschette noch zwischen Stiel und Lamellen fest, sie wird sich aber bald ablösen und dann am Stiel herabhängen. Außerdem meine ich noch den Grünblättrigen Schwefelkopf (Hypholoma fasciculare) und den Klebrigen Hörnling (Calocera viscosa) zu erkennen. Die restlichen erkenne ich leider nicht.
FG
Oehrling
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Na dann wohl bekomms! Berichtest du dann bei Gelegenheit, wie es körperlich so war?
Freundliche Grüße
Oehrling
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Hallo Kersten,
meiner Meinung nach sind das keine Eselsohren (Otidea onotica), die sind leicht anders gefärbt mit einem Rosaorange-Ton auf der Innenseite, und sie passen nicht in das auf dem Foto erkennbare Habitat. Ich tippe hier eher auf Hasenohren (Otidea leporina). Zum Speisewert solch seltener Schlauchpilze mag ich mich nicht äußern - von der Frühjahrslorchel hatte man in ganz früheren Zeiten auch gedacht, dass sie genießbar wäre.
FG
Oehrling
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Hallo Fungus,
da hätte man die Brüchigkeit der Äste testen müssen, indem man mehrmals mit dem Finger links und rechts über die Äste streicht. Federn die Äste gummiartig zurück, ist es der Klebrige Hörnling (Calocera viscosa). Brechen sie dagegen, könnte es sich um einen echten Korallenpilz handeln (Gattung Ramaria). Da gibt es etliche gelbe Arten, die sich eigentlich nur nach mikroskopischen Merkmalen unterscheiden.
FG
Oehrling
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Wie schon gesagt gönne ich jedem, dass er Steinpilze findet, aber so richtig mag ich nicht dran glauben, denn letztes Jahr ist letztes Jahr und dieses Jahr ist dieses Jahr. Meiner Meinung nach ist zur Zeit im Laubwald (Buchen, Eichen) die Chance auf Steinpilze nicht ganz so gering wie im Nadelwald (Fichten). In unserer Gegend zumindest gibt es momentan weder im Laub- noch im Nadelwald Steinpilze, die haben ihre Auftretenszeit schon vier Wochen hinter sich. Natürlich ist die Chance, Steinpilze zu finden am allerkleinsten, wenn man sie überhaupt nicht suchen geht.
FG
Oehrling
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Hallo Schupfnudel,
so lange du ihn nicht aussporen lassen und einen Amyloiditätstest gemacht hast, geht eigentlich nicht mal die Gattung. Es ist ein typischer "Little grey mushroom". Wenn dich dieser Pilz wirklich interessieren sollte, musst du etwas Aufwand investieren.
FG
Oehrling
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Hallo Schupfnudel,
bei einem Erdblättrigen Risspilz, und das ist dein Pilz ja letztlich auch wenn er violette Farbtöne hat, stört der spermatische Geruch nicht.
FG
Oehrling
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Hallo Ataraxie,
das würde mich wundern, wenn du noch Steinpilze findest, für die ist es leider in diesem Pilzjahr schon ein paar Wochen zu spät. Nicht dass ich sie dir nicht gönnen würde, ich möchte dir nur eine Enttäuschung ersparen. Hallimasch, Trompetenpfifferlinge oder Violette Ritterlinge, ja so etwas kann man noch finden.
FG
Oehrling
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Sensationell wie viele Asterix-Fans es hier gibt!
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Hallo zusammen,
die GPBW mögen (nomenklatorisch) alt sein, aber für das grundlegende Verständnis der Materie (was ist ein Schlüssel, wie geht man mit einem Schlüssel um, welche Habitate gibt es, welche Pilze sind in den jeweiligen Habitaten selten, welche häufig, welches sind die grundlegenden Gattungsmerkmale, wann im Jahr kommen sie hauptsächlich vor...) sind sie immer noch verdammt gut. Die von mir gestellten Fragen kriegt man alle beantwortet, sogar als Schmankerl, in welchem Wald in welchem Ort Baden-Württembergs sie schon gefunden wurden (wohnt man in BW, kann man dann einfach mal eben an die genannte Stelle fahren und den gewünschten Pilz suchen, wenn er einen interessiert). Und die Autoren haben halt auch richtig was von Pilzen verstanden. 400 Euro ist doppelt so hoch wie der Neupreis, das ist nicht wegzudiskutieren, aber man kriegt schon auch was dafür.
FG
Oehrling
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Hallo Bambino,
hier im Forum sind eine Menge Leutchen aus der Berliner Gegend, die in die Pilze gehen. Schau mal in den Berlin-/Brandenburg-Thread rein, der ist meistens oben, weil viele reinschreiben.
FG
Oehrling
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Hallo steini,
wenn du die Pilze live vor dir hast und nicht erkennen kannst, ob es Röhren oder Lamellen sind, wie soll es dann jemand an seinem Bildschirm erkennen? Zumal du die Hutunterseiten nicht zeigst.
Übrigens sieht auch nicht jede deiner Maronen noch gut und verzehrfähig aus.
FG
Oehrling
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Hallo Andre,
was man sagen kann: ja, ein Wiesenchampignon sieht durchaus so aus. Aber essen musst du ihn allein auf deine Verantwortung, die kann dir via Internet niemand abnehmen.
FG
Oehrling
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Hallo Schrumz,
die Frische eines Riesenschirmlings beurteilt man anhand der Hutunterseite, d. h. du zeigst auf deinem Foto nichts wirklich Relevantes für diese Frage. Die Lamellen müssen noch weiß sein, keinesfalls grau. Und es dürfen auch keine länglichen braunen Flecken zwischen den Lamellen sein, das ist beginnendes Verschimmeln. Also zeige die Hutunterseite, dann kann man dir helfen.
FG
Oehrling
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Hallo zusammen,
aufgrund der angedeutet rötlichen (?) Stielbasis und des eindeutig nicht mehligen (?) Geruchs denke ich an die Seifenritterlings-Sektion. Leider sind mir in dieser Sektion keine Arten bekannt, die so stark gilben. Tricholoma sulphurescens habe ich selbst schon gefunden, den kann ich mir für diesen Fund nicht vorstellen. Nachher habe ich ein bisschen Zeit für das Blättern in FNE4, vielleicht kommt mir doch noch eine Idee.
FG
Oehrling
