Hallo Ulla,
vielen Dank für Deine Tipps. Leider habe ich keinen Beleg. Wird dann wohl eine c.f.-Bestimmung. Was für eine c.f. würdest Du mir dann empfehlen A. denundata oder A. minuta?
Grüßle
Jürgen
Hallo Ulla,
vielen Dank für Deine Tipps. Leider habe ich keinen Beleg. Wird dann wohl eine c.f.-Bestimmung. Was für eine c.f. würdest Du mir dann empfehlen A. denundata oder A. minuta?
Grüßle
Jürgen
Hallo Ulla,
vielen Dank fürs Reinschauen! Zur Farbtreue; die ersten zwei Fotos zeigen den realistischen Farbeindruck. Die Bino-Fotos sind bei Kunstlicht geschossen, und ich habs nicht besser hinbekommen. Das Capillitium hatte ich tatsächlich per Pinzette abgezupft und vom kaum vorhandenen Widerstand dabei dann auf eine leichte Ablösbarkeit geschlossen - hier wird wohl mein Fehlurteil liegen, und es wird sich dann um A. denundata handeln - aber mit so kleinen Sporen? Ich hatte Aufsammlungen mit 9-10 µm Durchmesser!? Ist die Sporengröße etwa als Variabel einzuschätzen?
Grüßle
Jürgen
Hallo Toffel,
die Gründe meines Zweifels sind zwei: Die Sporen sind zu klein, und das Capillitium lässt sich leicht vom Becherchen lösen, was ich bei A. denudata nicht kenne, allerdings spricht das grobe Spiral-Ornament schon für A. denudata.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
Eine Arcyria, wie ich stark vermute, aber keine A. denudata oder A. ferruginea, die ich bisher immer fand. Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Besitze kaum Bestimmungsliteratur zu den Schleimern.
Sporocarpe gestielt - 4 mm hoch und 1 mm breit, Stiel säulenförmig mit Becherchen (ca 0,7 mm breit), Capillitium ein netziges Geflech, subzylindrisch - eiförmig expandierend, leicht vom Becherchen ablösbar!, rötlich - rosafarben, Sporenpulver rötlich - rosafarben.
Sporen [95% –• 20 –• SAP –• v –• H2O(nat)]: 7,4 - 7,9 - 8,3 x 7 - 7,5 - 8 µm, rundlich mit vereinzelten Warzen, Capillitium aus vernetzten Elateren, mit spiralförmigem, im Profil stark rippenartig.
Grüßle
Jürgen
Hallo Pilzesser,
also "häufig" gibts Weißtannen auf der schwäbischen Alb nicht, eher am Südrand auf tertiären Böden, wie schon geschrieben mit etwa 2% Anteil. Ob Dein BINGO! berechtigt ist, wage ich auch zu bezweifeln: Beweise! *g*
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
ich muss da mal kurz was anmerken:
Keiner der genannten Pilzarten, mit Ausnahme des Lachsreizkers, ist eine typische Tannenwald-Art oder gar kalkfordernd. Dagegen kann die Herbsttrompete in einem reinen Tannenwald theoretisch gar nicht vorkommen. Also doch ein oberflächlich versauerter Fichtenforst, und die vermeintliche Herbsttrompete ein Trompetenpfifferling?
Also wenn es tatsächlich eine Lachsreizker war, müssten da mindestens ein paar Weißtannen rumstehen, die Art ist obligat an Weißtanne gebunden. Herbsttrompeten findet man bei Buchen, und die können in einem Tannenbestand auch drinstehen (bei uns oft als kleine Inseln dazwischen - nennt sich forstwirtschafltlich "Vorbau"). Trompetenpifferlinge kommen auch bei reinen Weißtannenbeständen vor, wie auch viele Fichten-Arten. Noch zu Calabazas Anmerkung: Ich finde schon, dass man auch einem nurmehr kulinarisch sammelnden Pilzler die mögliche Artendiversität in solchen Wäldern übermitteln sollte. Eine etwas "abschreckende" Wirkung, verleitet jene dann vielleicht, sich etwas gründlicher mit den Pilzen zu beschäftigen *g*
Grüßle
Jürgen
Hallo Oehrling,
die gibt es vereinzelt, aber meist nur - oder zumindest in unserer Gegend - innerhalb von ausgedehnten Fichtenwäldern. Die wurden parzellenweise nach dem Krieg auf lehmigeren Böden angebaut. Mit viel Glück (wie bei mir), liegt ein Versuchs-Areal mit älterem Weißtannenbestand vor der Haustüre (so 120 - 160 Jahre alte Bäume).
Grüßle
Jürgen
Hallo Pilzesser,
Weißtannenwälder (Abies alba) auf Kalk können eine sehr große Artendiversität beherbergen. Hier bei uns (am Rande der Schwäbischen Alb) kommen in diesen Wäldern - die eher Parzellen sind - so zwischen 150 - 250 Arten vor! Sehr viele Schleierlinge (Cortinarius) sind darunter. Die Weißtanne ist aber auf der Schwäbischen Alb ein nicht häufiger Baum und im Baumartenspektrum nur mit ca 2% vertreten.
Grüßle
Jürgen
Hallo Inken,
vielen Dank für Deine Rückmeldung! Ich hatte mich mit Maren schon in Verbindung gesetzt und mir liegt jetzt eine Fundliste der SH-Funde vor.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
A. peltigerina, auch als Omphalina peltigerina (Schildflechten-Nabeling) bekannt, ist in rezenter Bestimmungsliteratur (Gröger, Ludwig, Horak, FN) und in Periodika - bis auf ein Foto in einem TINTLINGS-Beitrag (2012 Nr. 74) - noch nicht als für Deutschland nachgewiesen registriert. Es gibt im Web jedoch seit frühesten 2009 (Lehmann, Kamke) einige Fundmeldungen.
Kleine Umfrage:
Wer hat diese Art in Deutschland noch gefunden, gibt es sonst noch Fundmeldungen und Publikationen, vor allem wann (und möglichst dokumentiert).
Hier mal ein Kurzportrait:
Die Art kommt auf abgestorbenen (oder absterbenden) Flechten-Thalli von Peltigera-Arten vor (Hundsflechten), meist (oder ausschließlich?) in sandigen Trocken-Habitaten. Also, wer da mal ein findendes Auge drauf werfen will, suche mal in alten Sandgruben oder sonstigen sandigen Biotopen (Flugsanddühnen etc.).
Grüßle
Jürgen
Hallo Mausmann,
bedauerlich, dass es hier keine Beschreibung dazu gibt - wenigstens der Geruch. Sieht interressant aus. Sollten da Schüppchen auf dem Hut sein, könnte das eine sehr helle Clitocybe trulliformis sein. Eine seltene Art!
Grüßle
Jürgen
P.S.: Es scheint sich in den meisten Pilzlerkreisen hier (und sicher auch woanders) noch nicht herumgesprochen zu haben, dass eine gute makroskopische Beschreibung schon (mehr als) die halbe Bestimmung ist *g*
Hallo zusammen,
würde mich auch sehr interessieren, was hier rauskommt, da ich die Vermutung hege, dass anthracophile Pilze hin und wieder auf Blumenerde vorkommen können.
Grüßle
Jürgen
Hallo Eichhörnchenbrot,
mit Entoloma spec. wird man hier richtig liegen, allerdings glaube ich eher an einen Schild-Rötling (Entoloma clypeatum); der Buckel und die rel. dunkle Hutfarbe sprechen nicht für den Schlehen-Rötling.
Grüßle
Jürgen
Hallo Bauernhelmi,
kannst Du mir die Quelle von dem von Dir zitierten nennen? Das liest sich nämlich ein bisschen missverständlich, wenn man davon ausgeht, dass nur Lebensmittelimporte aus den betroffenen japanischen Regionen gemeint sind. Nichts desto trotz ist die Anhebung der Grenzwerte ein Skandal. Man hat ja schon über die japanische Beschwichtigung-Politik herzhaft gelacht, aber jetzt die EU ...
Grüßle
Jürgen
ZitatIn der Europäischen Union gilt seit Tschernobyl ein Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm. Nach dem Super-GAU im japanischen Fukushima hatte die EU per Eilverordnung die Grenzwerte zwischenzeitlich angehoben. Für Lebensmittel galt ein Grenzwert von 1.250 Becquerel pro Kilogramm, für Milchprodukte 1.000 Becquerel pro Kilogramm (bisher: 370). Seit 1. April 2012 gelten wieder die "alten" Werte von 600 Becquerel pro Kilogramm bzw. von 370 Becquerel bei Milchprodukten. Stärker belastete Lebensmittel dürfen weder eingeführt noch verkauft werden.
Hallo Gerd,
da gibt es eigentlich nichts zu relativieren: "... eine belastbare Totholzbestimmung ..."
Außderdem könnte man sich eine eigene Referenz-Sammlung zulegen um damit Funde zu vergleichen: Eine "genauere" Bestimmung bis hin zur Art wäre damit sicherlich möglich.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
gute Serie! Man bekommt ein Gefühl für die Bäume, aaaber ... eine belastbare Totholzbestimmung - vor allem von optimal- bis finalmorschem Holz, welches keine makroskopisch eindeutigen Strukturen mehr zeigt, ist - wie letztendlich das meiste in dieser Welt - nur mikroskopisch, und anhand von Dünnschnitten möglich. Derzeit startete eine phantastische Beitragsserie in der Südwestdeutschen Pilzrundschau von Bernd Miggel: Mikroskopische Holzbestimmung. Teil 1 - Grundlagen.
Grüßle
Jürgen
Hallo zusammen,
also hinter "caerulescens" würde ich keinen Punkt setzen;-) Diesen Schwärzling (sofern es einer ist), müsste man genauer anschauen, d.h. gründliche makroskopische Diagnose + Mikroskopie (Sporen reichen da meist schon). Das "blauen" bei den nurmehr grau anlaufenden Schwärzlingen beruht wohl auf einem fehlinterpretierten Eindruck (Clemencon in seinem Kompendium?), ich konnte bei drei mir geläufigen Arten nur ein Grauen wahrnehmen, ob man da eine bläuliche Komponente drin sehen will, naja. Es gibt also eindeutig rötende, dann grauende / schwärzende Arten und letztlich gilbende / schwärzende Arten (z.B. L. semitale), und das sind mehr oder weniger eindeutige Reaktionen bei nicht zu alten Frk.
Grüßle
Jürgen
P.S. In Parks und auf parkartigen Wiesen kommt oft der Lehmfarbene Schwärzling vor (L. paelochroum).
Hallo Mausmann,
das sieht mir nach einer Peziza aus, und zwar die häufige, im Frühjahr in allerlei Waldtypen auf Säge- mehl/späne/häcksel vorkommende Peziza arvernensis. Aber wie so oft, bringt nur das Mikroskop hier Licht ins Dunkel. Die Flatschmorchel sieht rein makroskopisch schon ganz anders aus, wie Du ja auch selbst schon geschrieben hast. Bildersuche im Web ist immer mit Vorsicht zu genießen. Gerade bei den Becherlingen liegt die Fehlerquote (also falsch bestimmte Arten) bei wohl über 80 % (ist eine Schätzung von mir;-)
Grüßle
Jürgen
Hallo Jovo,
ich glaube hier auch an die Flatschmorchel. Sie kann auch abseits von Auwäldern in ganz normalen Wirtschaftswäldern vorkommen. Ich habe die auch schon auf alten Waldwegen bei Fichte und Weißtanne gefunden (über Kalk).
Grüßle
Jürgen
Hallo Mario,
ein häufig an Pferdedung vorkommender Becherling ist Peziza fimeti (s.str. Donadini), aber du hast Recht; man sollte da noch mikroskopieren.
Grüßle
Jürgen
Hallo Joli,
nicht leicht, diese rotbraunen, nicht-hygrophanen Trichterlinge. Da müsste man sich einige Merkmale näher anschauen, um eine belastbare Bestimmung zu erhalten:
1. KOH-Reaktion der Huthaut (am Frischpilz oder auch am Exsikkat)
2. Sporengröße und -form
3. Wie liegt das Pigment in der Huthaut vor?
4. Geruch d. frischen Frk.
5. Ökologie (evtl. Baumpartner, z.B. Dryas, Salix reticulata -> C. lateritia, C. bresadolana)
Da ist auch so manches noch gar nicht richtig geklärt, z.B. C. squamulosa, oder C. subsinopica.
Deine Pilzchen sehen auf jeden Fall sehr interessant aus. Der Mehlgeruch spricht für C. sinopica, die auch nicht unbedingt an Brandstellen vorkommen muss. Die anderen, rotbraunen Trichterlinge (z.B. C. costata, C. glareosa) riechen eher "cyanidisch", grasartig, oder auch leicht fruchtig.
Grüßle
Jürgen
P.S.: Was ist denn das Weißliche da im Moos?
Hallo Mario,
diese kleinen Verbindungen zwischen den Lamellen sind nurmehr aderige Strukturen, die auf dem Lamellengrund zu sehen sind. Die sieht man andeutungsweise auf Deinem letzten Foto (kleine aderige Erhebungen, da wo die Lamelle ins Hutfleisch übergeht).
(unten mal ein Foto von Mycena sanguinolenta mit Blick auf den Lamellengrund - hier sieht man sehr schön die Anastomosen)
Grüßle
Jürgen
Hallo Mario,
ich denke auch, dass es sich hier um M. galericulata handeln könnte. Übrigens ist der Stiel nicht "rillig", als solche Eike die Stielspitze vermutlich interpretiert hat; es handel sich da um den Lamellen-Ansatz.
Grüßle
Jürgen
Hi Zarko,
Dein Myxomycet könnte auch ein Ei-Gelege einer Schnecke sein.
Grüßle
Jürgen
Hallo Ingo,
ich glaube ja auch, dass Vieles makroskopisch, und sozusagen mit dem "ganzheitlichen Blick" (z.B. die Ökologie betreffend) bestimmbar ist, oder mit Deinen vorsichtigen Worten: "prognostizierbar";-) Wer weiß, vielleicht sind viele fragliche und komplexe Taxa nur auf das Versäumnis genauer makroskopischer Diagnosen zurückzuführen. Ganz bestimmt sogar!
Eins ist mir auch klar: Das A und O ist die genaue makroskopische Beschreibung ... leider lernt man das erst sehr spät (oder auch nie), sich ruhig hinzuhocken, evtl. eine Zeichnung anzufertigen, und sich das Objekt einfach mal nur genau und gründlich anzuschauen, danach das Gesehene zu Verbalisieren. Allzu schnell wollen wir ein Vergleichsbild ergoogeln oder per "Daumenkino" aus Büchern erblättern (da nehme ich mich nicht aus!).
Grüßle
Jürgen
