Beiträge von Juergen-M

    Hallo Mario,


    junge und frische Frk. von T. hirsuta duften etwas nach Perchlorethylen (früher der charakteristische Duft in chemischen Reinigungen), das müssen aber noch frische und feuchte Frk. sein. Dieser Geruchseindruck wurde mir schon von einigen "anderen Nasen" bestätigt, also ... mal schnuppern, wenn man junge Exemplare findet. Der Mandelgeruch ist allerdings seltsam! Vielleicht liegt hier ein Befall mit etwas anderem vor?


    Grüßle
    Jürgen

    Hi Pablo,


    also "mehrere Hundert" würde ich jetzt nicht unterschreiben, aber makroskopisch und von der Ökologie her passt Dein Fund zu C. aurea sehr gut, auch die rel. frühe Erscheinungszeit. Ich fand die Art bisher nur einmal (identische Ökologie: Nährstoffreich, Dung + Holzhäcksel bei Brennessel). Allerdings hab ich das gesamte "Bestimmungs-Programm" gefahren;-)), und bei diversen Schlüsseln und Autoren (z.B. ENDERLE) sind Verwechslungen mit Nachbar-Arten drin (z.B. Conocybe tenera). Also mikroskopieren sollte man die Aufsammlung schon.


    Grüßle
    Jürgen


    P.P.S.: Im Anhang ein Mikrobild von C. aurea. Die Sporen von C. tenera sind mehr amygdaliform (mandeförmig) als oval.

    Hallo Tim,


    1-4 würde ich mich dem Eike anschließen. Allerdings ist eine Pilzbestimmung nur per Fotomaterial nicht leicht. Das mag bei Briefmarken funktionieren, aber Pilze sind leicht miteinander zu verwechselnde, sehr variable Organismen, wo z.B. eine zusätzlich Beschreibung von Konsistenz, Geruch, Größe usw. sehr hilfreich wäre. Gut ist, dass Du den Wuchsort etwas näher ausgeführt hast.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Pablo,


    hat sich denn die Hygrophanität bestätigt? Aus dem hier bisher zu lesenden wird das nicht ganz klar. Natürlich ändert jeder Pilz beim Trocknen seinen Farbton, bei Hygropanität bleicht jedoch der Pilz deutlich aus (manchmal konzentrisch von Außen nach innen oder radialfaserig/geflammt).


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo zusammen,


    Hydropus subalpinus ist bei uns in den Laubwäldern eine häufige und frühe Art (Frühling - Frühsommer), deren Stiel wurzeln kann! Auf meinen Fotos (Ende Frühling) dieser Art, sind öfter mal Pollen auf dem Hut zu sehen. Mit Mikroskop ist man hier auch mal wieder im Vorteil; man kann diese Pollen nämlich mikroskopieren und gewinnt dann Klarheit *g*


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Abeja,


    Dein Fund entspricht eher dem, was ich ich mir unter Physisporinus vitreus vorstelle, auch wenn mir das Hymenium zu mattweiß vorkommt (ist in typischer Ausprägung etwas glänzig, knorpelig). Hier mal der rötende Doppelgänger Physisporinus sanguinolentus:


    Grüßle
    Jürgen


    P.S.: Meine ermittelte Porendichte bei Physisporinus spp. ist 4-6/mm! Wenn mans nicht genau misst, liegt man mit "Schätzen" meistens (ziemlich) daneben ;)

    Hallo Pablo,


    Physisporinus spec. kenne ich etwas anders; immer bodennah, oft feuchte und finalmorsche Stubben, und die Beläge gehen auf Erde oder Detritus über, außerdem sind die Poren kleiner (aber das hast Du ja schon abgecheckt). Sagen wir mal so; sieht für P. vitreus schon etwas ungewöhnlich aus, aber die gallertigen Stellen würden schon dafür sprechen (vielleicht aber überwächst der Belag einen anderen Pilz?). Schwierig! Ohne Mikro.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Pablo,


    solche Frühlings-Entolomen mit Tichterlings-Habitus (Nabelinge sind doch etwas kleiner) sind oft Entoloma sericeoides, aber zur sicheren Bestimmung müsste man sich ein paar Sachen per Mikroskop anschauen (z.B. wie die Pigmente der Hutdeckschichten vorliegen).


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo abeja,


    ist ein bissel arg orange ... aber ich könnte mir hier die sehr häufige Phanerochaete laevis vorstellen. Ist aber nur eine Hypothese, man müsste das Teil mikroskopieren. Nach Naphtalin (altes Mottenpulver) riechen noch andere Rindenpilze! Nicht nur Sc. portentosum, und manchmal glaubte ich schon, dass finalmorsches, feuchtes Holz so riechen kann, also vielleicht gar nicht mal der Pilz.


    Grüßle
    Jürgen


    P.S.: Ist Sc. portentosum nicht eher grau?

    Hallo Hary,


    sieht nach Peziza arvernensis aus; die Art kann sehr große Frk. bilden. Sie kommt auf Holzresten vor und ich habe sie auch schon bei Fichte im Nadelstreu gefunden (auf im Boden verrotteten Holzpartikeln). Aber ohne Mikroskopie kann man keine belastbare Aussage treffen.


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    Jürgen

    Hallo Uli,


    Sambucus racemosa stimmt, für Peziza vesiculosa passt allerdings die Ökologie nicht richtig. Die Art bevorzugt eher nitratreiches Substrat, z.B. gedüngter Boden (Mist, Pflanzenbeete). Ich glaube hier eher nicht an P. vesiculosa. Es gibt ein paar Arten, die Holzreste, Sägemehl und vergleichbares Substrat besiedeln, und auch so blasig ausgeformte Frk. besitzen (z.B. Peziza ampliata). Die im Frühjahr häufige P. arvernensis habe ich auch schon sehr blasig gefunden - da hilft nur noch die mikroskopische Untersuchung.


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    Jürgen

    Hallo Eike,


    ich denke mir auch, dass es sich hier um eine Bjerkandera handelt. Es gibt aber eine 50:50 Wahrscheinlichkeit zu B. fumosa. Sofern die Exemplare noch frisch genug sind, und nicht käse-artig in der Hand zerbröckeln, beurteile mal im Querschnitt die Farbe der Trama: Bei B. adusta weißlich, bei B. fumosa irgendwie holzbraun.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Ingo,


    ja, makroskopisch sieht das für mich auch eher nach C. evolvens aus, vor allem der deutliche Kontrast der Randzone. R. confluens habe ich auch noch nie an einem hängenden Ast gesehen. Alle Aufsammlungen aus unserer Gegend (von "Älbler" und mir) stammen von am Boden liegenden Laubhölzern (Buche & Eiche), einmal sogar auf einem verkohlten Ast einer Brandstelle. Die Sporen von C. evolvens sind übrigens etwas tränen-förmig. Vielleicht meldet sich Andreas noch zu Wort.


    Unten ein paar Fotos von C. evolvens.


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo Beorn,


    ich kann mich Ingo nur anschließen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich hier um Phlebiopsis gigantea, den ich bisher am häufigsten an entrindeter Kiefer als Substrat gefunden habe. Ein recht "dicker" Belag, wachsartig, opak - leicht durchscheinend, oft etwas bläulich durchschimmernd. Mit der Lupe sieht man eine "gewimperte" Oberfläche; das sind die riesigen, inkrustierten Zystiden, die da rauschauen;-)


    Findet man so einen ähnlich aussehenden Pilz an Eiche (oder Buche) als Substrat, ist es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit der Zusammenfließende Reibeisenrindenpilz (Radulomyces confluens), der aber eine bisschen "knotigere" Oberfläche besitzt.


    Grüßle
    Jürgen


    P.S. Es stimmt nicht, dass Rindenpilze niemand mehr sehen möchte;-)


    PS: Ich glaube irgendwie immer noch, dass du eigentlich mein Vater bist (der auch Jürgen M heißt) und du immer nur so tust, als würdest du dich nicht für Pilze interessieren. :P


    "I am your Father!"


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    ;-))

    Hallo Uli,


    Numero 2 schaut aus wie ein Kiefernzapfen-Rübling, der müsste mit dem Zapfen "verbunden" sein;-) Dein erster Pilz könnte eine Psilocybe sein (P. montana?= Heide-Kahlkopf), aber mit Sandarten kenne ich mich nicht so aus. Beide Pilzchen müsste man mikroskopisch absichern, wenn man denn auf eine genaue Bestimmung aus ist.


    Grüßle
    Jürgen

    Hi Matthias,


    was Hajdu schreibt, stimmt schon; der mikroskopische Befund ist nötig. Wenn das Substrat allerdings Erle war, und das Habitat eher feucht (bach-, flussbegleitender Auwald), dann ist die Wahrscheinlichkeit für S. austriaca hoch. S. coccinea (seit der Aufsplittung der Arten, wohl die seltenste) findet man eher an Buche, und den Linden-Kelchbecherling (S. jurana) wie der Name schon sagt an Lindenästchen (das Habitat hier meistens feuchtfrische Tälchen (Eschen-Bergahorn-Schluchtwald) über Kalkgestein).


    Grüßle
    Jürgen

    Hallo zusammen,


    Pingelanton hat völlig Recht: Wenn man keine Ahnung hat, hilft einem ein Buch genausowenig ... und es gibt sehr viele "schlechte" Schwammerl-Literatur für den Speisepilztouristen und mykophagischen Durchreisenden. Diese ganzen 08/15-knapp-über-60-Arten-Fibeln mit Pilzmesser. Fazit: Das App liegt deutlich vorn. Warum? Es ist unterhaltsamer und kurzweiliger als ein Buch. Es spielt keine Rolle, mit welchem Tool man seinen Pilz nicht bestimmen kann, aber mit einem App gehts schneller ;)


    Grüßle
    Jürgen


    P.S.: Ich glaube, ein App, mit dem man zu Tricholoma portentosum käme, wäre schon auf dem besten Weg zu Synopwin, und in seinem Umfang sicherlich nicht "für umme" zu haben.